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USA: Nachfrage nach Rohöl um 800.000 Barrel pro Tag geringer

Die derzeitige Konjunkturflaute in den USA hat auch zu sinkender Nachfrage nach dem begehrten Rohstoff Erdöl geführt. Nach Angaben der US-Energiebehörde EIA sank die Nachfrage im zurückliegenden Monat um 800.000 Barrel pro Tag.

Neben der allgemeinen Konjunktur habe vor allem der hohe Treibstoffpreis zu einem Rückgang des Bedarfs geführt. Die Gesamtnachfrage nach Rohöl ist aber weltweit weiterhin ungebrochen.

Zwar ging die Nachfrage in den USA um 800.000 Barrel zurück. Gleichzeitig stieg sie aber in den "Entwicklungsländern" im gleichen Zeitraum um 1,3 Millionen Barrel an. Per Saldo stieg der Verbrauch damit auch im Juli 2008 weiter an.


WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: USA, Tag, Nachfrage, Rohöl, Barrel
Quelle: www.ftd.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.08.2008 12:06 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Damit dürfte das Märchen von steigenden Preisen wegen steigender Nachfrage endgültig vom Tisch sein. Eine halbe Million mehr Barrel pro Tag und trotzdem geht der Ölpreis zurück. Kann eigentlich nicht sein, ist aber so....

Damit dürfte die Argumentation der Ölindustrie endgültig als "halbe Wahrheit" enttarnt sein.
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17.08.2008 14:27 Uhr von Kaputtschino
 
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toll: Dabei ist der benzinpreis in den usa ja trotzdem noch relativ gering... In den schwellenländern wird der verbrauch auch bald zurückgehen oder weniger steigen. Bei 45 $ je barrel sagte man ja schon eine harte zukunft für die schwellenländer voraus. Man kann nur hoffen, dass der ölpreis dauerhaft unter 100 $ fällt
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17.08.2008 14:51 Uhr von inabauer
 
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neue vörwände: müssen nun von der öl lobby gefunden werden um weiter kasse zu machen. unseren finazminister würden fallen benzinpreise auch nicht glücklich machen, denn er/der staat welcher den größten gewinn am öl macht, würde zich steuermilliarden verlieren.
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17.08.2008 16:22 Uhr von gehirntumor001
 
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Da gehts schon wieder los Ich hab jedesmal das gefühl wenn es ums thema öl handelt ist bildung und intelligenz nicht wichtig. "Was diese komische BWLer draufhaben, können wir schon lange..." So hab ich manchmal das gefühl wie ihr hierüber denkt wenn ich eure comments durchlese.
Ich kann da echt nur zu sagen, das Öl ein verdammt kompliziertes und komplexes thema ist und man nicht alle zusammenhänge verstehen kann, aber das sollte nicht der grund sein solch ein dummes zeug ab zu lassen.

Ich werde jetzt nicht mehr erklären und ins detail gehen warum und wieso der ölpreis gerade sinkt ... zuhören will anscheinend eh keiner und ich werde langsam auch müde davon, ich glaub viele fühlen sich besser wenn sie sich wieder auf BILD-niveau auslassen können.
Ich kann euch echt nur sagen es würde euch mehr bringen wenn ihr ein wenig verstehen würdet was auf den WELTMÄRKTEN passiert, anstatt jedesmal blind die anti-kapitalismus keule zu schwenken.
Aber vielleicht schaut euch mal wo ihr gerade steht und dann beantworten sich viele fragen schon von selbst...

Zum thema zurück ... für diejenigen die sich doch noch ein wenig für realitäten und fakten interessieren kann ich empfehlen folgenden wiki-artikel zu lesen:
http://de.wikipedia.org/...

tipp: der ölpreis ist ein future

ps: ich bin kein BWLer, ich hab mir alles wissen aus dem internet angeeignet und es war bisher goldwert :) ... ich will zwar auch weniger an der zapfsäule zahlen, aber den lauten raushängen lassen bringt mal garnichts
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17.08.2008 19:47 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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@gehirntumor: Ich weiß ja nicht, wie es den anderen Newsern geht. Aber ich habe Deine Kritik nicht verstanden. Und so richtig anti-kapitalistisch war die Kritik eigentlich auch gar nicht.

