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Pazifikwelt: Schlangenart rottete fast alle Vogelarten aus

Die Braune Nachtbaumnatter, die im Zweiten Weltkrieg auf die Pazifikinsel Guam eingeschleppt wurde, hat fast alle Vogelarten vernichtet. Das Reptil ist auch für das Aussterben vieler anderer Kleintiere verantwortlich. Wegen des Vogelsterbens können sich viele Pflanzen nicht mehr richtig vermehren.

Seitdem die Baumschlange auf der Insel Guam lebt, sind zehn von zwölf Vogelarten ausgestorben. Da verschiedenste Baumsamen von bestimmten Vögeln nicht mehr weiter getragen werden, wird es wahrscheinlich keinen Mischwaldbestand mehr auf der Insel geben.

Die Braune Nachtbaumnatter wird häufig als Lehrbuchbeispiel angeführt, wenn dargestellt werden soll, was mit einem Ökosystemen passiert, wenn es durch so genannte Neozoen (eingeschleppte Tierarten) eindringlich gestört wird.


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WebReporter: FredII
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Vogel, Schlange, Pazifik
Quelle: www.an-online.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.08.2008 18:04 Uhr von FredII
 
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Überall auf der Welt wurden in fremde Ökosysteme Tierarten eingeführt, die die heimische Tierwelt durcheinander bringen. So war es in Australien der Wasserbüffel oder sogar eine Kröte, und in Neuseeland uns bekannte Hirscharten.
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08.08.2008 18:53 Uhr von Payita
 
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was wir zerstören, können wir auch wieder in ordnung bringen.
es gibts reudige hundefänger, also warum nicht auch schlangenfänger?
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08.08.2008 19:11 Uhr von de_waesche
 
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@payita: leider können wir das nicht. es wäre theoretisch zwar möglich, aber der aufwand wäre viel zu groß, als dass sich jemand darum bemühen würde. wir können die auswirkungen höchstens eindämmen und schadensbegrenzung berteiben, indem man speziell auf die tiere abgestimmte köder oder gifte auslegt. aber die ausgerotteten tiere können wir nicht zurückbringen. noch fataler wäre es, den natürlichen feind der eingeschleppten tierart zu importieren, denn dann beginnt das ganze spiel von vorne.
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08.08.2008 19:51 Uhr von kidneybohne
 
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das is ein jammer...tja..lässt sich wohl nichtverhindern..schade
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08.08.2008 22:49 Uhr von TrangleC
 
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der Lauf der Natur: Geschimpfe über den menschen ist in dem Fall eher sinnlos. Sowas passiert auch ohne den Menschen. Die Geschichte der Natur und Evolution ist voll mit Fällen in denen neue Arten irgendwo aufgetaucht sind und andere, weniger effektive Spezies ausgerottet und verdrängt haben. Schlangen, Ratten, Mäuse und andere Viecher hätten auch ohne die Hilfe des Menschen irgendwann auf treibenden Baumstämmen oder Algenflößen diese und jede andere Insel erreicht und genau das gleiche wäre passiert. Höchstwahrscheinlich haben diese Vogelarten, bzw. ihre Vorfahren ihrerseits andere, ältere Lebensformen ausgerottet als sie zum ersten mal auf der Insel aufgetaucht sind.
Ein gutes Beispiel sind Pumas und Jaguare auf dem Amerikanischen Kontinent. Beide vom Aussterben bedroht, was sehr schade ist, aber durch das Auftauchen der ersten Großkatzen auf dem Amerikanischen Kontinent wurden damals, vor millionen Jahren unzählige Spezies verdrängt und ausgerottet, zB. die großen Raub-Laufvögel.

Natürlich ist es schade wenn Spezies aussterben, aber wir dürfen nicht vergessen dass das was wir als "normal" und den Status Quo, den es zu schützen gilt, ansehen, nur eine Momentaufnahme und ein Augenblick in einer sich dauernd verändernden Natur sind und mit oder ohne uns nicht so bleiben werden wie sie jetzt sind.
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09.08.2008 00:19 Uhr von snake-deluxe
 
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Da gibts doch ne Simpsons folge drüber: =)

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