20.08.08 14:09 Uhr
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Ein Lied, bestehend aus 70.200 Samples: Formularflut für die GEMA

Der Musiker Johannes Kreidler hat einen avantgardistischen Song komponiert, der zwar nur 33 Sekunden lang ist, aber 70.200 Samples aus anderen Musikstücken beinhaltet. Das Lied ist Bestandteil einer Kunstaktion, die Kreidler "Product Placement" nennt.

Am 12. September 2008 möchte Kreidler der GEMA 70.200 einzelne Formulare übergeben. Es stellt sich die Frage, ob die GEMA diese Masse an Formularen bearbeiten kann, was sie theoretisch aber machen müsste.

Der Künstler will mit dieser Aktion auf das Problem des Urheberrechts im digitalen Zeitalter aufmerksam machen. Ein Kollege vermutet allerdings, dass sich die GEMA dem Problem nicht stellen wird und die Formulare nicht abarbeiten wird: "Irgendeinen Grund werden sie finden."


WebReporter: mozzer
Rubrik:   Entertainment
Schlagworte: Lied, GEMA
Quelle: www.gulli.com

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35 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.08.2008 14:16 Uhr von geeduz
 
+59 | -1
 
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hehe: kann man die dann nicht verklagen da sie nicht ihrer aufgaeb nachgekommen sind.

"Hart aber gerecht"^^
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20.08.2008 14:18 Uhr von Carry-
 
+36 | -3
 
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@ geeduz: bestimmt! am besten von allen urhebern der 70200 samples. :)
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20.08.2008 14:32 Uhr von StaTiC2206
 
+40 | -2
 
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geile aktion ^^: das muss man ihm lassen. bin mal gespannt was für ne ausrede von der gema kommt.
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20.08.2008 14:35 Uhr von Teufelsgeiger
 
+22 | -25
 
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der teufel: steckt hier aber leider im detail. das abzulehnen ist für die gema überhaupt kein problem. der künstler muß die an sich gute idee, jedoch leider mangelhafte umsetzung eigentlich selbst sehen.
zitat aus dem anmeldebogen: Selbst kleinste Klangfetzen können als fremdes geistiges Eigentum gelten, solange sie die nötige Schöpfungshöhe erreichen.

ein sample, wie er es 70.200 x kopiert hat, wird nur leider keine schöpfungshöhe erreichen, da ein einzelsample keinen klanglichen sinn ergibt. selbst wenn ich einen einzelnen ton spiele, erreicht dieser keine -im sinne der gema- schöpfungshöhe.

ergo: gut gemeint, aber mangelhaft durchdacht.
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20.08.2008 14:48 Uhr von fir3
 
+26 | -4
 
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@Teufelsgeiger: Er hat aber nicht ein sample 70.200 x kopiert. Und die nötige Schöpfungshöhe erreicht jeder, dessen Werk individual ist.
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20.08.2008 15:02 Uhr von n25
 
+15 | -0
 
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hui ich würd das lied gern mal hören
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20.08.2008 15:15 Uhr von mozzer
 
+10 | -1
 
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@n25: in der quelle ist ein video verlinkt mit song & statement des künstlers.
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20.08.2008 15:15 Uhr von Dracultepes
 
+6 | -6
 
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Faul in die Quelle zu gucken?
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20.08.2008 15:20 Uhr von Teufelsgeiger
 
+10 | -2
 
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@fir3: damit gibst du die richtige antwort schon selbst: eine schöpfungshöhe ist erreicht, wenn ein werk individuell ist. das wird bei einem sample aber lediglich technisch und nicht akustisch nachzuweisen sein.

ich setze mal voraus, dass du dich auch mit musikproduktion auskennst. dann weißt du, was als sample im sinne des komponisten gemeint ist, wenn er von möglichen 44.100 / sek, also der (üblichen, zb cd) samplefrequenz von 44,1 mhz spricht. mit seinem sample ist nicht das gleiche sample gemeint, wovon die doktorin im video auf der quellseite spricht.

ein sample im produktionstechnischen- oder elektronischen sinne ist nun mal einfach nur ein knacks im lautsprecher, spielt man das ab. und ein gleich langes sample eines anderen stückes klingt genauso. diese beiden kann man akustisch nicht auseinander halten, sondern nur visuell, zb im sequenzer. also wird mit solchem sample keinerlei schöpfungshöhe erreicht, denn es kann akustisch nicht individualisiert werden.

btw meinte ich natürlich nicht, dass er ein und dasselbe sample 70.200 x kopiert hat.das war mir schon klar!
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20.08.2008 16:24 Uhr von fir3
 
+6 | -2
 
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@Teufelsgeiger: Was aber, wenn er die 70200 samples in den ersten 10 sekunden abspielt und dann noch was individuelles dazu? Dann hat das Werk doch Schöpfungshöhe.
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20.08.2008 16:29 Uhr von ftp392
 
