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Antimaterie: Aluminium lässt Antiprotonen teilweise abprallen

Theorien über Antimaterie besagen, dass Antiprotonen zusammen mit der "normalen" Materie verstrahlen, wenn es zu einer Kollision beider Arten kommt. Andrea Biasconi von der Universität Brescia und seine Kollegen zeigten zu diesem Thema überraschende Erkenntnisse im Magazin "Physical Review A" auf.

Ihre "Obelix"-Experimente zeigten, dass ein Teil der Antipartikel von der massiven Wand eines Aluminiumzylinders beim Zusammenstoß abprallt, statt schon vorher bei der Kollision mit Wasserstoff- oder Heliumkernen zu vergehen, wie die Experten erwartet hatten.

Der Grund für diese Reflektion der Antiprotonen ist im Aufbau der Aluminiumatome zu finden: Der sehr kleine Kern sei von leerem Raum umgeben, den die Antiprotonen durchqueren. Streuvorgänge führen zu einer Ablenkung der Bahn der Protonen - wiederholt sich dies, ist der Abprall die Folge.


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WebReporter: Schellhammer
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Aluminium
Quelle: www.scienceticker.info

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.08.2008 14:22 Uhr von StaTiC2206
 
+11 | -10
 
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jetzt wäre es nur noch gut zu wissen: wofür man das nutzen kann
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13.08.2008 14:30 Uhr von Bleifuss88
 
+14 | -5
 
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@Static: Das könnte eines Tages alle unsere Energieprobleme lösen.
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13.08.2008 14:46 Uhr von Syro028
 
+8 | -4
 
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@Bleifuss88: Davon sind wir aber noch viele Jahrzehnte entfernt...
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13.08.2008 15:40 Uhr von JCR
 
+6 | -3
 
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@ Bleifuss: Leider nicht. Antimaterie ist keine Energiequelle, sondern setzt maximal soviel Energie frei, wie man zu ihrer Erzeugung aufbringt.

Allerdings ist das mit dem Aluminium sehr interessant, falls eine einigermaßen ergiebige Methode zur Verfügung stehen sollte, wird diese Erfindung vor allem im militärischen Bereich Anwendung finden.
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13.08.2008 15:44 Uhr von CHR.BEST
 
+1 | -1
 
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Interessant: Allerdings kann man nicht direkt von einem "Abprallen" sprechen wenn so eines von vielen Antiprotonen sooft um Aluminiumkerne fliegt bis es wieder in die entgegengesetzte Richtung fliegt ... ähnlich wie der Mond um die Erde huscht, ohne irgendwo anzurempeln.

Es gab ja mal dieses Spiel "Frontier" mit vielen beigefügten Sci-Fi-Kurzgeschichten rund um das Spiel. Unter anderem ist da von einem Treibstoff die Rede, bei dem ein Anti-Teilchen durch ein spezielles Molekül alleine durch Kernkräfte ständig in der Schwebe gehalten wurde. Um an die Energie zu kommen müßte man diese Molekül lediglich chemisch oder pysikalisch aufspalten.

Das wäre vielleicht ein Ansatz um riesige Energiemengen ohne spezielle energiefressende Vorrichtungen wie Magnetfelder oder "Schwerkraftgeneratoren" (die es im übrigen - noch - garnicht gibt) zu speichern.

Leider könnte man damit auch Bomben bauen, die vermutlich ganze Planeten in die Luft sprengen könnten :-(

Glücklicherweise existieren diese Anti-Teilchen nur für wenige Augenblicke, bis sie halt durch Berührung normaler Materie zerstrahlen. Auch gibt es derzeit kein Verfahren, um solche Teilchen auch nur im Miligramm-Bereich herzustellen geschweige denn dauerhaft zwischenzulagern. Und Teilchenbeschleuniger benötigen erstmal Unmengen an elektrischer Energie um auch nur ein paar wenige Anti-Teilchen herzustellen.
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13.08.2008 15:50 Uhr von Bleifuss88
 
+1 | -1
 
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@JCR: Heute mag das noch so sein. Aber es wird fieberhaft daran geforscht, daraus eine effiziente energiequelle zu machen.
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13.08.2008 15:52 Uhr von C182Skylane
 
+7 | -2
 
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"Wozu kann man das nutzen...?": Die Frage ist der geistige Untergang jeder wissenschaftlichen Untersuchung. Warum fragt jeder Hansel gleich, wozu man diese oder jene wissenschaftliche Erkenntnis möglichst schnell und möglichst bequem für irgendwas ausschlachten kann? Das ist geistlos. Die Wissenschaft selbst schert sich darum sonstwas und es ist auch nicht ihre Aufgabe, das Leben mit jeder Entdeckung zu versüßen.
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13.08.2008 17:50 Uhr von Mav3500
 
