23.08.08 19:37 Uhr
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Afghanistan: Luftangriffe der NATO töten 76 Zivilisten (Update)

ShortNews berichtete vor kurzem über den Luftangriff von NATO-Truppen, bei dem 76 zivile Opfer gegeben hat. Die Anzahl der Toten hat sich jetzt auf 90 erhöht, darunter befinden sich 50 Kinder. Die Bevölkerung reagierte mit Protesten auf den Vorfall.

Berichten zufolge sollen Hunderte Menschen die zur Hilfe ausgesandten afghanischen Soldaten angegriffen und mit Steinen beworfen haben. Sie haben daraufhin in die Menge geschossen und drei Leute dabei verletzt. Nach dem Vorfall zogen sich die Soldaten wieder zurück.

Der UN-Koordinator spricht sich für eine gründliche Untersuchung des Vorfalls aus. Präsident Karsai kündigte an, schnellstens einen Maßnahmenkatalog zum Schutz von Zivilisten zu erstellen.


WebReporter: paszcza1
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Update, Afghanistan, NATO, Zivilist
Quelle: nachrichten.t-online.de

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44 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.08.2008 19:34 Uhr von paszcza1
 
+0 | -0
 
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Über 50 Kinder, das ist noch das Schlimme daran. Wie kann es zu so einer Katastrophe kommen? Ich hoffe da werden Schuldige dafür gefunden und gerecht bestraft.
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23.08.2008 19:49 Uhr von Kosh67
 
+11 | -7
 
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da hast du aber Glück, ich habe mehrfach versucht, über die Kritik des afghanischen Präsidenten Karsai bezüglich des Vorfalls zu informieren, leider hatte SN immer einen anderen Grund das abzulehnen.
Konnte nicht wissen, dass ungeliebte News zensiert werden.
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23.08.2008 19:59 Uhr von Kosh67
 
+6 | -4
 
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Karsai kritisiert erneuten US-Angriff: Erst Mitte Juli waren ja bei einem Luftangrif auf eine Hochzeitsgesellschaft in der ostafghanischen Provinz Nangarhar 47 Zivilisten getötet worden, darunter 39 Frauen und Kinder.
Und nun wurden schon wieder unschuldige Frauen und Kinder umgebracht.
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23.08.2008 21:06 Uhr von jsbach
 
+10 | -15
 
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Das ist die Kehrseite: der Medaille. Krieg ist nun mal Krieg. Dass es Tote auf beiden Seiten gibt, dann zwangsläufig. Ich glaube nicht, dass die absichtlich Zivilisten angegriffen haben.
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23.08.2008 21:35 Uhr von evil_weed
 
+8 | -3
 
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absicht? selbst wenn es keine absicht war, fahrlässig war es höchstwahrscheinlich schon. kann mir nicht vorstellen, dass da plötzlich ohne vorwarnung 76 zivilisten in der schusslinie stehen.
diese toten wurden als kollateralschäden in kauf genommen.
das macht es für die verwandten dieser toten natürlich nicht besser... würde mich nicht wundern, wenn da jetzt irgendwelche betroffenen jugendlichen ihren berufswunsch in "jihadist" ändern... verführen/gehirnwäschen lassen sie sich dadurch jedenfalls wesentlich einfacher, als ohne ständiges rumgebombe und tote in der eigenen familie/verwandtschaft.
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23.08.2008 22:00 Uhr von maki
 
+5 | -4
 
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Interessant dabei, dass anscheinend: keine Sau die Verantwortung übernehmen will - oder hat schon jemand irgendwo gelesen, welcher Teil der "NATO-Koalitionskillertruppen" die Angriffe geflogen hat?
Viel steht zwar nicht zur Auswahl (vermutlich mal wieder die Amis mit deutscher Zielmarkierung...), aber interessant wäre es schon.

