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Lebensmittelhersteller dürfen Zusatzstoffe verschweigen

Lebensmittelhersteller müssen immer genauere Angaben auf den Verpackungen ihrer Produkte machen, doch ob der Konsument dadurch wirklich klarer sieht, ist fraglich. Denn neben verwirrenden Bezeichnungen in der Zutatenliste, lassen die Hersteller manche Extrakte schlicht unter den Tisch fallen.

Beispielsweise stehen hinter dem Begriff "Natürliches Aroma" in Fruchtjoghurt meist Extrakte aus Pilzkulturen, Bäcker tarnen hingegen den Konservierungsstoff E 262 als "Säuerungsmittel". Noch unklarer wird es bei "Nichtzutaten" ohne Aufgabe in der Nahrung, die Produzenten legal verschweigen dürfen.

So werden für die Bindung von Sahne aufführungspflichtige Emulgatoren gebraucht, wird die Sahne allerdings im Rahmspinat verarbeitet, verschwindet der Zusatzstoff von der Verpackung. Laut einer neuen Studie können Zusatzstoffe mehr als unangenehm sein und sogar zu Hyperaktivität bei Kindern führen.


WebReporter: Zeitungsbote
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Leben, Lebensmittel, Zusatz, Zusatzstoff
Quelle: www.spiegel.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.08.2008 10:55 Uhr von Zeitungsbote
 
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Bei all der Diskussion geht es nicht um Erbenszählerei - Zusatzstoffe sind für viele Menschen unangenehm, teilweise sogar gefährlich. Eine jüngste Studie stellte einen Zusammenhang zwischen gewissen Farbstoffen und der Hyperaktivität bei Kindern fest. Bekannt ist die ebenfalls die Wirkung einer Überdosis Glutamat, die zu dem bekannten "China-Restaurant-Syndrom" führt. Ob das Essen im China-Restaurant allerdings bedenklicher ist als der Genuss einer Tütensuppe, bleibt eine Glaubensfrage.
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15.08.2008 11:25 Uhr von artefaktum
 
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Ganz interessante Seite zum Thema:

http://www.abgespeist.de/...
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15.08.2008 12:00 Uhr von Loxy
 
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15.08.2008 12:04 Uhr von miezi
 
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what?? und mal angenommen ich hätte eine allergie gegen gewisse zusatzstoffe, kauf und esse das produkt trotzdem, weil steht ja nich drauf, und reagiere logischerweise allergisch drauf...

wieso dürfen lebensmittelhersteller unter diesem gesichtspunkt zusatzstoffe dann verschweigen? sowas kann echt schiefgehen *kopfschüttel*
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15.08.2008 12:09 Uhr von artefaktum
 
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@miezi: "wieso dürfen lebensmittelhersteller unter diesem gesichtspunkt zusatzstoffe dann verschweigen"

Laut Verordnung müssen alle Zutaten auf der Verpackung für den Verbraucher genannt werden. Was denken sich da findige Juristen aus? Da werden flux Zutaten zu Nichtzuzaten umdefiniert. Es müssen ja nur Zutaten deklariert werden, Nichtzutaten können daher ungenannt bleiben. Clever, nicht?

(Denk über diese Logik nicht nach, ist für Nichtjuristen nicht zu verstehen. ;-))
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15.08.2008 12:12 Uhr von Loxy
 
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15.08.2008 12:57 Uhr von J.PG
 
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@Zeitungsbote: Respekt, hab die News davor schon auf SPIEGEL ONLINE gelesen und du hast sie wirklich top umgeschrieben hierfür, fast perfekt.. fast wegen des letzten Satzes, der ist zwar informativ wichtig und es ist gut das du ihn übernommen hast, allerdings passt er nicht ganz in den Absatz.. vom sprachlichen her.. da fehlt ein Verbindungswort.. wie "diese Zusatzstoffe", obwohl das ja nicht unbedingt zutreffen muss.. aber "außerdem" nach Zusatzstoffe z.B.

Jedenfalls danke, hast mein Bild der Newsschreiber, NewsChecker und ShortNews gerettet.. hab davor eine Menge schlecht geschriebene News gelesen, wo teilweise anscheinend Analphabeten am Werk waren oder Leute mit Rechtschreibschwäche, gegen die ich nichts habe aber die sollten keine News verfassen.. ;)
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15.08.2008 18:26 Uhr von Montauk
 
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nano-food: an anderer stelle warnte bereits prinz charles, vor den genmanipulierten lebensmittel (getreide/gemüse).

nicht zu unrecht, wie ich meine.

hinzukommen fragwürdige zusätze, die so wohl keiner freiwillig essen würde, und NICHT deklarierungspflichtig sind.

eine bisher unterschätzte und in meinen augen sehr fragwürdige methode, lebensmittel zu pimpen, manipulieren, und den verbrauchern somit unterzujubeln, ist schon seit geraumer zeit das sogenannte nano-food.

kleinste partikel, die wahrscheinlich die "hirn-blut-schranke" überwinden können.

natürlich, und wie könnte es auch anders sein, ist nano-food nicht deklarierungspflichtig.
sie beruht bisher auf freiwillige angaben der hersteller.


mit ratten wird vergleichsweise experimentiert.

nur unsere vorkoster sind nicht die hersteller, sondern alle verbraucher, die sich hier unfreiwillig einer versuchsanordnung zur verfügung stellen, mit unbekanntem ausgang.
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15.08.2008 19:44 Uhr von spatenklopper
 
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Ich komme: zwar nicht aus der Lebensmittelbrache aber aus der Tierfutterbranche.
Wenn Ihr wüsstet wieviele Zusatzstoffe in Heimtierfutter verboten sind, diese aber für den menschlichen Verzehr freigegeben sind würdet Ihr so einige Sachen nicht mehr essen.
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15.08.2008 22:01 Uhr von thegood
 
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Ich finde es ja auch falsch das nicht alles angegeben werden muß; aber erstens verstehe ich diese ganze Begriffe meistens eh nicht und zweitens frage ich mich bei solchen Sachen immer.
Wenn das Essen doch so schlecht geworden ist, in den letzten Jahrzehnten und wenn doch alles soooo ungesund ist, weshalb werden die Menschen immer älter? Warum gibt es immer mehr fitte Senioren?
Natürlich ist vieles in Lebensmitteln "eklig", und einiges ungesund, aber ich glaube das dem Thema "Essen und Gesundheit" zuviel Raum gegeben wird. Wer isst, stirbt, wer nichts isst, aber in jedem Fall auch.
Danke für die Aufmerksamkeit
TheGoood
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15.08.2008 23:44 Uhr von Deniz1008
 
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eu-verordnung contra deutsche aufklärungspolitik fragt mal ob die brd-regierung überhaupt an der bestehende eu-mitgliedschaft noch interesse haben...
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16.08.2008 09:55 Uhr von christi244
 
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Nicht nur das ist auch durchgedrungen, dass seit August lt. EU-Gesetzt Kühe wieder Kühe fressen dürfen ... und fressen?

Bin einmal gespannt, wann die nächsten Fälle auftauchen, wo dies zum Tragen kommt.

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