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Afghanistan: Ein toter deutscher Soldat bei Sprengstoffanschlag (Update)

Eine Patrouille geriet in Afghanistan in eine Sprengfalle (SN berichtete). Drei Soldaten erlitten Verletzungen, ein Bundeswehrsoldat soll nach Angaben der Nachrichtenagenturen AP und dpa getötet worden sein.

Der Anschlag geschah in der Nähe von Kunduz. Bestätigt wurde das von einem Korrespondenten vom "Westfalen-Blatt", der in Afghanistan vor Ort ist.

Das Potsdamer Einsatzführungskommando erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AP, es gäbe offiziell zwei leicht verletzte Opfer und einen schwerverletzten Soldaten.


WebReporter: E-WOMAN
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Deutsch, Update, Afghanistan, Soldat, Sprengstoff
Quelle: www.spiegel.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.08.2008 12:47 Uhr von horus1024
 
+10 | -10
 
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Tja, Berufsrisiko: Wenn man die Demokratie für das Vaterland am Hindukusch verteidigt, dann muss man sich nicht Wundern. Mal am Rande, wenn ich Moslem wär, käm es schon ein wenig komisch vor, wenn die Soldaten die mir Frieden bringen wollen ein Kreuz der Kreuzritter als Zeichen haben.
Und wenn man dann noch als Pisspage der USA auftritt, selber schuld.
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27.08.2008 12:50 Uhr von Sentinel2150
 
+10 | -7
 
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Tja so eine Verteidigung: des Heimatlandes 1000 Kilometer von diesem weg ist es halt "wert" dass Deutsche dabei sterben.
Hauptsache man verliert ja nicht sein Gesicht gegenüber den Amerikanern.
Wieso wird Deutschland nicht eigentlich auch in China verteidigt?
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27.08.2008 12:54 Uhr von maki
 
+5 | -5
 
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Da geben sich diese bedauernswerten, stolzen: Opfer der Politik (wie im Schäfer-Thread zu lesen) soooolche Mühe, den Terror in die BRD zu zerren und diese doofen Terroristen gehen einfach nicht auf das Angebot ein und sprengen unsere Steuergelder gleich dort wech...
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27.08.2008 13:11 Uhr von fridaynight
 
+5 | -5
 
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@horus1024: Müssen Helfer jetzt automatisch zum Islam übertreten um niemandem auf den Schlips zu treten? Wie rassistisch und blöd wäre das denn? Und wer von den Leuten da hat denn zu Zeiten der Kreuzritter gelebt und regt sich deswegen auf ;) ...
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27.08.2008 13:15 Uhr von lopad
 
+5 | -8
 
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Armes Schwein: aber das ist halt das Berufsrisiko eines Soldaten.
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27.08.2008 13:28 Uhr von horus1024
 
+2 | -1
 
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@fridaynight: auf keine Fall müssen Helfer zum Islam übertreten, nur wenn der Glaube der "Helfer in Uniform" ein Problem ist weil das Land noch im Mittelalter lebt, dann sollte man da wegbleiben. Ich weiß ja nicht ob du es auch weißt aber die Taliban die in den Land das Sagen haben, sind nun mal rassistisch und blöd im Umgang mit "Ungläubigen" und deshalb leben die faktisch noch im Mittelalter. Und wenn man noch von der Denkweise im Mittelalter lebt, nun ja, da ist man schon mal etwas eher angepisst wenn Ungläubige sich im Land breit machen und eine sagen wollen was man zu tun und zu lassen hat!?!
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27.08.2008 13:52 Uhr von Jorka
 
+3 | -0
 
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Warum: muss eigentlich unser Land für sowas den Arsch hinhalten?

