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Testkauf: Datenschützer zahlte 850 Euro für sechs Millionen Datensätze

Gerd Billen, höchster Verbraucherschützer in Deutschland, demonstrierte nun, wie leicht es ist, an Daten von Bundesbürgern zu gelangen. Sechs Millionen Datensätze hatte er per Internet besorgen lassen, dazu benötigte ein Recherchebüro in Hamburg keine zwei Tage.

Der Kaufpreis lag bei 850 Euro. Vier der sechs Millionen Datensätze enthielten zudem brisante Informationen, zum Beispiel Bankverbindungen. "Es ist kein großer Akt, an illegale Daten heranzukommen", so Billen und erklärte: "Wir sind vermutlich nicht die einzigen Käufer."

In der vergangenen Woche hatte ein Ex-Mitarbeiter eines Callcenters der Verbraucherzentrale in Schleswig-Holstein eine Daten-CD mit 17.000 Datensätzen übergeben. Tatsächlich verfügte der Mann nach eigene Angaben gegenüber dem "Spiegel" über 1,5 Millionen Datensätze (SN berichtete).


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WebReporter: E-WOMAN
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Euro, Million, Daten
Quelle: www.spiegel.de
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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.08.2008 15:39 Uhr von bounty030
 
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Frechheit: Es ist ja nichts neues, dass sich große Konzerne die Daten von Ihren Kunden untereinander zuspielen, aber das hier ist doch mal Komplettverarsche.

Deutsches Recht... Datenschutz....


Ist doch alles fürn Arsch, kann ich ja mal von Frau Merkel Ihre Datensätze abfragen, vll krieg ich die ja für 5 Euro.
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18.08.2008 17:05 Uhr von Sir.Locke
 
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autsch: wenn man bedenkt, das jeder datensatz rund zwei euro wert ist*...

*laut dem lieferanten letzte woche
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18.08.2008 18:34 Uhr von Illus
 
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Das Passt: So eine News über einen Daten-GAU hat nach über drei Stunden zwei Kommentare und 392 Visits.

So etwas dämliches wie die News 723392 mit über 2.000 Visits und 11 Kommentaren in gut einer Stunde ist ja auch viel wichtiger.

Politiker haben es doch leicht, mit so einem Volk.
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18.08.2008 20:18 Uhr von Illus
 
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Ich stimme den GRÜNEN zu: Datenschutz gehört in einer Informationsgesellschaft ins Grundgesetz. Das wird uns zwar auch nicht vor Datenmissbrauch schützen, aber es ermöglicht der Justiz Verstöße anders zu werten. Es würde Politikern zwingen Datenschutz anders zu betrachten als es jetzt der Fall ist. Es zeigt einigen Menschen (möglicherweise) welche Bedeutung Daten haben.

Wir stehen erst ganz am Anfang, Daten werden für unsere Enkel wichtiger sein als wir es uns jetzt vorstellen können. Ich erinnere nur mal daran das erst 15 Jahre vergangen sind seit das World Wide Web ihn unsere Gesellschaft Einzug gehalten hat.
Filme wie "Der Staatsfeind Nr. 1" ( http://de.wikipedia.org/... ) erschienen den Menschen vor 10 Jahren wie Science Fiction. Und was davon ist jetzt schon möglich?
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18.08.2008 20:26 Uhr von Illus
 
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Schlechtes Beispiel: Ich hätte auch auf den Film "Das Netz" hinweisen können, läuft ja gerade im Privat-TV :-)

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