17.08.08 14:09 Uhr
 820
 

Irans Präsident Ahmadinedschad kehrt ohne Gasabkommen aus der Türkei zurück

Der Staatsbesuch des iranischen Staatspräsidenten Mahmud Ahmadinedschad in der Türkei brachte nicht den gewünschten Erfolg. Ein zwischen beiden Staaten geplantes Gasabkommen scheiterte an den unterschiedlichen Interessen beider Länder. Iranisches Gas soll über die Türkei nach Europa fließen.

Das Scheitern begründeten beide Seiten mit Differenzen bei den Investitionsbedingungen und dem Verteilungsschlüssel der Erlöse. Iran und Türkei wollen ihre Verhandlungen aber schnellstmöglich fortsetzen. Bereits im vergangenen Jahr hatten beide Länder dazu eine Absichtserklärung unterzeichnet.

Iran und Türkei wollen unabhängig davon ihre Beziehungen ausbauen. Neben einer Intensivierung des Handels soll auch im gemeinsamen Grenzgebiet der Kampf gegen Terrorismus und Drogenhandel ausgebaut werden. 2009 soll überdies das iranisch-türkische Kulturjahr stattfinden.


WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Türkei, Präsident, Türke, Mahmud Ahmadinedschad
Quelle: www.handelsblatt.com

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Iran: Ex-Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad kandidiert erneut für Präsidentenamt
Iran: Ajatollah Ali Khamenei gegen Kandidatur von Mahmud Ahmadinedschad
Iran: Präsident Hassan Rouhani überbringt Juden Neujahrswünsche

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
17.08.2008 12:25 Uhr von Ralph_Kruppa
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Den USA dürfte die diplomatische Annäherung kaum gefallen. Schließlich steht Ahmadinedschad und seine Regime auf der US-Liste der "Schurken" ganz oben. Für die Türkei könnte diese Gemengelage ein guter Trumpf beim Poker um Durchleitungsrechte sein.
Kommentar ansehen
17.08.2008 14:22 Uhr von usambara
 
+4 | -6
 
ANZEIGEN
andere Option wäre der Transit durch den Irak und Syrien zum Mittelmeer,
aber auch das wird die USA mit einer dauerhaften Besatzung zu verhindern wissen- zum energiepolitischen Nachteil Europas.
Kommentar ansehen
17.08.2008 15:26 Uhr von Mediacontroll
 
+8 | -3
 
ANZEIGEN
ERSTMAL: Hatte der Iran und die Türkei garkein interesse an irgendein Abkommen... der Besuch war nicht für ein Abkommen bestimmt.

Diese News ist schlicht und weg falsch ! Diese News ist von denn Briten als erstes Puplik gemacht worden und so weiter übernommen. Aber auch die Türkei bestätigte vor zwei Tagen es gab überhaupt kein Vertrag zum Unterschreiben.

Was jetzt daran war ist und was nicht.. ich glaube da eher der Türkische Presse als irgendeiner ausm Affeninsel.

Oder wollte Bush eventuell nicht eingestehen das Tayip ihm mal gesagt hatt, du sagst mir nur was ich nicht machen soll, aber lieferst du mir dann auch mein Gas im Winter ??

Tja das war wohl ein schlag ins Gesicht Mr. Bush
Kommentar ansehen
17.08.2008 15:48 Uhr von christi244
 
+4 | -3
 
ANZEIGEN
Ist klar durch den Irak und Syrien ... für wie bekloppt werden die Iraner eigentlich gehalten?

Media ... doch, ich könnte mir schon vorstellen, dass ein derartiges Abkommen zur Debatte stehen könnte und ich glaube auch, dass hier - wenn also noch keine offiziellen Vertragsverhandlungen stattgefunden haben - sicherlich Bedingungen ausgehandelt bzw. evtl. erstmal abgeklopft wurden.

Die Türkei bietet sich nämlich als Mediator in der Region für alle Seiten bestens an, wieso dann eigentlich nicht zum wirtschaftlichen Nutzen der Türkei? Die Iraner sind ausgefuchst und Erdogan auch, d.h. beide reden auf Augenhöhe miteinander. Und, Erdogan ist auch in der Lage, den Westen insgesamt in die Schranken zu verweisen, wenn es sein muss, wie er schon öfter bewiesen hat.

