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"Spiegel" beklagt "Copy & Paste"-Prinzip: Story wohl nur geklaut

"Macht das Internet doof?", titelt der "Spiegel" in der am 11. August erscheinenden Ausgabe. Darin beklagt das Magazin die Nutzung von "Copy & Paste". Allerdings erschien ein sehr ähnlicher Artikel in der Augustausgabe von "Atlantic". Das US-Magazin schrieb "Is Google making us Stoopid?".

So wird im Bericht des "Spiegel" mehrmals auf den Autor Nicholas Carr verwiesen, der den Artikel im "Atlantic" verfasst hat.

Zudem befassen sich der "Spiegel"-Beitrag mit aus dem Netz kopierten Schulaufsätzen und Referaten, sowie der Beschaffung ganzer Seminararbeiten. Außerdem wird die Konfrontation mit dem digitalen "Infomüll" geschildert.


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WebReporter: Kashyyk online
Rubrik:   Entertainment
Schlagworte: Prinz, Spiegel, Story
Quelle: www.sueddeutsche.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.08.2008 14:22 Uhr von Kashyyk online
 
+0 | -1
 
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Die Quelle zeigt durchaus, dass es sich um einen informativen und inhaltsreichen Artikel handelt, den der Spiegel verfasst hat. Ich wollte mehr auf den Umstand heraus, dass man sich dabei einer bereits existierenden Vorlage bedient hat. Die Info hatte ich aus einem Blog. Dieser schien mir dann als Quelle jedoch nicht so geeignet.
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11.08.2008 15:33 Uhr von GeeKillor
 
+10 | -1
 
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endlich mal ein Autor, der keinen Blog als Quelle nimmt sondern selber Google benutzt :)

Man sollte nur bedenken, dass auch Lehrer Wikipedia bzw. Google nutzen können und man deswegen beim "Copy + Paste" vorsichtig sein sollte, sonst endet dies schnell in einer 6 bzw. 0 Punkten.
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11.08.2008 15:40 Uhr von El Indifferente
 
+12 | -0
 
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Da fällt mir das dazu ein: http://img152.imageshack.us/...

Vor allem bei Hausarbeiten find ich das kritisch. Es geht ja nicht nur darum sich Wissen anzueignen sondern auch darum bestimmte Techniken und Herangehensweisen zu erlernen. Wenn man bis zum Abitur ausser Copy&Paste zu Hause nichts gemacht hat wird das in der Berufswelt düster ausschauen.

Man soll ja ruhig auch Google verwenden um seine Hausarbeiten zu machen. Google hat sogar einen enormen Vorteil. So es denn verschiedene Betrachtungsweisen der Problematik der Hausarbeit gibt stösst man mit Google mit höherer Wahrscheinlichkeit darauf als mit ein paar Büchern aus der Bücherei. So bekommt man ein wesentlich differenzierteres Gesammtbild, dass man dann aber bitte mit eigenen Worten in seine Hausarbeit einbringen sollte.

Allerdings muss ich gestehen, dass ich auch einmal ein Referat für die Uni fast nur mit Copy&Paste zusammengebastelt habe. Ich war noch jung und da waren diese Partys, diese Frauen und viel zu wenig Zeit. Allerdings hatte ich wenigsten den Ver- und Anstand die Sätze etwas umzuformulieren.
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11.08.2008 15:42 Uhr von Ing.Tro
 
+10 | -0
 
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Man muß nicht alles wissen, man muß nur wissen wo man nachschauen muß!

Hab selbst meine Matura nach diesem Prinzip geschafft. Also wer dieses Prinzip verstanden hat und dieses im Bedarfsfalle umsetzen kann, der hat schon gewonnen.
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11.08.2008 15:54 Uhr von umb17
 
+1 | -18
 
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11.08.2008 15:58 Uhr von GeeKillor
 
+9 | -0
 
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@umb: es heißt stupid.
Nur eben "stOOpid" wegen Google :)
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11.08.2008 16:29 Uhr von Ixperte
 
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@ nesselsitzer: ist dein kommentar absichtlich schon in der ersten zeile falsch? das wissen sollte eigentlich nur ständig wachsen und nicht wieder abnehmen, wie du es mit dem wort fluktuieren implizierst;-) /klugscheiß off
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11.08.2008 16:53 Uhr von Ing.Tro
 
+2 | -0
 
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@lxperte: naja, ich muß dem nesselsitzer schon recht geben, dir aber auch. das Allgemeinwissen fluktuiert in der Gesellschaft. Das Wissen der Menschheit wächst jedoch sehr rasant.

