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Berliner Jugendgewalt - Eine Richterin redet Tacheles

Die Jugendrichterin Kirsten H. arbeitet beim Berliner Amtsgericht Tiergarten und beobachtet eine "neue Dimension der Jugendgewalt, die wir bisher nicht kannten". Die Richterin wählt deutliche Worte für ihre Angeklagten, "Streicheleinheiten" führten wohl nicht zum Ziel.

Wahllos werden Fußgänger verprügelt und anschließend beraubt, an Schulen gibt es erbarmungslose Schlägereien, die Jugendgewalt in Berlin scheint zu eskalieren. 70 % beträgt der Anteil der Täter, die aus "Familienstrukturen, die uns völlig fremd sind", kommen. So zum Beispiel kinderreiche Großfamilien.

Die Kinder wachsen oft ohne Kontrolle der Eltern auf und sind auf sich selbst gestellt. Von den Vätern, die manchmal nicht die Namen ihrer Kinder nennen können, arbeitet lediglich die Hälfte. Mütter und Töchter sind zu Hause anzufinden, ohne die Möglichkeit, am sozialen Leben teilzuhaben.


WebReporter: poseidon17
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Berlin, Jugend, Richter
Quelle: www.berlinonline.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.08.2008 19:51 Uhr von high-da
 
+11 | -4
 
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das ist aber auch sehr wichtig: was in der quelle steht

Heisig fordert jetzt eine schnellere Zusammenarbeit der einzelnen Behörden: „Akten umherschieben ist Zeitverlust.“ Deutliche Worte auch an die Politiker. „Eine Jugendeinrichtung nach der anderen wird geschlossen und dann wundert man sich, dass die Jugendlichen Straftaten begehen und im Knast landen. Es muss mehr Geld in die Jugendarbeit fließen.“ Ebenso müsse der Schulbesuch durchgesetzt werden. „Wenn Eltern ihre Kinder nicht zur Schule schicken, muss man durchgreifen.“ 2500 Euro Bußgeld, oder sechs Wochen Erzwingungshaft seien angemessen
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26.08.2008 19:54 Uhr von Great.Humungus
 
+20 | -4
 
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Ach nachdem der 10. Jugendliche Heute mal wieder auf Bewehrung freigesetzt wurde schwingt sich Richter Traumwelt in seinen A6 und fährt direkt in sein Alarmgesichertes Haus in der ruigen Vorstadt. Nachbar GuckInDieLuft der in der Regierung tätig ist lobt natürlich sein Verhalten und wundert sich warum die Menschen so unzufrieden sind, schließlich hat er vor seinem Haus noch nie einen "Migranten" gesehen, aber das kann er auch nicht, da sein Anwesen von 3 meter Hohen Mauer geschützt wird.
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26.08.2008 20:14 Uhr von jsbach
 
+5 | -2
 
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Tja , dass sollte: mal Schule machen und nicht immer nur Weisungen oder Verwarnungen für die Täter aussprechen.
Aber ein weiterhin aktuelles und brisantes Thema. Wie soll man der Gewalttätigkeit Herr werden??
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26.08.2008 20:21 Uhr von idomsa
 
+13 | -5
 
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Ich kann: das Wort, bzw. den Spruch "Jugendgewalt" in Berlin echt nicht mehr hören. Weiterführende Links spare ich mir an dieser Stelle.
Wie wäre es mit Migrantengewalt? Einfach mal nach Staatsanwalt Reusch gockeln. Der Mann hat gesagt, was Sache ist und wurde dafür abgesägt. Das Bild bei diesem "Artikel" ist im übrigen in keinem Fall angebracht. Jetzt geh ich kotzen. Danke für die Aufmerksamkeit. mfG.
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26.08.2008 20:24 Uhr von 133133
 
+4 | -3
 
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Hart durch greifen! Ich finde man sollte gegen solche Täter mal etwas härter durchgreifen. Ich kann auch ein gutes Beispiel geben:
Jeder kennt es (von früher) aus der Schule. Wenn ein Lehrer zu nett zu der Klasse ist dann wird es laut und er hat die Klasse nicht mehr unter Kontrolle, der Unterbricht kann nicht planmäßig ablaufen. Doch wenn der Lehrer vermehrt Strafarbeiten verhängt gegen die Krachmacher ist es nach einigen Tagen muxmäuschen still. Genauso ist das mit den Strafen für Gewalttäter, nur mit richtiger Bestrafung ändert sich was! Soll nicht heißen das man nur höhere Strafen erlassen sollte, ganz und gar nicht. Integration und Sozialarbeit ist auch sehr wichtig, man muss die Probleme im Keim ersticken
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26.08.2008 20:46 Uhr von Hier kommt die M...
 
