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Richter verhängte ein Monat Fahrverbot für Rollstuhlfahrer

Der Schüler Michael S. aus Hagen, der wegen einer Behinderung auf den Rollstuhl angewiesen ist, muss jetzt einen Monat ohne ihn auskommen.

Ihm war wegen Trunkenheit ein Monat Fahrverbot und eine Geldstrafe auferlegt worden. Zweimal hatte ihn, innerhalb kurzer Zeit, mit einem hohen Alkoholwert die Polizei aufgegriffen.

Weil er wegen seiner Behinderung auf den Rollstuhl angewiesen ist, ging Michael in Berufung. Doch der Richter blieb hart. Es bleibt beim Fahrverbot. "Man darf Behinderte nicht benachteiligen, aber auch nicht bevorzugen", so der Richter.


WebReporter: maskenmaedel
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Monat, Richter, Rollstuhl, Rollstuhlfahrer, Fahrverbot
Quelle: www.bild.de

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33 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.08.2008 09:33 Uhr von Katzee
 
+17 | -3
 
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Gerechtes Urteil: Ich kann mir nicht vorstellen, dass er sich in der Wohnung mit einem Elektro-Rollstuhl bewegt. Der ist nun einmal recht klobig. Da wird er wohl schon einen normalen Rollstühl benutzen.

Ein Elektro-Rollstuhl ist ein Fahrzeug wie jedes andere. Wenn man im Straßenverkehr mit einem Fahrzeug betrunken erwischt wird, gibt es für jeden Fahrverbot. Und die Erklärung (in den Original-News) er hätte nicht gewußt, dass er nicht betrunken fahren darf, ist aus meiner Sicht wenigstens beim 2. Mal nur eine billige Ausrede,
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29.08.2008 09:38 Uhr von miezi
 
+18 | -1
 
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wie jetz? darf er einen monat nicht mehr mit einem elektrischen rollstuhl fahren oder allgemein gar kein rollstuhl??
wie soll er sich dann von a nach b bewegen? übern boden robben oder was?

also wenn elektrische rollstühle gemeint sind, find ich die strafe gerecht...
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29.08.2008 09:38 Uhr von execute.exe
 
+29 | -7
 
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Wir begrüßen ihn im Kreise der Fussgänger!
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29.08.2008 09:43 Uhr von chip303
 
+11 | -0
 
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in Emden gibt´s Bernie und wer mal gesehen hat, dass ein E-Roller nach ein paar Eingriffen locker im Stadtverkehr mit einem PKW mithalten kann, der Fahrer sich aber auf seinen Sonderstatus beruft (Verkehrsregeln, was sind das, die anderen haben doch Bremsen), der wird wissen, wie gefährlich sowas sein kann.

Und da die E-Chopper ja teilweise mit 25 km über den Fussweg flitzen, da stell ich mir jetzt noch einen in benebelt vor, wie er ne Gruppe Kindergartenkinder wegmäht.

Richtig so. Rollstuhl mit Handbetrieb...fertig...
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29.08.2008 09:45 Uhr von DarkRomantic
 
+13 | -0
 
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Laut Quelle: muss er ja "nur" auf den Elektrischen Rollstuhl verzichten, was meienr Meinung nach völlig Korrekt ist! ich denke, gerade behinderte Menschen werden öfters mal bevorzugt, weil viele Mitleid mit ihnen haben, und einige Nutzen das dann schamlos aus! klar, es gibt auch andere, aber generell sollte man behinderte wirklich gleich behandeln, aus diesem Grudn bin selbst ich nicht freundlicher solchen Menschen gegenüber wie andern! Welches schicksal dahinter steckt, ist wieder ein anderes Thema, aber generell hat ja jeder von uns seine probleme!
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29.08.2008 09:46 Uhr von Pokey
 
+9 | -0
 
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@Miezi: Einfach mal die Quelle lesen (Auch wenn es die Bild ist):

Der Richter zum Rolli-Fahrer: „Man darf Behinderte nicht benachteiligen, aber auch nicht bevorzugen. Für Sie ist es ein hartes Urteil. Doch einen Lkw-Fahrer würde es auch sehr hart treffen. Ein Fahrverbot ist nach unserer Meinung angebracht.“

Jetzt darf Michael seinen elektrischen Rollstuhl vorerst nicht mehr benutzen: „Ich bin auf die Hilfe meiner Freunde angewiesen.“

-> Es geht also nur darum, seine E-Rollstuhl nicht im Straßenverkehr nutzen zu dürfen. Und das ist ja wohl nur richtig so.

