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Malaysia: Parlament diskutiert generelle DNA-Erfassung Neugeborener

Malaysische Volksvertreter diskutierten am Dienstag erneut ein Gesetz, das Grundlage für den Aufbau einer nationalen DNA-Datenbank sein wird. Der "DNA Identification Act" soll vor allem die Verbrechensaufklärung verbessern. Für wen die DNA-Erfassung Pflicht werden soll, ist zurzeit noch unklar.

Einige Abgeordnete der regierenden Nationalen Front und der oppositionellen Islamistischen Partei fordern zukünftig die generelle Erfassung aller Neugeborener. Schon unmittelbar nach der Geburt soll Nabelschnurblut entnommen und die Proben in der DNA-Datenbank deponiert werden.

Laut Zeitungsbericht wurde zudem ein Antrag abgelehnt, sämtliche Dienstmädchen per DNA-Probe zu erfassen. Man sei sich unsicher, ob die Kosten dafür von den Arbeitgebern getragen würden. In 2007 sollen etwa 12.000 meist ausländische junge Frauen vor ihren Arbeitgebern geflüchtet sein.


WebReporter: Loxy
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Parlament, DNA, Malaysia, Neugeborenes
Quelle: www.heise.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.08.2008 11:44 Uhr von Loxy
 
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Ich kenne zumindest einen Deutschen, der jubilieren wird, wenn er davon erfährt. Was mich angeht, so finde ich diese mittlerweile weltweite Entwicklung äußerst bedenklich. Wir bekommen noch alle unser 1984 und ich glaube auch noch weitaus schlimmer, als Orwell es sich je hätte ausmalen können. Die politische Elite wird sich natürlich rechtzeitig von diesem Erfassungswahn ausschließen nehme ich an.
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27.08.2008 12:27 Uhr von nightfly85
 
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27.08.2008 12:35 Uhr von Amerilion
 
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Blubb: und nun ist es soweit, wenn die allgemeine Stimmung so ist wie die nightfly85 ist es eh sinnlos, wir können gleich alle für eine generelle Kameraüberwachung stimmen...

Wenn man einen Frosch in kochendes Wasser wirft versucht er rauszuspringen. Wenn man ihn in kaltes Wasser setzt und es langsam erwärmt bleibt er drin bis er stirbt.
Genau das passiert grade mit uns. Hätte man das vor 10 Jahren verlangt wären viele aufgesprungen und hätten dagegen in irgendeiner Weise protestiert. Heute, in Zeiten von durch (absichtlich?) geschürter Terrorangst verabschiedeter Überwachungs- und Kontrollgesetzte scheint selbst eine generelle DNA-Erfassung absehbar.

Wohin soll das führen? Aussortierung mancher Menschen für gewisse Jobs weil ihre Gene darauf hinweisen das sie irgendwann mal ein Verbrechen begehen? Oder vllt. nur ein hohes Risiko für eine Krankheit haben?
Statt Lebenslauf DNA-Profil bei Bewerbung?

Mit mir nicht, meine Gene gehören mir
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27.08.2008 12:40 Uhr von Pryos
 
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@blubb: das Errrinert mich an einen Film :) , leider fällt mir gerade der Name nicht ein.
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27.08.2008 12:41 Uhr von Deniz1008
 
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asiatische länder gehen damit locker um als hier zu lande.
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27.08.2008 13:28 Uhr von Loxy
 
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@ Pryous: Gattaga???
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27.08.2008 13:30 Uhr von nightfly85
 
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Amerilion das ist Quatsch. Glaubst du wenn es eine DNA-Datenbank gäbe, würde der Arbeitgeber die Möglichkeit haben darauf zuzugreifen? Der AG kann doch nicht einmal herausfinden was für Berufe unsere Eltern haben oder wie es mit uns bei der Krankenkasse aussieht. Dann wird er erst recht nicht die Gelegenheit bekommen in eine staatliche DNA-Datenbank zu gucken.
Du gehörst für mich zu der Sorte "Zukunft? Neues? Nee ich hab Angst ich bleib bei dem was ich hab".