Auch interessant, wie "Karl Durchschnittsarsch" erst (unter der ersten News) die Opfer bestreitet/als Propaganda abtut und sich auch jetzt, wo es offiziell zu sein scheint, gleich wieder das Gemetzel schönredet...
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23.08.2008 22:36 Uhr von arielmaamo
 
+3 | -11
 
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keine Absicht: Ich glaube auch nicht, dass die Zivilisten absichtlich angegriffen worden. Gerade solche Vorfälle sind gefundenes Fressen für die Propaganda der Taliban.
Aber auch wenn sich die Taliban menschlische Schutzschilde nehmen, kann man nicht blindwütig draufhauen. Aber mit ihren Selbstmordanschlägen zeigen die Taliban, dass auch bei ihnen Menschenleben nichts zählen.
Und Minderheiten und Frauen schon mal gar nicht.
http://www.gfbv.it/...
http://www.gfbv.it/...
Wer die USA (den Westen) dort kritisiert, sollte auch die Augen vor den Verbrechen der Taliban nicht verschliessen.
http://www.rawa.org/...
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23.08.2008 22:59 Uhr von biberstern
 
+6 | -4
 
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@jsbach: schade das es nicht deine frau und deine kinder waren mal schauen ob du noch zu den piloten gelächelt hättest
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23.08.2008 23:06 Uhr von Ghostwriter63
 
+2 | -15
 
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23.08.2008 23:17 Uhr von uhrknall
 
+3 | -5
 
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Und da wundern sich noch viele, wenn zur Abwechslung auch mal ein paar Nato-Soldaten umgelegt werden...

Mich würde mal interessieren, wieviele Tote es in diesem Krieg schon gegeben hat. Immerhin dauert der schon knapp 7 Jahre.
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23.08.2008 23:19 Uhr von usambara
 
+2 | -2
 
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alles Lüge Taliban gibt es nicht in Herat, dort leben Perser (Schiiten).
Ausgeschlossen das dort Taliban-Trupps ihr Unwesen treiben.
Ziel war wohl eine Schiitenmiliz eines Warlords.
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23.08.2008 23:26 Uhr von Kosh67
 
+8 | -5
 
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@Ghostwriter63: Nur sehr schwer vorstellbar, wie Bombenwerfende F18,F16 und auch nicht zu vergessen die F14 dem afghanischen Volk helfen könnten.
Die selbsternannten Helfer werden vom Volk abgelehnt, das sollten die Besetzer doch endlich begreifen.
Die Menschen verteitigen nur ihr Land.
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23.08.2008 23:34 Uhr von Ghostwriter63
 
+3 | -5
 
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@Kosh67 Du magst recht haben: nur leider wurden die eigenen Truppen angegriffen... Ob die helfen wollten, muss man jetzt einfach mal glauben.

blöd was........
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24.08.2008 00:12 Uhr von kathrinchen
 
+4 | -6
 
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mal ganz ehrlich, glaubt hier wirklich wer, das es bei einem Krieg ohne den Tot von Zivilisten abgeht? Und was unterscheidet das Leben eines Soldaren, der vll nicht unbedingt am Krieg teilnehmen wollte. eigtl von dem eines Zivilisten?
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24.08.2008 00:35 Uhr von Bleifuss88
 
+4 | -1
 
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Also ist wohl doch: die Story wahr, dass Zivilisten totgebombt wurden. Also was veranlasst einen Kommandeur dazu einen Luftangriff auf ein bewohntes Dorf zu befehligen?

Wir haben doch mittlerweile Aufklärungstechnik, anhand derer man ausmachen kann ob sich der Typ den man sich anschaut die Fingernägel geschnitten hat oder nicht. Wie kann es dann sein, dass man Zivilisten nicht von bewaffneten Aufständischen unterscheiden kann? Genau für sowas sind doch unsere Tornados da unterwegs. Also kann der fehler doch eigentlich nur in der Auswertung der Aufklärungsbilder oder - wahrscheinlicher - beim Weiterreichen der Informationen passiert sein. Oder wurde etwa einfach ohne Aufklärung losgebombt? Das sind so Dinge die solche Kriege eigentlich ungewinnbar machen. Mal ehrlich, wann können wir den Krieg in Afghanistan als "gewonnen" betrachten? Militärisch haben wir schon lange gesiegt, nur das haben die Amis in Vietnam auch. Scheint ja nicht auszureichen...