Es wäre schon gut, Du hättest Deine Kritik etwas detaillierter vorgetragen und nicht die ganz große "Schlaumeier"-Keule geschwungen. So muss ich den Tenor Deiner Kritik zumindest für meine Meinung entschieden zurückweisen. Ein Beitrag zur sachlichen Auseinandersetzung war das nicht, eher undifferenziertes Gemotze und davon - in diesem Punkt gebe ich Dir ausdrücklich Recht - gibt es nicht nur in dieser Community eindeutig zu viel.
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17.08.2008 21:03 Uhr von datenfehler
 
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@RalphKruppa: Gehirntumor wollte den Idioten die hier wieder Benzinpreise, Ölpreise, Bedarf, Angebot und Nachfrage durcheinander werfen, wie es ihnen passt, nur damit sie sich beschweren, dass der Sprit an der Tankstelle fürs Auto so teuer ist, abmahnen.

Wie er schon sagte, besteht für die Leute auch hier kein Grund zum meckern, weil die Leute einfach keine Ahnung haben.

Es würde mir persönlich mittlerweile auch schon reichen, wenn viele Spazenhirne kapieren würden, dass die Benzinpreisgestaltung und Ölpreisgestaltung sehr sehr kompliziert und für viele wohl nicht nachvollziehbar sein wird.
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17.08.2008 21:36 Uhr von gehirntumor001
 
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@Ralph_Kruppa: "Und so richtig anti-kapitalistisch war die Kritik eigentlich auch gar nicht."
Die hab ich bei dir auch nicht so gesehen, aber im unterton war schon was zu erkennen... Aber ich will jetzt nicht auf kleinigkeiten rumhacken, aber sehr häufig wenn es um solche und ähnliche news geht, wird der ton ich sag mal verdammt links (ich könnte auch dumm oder sonst was hierhin packen). Aber wo es mir letztendlich drum geht, das viele kommentare eher unsachlich, naiv, emotional und ignorant sind. Ich weiß auch nicht wieweit dieser ton die gesellschaft wiederspiegelt, aber wenn das nur ansatzweise so ist, dann hat deutschland ernsthaft ein problem. Aber ich möchte auch sagen, dass es in dieser news relativ ruhig geblieben ist. Ich habe aber auch genug andere beispielnews, wo was ganz anderes abging, ein beispiel hier (bis auf den ersten kommentar, war vieles ziemlich großer schwachsinn):
http://www.shortnews.de/...
Und mein kommentar hat sich auch mehr allgemein auf die öldebatte bezogen und die bricht hier regelmäßig bei diesen news aus... (was nicht schlimm wäre, wären diese debatten deutlich konstruktiver)

"Es wäre schon gut, Du hättest Deine Kritik etwas detaillierter vorgetragen und nicht die ganz große "Schlaumeier"-Keule geschwungen."

Deswegen werde ich dann mal auch direkt auf deinen comment reagieren ;)

"Damit dürfte das Märchen von steigenden Preisen wegen steigender Nachfrage endgültig vom Tisch sein. Eine halbe Million mehr Barrel pro Tag und trotzdem geht der Ölpreis zurück. Kann eigentlich nicht sein, ist aber so....

Damit dürfte die Argumentation der Ölindustrie endgültig als "halbe Wahrheit" enttarnt sein."

Das ist kein märchen, ölpreise werden weiter steigen, weil weltweit die nachfrage weiter steigt und angebot weiter sinkt (siehe Ölfördermaximum).
Der Ölpreis jetzt aktuell bei 112,70 US$/barell ist immer noch verdammt hoch (aber entspricht dem markt), damit liegen wir aktuell bei einem ölpreis wie anfang diesen jahres (ca. märz 2008). Der ölpreis wird im übrigen vom markt bestimmt nicht von der ölindustrie, der markt wird von spekulanten an der ölbörse "vertreten". Was im letzten halben jahr passiert ist, ist das Öl mehr spekuliert wurde (ein kleiner bubble, der vor kurzem geplatzt is), dies hat den ölpreis in höhen von 146US$/barrel gebracht und schnell wieder runtergebracht. Aber das bedeutet nicht das Öl im nächsten Jahr nicht dauerhaft um die 150US$/dollar kosten kann, bei weiter steigender nachfrage und sinkendem angebot!
Es is halt ein ständiges auf und ab, aber die tendenz zeigt eindeutig nach oben. Ich gehe auch von aus das sehr bald (zeitraum von monaten) der ölpreis nach oben gehen wird, weil menschen im herbst/winter wieder mehr energie fürs heizen brauchen, aktuell die hurrikan saison ist usw... Im übrigen war öl im winter immer teurer als im sommer.

