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Hinweise auf Bakterien 2.000 Meter tief in der Erdkruste entdeckt

Ein Forscherteam der Universität Köln hat zusammen mit Kollegen der Universität Perth in Australien mikrobakterielle Aktivitäten in einer Tiefe von 2.000 Metern nachgewiesen. Geochemiker fanden in Erdölvorkommen sogenannte Phospholipid-Fettsäuren, die auf einen biosphärischen Abbau hinweisen.

Phospholipide suspendiert in Öle, weisen auf lebendige Bakterien hin. Mikroben, die in dieser Tiefe für bio-geo-chemische Abläufe mitverantwortlich sind, haben einen Einfluss auf unser Erdklima, berichten die Forscher.

Christian Hallmann vom Institute für Geologie und Mineralogie der Universität Köln erklärt: "Unsere Daten belegen die bisher tiefste mikrobiologische Aktivität in Sedimenten bis zu 2.000 Metern Tiefe und eines Alters bis 145 Millionen Jahre."


WebReporter: FredII
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Entdeckung, Meter, Bakterie, Hinweis
Quelle: www.portal.uni-koeln.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.08.2008 23:09 Uhr von FredII
 
+0 | -0
 
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Interessant, dass mikrobiologische Vorgänge in einer Tiefe von 2.000 Metern Einfluss auf die Biosphäre an der Erdoberfläche haben können.
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12.08.2008 09:16 Uhr von Polymat
 
+4 | -13
 
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erster :): cool - machen die eine art vorreinigung des öls ? wäre nett wenn die öl produzieren könnten, dann wären wir aus dem schneider !
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12.08.2008 10:19 Uhr von Jimyp
 
+7 | -3
 
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Es ist sogar wahrscheinlicher, dass Öl dort unten erst entsteht und keinen direkten pflanzlichen und tierischen Ursprung von der Erdoberfläche hat.
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12.08.2008 11:05 Uhr von Computer.Besitzer
 
+0 | -5
 
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Ich wäre vorsichtig, wer weis was die denn von da unten alles mitbringen an (möglicherweise) gefährlicher Bakterien ;) Wer kann den schon sagen was für Viren/Bakterien vor 145 Millionen Jahren existiert haben, nicht das der Schuss nach hinten losgeht und wir haben ne neue Pest oder sowas^^ Im übrigen, warum muss der mensch überall seine Nase reinstecken? Was hat er in 2000 Meter tiefe verloren???
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12.08.2008 13:06 Uhr von Misskorbut
 
+3 | -0
 
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Es gibt eine interessante Theorie, nach der das Leben ansich nicht im Meer, sondern im Erdinneren entstand.
Warum? Weil es zur Entstehungszeit des Lebens zu viel lebensfeindliche Strahlung auf der Oberfläche und im Meer gab, dank der noch nicht sorecht entwickelten Atmosphäre.
Als diese "Lebewesen" dann später an die Erdoberfläche kamen, wurden sie durch die (nun schwächere) Strahlung so beeinflußt bzw. geschädigt, daß sich aus diesen das Leben in seiner jetztigen Form entwickelte...soweit die Theorie.
Die Existenz von Organismen im Erdinneren ist schon länger bekannt.
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12.08.2008 15:37 Uhr von S-Lost
 
+1 | -1
 
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Einfluß aufs Erdklima? Vermutlich dann, wenn der Mensch das Öl fördert und verbrennt ;-)

Mal abgesehen davon sollten die Forscher erst einmal lebende Mikroorganismen vorlegen (Mikroskopisch kein Problem) können und nicht nur über solch indirekten "Beweise" direkt irgendwelche Vermutungen anstellen.
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12.08.2008 22:47 Uhr von Kassiopeia
 
+1 | -0
 
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Die Ergebnisse sind deswegen so bemerkenswert, weil damit wieder ein Beweis dafür geliefert wird, dass Leben auch unter unmöglichsten Bedingungen möglich ist...
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13.08.2008 12:39 Uhr von mort76
 
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Kassiopeia, die Bedingungen da unten sind eigentlich recht gut- es ist warm, die Temperatur ist absolut konstant, es gibt keine Jahreszeiten, keine unterschiedlichen Wetter und keinen Nacht-Tag-Wechsel.
Licht ist nicht notwendig für das Leben ansich, einige Tierarten leben ja auch in lichtlosen Höhlen oder der stockfinsteren Tiefsee.

Wenn man bedenkt, daß es Organismen gibt, die in Säure oder kochendem Wasser leben können...oder komplett austrocknen können ohne zu sterben...dann ist "Leben im Erdinneren" gar nicht so undenkbar.

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