Mit Sicherheit war das wieder keine Absicht, schließlich unterscheidet uns das ja von den Terroristen, aber denen dürfte das jetzt herzlich egal sein. Tot ist halt für den Angehörigen tot, und klar wird er den unmittelbar Verantwortlichen dafür hassen, egal ob es ihm nun Leid tut oder nicht. Und die Taliban kriegt Propaganda gratis.
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24.08.2008 01:06 Uhr von Ghostwriter63
 
+2 | -5
 
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@ Bleifuss88: Auch Terroristen haben die Nägel geschnitten....
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24.08.2008 09:18 Uhr von christi244
 
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Kosh: Das einzige, was diese News hervorruft, ist ;-). Besonders über den Satz:

>Präsident Karsai kündigte an, schnellstens einen Maßnahmenkatalog zum Schutz von Zivilisten zu erstellen.<

Der kann ankündigen, was er will. Es wird niemand interessieren, denn letztlich wird er die Hand nicht beißen, die ihn schützt und im Amt hält.

Wir wissen alle, dass derartige News für ein paar Tage Reaktionen hervorrufen ... damit war es das auch. Glaubst Du ernsthaft, dass hier tatsächlich irgendwas geschieht.

Über Luftangriffe kannst Du eh nicht steuern, was unten tatsächlich draufgeht und ansonsten denke ich, dass hier auch die Nerven eine Rolle spielten. Ewig eine auf den Deckel zu kriegen, dass trägt sicher nicht zur Stabilisierung des Egos bei und damit zum Erhalt der inneren Ruhe.

Lies einfach mal den Bericht in t-online in toto, dann versteht wohl jeder, auf welchem ausweglosen Posten hier die NATO an sich steht. Für Anhänger "seriöserer" Medien hier noch ein Link zu einem Kommentar der "Zeit":

http://www.zeit.de/...
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24.08.2008 09:36 Uhr von christi244
 
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Blei: >Militärisch haben wir schon lange gesiegt, nur das haben die Amis in Vietnam auch. Scheint ja nicht auszureichen...<

Diese äußerst mutige Behauptung solltest Du zur Verdeutlichung näher erläutern, und zwar im Rahmen von Orten und Gebieten.

Deine Behauptung steht nämlich ganz im Gegensatz dazu, dass die Gegner der NATO bereits in Kabul sind bzw. einige Stadteile besetzen sollen ... . Und, wenn also militärisch bereits gewonnen wurde, wieso wird dann Frankreich weitere Truppen entsenden? Gegen wen eigentlich, wenn der Gegner militärisch daniederliegt? Und wenn, wieso will dann der Gucci-Mujahedin in Kabul jetzt einen Maßnahmenkatalog zum Schutz der Zivilisten erstellen?

Dass die Afghanen keine Tornados und Großwaffen besitzen dürfte klar sein. Ihre Abwehr besteht aus dem Zeugs, aus dem sie wahrscheinlich auch schon gegen die Russen bestand, nur eben durch wirksamere Bodenwaffen, die auch transportiert werden können in den Bergen, ergänzt und modernisiert. Pakistan ist sehr nah ... ;-)

Dass die Afghanen jetzt vor Kabul stehen bzw. teilweise schon drin sind zeigt eigentlich, dass militärische überhaupt NICHTS gewonnen wurde, sondern eher im Gegenteil, NATO-seitig.

Wo wurde Vietnam gewonnen? Sicher nicht durch die USA.

Wenn wir hier von Gewinnern reden können ... so gibt es eigentlich nur eine Gruppe, die Warlords außerhalb Kabuls. Die kämpfen auf beiden Seiten und deren Mohnfelder und Drogentransporte werden beschützt, militärisch sogar. Alles andere ist Dünnpfiff!

Blei, wir sind von Dir eigentlich nicht gewohnt, dass Du lediglich platte Behauptungen in den Raum stellst, sondern eher, dass Du auch begründest und Deine Behauptungen an Beispielen festmachst.

