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Versäumte Vergangenheitsbewältigung: So antisemitisch war die DDR

In Trier eröffnet ab kommendem Mittwoch eine Ausstellung in der VHS, die den Namen "Das hat's bei uns nicht gegeben - Antisemitismus in der DDR" trägt. Insbesondere die mangelhafte Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit in der DDR stehen im Fokus dieser Ausstellung.

Im Zentrum der DDR-Doktrin stand die Verfolgung der Arbeiterbewegung durch die Nazis. Die Juden, die wie keine zweite Gruppe unter dem NS-Regime zu leiden hatten, spielten nur eine Nebenrolle. So konnte sich ein antisemitischer Bodensatz in der DDR latent manifestieren.

Dies steht entgegen der weitläufigen Meinung, in der DDR habe es so etwas nicht gegeben - ganz im Gegenteil, ganz nach dem Vorbild des großen Sowjetischen Bruders wurden dort "jüdische Kosmopoliten" und "zionistische Agenten" diskriminiert. Die Ausstellung läuft bis zum 7. September.


WebReporter: rudi2
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: DDR, Vergangenheit, Fremdenfeindlichkeit, Vers
Quelle: www.16vor.de

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43 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.08.2008 20:21 Uhr von Der Erleuchter
 
+22 | -7
 
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Genau - am westdeutschen Wesen: soll die DDR genesen...
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09.08.2008 20:57 Uhr von MpunktWpunkt
 
+16 | -2
 
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Es war schließlich: die Freundschaft zu den Palästinensern und allen von Israel unterdrückten Nachbarn Staatsdoktrin.
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09.08.2008 22:10 Uhr von Pilot_Pirx
 
+31 | -4
 
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während im "Westen": Nazigrößen kursbestimmend waren, war die DDR antisemitisch;-(
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09.08.2008 22:47 Uhr von real.stro
 
+35 | -3
 
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Gibt es überhaupt noch Menschen, denen man nicht Antisemitismus vorwirft, außer den Semiten selbst. Oder zeichnen sich bei denen intern auch schon antisemitisch Tendenzen ab. Man sollte solchen polarisierenden Aufklärern wirklich mal die "Leviten" lesen!

Ciao
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09.08.2008 23:15 Uhr von maui52
 
+8 | -7
 
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kann es nicht mehr hoeren: was es alles bei uns gab aber im westen nicht? interessant wenn man bedenkt das in der BRD mit den amerikanern als hauptbesatzern warscheinlich die groessten antisemiten dieser welt an der macht waren..
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09.08.2008 23:21 Uhr von JCR
 
+6 | -3
 
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@real.stro: Gibt es überhaupt noch Menschen, denen man nicht Antisemitismus vorwirft?

Mit einem Wort: Nein.^^

http://de.wikipedia.org/...
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09.08.2008 23:56 Uhr von pelle1551
 
+6 | -4
 
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Ich: finde es sehr toll das es solche ausstellungen zu diesem thema gibt unsere kinder sollen ja nichts falsches denken ... :)
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10.08.2008 00:16 Uhr von maui52
 
+4 | -0
 
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@primera: hast auch wieder recht..
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10.08.2008 00:51 Uhr von Mistbratze
 
+9 | -2
 
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Auch wenn, es jetzt Negativ Punkte hagelt ohne Ende.

In der DDR hat man auch im Geschichtsunterricht von ca. 6 Millionen Jüdischen Opfern gesprochen. Nur waren Juden eben nicht Hauptaugenmerk der DDR Propaganda. Das blieb der Roten Armee und den Kommunisten vorbehalten. Im übrigen spielen diese genannten Gruppen heute keine Rolle mehr.


Im Übrigen hat die DDR den jüdischen Opferfonds 1 Million Valuta als symbolische Summe geboten, da so etwas eh nicht mit Geld wieder gut zu machen ist und die DDR eh nie Valuta hatte. Vielleicht liegt es daran. Ist ja nur eine Vermutung.
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10.08.2008 01:00 Uhr von Blackrose_de
 
+16 | -4
 
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wie immer der sieger schreibt die geschichte
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10.08.2008 07:59 Uhr von a.maier
 
+18 | -3
 
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6 millionen Tote Juden: dürfen nicht vergessen werden!!"

