30.08.08 18:39 Uhr
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China: Zwei älteren Frauen bleibt das Arbeitslager erspart

Die 79-jährige Wu Dianyuan und die 77-jährige Wang Xiuying, zwei Frauen die seit 2001 gegen ihre entschädigungslose Enteignung kämpfen, wollten auch während der Olympiade dagegen protestieren. Sie hielten sich streng an die Vorschrift und nutzten nur die von der Regierung ausgewiesenen Protestzonen.

Schon vor Jahren wurde gegen die beiden Frauen aufgrund ihres Protestes ein Jahr Umerziehung durch das Arbeitslager verhängt. Bisher wurde das Urteil nicht vollstreckt. Das änderte sich aber in den letzten Wochen, wegen ihres erneuten Protestes während der Spiele.

Nun gab sich die chinesische Regierung doch einsichtig und hob das Urteil wieder auf. Man habe die Unverhältnismäßigkeit der Strafe anerkannt. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights in China fordert die generelle Abschaffung dieser Strafe, die häufig bei geringen Vergehen zur Anwendung kommt.


WebReporter: maskenmaedel
Rubrik:   Sport
Schlagworte: Frau, China, Arbeit
Quelle: www.n-tv.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.08.2008 18:46 Uhr von zietenwustrau
 
+10 | -0
 
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unglaublich: angebote machen und dann die menschen bestrafen, die sie annehmen.

aber die kulturrevolution hat ja gezeigt was man von solchen angeboten halten kann.
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30.08.2008 19:09 Uhr von Hady
 
+17 | -1
 
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Die beiden wären schon längst im Arbeitslager wenn die Weltöffentlichkeit nicht von dem Fall erfahren hätte. Die Olympischen Spiele haben in China keinerlei Verbesserungen gebracht. Die Menschenrechte werden nach wie vor mit Füßen getreten.
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30.08.2008 19:15 Uhr von midnight_express
 
+8 | -1
 
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China hat noch einen langen, langen Weg vor sich, was Menschenrechte anbelangt.
Leider rechne ich nicht damit, dass sich dies durch die Olympiade verbessern wird.
Zwei alte Frauen "umerziehen" zu wollen, weil sie protestierten. *kopfschütteln*
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30.08.2008 19:20 Uhr von CrazyWolf1981
 
+9 | -1
 
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Human Rights fordert die Anschaffung: dieser Strafe, oder doch eher die Abschaffung? Ersteres macht irgendwie keinen Sinn.
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30.08.2008 19:30 Uhr von Pumpskin
 
+4 | -1
 
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Arbeitslager: Sowas gab es doch auch bei Stalin, Stichwort Gulag, und in ähnlicher Form auch in Deutschland.. oder nicht?
Und beides mit ähnlichen Gründen

Und wehe, jemand wagt es das abzustreiten.
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30.08.2008 22:14 Uhr von ohne
 
+3 | -1
 
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was hat diese news eigentlich primär (Rubrik 1) mit sport zu tun??

"Rubrik 1: Sport / Olympia/Sommer / Hintergründe/Reaktionen"
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30.08.2008 22:18 Uhr von IroniMO
 
+4 | -5
 
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China: Zwei älteren Frauen: China: Zwei älteren Frauen bleibt das Arbeitslager erspart - Sie werden stattdessen erschossen !
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31.08.2008 06:25 Uhr von CHR.BEST
 
+4 | -0
 
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Eigentlich wäre es ja ein "Umerziehungslager" gewesen.
Fragt sich nur, wie man zwei fast 80 Jahre alte Damen noch umerziehen sollte? Ich denke auf Dauer werden die Mächtigen in China die Menschen nicht mehr zurückhalten können, ihre eigene Meinung zu äußern.
Wie will man auch 1,3 Mrd. Menschen ständig den Mund verbieten?
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31.08.2008 16:06 Uhr von zeroFX
 
+0 | -0
 
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@onsaitornado1: "Ob die sich ändern wollen? Wage ich zu bezweifeln. Ein Land das so auf seine "uralte Tradition" pocht, ist in meinen Augen beratungs- und entwicklungsresistent."

Am Wandlungswillen kann man zweifeln, wie man will. Er ist da. In der Bevölkerung schon länger, in der Partei dauert es noch etwas, bis die alten Funktionäre entweder "aufweichen", umkippen (wird praktisch nicht vorkommen) oder durch die scharenweise nachrückenden jüngeren Mitglieder von ihrem Posten gedrängt werden.
Der Wandel WIRD kommen, aber zu glauben, er käme so, wie wir das erwarten, ist illusionär, realitätsfremd und verkennt einfach die Fakten.
Glücklicherweise wird der Wandel aber auch nicht so kommen, wie ihn die USA für den Irak "geschafft" haben ...

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