Ausserdem ist der Vergleich mit dem Frosch einfach unzulänglich. Das ist was ganz anderes.
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27.08.2008 13:30 Uhr von Loxy
 
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@ Pryos: "Gattaca?" meinte ich ^^
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27.08.2008 13:36 Uhr von Loxy
 
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@ nightfly85: Deine Naivität möchte ich haben! Dann ließe es sich wieder unbeschwert leben ;o)

Pappa Staat will nur das beste für seine Bürgerlein und unsere lieben Abgeordneten und zukünftigen DNA-Datenbank-Bewacher sind alles Übermenschen ohne jeglichen Tadel und höchstmöglichem Anstand... jajaja... ich wünschte du hättest Recht und ich mit meinen Bedenken würde äußerst gerne eines besseren belehrt werden... oh ja!!!
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27.08.2008 14:17 Uhr von nightfly85
 
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Ist ganz einfach schau dich einfach mal um. Was weiss der Arbeitgeber über dich? (ich benutze jetzt bewusst dein angeführtes Beispiel) Er weiss wo du wohnst. Und wie alt du bist. Und bei welcher Krankenkasse du bist. Und vielleicht sogar welche Schuhgröße du hast. Aber mehr NICHT. Er weiss nicht was du in deiner Privatzeit machst, auf welchen Seiten du surfst und wieviel Cola du am Tag trinkst. Warum sollte er dann ausgerechnet zur DNA Datenbank Zugriff haben?
Aber gehörst du wirklich zu den Verschwörungsfanatikern die dann gleich glauben der AG darf sich beim Staat erkundigen wie toll bzw. schlecht deine DNA ist? Vielleicht noch gegen eine kleine Gebühr?

Sieh doch mal die Vorteile von einer DNA-Datenbank und sei nicht so pessimistisch wie 90% der meisten Deutschen. Sofern diese Datenbank in den richtigen Händen bleibt ist sie nur von Vorteil. Kinderschänder, Mörder und Vergewaltiger könnten so perfekt ermittelt werden. Es ist einfach nur dämlich zu denken dass diese Methode etwas schlechtes wär. Gott ich hasse diesen Pessimismus und diese fehlende Aufgeschlossenheit gegenüber neuem.
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27.08.2008 14:32 Uhr von Noseman
 
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@Nightfly: Der Arbeitgeber weiss auf jeden Fall noch, ob ich evangelisch/katholisch oder nicht bin.

Aber von meinem Steckenpferd mal zum eigentlichen Problem:

"Sofern diese Datenbank in den richtigen Händen bleibt ist sie nur von Vorteil."

Richtig. Das wird sie aber eben langfristig gesehen NICHT bleiben, weil der Mensch eben menschlich ist.

Gelegenheit macht Diebe.
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27.08.2008 14:36 Uhr von nightfly85
 
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Hat der Arbeitgeber schonmal versucht, zu Erfahren wie oft du dich bei deinem vorherigen Arbeitgeber krankgemeldet hast? Mit den richtigen Mitteln könnte er das. Aber es lohnt sich einfach nicht. Und mal andersrum gesehen: Würde jemand deine DNA-Daten wollen, dann bekommt er sie auch. Er läuft dir einfach hinterher und sammelt deinen Becher von McDonalds auf, den du weggeschmissen hast. So lächerlich einfach ist das.
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27.08.2008 14:48 Uhr von Noseman
 
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Nein: Mekeiner meiner bisherigen Arbeitgeber hat sich beim vorherigen Arbeitgeber nach Krankmeldungen erkundigt, das stimmt (wahrscheinlich, denn woher sollte ich das eigentlich wissen? )

Aber worum es geht: mir hinterherzulaufen wäre ein Riesenaufwand und sauteurer (Privatdetektiv-Observation, Gentestlabor).

Wenn man das aber als Datei auf einen Schlag für alle Mitarbeiter und nicht viel Geld bekommt, dann werden sich das auch einige Arbeitgeber besorgen.

Außerdem ist der Arbeitgeber ja nur ein potentieller Mensch, der meine Daten, die ihm nichts angehen, haben möchte.

Allein den Staat, der im Falle Malaysias sie sammelt, geht das nix an.

Denn: genauso einfach wie Dein McDonaldsbeispiel ist es auch umgekehrt. Ich nehm Deinen Becher und platzier im an einem Tatort, und schwupp kommt die Polizei bei Dir vorbei.

Selbst wenn Du Deine Unschuld beweisen kannst (was ja im Rechtsstaat eigentlich umgekehrt laufen sollte) ist Dein Ruf hinterher im Arsch.

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