Einem Behinderten mehr Rechte zuzusprechen als einem nicht Behinderten wäre auch eine Form der Diskriminierung.
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29.08.2008 09:51 Uhr von cinedevil
 
+2 | -4
 
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lso wenn er ihm wirklich nur das fahren mit dem E-Rollstuhl verboten hat find ich das OK wenn er aber auh nicht mitdem normalen Rollstuhl fahren darf macht sich dogar der Richter strafbar....das wäre ja wie wenn er jemanden das laufen verbieten würde.
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29.08.2008 10:01 Uhr von Pokey
 
+3 | -1
 
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@cinedevil: "das wäre ja wie wenn er jemanden das laufen verbieten würde."

Ja. Stimmt!

Versuche mal volltrunken! als Fußgänger über den Bürgersteig nach Hause zu gehen. Auch dann wirst du bestraft. Und zwar zu Recht! Du gefährdest dann nämlich nicht nur dich, sondern auch andere (Wenn du z.B. auf die Straße tokelst).

Aber zur News: Er darf halt nur nicht mit seinem E-Rollstuhl am STRAßENVERKEHR teilnehmen. Nix anderes. Und so ist das auch richtig!
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29.08.2008 10:13 Uhr von Alagos
 
+1 | -10
 
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Der Richter sollte mal das Grundgesetz lesen... den laut Grundgesetz dürfen behinderte durchaus(!) bevorzugt werden.
LKW Fahrer kriegen normalerweile auch kein Fahrverbot, gerade weil sie auf den Führerschein angewiesen sind um weiter arbeiten zu gehen (da gibt es genug einschlägige Rechtsprechung zu).

Artikel 3 Grundgesetz:

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) 1Männer und Frauen sind gleichberechtigt. 2Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
(3) 1Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. 2Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
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29.08.2008 10:21 Uhr von Pokey
 
+4 | -0
 
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@Alagos: Dann ließ doch mal selber das Grundgesetz:

"Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden"

Also, eine andere Strafe bekommen als alle anderen wäre eine deutliche Diskriminierung und damit eine empfindliche Benachteiligung!

"LKW Fahrer kriegen normalerweile auch kein Fahrverbot, gerade weil sie auf den Führerschein angewiesen sind um weiter arbeiten zu gehen".

Das stimmt bedingt, soweit es sich um den ERSTEN Verstoß handelt. In diesem Fall ist unser trinkfester Rolli-Fahrer aber bereits zum ZWEITEN mal erwischt worden.
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29.08.2008 10:28 Uhr von fireron
 
+3 | -7
 
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Komisch Ich finde sowas echt schon frech. Ich meine ok, das ist wie mit einem Fußgänger, aber gleich sowas. Es ist sicherlich für ihn schon schwer genug seinen Alltag zu meistern und dann sowas. Das ist sehr komisch, da es ja kein Gesetz gibt, das sowas verbietet. Außerdem hatte der gute Mann ja auch keinen Führerschein. Heißt das also, dass er aussem Schneider ist, wenn er sich das nächste Mal schieben lässt? Finde ich wirklich affig dieses Urteil.
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29.08.2008 10:40 Uhr von anderschd
 
+5 | -3
 
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@execute.exe: Sehr intelligenter Kommentar. Und das Niveau bleibt mit den Plusgebern erhalten.
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29.08.2008 10:43 Uhr von xexnxexmxyx
 
+12 | -0
 
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Naja ich sitze selber im Rollstuhl (handbetrieben) und muss sagen, dass viele "Kollgegen" ihre Situation schamlos ausnutzen.

Die Strafe ist absolut gerecht und wenn dann noch auf die Traenendruese gedrueckt wird, dann bekomm ich ein ganz ungutes Gefuehl. Ich moechte - sowohl im positiven als auch im negativen - absolut gleich behandelt werden.

Just my two cents...
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29.08.2008 10:53 Uhr von 19julian87
 
+1 | -6
 
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falsche kategorie würd ich ma behaupten^^: finde das gehört eher zu den kurriosen dingen des lebens :-D

andererseits is das urteil an sich gerecht ...

doch nun stellt sich allerdings die frage wie das jetz bei ihm zu hause ist ... denke mal er wird nich alles was er täglich benötigt (essen, trinken, klo, dusche etc pp) im selben zimmer haben .. oda haben ihm seine eltern jetz n kühlschrank und ne matratze ins badezimmer geschleppt?!
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29.08.2008 10:57 Uhr von youngblood
 
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29.08.2008 10:57 Uhr von 19julian87
 
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ahsoo: der muss nur auf den e-rollstuhl verzichten?!

dann geht das ja ... ich dachte schon so nach dem motto "tut mir zwar leid mit der behinderung aba du bleibst jetz ein monat an der selben stelle sitzen" ... dann hätten ja sogar die inhaftierten im knast mehr freiheiten^^
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29.08.2008 11:04 Uhr von youngblood
 
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29.08.2008 11:12 Uhr von Rogue88
 
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Ich muss: den meisten meiner Vorredner recht geben, es ist ein gerechtes Urteil.
Aber es macht mich sauer dass ein Richter bei einem solchen Fall hart durchgreift aber die Justiz dafür bei den Komaprüglern oder Kindervergewaltigern und das ganze Pack nie richtig hart durchgreift...

