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Kardinal gegen Bettel-Verbot in italienischen Städten, da "ein Menschenrecht"

Ungewöhnlich heftige Worte hat der "Friedensminister" des Vatikan, Kardinal Renato Raffaele Martino, jetzt in einem Zeitungsinterview geäußert. Er wandte sich damit gegen das Bettel-Verbot.

Diese würden Hilfe benötigen, um sich gegen Hunger und Kälte zu behaupten. In diesem Zusammenhang sprach Martino, der auch den päpstlichen Friedensrat leitet, von einem Menschenrecht auf's Betteln.

Hinter seiner Meinung stehen Initiativen, die es bereits in Florenz und Mailand gibt. Man würde dieses Problem mit der Armut am liebsten verheimlichen und verstecken. Der Bürgermeister von Rom möchte bei Verstößen gegen diesen Erlass das Betteln mit Strafe ahnden.


WebReporter: jsbach
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Mensch, Stadt, Verbot, Menschenrecht, Kardinal
Quelle: www.oecumene.radiovaticana.org

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.08.2008 17:51 Uhr von jsbach
 
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In der Bibel selbst, kann man bei Paulus den Satz lesen: "Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht Essen" oder im Markusevangelium wird beschrieben wo ein Aussätziger Jesus um Hilfe bat. Wenn man helfen will, wäre eine Sachspende sicherlich hilfreicher. Dies wird meistens abgelehnt, da es sich oft um organisierte Bettlerbanden aus dem östlichen Europa handelt.
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10.08.2008 18:54 Uhr von inabauer
 
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die kirche halt früher hat sie selbst ausgebeutet, heute versucht die durch populistische reden wieder anhänger zu finden.
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10.08.2008 18:57 Uhr von artefaktum
 
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@ inabauer: *lol* Was ist denn daran populistisch?
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10.08.2008 18:59 Uhr von taps
 
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@ Autor: Vom Bibellesen wird man nicht satt.
Und wenn sich Deine Nächstenliebe auf das Zitieren von Bibelversen und üble Verdächtigungen beschränkt, bist Du ein armer Tropf.
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10.08.2008 18:59 Uhr von H2008D
 
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Betteln = Menschenrecht: der o. g. Kardinal scheint sich selten außerhalb seiner vatikanischen Gemäuer zu bewegen. Wenn er sich in weniger privilegierten Gegenen aufhalten würde, wo die Bettler ständig ihm am Rockzipfel hängen, hätte er wahrscheinlich seine Äußerung sicherlich anders formuliert ...

Betteln ist nach meiner Meinung kein ausgeschriebens Menschenrecht. Würde alle Welt bettlen, hätte keiner etwas zum Essen etc. !!
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10.08.2008 19:07 Uhr von EinHesse
 
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Die Kirche: Nehme ,war für die Kirche halt schon immer seliger als geben!
Schämen sollte sich der Mann
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10.08.2008 19:14 Uhr von GeraldAl
 
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betteln ist ein mehrschichtiges problem: 1) ein sandler oder ein habenichts oder wie auch immer - bettelt um sich was zu essen zu besorgen - das könnte man noch akzeptieren (der islam befürwortet das sogar)

2) ein süchtler, mit der zigarette in der einen hand, belästigt in u-bahnstationen - trotz ausdrücklichen verbotes - die passanten. das sind die dissozialen elemente in unserer gesellschaft, aber weitgehend individuell - eifach nur lästig...

3) die eindeutig organisierten banden hingegen sind die wohl lästigsten - und da lasse ich kein "menschenrecht" mehr gelten!
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10.08.2008 20:54 Uhr von Heartless
 
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Kann jetzt nur von Rom reden, aber dort: scheint das Bettel organisiert zu sein, ich habe in 7 Tagen so gut wie alle "berühmten/bekannten" Plätze besichtigt und oft auch Abkürzungen durch Gassen und ähnliches genommen, und mir ist aufgefallen dass die Bettler (in sämtlichen Altersklassen: Frau mit Baby oder Kleinkind, Kinder die Musik machen, Männer die Betteln, Alte Männer die oft verkrüppelt sind(!)) nur an bestimmten Plätzen sitzen, täglich andere Kleidung tragen und untereinander Plätze tauschen (außerdem scheinen sie Pakistani zu sein, jedenfalls dem Aussehen nach zu urteilen). Hinzu kommen dann noch Männer im Alter zwischen 25 und 35, die verschiedene Dinge wie "originale" Taschen, Sonnenbrillen oder Andenken verkaufen, und Flüchten sobald sie Polizei sehen...

Kann verstehen, dass man Bettler nicht einfach rauswerfen kann und will, aber was da teilweise abgeht ist kein Betteln, sondern organisiertes Benutzen von Leuten um an Geld zu gelangen!
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11.08.2008 17:38 Uhr von webfliege
 
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Ich würde gerne mal was geben aber die Kosten fürs Benzin, Essen, Wohnen, Versicherung,Strom, Gas usw. usw. fressen mich auf.
Als Normalverdiener muss man auf seine Kosten achten, sonst geht man unter.
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13.08.2008 15:43 Uhr von Front777
 
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Kardinal gegen Bettelverbot: Matth. 10,8...Umsonst habt ihr es empfangen, umsonst gebet es weiter! So sollte es eigentlich gar nicht zu einer großen Armut für Menschen kommen aber das war einer der ersten Verse die die Großkirchen vergessen wollte, sonst wären sie nicht eine der reichsten Organisationen der Welt. Aber man kann ja mal so tun als ob es die Kirche interessiert......wobei es sicher bestimmt einige wenige aufrichtige geben mag. Es ist natürlich für große Städte eine Schande wenn es dort viele Bettler gibt, aber auch einen Möglichkeit mal nachzudenken warum, denn was man säht wird man ernten!
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13.08.2008 20:21 Uhr von marshaus
 
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nun ja hier gehen die meinungen wohl bei der kirche auseinander, aber jeder muss selbst wissen ob er etwas gibt oder nicht......

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