Entgegen Deiner Ansicht glaube ich nicht, dass der gute Tayip nun so undiskutiert einfach Befehle der USA entgegennimmt. Das hat er noch nie und wird es auch nicht. Was glaubst Du, weswegen EU-Land Erdogan so sehr liebt? ;-) Mit Reli hat das wenig zu tun und schon 10x nicht mit irgendwelchen Frauenrechten.
Kommentar ansehen
17.08.2008 16:33 Uhr von Mediacontroll
 
+5 | -4
 
ANZEIGEN
christi: Ich sagte ja nicht das Tayip die Befehle der USA einfach so entgegen nimmt..

Die USA wollen nicht, dass die Türkei etwas mit dem Iran unternimmt, aber die USA ist in dem Sinne am ARSCH der WELT und ganz bestimmt wird die USA kein Gas in die Türkei liefern können. Iran allerdings ist ein Fußtritt entfernt und liefert seid Jahren Gas in die Türkei.

Der Tayip hat in der Ansicht vollkommen recht !

Und Tayip will nicht in die EU weil dieser dann viel freizügiger sein wird sondern weil in einer Gemeinschaft die Wirtschaft stabiler ist. Und reli ? Was hat die EU mit Religion zutun ? Klar das wir eine bescheuerte Bundeskanzlerin haben die das mal gesagt hat ; Die EU ist ein Christenclub...

Aber ich seh in der EU nur Politiker und Wirtschaftler..

Und zu den Frauenrechten
Wieso kommt ihr immer auf Frauenrechten ?? Ihr solltet Wissen das in der Türkei das Wahlrecht für die Frau Weltweit als erstes durchgeführt wurde. ;)

Also Frauenrechte hin oder her, in Deutschland ist es nicht besser als in der Türkei.
Kommentar ansehen
17.08.2008 16:43 Uhr von christi244
 
+3 | -3
 
ANZEIGEN
Media: Ich glaube, wir sind uns im Grunde einig, aber hängen an ein paar Missverständnissen.

Diese Frauenrechte habe ich nur zitiert als Begründung dieses Christenclubs EU, der Türkei den Beitritt zu verwehren. Sonst nichts.

>Aber ich seh in der EU nur Politiker und Wirtschaftler..<

Wäre es so, wäre die Türkei längst in der EU ... .

Ich sag ja, dass die Türkei mehr als geeignet ist, Mitglied der EU zu sein. Allein schon aufgrund ihrer Lage und ihrer Beziehungen nicht nur in der Region sondern bis rüber nach Israel.
Kommentar ansehen
17.08.2008 19:36 Uhr von Ralph_Kruppa
 
+3 | -2
 
ANZEIGEN
@media: Woher weißt Du das alles???
1.) Woher die Annahme, dass Erdogan nicht in die EU will? Hast Du ihn gefragt und hat er Dir seine intimsten Wünschen offenbart??? Deine Aussage ist zumindest außerordentlich zweifelhaft, da Erdogan seit seinem Amtsantritt alles ihm Mögliche unternimmt, um die Türkei für Europa hoffähig zu machen (Bekämpfung der Korruption, Sanierung des Bankenwesens).
2. Wieso sollten Türkei und Iran kein Interesse an einem Durchleitungsabkommen haben? Auch wenn türkische Zeitungen etwas anderes schreiben, steht damit keineswegs fest, dass sie mehr Recht haben als die internationalen Agenturen, die diese Meldung verbreitet haben. Für beide Seiten, Iran und Türkei, hätte ein Abkommen in der Tat erhebliche Vorteile. So viel steht fest. Auch wenn das Dokument nicht unterschriftsreif war, heißt das nicht, dass sie nicht darüber gesprochen hätten. Im Falle erfolgreicher Verhandlungen wäre das Dokument hingegen mit Sicherheit unterzeichnet worden.

Auch hier massive Zweifel an Deiner Aussage.

