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Aichach: Frau war wegen Bombenattrappen verurteilt - Selbstmord in der Zelle

Wie die "Abendzeitung" jetzt berichtete, protestierte die Frau aus München-Moosach im August 2006 gegen die kriegerischen Auseinandersetzungen im Irak.

Sie machte mit Nachdruck ihrem Unmut über den Irakkrieg Luft und platzierte dann elf Bombenattrappen in S- oder U-Bahnen und auch in Zügen. Im Oktober letzten Jahres wurde sie dafür zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt.

Nach dem Bericht der "Abendzeitung" hat sich Heide L. bereits in der Nachtzeit vom 21. auf den 22. Juni im Frauengefängnis Aichach in ihrer Zelle erhängt. Die Hintergründe für den Suizid konnten noch nicht geklärt werden.


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WebReporter: jsbach
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Frau, Bombe, Selbstmord, Zelle
Quelle: www.sueddeutsche.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.08.2008 10:25 Uhr von jsbach
 
+0 | -0
 
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Warum dieser Selbstmord erst jetzt, fast zwei Monate nach der Tat, an die Öffentlichkeit kam, ist mir unverständlich.
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19.08.2008 11:18 Uhr von Jorka
 
+5 | -1
 
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Ich glaube: diese Frau hätte wohl eher in eine geschlossene Psychiatrie als in ein Gefängnis gehört..
Aber dennoch warum kommt das mit ihrem Selbstmord jetzt erst ans Tageslicht?
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19.08.2008 11:39 Uhr von El Indifferente
 
+6 | -3
 
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Wenn man eine langjährige Haftstrafe bekommt: gehen glaub ich fast jedem Selbstmordgedanken durch den Kopf. Erst sitz du jahrelang eingesperrt im Gefängnis, dann kommst du raus, hast keine Freund mehr und mit Arbeit und Wohnung schaut das auch erst mal eher schlecht aus.

Was ich aber hart finde ist die langjährige Strafe für Bombenattrappen. Klar kann man nicht ungeschoren davon kommen, wenn man Leute in Angst und Schrecken versetzt indem man so tut als wären Bomben in Zügen. Allerdings finde ich eine langjährige Starfe doch übertrieben, denn es war ja zu keinem Zeitpunkt irgendein Mensch real gefährdet.
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19.08.2008 12:35 Uhr von siderun2
 
+9 | -5
 
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Gibts also auch bei uns so was wie politische Haft: Sicherlich ging der Streich ein wenig zu weit und dass da sehr hohe Schadensersatzforderungen und hohe Geldstrafen oder sogar kurze Freiheitsstrafen angemessen wären, braucht man nicht leugnen.

Trotzdem wurde niemand gefährdet und es sollte auch niemand gefährdet werden. Dafür ein Strafmaß anzusetzen, welches für echte Bomben angemessen gewesen wäre, ist doch aber eindeutig als politische Haft zu werten. Außer dem Vortäuschen einer Straftat kann man der Frau eigentlich nichts vernünftig zur Last legen. Ihre ´Haupttat´ bestand ja nur darin, ihre politische Meinung (ziemlich übertrieben) kundzutun.

Ich denke, wir werden uns an solche Urteile mehr und mehr gewöhnen müssen, auch für viel geringere Verstöße.

Der Selbstmord war eigentlich die einzige Möglichkeit, sich einer eigentlich ungerechten, weil unverhältnismäßigen Strafe zu entziehen. Aber das lernt ja schon jeder Jurist während seines Studiums, dass Recht und Gerechtigkeit nichts miteinander zu tun haben.
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19.08.2008 12:40 Uhr von dieofhunger
 
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wer weiß, was oder wer sie in den selbstmord getrieben hat??? komisch das es heute immer noch so leicht ist sich im Knast umzubringen. wirklich traurig
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19.08.2008 12:59 Uhr von ZTUC
 
+3 | -4
 
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@siderun2: Sie hat Menschen in Gefahr gebracht. Durch die Attrappen kann eine Panik ausgelöst werden und dabei können dann auch Menschen zu Schaden kommen.
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19.08.2008 13:12 Uhr von siderun2
 
+3 | -3
 
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@ZTUC: Ja sicher, deshalb ist eine Strafe, auch eine Freiheiststrafe ok.

Das sehe ich wie mit Alkohol am Steuer fahren. Wenn Nichts passiert, ist eine Strafe fällig, wenn was passiert, ist eine gesalzene Strafe fällig. Aber niemand kommt für mehrere Jahre in den Bau wenn er alkoholisiert fährt ohne Schaden anzurichten. Obwohl da auch Menschen zu Schaden kommen KÖNNTEN.

Zwei Jahre Haft wären doch genug für eine Tat, bei der Nichts Schlimmes passiert ist und auch nichts Schlimmes beabsichtigt war.
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19.08.2008 13:48 Uhr von Carry-
 
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tja: terroristen haben in bayern eben nichts zu lachen! ich finde das urteil war völlig gerechtfertigt.
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19.08.2008 16:08 Uhr von speculator
 
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19.08.2008 19:54 Uhr von Carry-
 
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@ speculator: "verhielt sie sich unbeugsam", "Offensichtlich zündelte sie immer wieder", "für ihre Aufsässigkeit bestraft" - aber sich dann wundern, dass sie von anderen gefangenen isoliert wurde!?
nun aber genug von diesem linken gesülze. sie war eine terroristin und wurde bestraft. wer nicht damit zurecht kommt, muss sich vorher überlegen was er tut.

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