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Hamburg: Greenpeace darf keine weiteren Felsbrocken vor der Insel Sylt versenken

Einen herben Rückschlag bekam jetzt die Umweltschutzorganisation Greenpeace zu spüren. Es wurde ihr vom Landgericht Hamburg per einstweiliger Verfügung untersagt, weitere Steinbrocken im Seegebiet vor der Insel Sylt zu versenken. Bei Verstoß wurde auch mit Zwangsgeld von 250.000 Euro gedroht.

Die Bundespolizei sei angewiesen worden, Greenpeace im Auge zu behalten um weitere Kampagnen zu melden. Die Umweltschützer hatten in den zurückliegenden Wochen teilweise tonnenschwere Gesteinsbrocken im Seegebiet vor Sylt versenkt.

Mit dieser Maßnahme sollte ein Außenriff geschützt und Schleppnetzfang unterbunden werden. Greenpeace hat diese Aktion bereits 500.000 Euro gekostet - nach eigenen Angaben eine der kostspieligsten Maßnahmen der Umweltschützer.


WebReporter: jsbach
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Hamburg, Insel, Greenpeace
Quelle: www.sueddeutsche.de

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30.08.2008 13:07 Uhr von jsbach
 
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Viele Touristen denken sich vermutlich, so lange das nur auf Sylt passiert und uns die "Lange Anna" auf Helgoland nicht vom Meer geholt wird, ist's uns egal. Man sieht es ja auch bei den Kreidefelsen auf Rügen. Umweltschutz geht jeden an.
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30.08.2008 14:13 Uhr von Carry-
 
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@Anton Berger: weil´s gefährlich ist?!? ich kann auch keine steine auf die strasse legen, weil mir die leute zu schnell fahren.
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30.08.2008 14:33 Uhr von evil_weed
 
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die strasse geht auch nicht vom zu schnell fahren kaputt. aber wenigstens könnte man die strasse ersetzen... ein riff kann man nicht so einfach ersetzen.
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30.08.2008 14:36 Uhr von Raizm
 
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@Carry: Daran ist nichts gefährlich...

Greenpeace hat die Fischer daraufhingewiesen,dass da nun Steine sind,in die sich die Netze verfangen können und das Schiff nach unten reißen können...Zudem kommt noch hinzu,dass dieser Bereich gar nicht für Fischerei zugelassen ist,also dürfte sich da noch nichtmal ein Fischereischiff bewegen...
Da es nur Steine ( Naturmaterial) sind,geht auch keine Gefahr für die Umwelt aus...
Und es ist keine Schifffahrtszone,wo die großen Containerschiffe mit ihren tiefliegenden Rümpfen verkehren und die Steine diese aufschneiden könnten...
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30.08.2008 15:08 Uhr von nurichweißbescheid
 
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Gute Sache, aber sinnvoll? Mit 500.000 Euro hätte man sinnvollere Dinge anstellen können.
Wenn ich 500.000 Euro für einen guten Zweck spenden könnte und auch wollte, könnten die Fischbestände vor Sylt lange auf meine Unterstützung warten. Ich könnte es nichtmal mit meinem Gewissen vereinbaren, bei dem Wissen um die weltweite Armut, Hungersnöte usw. für so etwas zu spenden. Wenn man außen vor lässt, dass Menschnleben höchste Priorität beigemessen sollte, fallen mir auch einige sinnvollere Ausgaben für Umweltschutz ein. Neben dem Artenbestand der Meere sind die Regenwälder wohl von global größerem Nutzen, denn diese beeinflussen nicht nur die Artenvielfalt, sondern sind auch für das Klima von großer Bedeutung.
Soll man nun versuchen, alle Probleme der Welt jeweils nur ein bißchen zu bekämpfen, oder soll man sich eins nach dem anderen nach Wichtigkeit sortiert richtig mit gebündelter Kraft widmen? Ich bin für letzteres. Hier ein bißchen für Fische, da ein bißchen für hungernde Kinder, dann ein wenig AIDS-Forschung, bißchen Krebs-Forschung und andere Krankheiten, dann werden sogar zahlreiche Bauwerke mit Spendengeldern geschützt und renoviert, was in meinen Augen die größte Schande ist. Es sollte eine zentrale Stelle für Spenden geben, wo dann zentral beurteilt wird, was am dringendsten ist. Nur so kann sich was ändern. Ist zwar grausam, da man wichtiges zunächst außen vor lassen muss, aber nur so kann sich dauerhaft etwas nachhaltig ändern...
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30.08.2008 15:12 Uhr von nurichweißbescheid
 
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Nachtrag: Die Idee ist natürlich nicht realisitsch und nicht zu realisieren. Ein wenig unmenschlich ist es auch, rational zu beurteilen, wer was verdient hat und wer nicht. Man kann ja keinem Krebskranken sagen, dass sich nichts tut, da erstmal AIDS dran ist. Enbenso kann man keinem Somalier sagen, dass zunächst Kenia wieder auf die Beide geholfen wird usw.
Die Leute, mdie nfür den Erhalt von Brücken und sonstigen nicht so wichtigen Dingen Kohle raushauen, sollten einfach mal ihre Prioritäten überdenken, und etwas globaler Denken. Das gilt für Greenpeace genauso. Effektiv scheint das ja auch nicht angelegt zu sein, wenn die Aktivisten sich nebenbei nochn gutes Leben machen können...
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30.08.2008 15:27 Uhr von freddy33
 
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2 Gesichter im Prizip find ich die Sache von Greenpeace beneidenswert.

Anderer seits. Die Fischer können da jetzt nicht mehr fischen....

verlieren vielleicht ihre Job´s.

kann aber auch langfristig gut für die Fischerei sein.

Die Nordsee ist völlig überfischt...und der Fischbestand kann sich dann vielleicht an der Küste wieder ein bischen erholen.
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30.08.2008 16:17 Uhr von Carry-
 
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@Raizm: wenn ich jemanden warne, darf ich ihn also gefährden - interessante logik. so nach dem motto: "morgen werfe ich steine von der autobahnbrücke xy. wer nicht getroffen werden will, muss halt woanders langfahren."
ich glaube es wird mal wieder zeit ein boot dieser öko-terroristen zu versenken!
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30.08.2008 19:08 Uhr von nurichweißbescheid
 
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@bonsaitornado: Du hast natürlich Recht, aber willst mich bewußt falsch verstehen. Ich wollte nur sagen, es wird zu wenig für gute Zwecke gespendet. Und ich kann es moralisch und ethisch nicht verstehen, dass wenn jemand was gutes tun will, er Bauwerken und Tieren etwas Gutes tut. Tierschutz ist eine wichtige Sache, Tierhaltung ist teilweise pervers. Aber solange es Menschen gibt, die unter widrigeren Bedingungen leben, als unsere Haustiere und die Tiere die wir essen, so lange kann ich nicht für Tierschutz und Umweltschutz spenden.
"von mir bekommen ausschließlich Umwelt- und Tierschutzprojekte Geld"
Löblich das du etwas spendest, aber warum verweigerst du dich, Menschen zu helfen? Ethisch sehr schwer vertretbare Position wie ich finde.
Wenn ich mir Bilder von Kindern ansehe aus El Salvador oder von den Philipinen, die auf Müllhalden leben, oder die Lebensumstände in Manila oder Somalia, dann spende ich doch nicht für Tierschutz, so wichtig das auch sein mag!

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