Aber nem Behinderten den Rollstuhl wegnehmen das is ja viel wichtiger für die....
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29.08.2008 11:19 Uhr von Pokey
 
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@youngblood: "Ich bin selber 100% behindert und auf ein ELEKTROROLLSTUHL in jeder situation angewesen. Es kann nicht an gehen das sich ein rolstuhlfahrer nicht betrinken darf! ich kann nix ohn mein rollstuhl! Ey ich habe noch NIE gesehen das ein laufender bestraft wird weil er nach hause torkelt!"

Nun, mit "alter ey", "labert müll",... sind deine Argumente auch schon am Ende. Da hilft auch dein Doppelposting nicht weiter. Wenn du noch nie gesehen hast, dass jemand bestraft wurde, weil er nach Hause getorkelt ist, solltest du mal mehr Gerichtsurteile lesen. Das kommt nämlich auch vor (Ich wette häufiger als Fälle mit Nichtgehenden).

Es hat niemand was dagegen, sich mal zu betrinken, weder als Geher, noch als Nichtgeher. Doch JEDER muss dann dafür Sorge tragen, dass er OHNE EIGENGEFÄHRDUNG und OHNE FREMDGEFÄHRDUNG nach Hause gelangen kann. Warum nimmt unser Promile-Flitzer nicht ganz einfach ein Taxi, so wie das betrunkene Geher auch tun?

Und dass Problem, der Rolli dann in der Kneipe stehen bleiben müßte haben Autofahrer auch, dass die dann ihr Auto am nächsten Tag (wieder mit dem Taxi) von der Kneipe abholen müssen.

Gleichberechtigung heißt nunmal auch Gleichverpflichtung. Jeder Behinderte hat mein Mitgefühl, aber wird von mir mit gleichen Maßstäben gemessen wie ein Nichtbehinderter.
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29.08.2008 11:26 Uhr von Pryos
 
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@youngblood: Pokey hat ja schon fast alles gesagt :).

Es gibt sicher einige Wege um nach Hause zu kommen ohne von der Polizei angesprochen zu werden.

Und ich denke, das diese Person nicht zu benachteiligt war, um einen normalen Rollstuhl zu benutzten. Ich bezweifle das er das sonst gemacht hätte.
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29.08.2008 11:37 Uhr von whitechariot
 
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@ Alagos: Nicht benachteiligt ist etwas anderes als bevorzugt - das was Du zitierst belegt also überhaupt nicht das, was Du davor behauptest...
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29.08.2008 11:44 Uhr von Jorka
 
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E-Stuhl: So an alle die die Quelle nicht richtig gelesen haben:

Er darf nur nicht den E-Rollstuhl benutzen, den herkömmlichen Rollstuhl natürlich weiterhin, denn wie er soll sich sonst bewegen? ;-)
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29.08.2008 12:14 Uhr von Alagos
 
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@Whitechariot: Damit wollte ich nur belegen, dass der Richter mit seiner Aussage "niemand darf wegen seiner Behindungerung bevorzugt werden" unrecht hat ;).

Klar KANN man so ein Urteil sprechen. Nichts desto trotz gibt es dafür auch Alternativen(z.b. hörere Strafe, Fahrverbot auf Bewährung). Aber in einem Punkt muss ich euch recht geben... beim zweiten Verstoß sollte durchaus härter durchgegriffen werden ;). Ich hatte irgendwie gelesen, dass dies der erste Versuch war. Mea culpa :).
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29.08.2008 13:44 Uhr von anderschd
 
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Wer nicht: im Rollstuhl sitzt, oder anderweitig eingeschränkt ist, sollte hier lieber ruhig sein. Denn die, die keine Ahnung vom täglichen "sterben" behinderter Menschen haben, schreien am lautesten.
Vorschlag: Eine Woche freiwilliges arbeiten auf der entsprechenden Station in einem Krankenhaus. Dann sehen wir weiter.
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29.08.2008 13:53 Uhr von anderschd
 
+0 | -0
 
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genau steht das in meinem Kommentar?

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