Die Gesellschaft ist einfach zu wenig an Wissen interessiert, Klatsch und Tratsch wird leider viel zu hoch gehalten. Das beweist mir das Fernsehen.
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11.08.2008 17:24 Uhr von x5c0d3
 
+5 | -2
 
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Daumen hoch für den Autor: Endlich einer, der nicht nur versucht seinen eigenen, ach so tollen, Blog zu "vermarkten", sondern eine gescheite Quelle anbietet. Dafür 5 Sterne!
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11.08.2008 17:31 Uhr von mariuswerth
 
+2 | -3
 
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das ganze: ist doch wie hier bei sn. man muss sich auch hüten, etwas 1:1 zu übernehmen.
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11.08.2008 17:48 Uhr von Curschti
 
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QNesselsitzer: In dem Punkt "Viel wichtiger ist der Umgang mit Wissen" gebe ich dir vollkommen Recht. Auf SN macht man mit Nachrichten doch nichts anderes, oder?
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11.08.2008 17:59 Uhr von Ralf1234567
 
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Alles nur geklaut: Natürlich wird der "Spiegel" diesen Artikel aus der amerikanischen Zeitung "geklaut" haben. Aber wer liest hier
amerikanische Zeitschriften?! Ich halte es für legitim, dass der "Spiegel" dieses Thema aufgegriffen hat.
Ob die Deutschen nun verblöden, weil sie nur noch abschreiben, ist eine andere Frage.
Hauptsache: Durchkommen! (Ob durch´s Abi, Studium, etc.)
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11.08.2008 18:13 Uhr von Ralf1234567
 
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Thomas Mann: Thomas Mann macht sogar eine Kunst aus dem "Abschreiben" oder "Kopieren", wie wir es heutzutage nennen. Er nennt es das "höhere Abschreiben"! :-)
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11.08.2008 22:59 Uhr von H2008D
 
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Dick auftragen: mit Unwissen dank ausgefeilter Kopiertechniken .... geniale Sache. WIe schon ein "Vorredner" anmerkte, hilft das bedingt bei Referaten oder Prüfungen .... doch im (Berufs)-Leben ist es unbrauchbar!!
Der Haken an der Siegel-Geschichte ist: Der Autor, der sich mit "fremden Federn" schmückt, läßt sich dieses persönlich honorieren ... dem eigentlichen "Geist" dieser - auch nicht ganz neuen ErKenntnis - wir er wohl keinen Cent davon abgeben.
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12.08.2008 02:09 Uhr von Tleining
 
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@ Ralf: also ist es in Ordnung, wenn ich für eine Facharbeit den Text von einem aus Südamerika beinah ohne Änderungen übernehme, da den Originalen Text hier sowieso keiner lesen wird?
Versteh mich nicht falsch, ich habe keine Probleme damit, wenn Leute für Facharbeiten die Arbeiten anderer Leute verwenden. Dafür sind die da. Und wenn da nunmal jemand war, der gewisse Dinge so ausgedrückt hat, dass ich sie nie besser ausdrücken könnte, dann werde ich das auch verwenden. Aber so oder so, man sollte dann auch immer die Quelle angeben. Der Spielgel hat das nicht gemacht, 0 Punkte würd ich sagen ;) (für den Spiegel)
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12.08.2008 13:11 Uhr von aquarius565
 