Mein beileid an die Familie des Soldaten.
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27.08.2008 14:10 Uhr von s0d
 
+4 | -4
 
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weiss schon jemand von welcher einheit das opfer war? Habe leider sehr viele Bekannte, die sich gerade da rumtreiben müssen..
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27.08.2008 17:09 Uhr von Yuggoth
 
+2 | -5
 
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Berufsrisiko: Bei aller Empörtheit, wer sich in den Krieg begibt kommt darin um, das ist eine alte Weisheit.
Es ist schrecklich für die Angehörigen aber wenn man bedenkt wieviele Berufskraftfahrer im Jahr auf der Strasse sterben relativieren sich unsere Verluste auf Seiten der BW sehr schnell.
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27.08.2008 18:04 Uhr von Illus
 
+3 | -0
 
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s0d: Bei dem getöteten Soldaten handelt es sich um einen Fallschirmjäger aus Zweibrücken. Also nach Wikipedia vermutlich aus dem FsJgBtl 263 oder der LLAufklKp 260.
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27.08.2008 18:12 Uhr von Illus
 
+6 | -2
 
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Ich finde es schon erstaunlich: Mit welcher Gleichgültigkeit die Bundeswehr hier betrachtet wird. Wie belanglos so ein Anschlag wahrgenommen wird und wie erbärmlich man den Opfern noch eine eigene Schuld zuweist.

Einige hier sind vermutlich noch zu jung, aber zu Zeiten des kalten Krieges dachte kein Soldat an einen Einsatz irgend wo am Hindukusch. Viele Berufssoldaten hatten, nachdem Politiker einfach mal das Grundgesetz nach ihrem Wünschen neu definiert und die Grenzen Deutschlands mal eben an den Hindukusch verlegt haben, nur zwei Möglichkeiten. Entweder die geänderte Lage zu akzeptieren und damit für ihre Familien weiter zu sorgen, oder unter Wegfall aller Geld- und Sachbezüge, einschließlich Pensionsansprüche zu kündigen und sich arbeitslos zu melden. Mit Arbeit konnten diese Soldaten sicher in den wenigsten Fällen rechnen, mangels Praxis im erlernten Beruf. Also wer dabei geblieben ist, darf jetzt für Deutschland in Afghanistan sterben und wird bei Shortnews dafür auch noch verspottet.
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27.08.2008 22:12 Uhr von s0d
 
+3 | -1
 
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danke Illus: 100 % Agree.
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28.08.2008 01:48 Uhr von meisterthomas
 
+6 | -0
 
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Unsere Heilsarmee in Afghanistan: Es ist sehr viel billiger ein paar junge Männer zu verheizen, als sich mit Reparationszahlungen aus dem NATO-Bündnis auch nur zeitweise frei zu kaufen. Das Hatte schon Kohl im ersten Irak-Krieg erkannt.

Bleibt die Frage nach unserem Selbstbestimmungsrecht, ohne die unsere Demokratie nur eine Farce ist.
Zu einer volksverdummenden Farce haben unsere Politiker auch unseren Afghanistan Einsatz gemacht.
Denn es geht der NATO selbstverständlich nicht um humanitäre Hilfe. Das ist ein Märchen um eine dauerhafte Militärbasis der NATO in Afghanistan zu legitimieren. Denn der Wert Afghanistans ist allein ein Strategischer gegenüber den anreiner Staaten einschließlich Russland und China.

Ob uns die NATO entmündigt oder unsere Politiker verantwortlich sind wir auch dafür, uns verschaukeln zu lassen.

Es ist nicht die Frage ob die Bundeswehr dem Auftrag der NATO entspricht, sondern ob die NATO noch unserem Auftrag und dem unserer Nachbarstaaten entspricht.
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28.08.2008 19:28 Uhr von horus1024
 