Und warum fällst du die ölindustrie an? Die ölindustrie muss nichts argumentieren, sie bestimmen den ölpreis nicht. Es sind weltmarktpreise, die auch vom weltmarkt bestimmt wird. Der ölpreis ist ähnlich einer aktie, deren aktueller wert vom markt bestimmt wird.
Das die ölindustrie nichts dagegen hat ist klar, aber sie haben auch schon vor 5 jahren sehr gut verdient, wo öl nur ein drittel gekostet hat als heute. Aber auch vor 5 jahren hat man in deutschland schon gemeckert ;)

Ich gib dir mal den tipp und schau dir einen graph des ölpreis über den zeitraum der letzten 20 jahre an und dann sollte einiges deutlich werden... (hoffe ich ;) )
http://de.wikipedia.org/...
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17.08.2008 22:27 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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@tumor: Hurra, eine sachliche Debatte (Jubel)

dann will ich meine bösen Worte mal brav zurücknehmen. Ich hatte bei Deinem Kommentar auf die Ölnachricht den Verdacht, Du würdest Dich als unkritischer Lobbyist betätigen.

So ganz kann ich Deiner Meinung aber auch nicht ganz folgen. Gehe ich Recht in der Annahme, dass Spekulanten und Ölindustrie aus Deiner Sicht zwei völlig unterschiedliche paar Schuhe sind? Nun, wenn dem so wäre, müsste ich mich entschuldigen....

Jetzt kommt das große Aber:
Irgendwie will ich diese schöne Geschichte, dass Ölkonzerne an den Warenterminbörsen nicht auch den einen oder anderen Dollar in Terminkontrakten platzieren, nicht ganz glauben. Bei Unternehmen, die nach Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Investitionen - also unterm Strich - immer noch zwischen sechs und elf Milliarden US-Dollar ausweisen und dabei in nicht unerheblichem Umfang auch Anlagen in Milliardenhöhe in ihrer Bilanz auf der Aktivaseite bilanzieren, sind an dem Boom der Ölpreise wohl nicht ganz unbeteiligt.

Mit anderen Worten:
So unschuldig, wie Du die Ölindustrie hinstellst, ist sie nicht. Dafür bezahlt diese Branche zu viele teure Lobbyisten an den wichtigsten Schaltstellen der Großmächte (USA, EU, Deutschland, um nur die größten zu nennen, nicht zu vergessen der Staatskonzern Gazprom im fernen Russland), um hier das Unschuldslamm zu spielen, indem behauptet würde: "Wir haben mit dem Anstieg nichts zu tun!" Diese humanitäre Ader der achso feinen Jungs in den Chefetagen der Großen Petrolmultis will und werde ich nicht glauben.

Das ist übrigens keine Kritik am Kapitalismus. Das ist Kritik an den "schwarzen Schafen". Im Übrigen haben die Multis damit auch die Weltwirtschaft im Würgegriff. Nachdem klar war, dass die US-Wirtschaft mehr als nur einen steilen Sinkflug eingeleitet, beruhigt sich der Ölpreis auf einmal und das obwohl die Nachfrage unverändert steigt. Hier harkt die ganze Geschichte und das gute alte Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage, das nach gängigem Verständnis eigentlich für die Preisbildung verantwortlich ist, wird ausgehebelt zugunsten einer kleinen aber außerordentlich wohlhabenden Wirtschaftselite. Das meinte ich mit Märchen.

Ein anderes Beispiel aus einer verwandten Branche gefällig. Schau Dir bitte an, was mit der Stromhandelsbörse in Leipzig und dem Marktverhalten der großen Stromversorger los war und ist. Es bereitet mir keine Freude (schließlich leide ich wie alle unter den hohen Energiekosten), aber irgendwie will ich auch hier den großen Stromkonzernen und ihren Beteuerungen nicht wirklich Glauben schenken.

Und noch einmal: Die Ölkonzerne privatisieren die Gewinne und sozialisieren ihre Kosten, so wie es die meisten Multis tun. Die Wirtschaft in Deutschland (und anderen Ländern auch) spielt sich jedoch im Mittelstand ab. Hier wird der Großteil des Umsatzes gemacht, die meisten Arbeitsplätze geschaffen und damit der Volkswohlstand gemehrt. Das ist für mich die verantwortungsvolle Wirtschaft.

So jetzt genug geunkt. Erwarte die Reaktion in freudiger Erwartung. Und zum Abschluss: Respekt vor Deiner Meinung!
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17.08.2008 22:27 Uhr von jsbach
 
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Ich habe in anderen: Comments schon geschrieben, das der Preis nicht von den Förderländern gemacht wird, sondern an der NY Warenterminbörse. Und wenn sich das Hedgefonds zu weit nach vorne trauen und Glücl hatten , soll das nicht heißen das das auf die Dauer immer so geht.
Was wollen den die Förderländer, das die Weltwirtschaft in eine sichere Rezession getriebn wird... Weiß Gott nicht.
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17.08.2008 23:08 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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@jsbach: Interessant wäre hier in der Tat noch die Frage, woher denn die Hedge Fonds ihr Spielgeld bekommen, um ihre Spekulationen betreiben zu können.....

