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Neurowissenschaft: Nach Erblindung strukturiert sich das Gehirn sehr schnell neu

Wissenschaftler der Harvard-Universität sind in einer Versuchsreihe mit 47 Testpersonen zu einer verblüffenden Erkenntnis gekommen. Das Gehirn adaptiert sich bereits nach sehr kurzer Zeit auf neue Reize ein, wenn das Augenlicht ausfällt.

Dazu wurden einer Probandengruppe für fünf Tage je den ganzen Tag hinüber die Augen verbunden. Der anderen Gruppe wurde hingegen über den gleichen Zeitraum pro Tag zwischen vier bis fünf Stunden das Tageslicht genommen. Anschließend sollten beide Gruppen über Stunden weg die Blindenschrift lernen.

Im Ergebnis lernten die Personen besser die Blindenschrift, deren Augenlicht über den ganzen Tag jeweils genommen wurde. Auch bei Hirnaufnahmen zeigte sich, dass das visuelle System der Menschen Reaktionen auf Berührungen zeigte. Als Schlussfolgerung legten die Forscher nahe, dass dieser Mechanismus bereits angelegt ist.


WebReporter: ingwer
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Gehirn, blind
Quelle: www.focus.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.08.2008 14:13 Uhr von jarhead2k6
 
+15 | -1
 
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wirklich-: faszinierend. Könnte man ja theoretisch seine "Sinne" "pimpen".
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29.08.2008 15:50 Uhr von NGen
 
+5 | -0
 
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weil das wieder re-restrukturiert wird, wenn die nervenzellen erneut optische reize empfangen, die lediglich ohne augenlicht die anderen sinne unterstützt haben.
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29.08.2008 17:00 Uhr von Peter_Pils
 
+6 | -0
 
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NGen: ja schon, nur haben diese Testpersonen das blind-lesen bereits (besser) gelernt und vergessen natürlich nicht wie es geht, auch wenn sie unter Tageslicht wieder im Tastsinn gedrosselt werden. Ich halte das auch für ein "Sinne pimpen" im speziellen Stil
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29.08.2008 17:53 Uhr von CHR.BEST
 
+2 | -0
 
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Hm, denke das ist evolutionär bedingt. Ein Jäger, der mit dem Verlust eines Auges oder einer Einschränkung der Sehkraft zulange gebraucht hatte, um damit klarzukommen, ist schlicht verhungert und konnte daher seine Gene nicht mehr weitergeben.
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29.08.2008 17:56 Uhr von Loxy
 
+2 | -4
 
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Recht holperig getextet und an der ein oder anderen Stelle auch grammatisch falsch...

...ABER auf jeden Fall ein sehr interessanter Beitrag!!!
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30.08.2008 06:28 Uhr von Winkle
 
+0 | -1
 
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Formulierung "Als Schlussfolgerung legten die Forscher nahe, dass dieser Mechanismus bereits angelegt ist."

Nicht die Forscher legen nahe, sondern die Ergebnisse der Studie legen etwas nahe.

Tut mir leid, mag pingelig sein, aber diese ständigen Stilblüten hier können echt nerven.
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30.08.2008 09:28 Uhr von suesse-yvi
 
+0 | -1
 
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Ist doch: nichts neues. Und relativ logisch das der Körper so reagiert. Wir sind auf unsere Sinne angewiesen und wenn grade die Augen nicht mehr das tun was sie sollen, springen die anderen ein bzw. sie werden nur stärker. Und somit erleichtern sie uns den Verlust des sehens wie in diesem Bericht..
Dennoch möchte ich nicht mein Augenlicht verlieren da ich denke das es eine starke umstellung für den Menschen ist sich daran zu gewöhnen.
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30.08.2008 21:06 Uhr von Kassiopeia
 
+0 | -0
 
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ich: glaube, dass es noch Jahrzehnte dauern wird, bis Wissenschaftler unser Gehirn einigermassen entschlüsselt haben, denn dafür ist dieses Organ einfach zu komplex aufgebaut.
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17.09.2008 18:11 Uhr von DerBibliothekar
 
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Nicht so toll: Wenn man bedenkt, welche Fortschritte künstliche "Augen" gemacht haben....

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