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Wegen mangelnder Disziplin: Auszubildende sollen nach Leistung bezahlt werden

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft fordert aufgrund immer mehr abnehmender Leistungsbereitschaft und Disziplin der Lehrlinge, dass diese künftig zum Teil nach Leistung bezahlt werden sollen.

BVMW-Präsident Mario Ohoven meinte zur "Bild", dass ein Grundbetrag von 300 Euro angemessen wäre. Wer gute Leistungen bringt, soll davon auch etwas in der Geldbörse spüren.

Zudem fordert er die Wiedereinführung des Lehrgeldes, damit die kleinen Unternehmen entlastet werden und die Betriebe somit mehr ausbilden können. Außerdem sollen sozial schwache Familien vom Staat zusätzlich unterstützt werden.


WebReporter: Technomicky
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Leistung, Auszubildende
Quelle: www.bild.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.08.2008 08:41 Uhr von Technomicky
 
+0 | -0
 
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Eine gute Idee! Jeder weiß was so mancher Azubi an Geld kriegt und da ich in 2 Wochen selber eine Ausbildung anfangen werden, wäre sowas eine doppelte Motivation bessere Noten in der Schule und Leistung im Betrieb zubringen!
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19.08.2008 09:59 Uhr von Hexenmeisterchen
 
+13 | -5
 
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Ich halte die Idee für schlecht! zumindest aus Sicht der Azubis, da hier der Chef sparen kann wie er will. Er zahlt den Mindestbetrag und sagt einfach -> Nö, deine Noten sind nicht gut genug. Ergo 350 EUR (ungf. vgl. Bauindustrie) pro Monat gespart...

Und es wird nicht wenige geben, die sich freuen, wieder eimal personalkosten gesenkt zu haben. ;)

Aus Unternehmenssicht ist´s natürlich ein Traum.

Zumal es sicher auch gerechte Chefs geben wird... Nur, kennst du einen... ;-)
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19.08.2008 10:09 Uhr von geeduz
 
+6 | -6
 
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mhh. also ich soll anstelle meine jetzigen xxx euro nur noch 300 bekommen + x im monat. was ist das den für nen müll

einmal eine schlechte note in der schule und dann kann ich meine miete nicht mehr zahlen oder wie.

und wer bewertet ob ich gut war oder net, die faulen lehrer wo die hälte regelmäßig selber 20 zu spät kommt
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19.08.2008 10:15 Uhr von Technomicky
 
+3 | -4
 
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Dann hab ich selbst das wohl falsch verstanden .. Ich habs so verstanden, dass man neben seinen Azubigehalt die mindestens 300€ noch zusätzlich bekommt, also oben drauf!

Ups :o(
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19.08.2008 10:22 Uhr von vostei
 
+7 | -1
 
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Interessant! Definiere LEISTUNG eines LEHRlings...

Was die Leistungen im Betrieb betrifft, darüber könnte man ja noch nachdenken - aber:

Es muss nicht immer heißen, dass wenn ein Azubi keine so guten Berufsschulnoten hat, dass er dann auch nicht für das, was er im Betrieb lernt taugt, zumal eben die Berufsschulen auch mit Mängeln der Schule zuvor kämpfen müssen...

Heikle Sache unter dem Aspekt, dass primär erlernt werden soll, noch dazu in einem Lebensabschnitt, der bei manchem noch sehr zwiespältig sein kann.
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19.08.2008 10:38 Uhr von Mistbratze
 
+7 | -4
 
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Lehrlinge, Azubis oder wie: auch immer man die Menschen in der Berufsausbildung auch nennen mag, sind ja dazu da einen Beruf zu e r l e r n e n. Da ist es doch völlig klar das dieser Personenkreis mehr Fehler macht als ein Facharbeiter oder Geselle oder Meister. Da passieren nun mal mehr Fehler vor allem wenn man als „Lehrfacharbeiter“ inkompetente Personen hat. Das ist auch klar.
Meiner Meinung nach geht es doch in erster Linie darum bei den Azubis im Allgemeinen das Entgeld zu senken. In manchen Branchen (vor allem im Osten) unterscheiden sich die Gehälter zwischen Azubi und FA nur um 2 – 300 EUR im Monat. Die Gehälter der gelernten Angestellten stagnieren seit Jahrzehnten oder wurden sogar massiv gekürzt. Jetzt will man trotz freier Lehrstellen das monatliche Entgeld kürzen. Meiner Meinung nach der völlig falsche Weg.

Auch verstehe ich nicht warum in der einen Firma das Geld gekürzt werden soll und in einer anderen soll der Lehrling wie im Mittelalter noch Lehrgeld zahlen.