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KampfErdbeere: Musst net spekulieren, ein Blick in die Quelle reicht ;)

"„70 Prozent der Angeklagten haben einen Migrationshintergrund und kommen aus Familienstrukturen, die uns völlig fremd sind. Da gibt es arabische Großfamilien mit 15 Kindern, von denen der Vater nicht weiß, wie sie heißen.“ 50 Prozent der Väter gehen keiner geregelten Arbeit nach, bei den Müttern sind es 75 Prozent. „Die Kinder wachsen unkontrolliert auf und sind sich völlig selbst überlassen. Der Vater kümmert sich nicht, die Mutter ist auf Grund mangelnder Deutschkenntnisse und der Vielzahl der Kinder völlig überfordert.“ Sie lebt meist im Haus, ist in das soziale Leben überhaupt nicht integriert.

Auch die Töchter werden im Haus gehalten und streng erzogen, erzählt die Richterin. Dagegen können die Jungs machen was sie wollen, hängen den ganzen Tag draußen herum. Sinnvolle Freizeitbeschäftigungen gibt es kaum. Und so gehen die Jungs „abziehen“. Sie überfallen andere Jugendliche, rauben sie aus. Die Opfer sind meist Deutsche."

Bin ja mal gespannt, wie lange diese Richterin noch auf ihrem Posten sitzt oder wann sie in der Versenkung verschwindet und nen Maulkorb bekommt wie Staatsanwalt Reusch damals....
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26.08.2008 21:15 Uhr von Hier kommt die M...
 
+8 | -6
 
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kuemmelmonster: weil es erstens nur ein Beispiel ist und sicher nicht heissen soll, dass es nur arabische Großfamilien sind, die da auffallen und weil SN es gar nicht gerne mag, wenn in bestimmten Fällen Nationalitäten genannt werden.

Das wirst du sicher noch mitbekommen hier :)
Schreibst doch selber? Dann machst du damit bald Bekanntschaft.
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26.08.2008 23:49 Uhr von meisterthomas
 
+3 | -8
 
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Die Jugendgewalt hat auch soziale Ursachen: Die Politik der Agenda 2010 zielt auf Sozialabbau zugunsten einer Niedriglohnpolitik. Im Resultat spaltet sich unsere Gesellschaft in altgediente Wohlstandssklaven und neue Hungerlöhner.
Das ist auch die Perspektive welche wir unserer Jugend bieten. Eine pisaschiefe Schulbildung, mangelhafte Berufsausbildung, unsichere und sehr viel schlechter bezahlte Arbeitsplätze, usw.
Für viele eine Aussichtslosigkeit die eher zum Kampfsaufen motiviert als sich in eine Gesellschaft einzuordnen.

Einigen Politikern geht es darum, eine breite Unterschicht zu schaffen aus der ihre Seilschaft Profit und Wettbewerbsfähigkeit schöpfen kann.
Einst opferten wir unsere Jugend dem Kaiser, heute dem kalten Krieg der Globalisierung.

Es sind jedoch unsere Politiker und Manager welche die Globalisierung vorantreiben und demokratische Mehrheiten die sich dieser Wirtschaftspolitik beugen.
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27.08.2008 01:18 Uhr von Great.Humungus
 
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@MiaWuschd: Würden wir jedem Mörder/Vergewaltiger/Dieb mit Migrationshintergrund 150.000 Euro geben würde auf den Straßen Mord und Totschlag herschen da das Geld einen Anreiz bietet.

Leider wird nur zu oft bei solchen "genialen Ideen" ohne wichtige Faktoren gerechnet. So ähnliche machen es auch die Linken, raus aus der Eu aber das wir durch die EU Milliarden an Zoll sparen und gerade Deutschland als Exportland davon provitiert wird verschwiegen.
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27.08.2008 02:16 Uhr von Borgir
 
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wo man: aufwächst sollte nicht der grund für den verlust jeglicher hemmung oder die totale abstumpfung sein. diese menschen sind einfach böse und fertig. da muss man keine fadenscheinigen ausreden erfinden. diese leute muss man weder therapieren noch sonstwas, die muss man einfach einsperren und fertig.
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27.08.2008 03:07 Uhr von meisterthomas
 
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vielfältige Ursachen ohne Patentlösungen: Wir haben hierzu vielfältige Meinungen geäußert und ein jeder hat wohl auch zu einem Teil Recht. Die Ursachen sind sozialer und individueller Natur, politisch gewollt, oder in Kauf genommen und liegen zum Teil auch im Jugendstrafrecht und unserer Justiz begründet.

Entscheidend bleibt in der Hauptsache die soziale Entwicklung unserer Gesellschaft, oder ob wir weiter auseinander driften.
Ferner ist der Verzicht auf Strafe keine Therapie sondern das Gegenteil.
Auch fehlen im Jugendstrafrecht scheinbar Neben- und Adhäsionskläger, was den Opferschutz missachtet und den Täterschutz unzulässig hoch ansetzt.

Strafrechtlich bleibt vor allen ein grundsätzliches Problem ungeklärt:
Wenn Strafe zugunsten von vermeintlicher Resozialisierung erlassen wird, verletzt dies das Abstinenzprinzip jeder Therapie und macht alle Beteiligten zu Schauspielern. Dies gilt für den Täter wie auch den Richter, aber auch Therapeuten drängen sich dann in ein Rollenspiel.

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