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Wer weniger Wasser verbraucht muss mehr dafür zahlen

Allein in den letzten zehn Jahren stieg der Wasserpreis um insgesamt 15,3 Prozent. Gründe für diese Entwicklung gibt es einige. Oftmals fehlt aufgrund eines einzigen Anbieters der Wettbewerb vor Ort.

Dazu kommen die hohen Instandhaltungskosten die gleich hoch bleiben, auch wenn weniger Wasser verbraucht wird. Und im Osten müssen die Menschen weiter für die viel zu groß gebauten Anlagen die Zeche bezahlen.

Außerdem sind die Kosten für den Verbraucher nicht einzuschätzen, weil eine genaue Kostenzusammensetzung auf der Rechnung nicht ersichtlich ist. In Hessen wird sich jetzt vielleicht etwas ändern, die Landesregierung zwingt einige Anbieter, die Preise um bis zu 37 Prozent herabzusetzen.


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WebReporter: maskenmaedel
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Wasser
Quelle: www.bild.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.08.2008 10:31 Uhr von datenfehler
 
+9 | -6
 
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grauenhafte Überschrift: Sie ruft geradezu auf, dass man mehr Wasser verbrauchen soll, weil man sonst mehr zahlt.
Wer kommt auf solche Logiken in einer Zeit, wo die meisten endlich erkannt haben, dass man Wasser sparen sollte.
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28.08.2008 10:36 Uhr von zietenwustrau
 
+5 | -4
 
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Nur leider stimmt es: Und das es stimmt ist das Problem. In Deutschland muss das System unbedingt bei Energie- und Wasseranbietern umgestellt werden. Wenn bei weniger Verbrauch die Preise steigen, dann ist das kein Anreiz zum sparen. Im Gegenteil, die Leute kommen sich betrogen vor.
Deshalb muss Wasser- und Energiesparen belohnt werden. Jetzt ist es umgekehrt. Wer viel verbraucht kann Sondertarife aushandeln. Und weil bei zurückgehenden Verbrauch die Umsätze bei den Unternehmen zurückgehen, werden die durch höhere Preise wieder ausgeglichen.
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28.08.2008 10:59 Uhr von anderschd
 
+8 | -2
 
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So ist das. Wir haben in den letzten Jahren den Gasverbrauch auf ein Minimum runter gefahren und nu?
Ab Oktober 24% höherer Preis.
Mit bestem Dank an unsere Politiker, die dafür sorgen, dass es hier weit und breit nur einen Anbieter gibt. Warum?
Na "Hr.Merkel" verdient ja mit und wird nicht am Ast sägen.............
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28.08.2008 11:13 Uhr von vanni727
 
+2 | -0
 
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teufelskreis: das ist so ne art teufelskreis würde ich sagen. alles wird teurer, also wird weniger verbraucht. da die anbieter ihr zeug nicht los werden, aber natürlich trotzdem geld verdienen wollen (bzw. müssen), wird eben stetig der preis angehoben. somit hat man vom sparen eigentlich nichts, weil das, was man gespart hat, am ende in durch die preiserhöhung wieder zunichte gemacht wird.

ich denke, die leute sparen deshalb so viel, weil sie angst haben vor der horrenden rechnung, die kommen würde, wenn sie verschwenderischer energie und wasser verbrauchen würden.
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28.08.2008 11:32 Uhr von muttianka
 
+2 | -1
 
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Auswandern: ist auch keine Lösung.

Wer seine Vorstellungen von anderen Ländern "nur" vom Urlaub dort hat, fällt beim auswandern schnell auf die Nase.

Denn Kosten die man erst beim täglichen Leben bemerkt sind dort meist um ein vielfaches höher. Von Standards ganz zu schweigen.

Klar spart man Heizkosten, obwohl es dort im Winter ohne heizen auch nicht geht. Und im Sommer steigt der Stromverbrauch, weil man ohne Klimaanlage kaum über den Tag kommt.
Dazu kommen in einigen Ländern Preise bei Nahrungsmitteln, wo wir in Deutschland mit den Augen rollen würden.
Es kommen ja gerade jetzt viele "ausgewanderte" Rentner aus Spanien zurück weil sie sich dort mittlerweile weniger leisten können als in Deutschland.