Wo ich voll dahinter stehe das Geld zu kürzen wäre bei Nichterscheinen oder täglichen zu spät kommen ohne triftigen Grund.
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19.08.2008 11:02 Uhr von quansuey
 
+4 | -3
 
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Ja, ja der Ohoven: Nicht nur, dass er mit seiner seiner, der plastischer Chirurgie ein Denkmal setzender, Ehefrau und der Monsterlippentochter stark gebeutelt ist, er will auch den Frühkapitalismus wieder einführen! Wie wäre es denn, wenn sogenannte Wirtschaftsvertreter und Unternehmer nur dann den von der Allgemeinheit erarbeiteten Gewinn einstreichen dürften, wenn sie sich auch durch besondere Verdienste an der Allgemeinheit dessen würdig erweisen? Dann wäre der Herr Ohoven mitsamt Familie ein Sozialfall!!!
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19.08.2008 11:10 Uhr von Jorka
 
+5 | -5
 
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Ich: finde das Diskriminierend und auch als Ausbeuterisch gegenüber den Lehrlingen.
Besonders schlaue Chefs werden dann den Lehrlingen wohl grundsätzlich nur noch die 300 Euro Gehalt zahlen und schon man hat man wieder einen fetten Gewinn gemacht...
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19.08.2008 11:15 Uhr von shortcomment
 
+5 | -5
 
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Leistung? Gerechte Arbeitgeber kann man an der Hand abzählen. Wie soll man denn gerecht messen, wieviel Engagement ein Azubi aufbringt? Es gibt immer Azubis die im Handwerk besser sind als in der Schule. Das wird garantiert wieder in die Hose gehen.
Eine Freundin (Azubi) wird jetzt belohnt wenn sie im Jahr nicht mehr als 2 Wochen krank ist. Hallo? Was kann ein ehrlicher Mensch für eine Krankheit? Die Faulen kann man ja raussortieren aber das wird alles nur Zusammengefasst und schwupps ist die Prämie weg. Armes Deutschland.
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19.08.2008 11:52 Uhr von skipjack
 
+5 | -1
 
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Gute Idee, für ein völlig falsches Thema: denn, wir sollten endlich damit anfangen, unsere Politiker und Manager, die haefig auf einer Etage nebeneinander sitzen, nach Leistung zu bezahlen!!!

Das wuerde ergo bedeuten, einige koennen sich morgen bei der Arge einfinden..._)
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19.08.2008 13:49 Uhr von Severnaya
 
+0 | -2
 
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die: sollten sich lieber mal um die auszubildenden kümmern die bei einer 60 stunden woche mit 300 im monat nach hause gehen und davon miete, auto, strom etc. bezahlen müssen
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19.08.2008 14:07 Uhr von artefaktum
 
+3 | -3
 
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Und wie mißt man diese Leistunng objektiv? Kann man nicht. Und somit kann es nicht Grundlage eines Arbeitsvertrags- bzw. Ausbildungsverhältnisses sein.

Man stelle sich mal vor, man würde in Arbeitsverträgen keine festen Lohnsummen festlegen. Das würde Willkür von Arbeitgebern ja Tür und Tor öffnen Löhne beliebig nach Gutsherrenart zu drücken. Ich denke mal, viele Arbeitgeber wollen auch angemessen zahlen, aber schwarze Schafe würde dann ja mit Scheinargumenten Löne beliebig drücken.

Das hat sich dieser Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft ja fein ausgedacht: Aushebeln von Arbeitsvertragsverhältnissen durch willkürliche Leistungsbewertungen.
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19.08.2008 17:12 Uhr von Zu_Doll
 
+1 | -1
 
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Bonsaitornado: Das is nen schlechter Scherz, oder? Als mein damaliger Ausbildungsbetrieb Insolvent wurde, hat das IHK nen Sch**ß interressiert! O-Ton: "Geh zum Arbeitsamt oder du hast Pech gehabt." Dabei stand ich 3 Monate vor meiner Abschlussprüfung, die feinen Herren wollten mir noch nicht mal Addressen von möglichen Betrieben geben.
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19.08.2008 17:56 Uhr von Illus
 
+1 | -0
 
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Klar das die das fordern: Ich kann mir schon vorstellen das es eine abnehmende Leistungsbereitschaft und Disziplin bei vielen Lehrlingen gibt. Und damit ist sicher nicht gemeint das jemand mal Fehler bei der Arbeit begeht.

Aber den Betrieben die Kontrolle zu geben wer welche Vergütung bekommt, kann ja gar nicht angehen. Und wer auf der einen Seite jammert das wir zu wenig gut ausgebildete Fachkräfte haben und auf der anderen Seite vom Staat verlangt für die Ausbildung zu zahlen, den kann ich auch nicht ernst nehmen.

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