Aber Dein Argument ist weise gewählt. Schließlich investieren Hedgefonds nicht nur an der "Ölbörse" sondern auch in andere Werte und wenn die in den Keller gehen, wäre auch die schöne "Ölrendite" futsch. Diesem Argument kann ich bedingungslos folgen. Dank dafür!
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18.08.2008 02:25 Uhr von gehirntumor001
 
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@Ralph_Kruppa: Danke für deine antwort ... und es sind auch sehr viele fragen aufgekommen, die ziemlich tief in die materie gehen ;)

Ich probier mal so einiges zu klären ...

"Irgendwie will ich diese schöne Geschichte, dass Ölkonzerne an den Warenterminbörsen nicht auch den einen oder anderen Dollar in Terminkontrakten platzieren, nicht ganz glauben."
Ich glaube nicht das ölkonzerne das machen müssten, es kann schon sein das es vorkommt, aber die frage ist warum? Um preise künstlich in die höhe zu treiben? Nein, ich hol auch ein wenig aus um meinen punkt deutlich zu machen...
Du musst wissen wir (die westliche gesellschaft) sind vom öl so abhängig das wir ohne nicht mehr leben können. Das ist jetzt schwer vorstellbar, aber wenn du dir mal vor augen führst das so ziemlich alles in unserem modernen leben vom erdöl abhängig ist (bis hin zu unseren lebensmittel die wir im supermarkt kaufen, wo der dünger aus erdöl gewonnen wird..).
Letztendlich haben wir (die westliche gesellschaft) das jahrzehnte lang als normal hingenommen und uns dementsprechend abhängig gemacht.
Ich könnte sarkastisch selbst soweit gehen und sagen, dankt nicht gott eurem guten leben, sondern dankt es dem öl. (sorry, is etwas überzogen, aber da is schon was dran)
Das bedeutet aber auch das ölkonzerne genau wissen das bei weltweit steigender nachfrage der ölpreis auf lange sicht nicht mehr günstig wird. Das wissen natürlich auch spekulanten die natürlich heftigst in öl und ölkonzerne investieren. Es ist stumpf gesagt eine beinahe totsichere investition. Das is in den letzten monaten ein wenig ausgeartet und jetzt haben einige investoren und spekulanten gewinne mitgenommen...
So jetzt aber zur ölindustrie, wollte diese ernsthaft die ölpreise künstlich ansteigen lassen gäbe es deutlich einfachere und elegantere wege dies zu machen. Dies ist in der vergangenheit schon passiert, dafür reicht es schon kurz die fördermengen zu drosseln und schon gehen die ölpreise ab wie eine rakete. In der vergangenheit ist es eigentlich hauptsächlich aus politischen gründen passiert (beispiel: erster golfkrieg iran/irak 1979/80 => ölkrise in den 80er).
Heutzutage kommt der zusätzliche effekt auf, dass das angebot langsam absinkt. Ich weiß noch früher hat man noch gesagt "irgendwann ist das öl auf", aber so läuft es nicht, es ist nicht von heute auf morgen leer. Nein, es passiert relativ langsam. Das problem ist, keiner weiß genau wann die ölförderung langsam zurückgeht. Dieses phenomän nennt man auch ölfördermaximum oder auch peak-oil (englisch) und bezeichnet den punkt wo wir am meisten fördern und danach es langsam zurück geht. (die kurve sieht auch ähnlich wie eine parabel aus, wo peak-oil dann den scheitelpunkt darstellt)
Warum kann keiner genau sagen wann wir peak-oil erreichen, weil wir es erst wissen werden wenn es passiert ist und dann ist es schon zu spät. Eininge behaupten wir haben peak-oil 2001 erreicht, andere sagen es ist zwischen 2006 und 2009 und die optimisten gehen von aus das es zwischen 2010 und 2015 passiert. Es ist nicht die frage ob es passiert, es ist die frage wann. An dem tag an dem die opec eine geringere fördermenge ankündigt ist peak-oil schon lange hinter uns.
Dies macht öl jetzt besonders interessant für spekulanten und investoren, weil jeder spekulant nur auf den tag wartet das opec sagt wir haben das weltweite ölförder-maximum erreicht. Weil ab dem zeitpunkt wird öl noch wichtiger als es eh schon ist und damit noch wertvoller.
Jetzt kommt noch ein weiterer wichtiger faktor hinzu, öl is in der jüngsten vergangenheit immer mehr zu einer devisen-rücklage verkommen, das bedeutet dann auch das öl die inflation korrigieren muss. Dies kann man schön sehen wenn man sich die wichtigste devisen-rücklage gold anschaut. Dort ist der wert von gold seit 2002 bis heute beinahe verdreifacht. Darum wird Öl auch schwarzes gold genannt.
Wie gesagt der weltweite hunger für rohstoffe steigt weiter an, das sieht man auch wenn man sich andere rohstoffpreise anschaut, diese sind alle auf höchstständen. Dabei brauchen wir noch nicht bei China und Indien anzufangen, selbst in Deutschland steigt der Ölkonsum immer noch weiter an.
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18.08.2008 02:26 Uhr von gehirntumor001
 