Aber am besten lernt man das wohl, wenn man es selbst mal erlebt. Meiner Erfahrung nach ist das auch die einzige Möglichkeit einen objektiveren Blick auf Deutschland zu bekommen.
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28.08.2008 11:47 Uhr von Mi-Ka
 
+1 | -0
 
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Hmm, rechnen können die bei Bild offensichtlich nicht.
Nur weil der Unterhalt des System auf weniger Kubikmeter umgelegt wird, heisst das nicht, dass derjenige, der weniger verbraucht mehr zahlt.
Es wirkt sich nur auf den Kubikermeterpreis aus und nicht auf den Gesamtpreis.
Würde man genausoviel verbrauchen wie vor 10 Jahren, dann wäre der Preis höher.

Es gibt einen einzigen Grund, warum Wassersparen wirklich zu Mehrkosten führen kann aber das ist, bin mir aber nicht sicher, sehr sehr selten.
Wenn nämlich die Kanale geflutet werden müssen, weil der Durchfluss zu gering ist und Dreck nicht weggespült wird.
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28.08.2008 12:06 Uhr von Mi-Ka
 
+0 | -0
 
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Der Renner, Wasser gibt es genug aber es geht um sauberes Wasser.
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28.08.2008 13:12 Uhr von Sven_
 
+1 | -2
 
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die gründe: sind doch sowas von egal. Ich weiß ja nicht ob es schon aufgefallen ist, aber es ist doch nicht übersehbar, dass der Mittelstand ausgeblutet werden soll.

Je größer die Schere zwischen Arm und Reich umso besser für die reichen (und die sind nunmal an der Macht). Arme Menschen brauchen Kredite für jede größere Anschaffung, zahlen dafür teure Zinsen, und die Banker freuen sich.

Dazu weitere verschärfung der Sicherheitsgesetze, damit der Polizeistaat vollkommen wird uns siehe da wir sind wieder im Feudalsystem - Die reichen lassen die armen billig (1euro-jobber) für sich arbeiten, überwacht von Stasi 2.0 damit auch niemand auf die Idee kommt das System auszuhebeln.

Und nein die NPD wird uns genausowenig wie die LINKE helfen, es ist an sich egal wer an der Macht ist (mit ausnahme der NPD da dort zu den normalen Problemen noch Menschenfeindlichkeit dazu kommt)
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28.08.2008 13:36 Uhr von Numanoid
 
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Wer hat die Bild dafür bezahlt: daß sie so unverhohlen und mit zweifelhaften Fakten Werbung für die Privatisierung der Wasserversorgung macht?
Dieser Bereich darf nicht privatisiert werden, wohin daß führt sieht man z.B. in London.
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28.08.2008 15:38 Uhr von uhlenkoeper
 
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@Der Renner: Genauso wie Du habe ich das von meinem Schwager auch erfahren, der als Techniker in einem großen Klärwerk arbeitet. Die haben da massive Probleme vor allem bei den biologischen Klärstufen, weil das wenige Abwasser, das ankommt, schlicht zu konzentriert für die Bakterien ist, die da die Brühe abbauen sollen. Denen kippt (v.a. im Sommer) schnell mal ein Vorklärbecken, wenn die nicht (Regen-)Wasser zugeben ...
Hinzu kommt, dass manche Zuleitungen in den Sommermonaten künstlich gespült werden müssen, da die "natürliche" Säuberung durch den Nachschub so zögerlich erfolgt, dass sich der Dreck in den Rohren ablagert und festsetzt. Mal an einem heißen Sommertag in Berlin über Gullideckeln langgegangen ?

Allerdings ist dieses Problem nicht wirklich neu und es sollte schon daran geforscht werden, wie dieses in den Griff zu bekommen ist. Wird es meines Wissens nach auch.
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28.08.2008 17:15 Uhr von Danymator
 
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Milchmädchenrechnung: Von irgendetwas müssen ja die Gehälter, Löhne, Wartung usw. bezahlt werden. Je mehr gespart wird um so weniger kommt rein. Logisch… Daraus folgt: Die Preise müssen steigen, sonst können diese Unternehmen einpacken und wir sitzen alle im Dunkeln oder auf dem Trockenen. Das ist ein Fass ohne Boden und wir, die Endverbraucher müssen das Loch stopfen.

Oder wir . . . – Naja lassen wir das. Das ist ein anderes Thema.

Mit freundlichen Grüßen
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29.08.2008 09:54 Uhr von buzzy
 
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Grundwasser: Der unterschiedlich hohe Wasserpreis resultiert teilweise auch durch die Grundwassermengen in den einzelnen Regionen. So ist der Wasserpreis in einer Region mit hohem Aufkommen günstiger als bei einer mit niedrigerem Vorkommen, da hier das verbauchte Abwasser durch Kläranlagen wieder aufbereitet werden muss und so höhere Kosten entstehen, als bei der einfachen Filterung des Grundwassers.

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