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@Illus: Soll ich jetzt die Verpisser bemitleiden die sich drauf verlassen haben eine ruhige Kugel in Kalten Krieg schieben zu können, weil der Russe ja eh nicht angreift, und man das Kriegshandwerk ja nicht braucht. Oh schei.., ich bin ja Soldat und muss jetzt auch mal richtiger Soldat sein!!! Als Soldat ist man ein Instrument der Gewalt, ein Werkzeug irgend einer Macht und man ordnet sich dieser Macht, mit Leib und Leben unter. Andere bestimmen über das eigene Leben und Sterben, ob man andere Menschen Helfen, sie Töten, oder auch Foltern muss, das macht einen Soldaten aus. Das ist bei diesem Beruf nun mal so und wird auch immer so bleiben. Ein Soldat der das heutzutage nicht weiß ist selber schuld. Jeder kann sich darüber informieren, und sieht bei jeder Nachricht was Soldaten so machen. Ich kann mich doch nicht darauf verlassen, das ich mir bis zum ende meiner Dienstzeit die Eier schaukeln kann!!! Ich muss mir doch mal darüber in Klaren sein dass irgendwann mal jemand der Geld in mich investiert hat auch mal einen Gegenwert davon haben will. Und wie sollte der Gegenwert denn bitte aussehen, wenn nicht darin das Erlernte auch anzuwenden. Wenn ich humanitäre Hilfe leisten will gehe ich zum Roten Kreuz und lerne nicht das effektive töten von Menschen! Es können alle sagen was sie wollen die Bundeswehr gehört genauso zu den Besatzungstruppen von Afghanistan wie alle anderen auch, nur müssen bei ihr nicht alle kämpfen und töten, sonder nur die KSK! Den anderen BW-Soldaten geht es im Verhältnis, zu den Verlusten und der Gefährdung im Süden, im Nord-Afghanistan noch am Besten!
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29.08.2008 18:56 Uhr von newsreader_c
 
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Bundeswehr-Einsätze im Rahmen der NATO und/oder UN: Ich habe tiefstes Mitgefühl mit den Angehörigen des ermordeten Soldaten und bin auch mitfühlend bei den weiteren Verletzten, dass sie alsbald genesen. Meine besten Wünsche. Ich finde es unglaublich, dass sich gewisse Menschen über den Tod von unserer Soldaten, so schamlos und dennoch unwissend, zu produzieren versuchen (Ich meine: horus1024)! Ich bin nicht der Meinung, dass ausgerechnet Du in der Lage bist die gesamte Welt zu begreifen ... den Hintern schön auf dem warmen PC-Sessel und alles zu kommentieren, wie es Dir gefällt (sicher kannst Du das, was Du ja auch emsig betreibst), ich spreche Dir jedoch die Wahrnehmungskraft ab, die Du Dir selber einredest, denn Du hast nicht die geringste Ahnung von dem, was speziell nun dort oder auch anderswo auf der Welt abgeht. Und ein deutscher Bundeswehrsoldat muß sich von Dir erst recht nicht als "Pisspage" der Amerikaner bezeichnen zu lassen. Alle unsere Soldaten nehmen ihren Auftrag ernst und werden dahingehend entsprechend ausgebildet, dass sie auch in Gefechte verwickelt werden könnten. Der Kontakt, den die deutschen Einheiten in Afghanistan mit der Zivilbevölkerung haben, ist überaus friedfertig, freundlich und kooperativ, denn wir stellen uns nicht als Aggressor dar, sondern versuchen eine Befriedung vorzunehmen. In diesem Falle wäre das Rote Kreuz sicher fehl am Platze, weil es an Verletzten mangelt. Die Bundeswehr hat nicht nur einen Auftrag in dieser Region. Ich hoffe der Betonkopf platzt nicht gleich ... humanitäre und gegebenenfalls militärische Unterstützung bzw. Eingreifen bei Eskalationen (die jedoch selten eingtreten) sind unter anderem Aufgaben der Truppe, die auch die Mandate der NATO und UN mit einfassen.
Mein Tip (Zitat): "Wenn ich keine Ahnung habe ... einfach mal die Fresse halten!"

Als Soldat fühle ich Trauer und Mitgefühl !
Als Zivilist sage ich "Shit Happens", aber bezeuge meine Trauer und mein Mitgefühl um den Verlust !
Als An- bzw. Zugehöriger weine ich, schreie ich, schluchze ...

... ist Dir immer noch alles scheißegal (horus1024)
... dann wünsche ich Dir ein schicksalfreies Leben !!!

P.S.: @horus1024: Schicksal heißt - Unverhofft kommt oft ... oder vielleicht etwas später ... mag der Gott Dich sehen, an den Du vermeintlich glaubst - oje !

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