+7 | -0
 
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Der arme Praktikant der die Erstsichten darf.
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20.08.2008 16:52 Uhr von Jorka
 
+5 | -2
 
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Sehr gute Aktion: Dann bin ich ja mal gespannt ob die GEMA tatsächlich alle 70.200 Formulare bearbeiten wird. :)
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20.08.2008 17:22 Uhr von S-Lost
 
+6 | -3
 
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Für mich hat das etwas von: Langzeitstudent, der unbedingt gegen das Establishment protestieren muss...
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20.08.2008 17:45 Uhr von mort76
 
+3 | -0
 
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Teufelsgeiger, da hast du was falsch verstanden. Das Wort "Sample" hat im Musikerjargon ja nun mehr als eine einzige Bedeutung. Und hier ist ja nun eindeutig NICHT das von dir beschriebene Sample gemeint, sondern das von jener Art, wie man es auf einer SamplingCD finden würde oder im Sampler benutzen würde. Und das kann dann beliebig viele Takte umfassen und von X-beliebiger Länge sein, ohne aufzuhören ein Sample zu sein.
Was ich befürchte: die GEMA wird fordern, daß er die SampleClearance für seine Samples selber einholt. Dann hat er selber den schwarzen Peter.
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20.08.2008 17:50 Uhr von vitamin-c
 
+1 | -7
 
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Darf man nicht Sampler einbauen wie man will, bis sie eine bestimmte Zeit von wenigen Sekunden überschreiten?
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20.08.2008 18:35 Uhr von prechanger
 
+2 | -1
 
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20.08.2008 18:48 Uhr von Teufelsgeiger
 
+3 | -0
 
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@fir3: es geht nicht um die schöpfungshöhe des werkes, sondern um eine evtl. schöpfungshöhe der verwendeten samples. erst, wenn letztere besteht, muß er das sample anmelden.
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20.08.2008 18:59 Uhr von Teufelsgeiger
 
+4 | -0
 
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@ mort76: nun, ich denke nicht, dass ich was falsch verstanden habe. ich bin ebenfalls, vermutlich wie du, musiker und produziere selbst songs.

ich verstehe deine antwort jedoch nicht. zitat: Und hier ist ja nun eindeutig NICHT das von dir beschriebene Sample gemeint..

WO ist nicht das von mir beschriebene sample gemeint? bei der auslegung der gema resp. der doktorin in dem video sicher nicht. die sprechen beim sample von dem landläufig so bezeichneten klangschnipsel, wie man ihn auf diversen cd´s uva. findet.
aber der protagonist, der die samples zusammengefügt hat, hat die von mir beschriebenen samples verwendet. DER hat nämlich nicht ´deine´ samples aneinander gereiht! das wäre kaum möglich bei der menge und den 33 sek. laufzeit.
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20.08.2008 19:09 Uhr von Teufelsgeiger
 
+3 | -0
 
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@ fang die katz: was du beschreibst, ist nicht aufgabe der gema. die gema kann keine veröffentlichung oder aufführung verbieten. ihr einziger daseinszweck besteht in der wahrung der musikalischen aufführungsrechte. was -einfach ausgedrückt- nichts weiter heißt, dass ein komponist, ein textdichter sowie ein bearbeiter für ihr geschaffenes geistiges eigentum geld bekommen aus der verwertung des werkes.
natürlich kann er sein werk veröffentlichen oder öffentlich aufführen (verwerten). ob und inwieweit er damit gegen urheberrechte odgl. verstößt, ist nicht sache der gema. nur: führt er es öffentlich auf, muß diese aufführung der gema mitgeteilt werden.
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20.08.2008 20:28 Uhr von FiveStar
 
+2 | -0
 
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Klasse: wäre es ja wenn dadurch andere Artisten auch auf solche Ideen kommen...
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20.08.2008 21:10 Uhr von Samosa999
 
+2 | -0
 
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..gogogo weiter so....ich finde die idee absolut klasse!!!!
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20.08.2008 21:27 Uhr von mind-hunter
 
+2 | -0
 
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hmm: müsste er denn nicht alle lieder legal erworben haben? Oder wie sieht das bei samples aus?
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20.08.2008 22:33 Uhr von lopad
 
+2 | -0
 
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Schöne Idee hoffentlich kann sich die GEMA nicht vor der Bearbeitung drücken
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21.08.2008 00:21 Uhr von Borgir
 
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dann darf: der künstler das ja frei veröffentlichen wenn die gema sich dem nicht stellen will...aber dann riechen sie kohle und schauen es sich doch an....
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21.08.2008 01:22 Uhr von el_che
 
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wie geil: ja damit kann er der GEMA doch mal richtig ans bein Pinkeln, recht geschieht es ihnen in ihrem Paragraphendschungel namens bürokratie^^

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