Niemand wird Dich dafür verurteilen, dass Du nicht unserer Meinung bist, aber begründen müsstest Du schon und nicht einfach 1:1 Statements der Politik übernimmst, vor allem, wenn selbst diese den Schrott nicht vertreten kann.
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24.08.2008 11:38 Uhr von Grat
 
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alles: das ist alles dämliche propaganda, dort wurden 36 aufständische getötet, sonst niemand
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24.08.2008 11:41 Uhr von christi244
 
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Grat isss klar ... . ;-)

Selbst die diesem in Afghanistan stattfindenen Unsinn gewogenen Medien sprechen von 90 Toten.
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24.08.2008 11:57 Uhr von christi244
 
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Usambara: >Taliban gibt es nicht in Herat, dort leben Perser (Schiiten).
Ausgeschlossen das dort Taliban-Trupps ihr Unwesen treiben.
Ziel war wohl eine Schiitenmiliz eines Warlords. <

Kommst Du nicht langsam auch auf den Gedanken, dass die Benennung "Taliban" im Westen mittlerweile so eine Art Synonym darstellt, die im Grunde für alle Aufständischen benutzt wird, um die Dramatik zu verdeutlichen?

Schiitenmiliz eines Warlords? Warum sollten die troops diese Angreife. So sind es doch gerade die Warlords, mit denen es sich die troops absolut nicht verscherzen können.

Bei den Misserfolgen könnte ich mir auch vorstellen, dass sich alle Aufständischen, gleich nun, ob Pashtunen oder sonstwas, erstmal solidarisieren, um die Ausländer überhaupt aus dem Land zu kriegen.
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24.08.2008 12:56 Uhr von usambara
 
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@christi244: nun, die Dörfer rund um Herat sind ethnisch gemischt mit Persern, Hasara,Tadschiken, Mongolen, etc.
Taliban hatten hier nie eine starke Basis.
Passt einem es Hasara nicht, das im Nachbardorf Mongolen leben, meldet er Taliban im Dorf- so oder ähnlich läuft es
tagtäglich in Afghanistan.
Ismael Khan war langjähriger Warlord in Herat, bis er von der
afghanischen Armee abgesetzt wurde.
Die getöteten Franzosen waren nicht Opfer der Taliban, sondern
von der Hekmatjar-Miliz.
Aber "Taliban" versteht jeder
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24.08.2008 16:33 Uhr von christi244
 
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Usambara: Mir scheint, Du kennst Dich unten besser aus als der Rest hier. Wie also sieht es real drüben aus, soweit Du es von hier beurteilen kannst.

Kannst Du mich korrigieren, wenn meine Gedanken falsch sind?
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24.08.2008 17:18 Uhr von Borgir
 
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untersuchung: folgt und ein entschuldigungsschreiben an die angehörigen mit dem inhalt: sorry, aber das kann doch jedem mal passieren, schwamm drüber.....echt toll....
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24.08.2008 17:23 Uhr von Bleifuss88
 
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chri: Aus militärischer Sicht war der Krieg bereits gewonnen, nachdem die Nordallianz die taliban-Regierung vertrieben hat. Alles was danach kam läuft unter dem Punkt" Wiederaufbau". Deshalb sage ich ja auch, dass ein militärischer Sieg heutzutage halt nicht mehr ausreicht, um ein Gesamtziel zu erreichen. Was mir nicht gefällt, ist die Tatsache, dass die Armeen heute noch immer kein Rezept gegen Guerilla-Taktiken entwickeln konnten. Der konventionelle Krieg jedoch ist lange gewonnen. Ob da jetzt Taliban vor Kabul stehen kann ich nicht beurteilen; ich hab von sowas nichts gehört und bin auch nicht vor Ort.

Inwiefern die Medien dem Afghanistan-Einsatz gewogen sind müsstest du näher erläutern. Wann immer ich etwas aus Afghanistan in den Medien höre handelt es sich um Selbstmordanschläge oder Trgödien wie diese.

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