Was die Frauenrechte angeht, da muss ich Dir Recht geben, auch wenn es absolut gar nichts mit der Meldung zu tun hat. Allerdings muss ich Deiner Aussage, dass die Türkei als erstes Land das Frauenwahlrecht durchgeführt hat, entschieden widersprechen.
In der Türkei wurde das aktive Wahlrecht erst 1930 eingeführt, in fast allen anderen "westlichen Demokratien" war dies bereits Jahrzehnte zuvor Sachstand (Australien 1902, Dänemark 1915, Österreich und Deutschland 1918, USA 1920). Deine Aussage in diesem Punkt ist demnach schlicht falsch.

Fazit: Dein Post ist schlau geschrieben, enthält aber in der Sache viele Aussagen, die - sagen wir es vorsichtig - massive Zweifel am Wissensstand des Antwortgebers lassen.
Kommentar ansehen
17.08.2008 22:40 Uhr von Ralph_Kruppa
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@tempic: schönen Dank für deinen Kommentar.

1.) Die Sache mit dem Staatsbesuch ist zwar richtig, aber Haarspalterei. Wenn der Chef des Iran den Chef der Türkei besucht, ist das für die Beurteilung der Qualität der beiderseitigen Beziehungen tatsächlich eher zweitrangig. Wichtig ist wohl eher, a) dass sie überhaupt miteinander reden und b) dass sie ihre Beziehungen vertiefen wollen. In der Tat hier hast Du Recht.... aber falsch wiedergegeben, dieses Urteil wirkt trotzdem nach Haarspalterei (da fallen mir auch nich Sachen ein).

2.) Zum Frauenwahlrecht:
Auch hier ist Deine Aufstellung korrekt. Allerding bezog ich mich mit meinen Äußerungen auf die falsche Darstellung des Users "Media....", der behauptete, die Türkei wären das erste Land mit Frauenwahlrecht. Diese Aussage, ich hoffe Du teilst diese Aussage, war definitiv falsch.

Interessant an Deiner Aufstellung finde ich, dass Du dabei Staaten erwähnst, die z.T. erst in den 40ern (Italien), 70ern (Portugal, Spanien) oder gar erst nach dem eisernen Vorhang eine Demokratie im westlichen Sinne wurden. Zypern wurde 1960 unabhängig, Israel 1948. Auch hier ist klar, warum das Wahlrecht erst nach der Türkei eingeführt wurde. Diese Staaten gab es vorher nicht.

Und außerdem habe ich nie behauptet, dass die Türkei keine Demokratie sei. Irgendetwas an meinem Kommentar scheinst Du missverstanden zu haben. Ich frage mich nur gerade, wo ich mich unklar ausgedrückt habe (und finde es nicht, hilf mir bitte....)
Kommentar ansehen
18.08.2008 23:23 Uhr von Mediacontroll
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Ralp: Erstens solltes du mal RICHTIG LESEN !!!!!

Und ich sollte nicht so hektisch schreiben..

Natürlich war damit gemeint das die Türkei eines der 1. Länder war..

3. Habe ich gesagt Tayip will nicht in die EU WEIL ER MEHR FREIHEITEN UND UNABHÄNGIGKEIT BEKOMMT nein ER WILL IN DIE EU WEIL IN EINER GEMEINSCHAFT DIE WIRTSCHAFT STABILER IST !

Also soooo unterschiedlich bis auf das Frauenwahlrecht sind wir garnicht in der Meinung ! ;-)
Kommentar ansehen
18.08.2008 23:30 Uhr von Mediacontroll
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
ahja: Und Tayip kommt aus der gleichen Stadt wie ich !!! Und JA ich habe mit ihm schon des öfteren Persöhnlich gesprochen und ihn zwei mal getroffen!!!
Natürlich habe ich nicht gefragt was für intime geheimnisse er über die EU hat.... aber mein Kommentar war ja auch ganz anders gemeint..

Refresh |<-- <-   1-10/10   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Iran: Ex-Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad kandidiert erneut für Präsidentenamt
Iran: Ajatollah Ali Khamenei gegen Kandidatur von Mahmud Ahmadinedschad
Iran: Präsident Hassan Rouhani überbringt Juden Neujahrswünsche


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?