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Seit wann stimmen Nachrichten mit der Realität: überein? Wär ja noch schöner! Deutschland hat den 2. Weltkrieg haushoch gewonnen, indem es ihn verlor. Merke: Nicht jede Niederlage muss ins Joch führen. Außerdem alle Gewinner des 2. Weltkriegs haben sehr viel verloren. Sowjetunion hat sich aufgelöst, USA wurde zu einem Land, in dem ich nicht leben möchte, Großbritannien trauert immer noch um seine Macht, die es durch die Unabhängigkeit von fast allen Kolonien verlor und Frankreich leidet unter Machtverlust durch Algerienkonflikt. Nein, WIR Deutschen sind die Gewinner!
Übrigens wer hat den Computer erfunden, das war doch ein gewisser Konrad Zuse vom Bodensee.
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10.11.2008 18:29 Uhr von savra
 
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Der Spiegel mal wieder: Interessant, daß ausgerechnet der Spiegel solche Artikel veröffentlicht, wo der Verlag zur Verdummung selbst beiträgt. So fanden sich bereits Falschmeldungen auf spiegel.de, die ungeprüft von anderen Seiten übernommen wurden; Artikel sind oberflächlich geschrieben oder auf Kürze ausgelegt, daß sie auch ja jemand liest und Werbung eingeblendet werden kann; das Journalistendeutsch und der hauseigene Spiegelstil läßt stark zu wünschen übrig.

Das aber macht der Spiegel ja gerne seit einigen Jahren: ein großes provozierendes Thema auf die Titelseite klatschen, darüber schreiben, ohne sich selbst mit dem Text zu identifzieren. Ich kann mich noch über einen mittelmäßigen Artikel über die deutsche Sprache erinnern, in der alle Kritikpunkte über ihren Umgang schön brav abgedruckt, aber vom Spiegel selbst nicht befolgt wurden.
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10.11.2008 18:41 Uhr von savra
 
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An Ralf1234567: Thomas Mann verstand meines Wissens unter dem „höheren Abschreiben“ nicht das Kopieren, sondern ein gedankenvolles Abschreiben des Fachwissens.

Schülern soll es auch sein, ihre Sachkenntnis den Büchern zu entnehmen, nur verstehen müssen sie sie, und in eigenen Worten erklären können müssen sie sie.

Das Internet hat gegenüber Büchern jedoch erhebliche Nachteile: Ein Link kann keine Quellenangabe sein; wenigstens ein Datum muß angegeben werden, denn Inhalte können sich verändern, so wie leider auch ganze Seiten verschwinden. Diese Quellen später nachzuvollziehen oder an sie heranzukommen, kann sehr schwierig bis unmöglich werden, weshalb sich eine wissenschaftliche Arbeit, etwa im Studium, nur geringfügig auf Quellen im Internet stützen sollte: sie erlitten Verlust an Glaubwürdigkeit und Methodik.

Die Recherche im Netz sollte für solche Arbeiten eingeschränkt werden. Sie ist wichtig, der Umgang mit ihr muß erlernt werden, sie darf aber nicht bisherige Vorgehensweisen verdrängen, sondern sie sinnvoll erweitern.
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06.12.2008 08:38 Uhr von nurichweißbescheid
 
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Wo genau liegt das Problem? Es wurde doch der Autor des Atlantic-Artiekls mehrfach zitiert, somit kann man wohl kaum von einem Plagiat reden.
Das einzige, was auch in der Quelle kritisiert wird ist die Ähnlichkeit des Titelbildes, hier hätte ein Verweis stattfinden müssen, wenn man denn wissenschaftlich arbeitet.

Ich habe aber noch nie unter einem Artikel in einem Magazin wie dem Spiegel (bei anderen Magazinen wie Spektrum der Wissen schaft etc. schon) ein vollständiges Literaturverzeichnis gesehen.
Der Autor des Spiegel-Artikels beschreibt auch die Funktionsweise des Gehirn etc., er wird sicher einige andere Quellen noch hinzugezogen haben, aber eine Bibliographie sucht man vergebens.
Ein Spiegel-Artikel ist nunmal keine wissenschaftliche Arbeit, die Urheber der Ideen werden namentlich genannt, hier Nicholas Carr, also sehe ich kein Problem.

Wenn man wirklich korrekt vorgehen will, müsste jeder Artikel mit Quellenangaben (z.B. Vgl. [xy]) gespickt sein, das findet man nur in Fachmagazinen.

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