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@Ralph_Kruppa fortsetzung: Wie du schon merkst ist dieses thema verdammt komplex und nicht eben ein, zwei, drei erklärt... Ich halt mich kurz, weil es würde den rahmen sprengen und ganz ehrlich ich weiß auch nicht alles ;) ... aber ich kann zu den einzelnen punkten sicher mehr erzählen.

Du hast auch angesprochen das die ölindustrie soviel kohle hat, das hat den einfachen grund, weil die ölindustrie dafür sorgen will das sie in zukunft mit ihren geldern auch in alternative energiequellen investieren kann und will. Weil irgendwann kommt der punkt das öl so teuer wird, das es sich ökonomisch zum beispiel lohnt solaranlagen zu betreiben um energie anzubieten. Das heißt das weniger öl verkauft wird und ölkonzerne weniger umsatz machen. Aber die ölmultis wollen in zukunft weiter geld verdienen. Werden es aber in zukunft in anderen bereichen machen. Vielleicht wird in zukunft ein shell oder BP eine riesige solaranlage in die sahara aufstellen um dann wasserstoff zu erzeugen und in die welt befördern...
Das traurige ist, das zurzeit nur die ölmultis das nötige geld hätten um sowas umzusetzen.
Es passiert ja heute schon... Schaut mal nach dubai, dort ist die firma "EMAAR properties" übernacht aus ölgeldern entstanden und ist jetzt schon das größte immobilienunternehmen der welt. Die kaufen gerade rundum den globus immobilien auf, haben jetzt vor kurzem eben das Chrysler Building in new york aufgekauft. So werden auch andere ölmultis vorgehen, man wird das geld aus dem öl in andere bereiche investieren um auch in zukunft dafür zu sorgen das man reich bleibt. Man will ja nicht nach dem öl aufeinmal arm sein.
Das heißt aber auch wenn die ganzen ölmultis sich schon nach anderen geldquellen umschauen, dass das ölfördermaximum ziemlich nah sein muss.

"So unschuldig, wie Du die Ölindustrie hinstellst, ist sie nicht."
Da geb ich dir recht, aber ich glaube nicht das sie verantwortlich für den hohen ölpreis ist, dafür sorgen andere faktoren schon (siehe oben). Aber die ölindustrie und deren förderländer haben heutzutage eine ziemlich große macht. Gut das du gazprom ansprichst, dabei will ich nicht über gas sprechen sondern wusstest du das über 40% (weiter steigend) der öllieferungen nach deutschland aus russland kommen? Das heißt russland hat uns würgegriff (muss man leider so sagen) und dann lässt deutschland (teil der nato und wichtigstes land in der eu) es auch noch zu das man russland raketen vor der haustür setzt? Da muss man verdammt vorsichtig sein... Ich sag aber da jetzt nicht weiter zu...

Du sprichst auch die stromversorger an, aber da will ich jetzt nichts zu sagen, das sind etwas andere verhältnisse, diese sind nämlich nicht nur von energiepreisen an den weltmärkten abhängig, da spielen andere faktoren auch große rollen.

Naja ich kann dir aber empfehlen, wenn dich das thema ernsthaft interessiert, les dir zum thema peak-oil folgendes durch, sollte vieles deutlicher machen und ich finde dies zurzeit eines der wichtigsten themen die uns alle betrifft:
http://de.wikipedia.org/...

Naja, was mich aber immer wieder erstaunt, das medien und politik das thema peak-oil wenn überhaupt nur mit samt-handschuhen anfasst, als ob es uns überhaupt nicht betreffen würde. Obwohl alle anzeichen für ein baldiges peak-oil da sind und samt deren folgen...

Ich hoffe du konntest mir halbwegs folgen? :)

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