Aber was ist mit dem Rest? Mit den ca 50 Millionen toten Nichtjuden?
Sind die weniger wert??


http://de.wikipedia.org/...
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10.08.2008 11:30 Uhr von Pumpskin
 
+3 | -0
 
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Lächerlich: Es gibt eine Ausstellung über fehlende Auseinandersetzung mit NS-Vergangenheit und genau das ist es doch, was heutzutage fehlt! Alles verbieten hilft nicht, aufklären. 3 Monate im Geschichtsunterricht reichen nicht, vor allem, wenn nur 2 mal über Antisemitismus gesprochen wird.
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10.08.2008 11:32 Uhr von Borgir
 
+8 | -2
 
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wieso: konnte sich da ein antisemitismus ausbreiten nur weil sie mehr der arbeiterverfolgung gedacht haben? das ist wenn es hochkommt ein ignorieren der verfolgung der juden, aber kein antisemitismus.....
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10.08.2008 11:48 Uhr von a.maier
 
+11 | -4
 
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@Judas II: Komisch den Eindruck habe ich auch.
Immer wird nur von den Jüdischen Opfern gesprochen. Was ist mit den Christlichen? Aber bestimmt gab es noch andere Religionen die betroffen waren. In der DDR wurden nicht die Juden in die Rolle der alleinigen Opfer gesteckt, sondern die Russen. War auch nicht so gut.
Waren nicht alle Völker Opfer der versuchten Machtausdehnung der Konzerne? Die waren doch die einzigsten Gewinner des tötens. Ob Boing, Messerschmit, IG Farben oder Krupp. Die Entschädigung muß das Volk zahlen!
Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren! Warum muß ich jetzt an die aktuelle Wirtschaftslage denken?

Was die Israelis (ich schreibe nicht Juden!) jetzt machen, erinnert mich ganz stark an die Nazizeit. Eingezäunte Städte (Warschau), eingeschränkte Rechte der Palistinenser. Wirtschaftsblockade statt Cyklon B (Hunger tötet genauso).
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10.08.2008 11:49 Uhr von murkelmax
 
+8 | -0
 
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Ich verstehe nicht wie so immer alles an der DDR: fest gemacht wird.
Antisemitismus kommt leider überall auf der Welt vor und die DDR war diesem Punkt nicht besser oder schlechter als die BRD oder andere Nationen.
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10.08.2008 12:30 Uhr von maki
 
+10 | -9
 
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Solche Auswüchse wie Mähdorns Antisemitismus: (Stichwort "Gedenkzug") hätte es bei uns nicht gegeben.

Und ausserdem ist prä-Wahlkampfzeit, da kommt noch viel mehr Anti-DDR-Gülle von den westelbischen Ex-Nazis.
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10.08.2008 12:55 Uhr von lasy
 
+0 | -0
 
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die DDR war offen antisemitsch: und die BRD versteckt. und so ist es auch heute noch. Und auch hier sind einige Kommentare abgegeben worden, die ich zum Kotzen finde. Nein, es waren nicht nur 6 Millionen Juden, die ermordet wurden, sondern auch Kommunisten, Romas und Sintis, Zeugen Jehovas, Homosexuelle etc. Ich denke auch, daß die Kriegsgewinnler wie Mercedes, BASF etc. wesentlich mehr bezahlen müssen, aber wenn Benz heute noch Behinderte für knapp 3€ die Stunde ausbeutet- was kann man da erwarten??? Die Managergehälter müssen doch schließlich bezahlt werden!

Aber was immer vergessen wird- das damalige Palästina wurde in Israel und Palästina geteilt und aus dem palästinensischen Teil wurde Jordanien- die halten die ursprünglichen Landbesitzer in Lagern und niemand sagt was.
Und warum soll Israel weiter seine Feinde hätscheln, ernähren, bilden und mit Rohstoffen versorgen??????
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10.08.2008 13:47 Uhr von aquarius565
 
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so so: Westdeutschland war also der Hort der Antifaschisten, und die ddr sündiger Pfuhl der Faschisten und Altnazis. Es gab im Westen natürlich keinen Filbinger, keinen Lübke. Das waren alles Ossis. Auch gab es keine Passauer Honoratioren die die Offenlegung der Nazivergangenheit durch eine Jus Studentin verhindern wollten.
Aber alles in allem: Das passt ins Bild. Verbrecher sehen immer Verbrechen bei anderen.
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10.08.2008 14:37 Uhr von skipjack
 
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So gemein es auch klingen mag Wer stets in der Vergangenheit weilt (oder zu weilen hat), wird seine Zukunft vernichtern!!!

Wer sich die aktuelle Politik anschaut, wird evtl. auch zu dem Schluss kommen, der Mensch stammt wohl wirklich vom Affen ab...

Offensichtlich will niemand daraus lernen...

Oder sehe ich es hier falsch, wenn ich behaupte:
-Die Armen werden ärmer, die Reichen reicher...
-Wieder mehr Armenkinder...
-Studium nur noch für Bonzenblagen, oder herb Bedingungen...
-Wieder führen sich unterschiedliche Rassen, unabhängig der Religion auf, berufen zu sein, als "Leader of the Pack"...

