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Archäologen sind sicher - das antike Troja ist größer als bisher vermutet

Wie am heutigen Dienstag der Chef der Ausgrabungen, Prof. Ernst Pernicka, mitteilte, habe man sensationelle Entdeckungen und auch Funde zu vermelden. Ein spätbronzezeitlicher Verteidigungsgraben hat bestätigt, dass Troja zweifelsfrei eine größere Ausdehnung hatte.

Bisher ging man von einer Größe von höchstens 27 Hektar aus. Durch die gefundene Fortsetzung des Grabens, kann die Fläche bis zu 35 Hektar groß gewesen sein. Bei den Ausgrabungen fand man auch einen so genannten Pitos - gebranntes Tongefäß - und ein Straßenpflaster aus dieser Zeitepoche (um 1200 v. Chr.).

Prof. Pernicka sagte: "Wir haben jetzt 500 Meter außerhalb der Burg eine Besiedelung nachgewiesen. Das war schon eine sehr große Residenzstadt" und ergänzte: "Es war ein Zentrum in einem kleinen Fürstentum, das eine Gesamtfläche von 200 bis 300 Quadratkilometern umfasst haben dürfte".


WebReporter: jsbach
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Sicherheit, Archäologe
Quelle: www.kn-online.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.08.2008 18:16 Uhr von jsbach
 
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Wie bei solchen Funden üblich, sprechen die Wissenschaft gleich immer von einer kleinen Sensation. Wenn man die Zeitspanne zurückrechnet, dann müsste die Stadt Troja über 3000 Jahre alt sein. Ob der Trojanische Krieg je stattgefunden hat, konnte bisher wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden.
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19.08.2008 18:27 Uhr von Noseman
 
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Hat Eberhard Zangger: schon vor mehr als 15 Jahren gesagt.

Aber der damalige Ausgräber Korfmann (Tübingen)(mittlerweile tot) hat das zunächst erst gründlich angezweifelt und dann so getan, als ob das auf seinen Mist gewachsen sei.
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19.08.2008 19:12 Uhr von neWoutsider
 
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War das nicht naheliegend? Irgendwann muss ja der Platz innerhalb der Mauern ausgenutzt gewesen sein und dann baut man halt an? bzw vielleicht war es ja auch wirklich so das die "Burg" irgendwann einfach nicht mehr Menschen fassen konnte und da wurde dann halt ausgesiedelt und wenns gefährlich wurde sind halt alle ab hinter die Stadtmauern. Oder es wurden nicht einfach alle "Schwächlinge" in die Schlucht geworfen, sondern die die man nutzen konnte wurden halt zu Bauern die den "wahren" Trojanern dienen mussten.
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20.08.2008 00:25 Uhr von Mais89
 
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neWoutsider: brabbelbrabbel....


abgesehen davon: zu erwarten.
war im antiken städtebau eben gang und gebe, dass ausserhalb der kernstadt/burg eben noch gesiedelt wurde...
da hat dann alles so sein unwesen getrieben, was damit beschäftigt war, dafür zu sorgen, dass die bewohner IN der stadt auch mal was zu futtern hatten ;-)
zudem eben anzunehmen ist, das troja stark von hellenischer kultur geprägt war - durch zwangliche interaktion mit den nachbaren, die überall in der umgebung ihre tochterstädte hatten. handel, etc. pp.(auch wenn es keine hellenische polis in diesem sinne war)

im allgemeinen war so eine polis schon expansionsfähig angelegt - innerhalb der stadtmauern variierte die einwohnerzahl aber wahrscheinlich _relativ_ wenig.
im allgemeinen war das auch garnicht möglich - gerade troja wurde ja einige male plattjemacht und obendruff wieder aufgebaut.

was an den erkenntnissen jetzt so revolutionär ist, weiß ich und versteh ich nicht. vermuten hätte man das ganze können - sogar mit relativ großer sicherheit annehmen können.
das jetzt der "beweis" da ist - schön und gut.
aber auf die idee da mal im umfeld nachzugraben wär ich selbst wahrscheinlich schon vorher gekommen :D
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20.08.2008 01:47 Uhr von Esardo
 
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weiß: einer wo sich die versunkene stadt Atlantis befindet?
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20.08.2008 01:53 Uhr von Noseman
 
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Tjajha: "aber auf die idee da mal im umfeld nachzugraben wär ich selbst wahrscheinlich schon vorher gekommen :D"

Dun bist aber im Gegensatz zu Ernst Pernicka kein studierter Chemiker, der auf dem Gebiet der Archäologie dilletiert, sondern ein Mensch mit ganz normalem Verstand.

Tübingen ist (in dem Fachbereich) echt eine Witzuni; das dass den Beteiligten nicht selber peinlich ist ist mir absolut unverständlich.

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