+1 | -3
 
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Um irgendwann Wurmlöcher zu durchquere: Meines Wissens nach könnte man Wurmlöcher, falls tatsächlich irgendwann mal eins erschaffen werden würde, ausschließlich mit einem Raumschiff durchqueren, welches aus Antimaterie besteht, da normale Materie das Wurmloch drastisch zusammen ziehen würde.
Falls man dann irgendwann mal ein Raumschiff aus Anti-Aluminium bauen könnte und bereits ein Wurmloch erzeugt hätte, dann könnte man dank dieser Erkenntnis als Mensch das Raumschiff vieleicht sogar unbeschadet betreten und durch das Wurmloch reisen, ohne gleich für einen neuen Urknall verantwortlich sein zu müssen.
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13.08.2008 19:16 Uhr von Nic83
 
+1 | -1
 
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ich finde StaTiC2206 hat Recht, warum man ihm deswegen beminust ist mir schleierhaft. ist das eine selbstverständliche Frage, die ich mir auch gestelt habe.
In der News steht davon ja nix.

Oder bestraft ihr eure Kinder, weil sie Fragen stellen?!

Wer? Wie? Was? Der, die, das. Wieso? Weshalb? Warum? Wer nicht fragt bleibt dumm!
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13.08.2008 20:12 Uhr von Mi-Ka
 
+2 | -0
 
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Also, haben die Freaks recht, die sich mit Alufolien vor ausserirdischen Strahlen schützen. :-D
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13.08.2008 20:57 Uhr von Zhdophanti
 
+1 | -0
 
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Lösung aller Energieprobleme? Ich glaub dazu gibt es zuwenig Antimaterie auf der Erde ... bleiben wir da lieber bei der Kernfusion, die ist etwas Bodenständiger für so etwas.

Antimaterie würde aber wohl sehr viel Sinn für Bereiche machen, in denen starke Energiequellen benötigt werden und wo die Energiemengen nicht andersweitig verfügbar gemacht werden können.

Aber schon bei den Sicherheitsrisiken einer solchen Energiequelle würde ich eine Errichtung auf der Erde nicht empfehlen, da ist jeder Atommeiler nen Fahrrad-Dynamo dagegen (an die Feinde von AKW´s, die jetzt hier begeistert sind :D )
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13.08.2008 21:38 Uhr von Shedao Shai
 
+3 | -0
 
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@Mav3500: um ein (hypothetisches!) wurmloch zu durchqueren braucht man materie mit negativer energiedichte. antimaterie hat genau wie unsere eine positive energiedichte. ausschließlich die ladungen sind andersrum. die masse, da immer nur positiv, ist genau wie bei der normalen anziehend.
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14.08.2008 01:31 Uhr von Bleifuss88
 
+1 | -1
 
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@Zhdophanti: Vielleicht wäre Antimatierie ein guter antrieb für Raumschiffe. Man müsste sich aber die berechtigte Frage stellen: Wo kommt Antimaterie im Universum eigentlich vor?
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14.08.2008 07:47 Uhr von Waverunner
 
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es gibt KEINE Antimaterie auf der Erde. oder auch nur irgendwo in der nähe. wahrscheinlich gibt es im ganzen universum keine relevanten/zeitlich konstanten mengenanteile, aber man soll ja niemals nie sagen.

diese antisymmetrie des kosmos ist ja auch eine der grossen fragen der kosmologie. die begriffe antimaterie und materie sind beliebig vertauschbar und nur wegen unserer sicht darauf so definiert, aber warum? was führte zu diesem verhältnis?
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14.08.2008 12:12 Uhr von Joeiiii
 
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Wenn man aus der Geschichte unserer Welt irgendwas gelernt hat, dann das:

Wenn man mit Antimaterie irgendwas sinnvolles machen kann, dann wird man es auch als Waffe einsetzen. Das hat man mit Wasserstoff so gemacht, das hat man mit Atomkraft gemacht, und mit Antimaterie wird es nicht anders sein.

In Science Fiction Filem hört man immer wieder was von Photonen- und Quantentorpdeos, von Subraumraum und weiß der Geier was.

Eines kann man sich jetzt schon denken: Diese Waffen wird es NIE geben. Nicht weil deren Entwicklung unmöglich ist, sondern weil sich die Menschheit schon lange zuvor selbst vernichten wird. Es wird nicht heißen "Der Weltraum, unendliche Weiten...usw" sondern viel mehr "Die Menschheit, unendliche Dummheit...."

Ich interessiere mich sehr stark für diese Art von Wissenschaft. Nur irgendwann wird uns das zum Verhängnis werden. Ein Dummer der auf einen Knopf drückt wird sich immer finden. Vielleicht wurde er schon geboten?

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