Wir müssen wir endlich damit aufhören, anderen den Hof zu machen und gemäß unserer (ehem???) Verfassung sagen; meinen: Alle sind vor dem Gesetz gleich, unabhängig des Geldbeutels oder der Religion...
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10.08.2008 14:39 Uhr von denksport
 
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Das erklärt einiges: Darum werden in der Zone also immer die ganzen Asylanten und so verprügelt.
Tja, von 1989 bis 2008 ist zwar viel Zeit vergangen, aber die jahrzehntelange Falschinformation und mangelnde Aufklärung in den Schulen über das NS-Regime konnte bisher noch nicht aufgeholt werden.
Und im Westen wurde das Thema bisschen zu sehr übertrieben, dafür können sich aber wenigstens dunkelhäutige Ausländer und Touristen einigermaßen sicher fühlen.
Diskutiert :)
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10.08.2008 14:46 Uhr von LoneZealot
 
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@ a.maier: "Was die Israelis (ich schreibe nicht Juden!) jetzt machen, erinnert mich ganz stark an die Nazizeit. Eingezäunte Städte (Warschau), eingeschränkte Rechte der Palistinenser. Wirtschaftsblockade statt Cyklon B (Hunger tötet genauso)."

Du MEINST aber Juden ;-) Du hast, wie 90% der Leute hier NULL Wissen was in Israel passiert. Vermutlich ist Dein Wissen um die Nazizeit genaus eingeschränkt, ansonsten müsste man Dir judenfeindliche Tendenzen unterstellen.
Das Mordmittel hiess nämlich ZYKON B.

"Immer wird nur von den Jüdischen Opfern gesprochen. Was ist mit den Christlichen? Aber bestimmt gab es noch andere Religionen die betroffen waren. In der DDR wurden nicht die Juden in die Rolle der alleinigen Opfer gesteckt, sondern die Russen. War auch nicht so gut."

Richitg, es wurden insgesamt 11 -12 Millionen Menschen in den KZs ermordet. Juden stellen aber leider die grösste zusammenhängende Opfergruppe dar.
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10.08.2008 15:09 Uhr von Superhecht
 
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Trier ist weit weg und man ist erstaunt, dass man in 28 Jahren eine ganz andere DDR erlebt, hat, wie es im Nachhinein jetzt von Geschichtsfälschern aller coleur zusammenphantasiert wird.

Es gab Kritik an der Politik Israels. Es gab die moralische und materielle Unterstützung für die Palästinenser. Arafat wurde gefeiert und ließ sich feiern. Das ist aber kein Antisemitismus. Das war Kritik an der Politik eines Staates.

Jeder DDR-Jugendliche wurde spätestens mit 14 durch mindestens ein KZ geführt und da gab es Klartext und es wurden Filme und Bilder gezeigt. Wer und warum man dort hinkam. Für einen Judenwitz konnte man eine Riesen-Ärger bekommen - sogar wenn er von einem unreifen Kind auf dem Pausenhof erzäht wurde. "Jakob der Lügner" war ein preisgekrönter Film, der in Kino und Fernsehen auf- und ablief.

BTW: Meine große hat 2007 die 13. Klasse im Ost-Bundesland Brandenburg verlassen und im Geschichts-Leistungskurs die DDR Nicht behandelt. Stattdessen ging es fast ein Jahr nur um Bismarck. Auf dieser Saat der Unwissenheit wird in zukünftigen Jahrzehnten wohl über die ddr ALLES behauptet werden können.
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10.08.2008 15:09 Uhr von denksport
 
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11 -12 Millionen Menschen in den KZs ermordet: wow, ich dachte immer es wären nur 6 Millionenen insgesamt.
12 Millionen, das ist ja fast soviel wie die Einwohnerzahl der Ex-DDR (15 Millionen).

Trotzdem nicht gut jemanden einfach umzubringen, bloß weil dieser ein Kommunisten oder Sozialist ist.
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10.08.2008 15:19 Uhr von vollkraft2000
 
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offene debatten auch über semiten! würde ich mir wünschen, genauso wie wir kritisch gegenüber unserer eigenen vergangenheit sind!
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10.08.2008 15:26 Uhr von LoneZealot
 
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@denksport: jaja, da liegt das Problem, die 6 Millionen die man oft im Ohr hat, bezieht sich nur auf jüdische Opfer!

"Trotzdem nicht gut jemanden einfach umzubringen, bloß weil dieser ein Kommunisten oder Sozialist ist."

Natürlich nicht.

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