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Epigenetik: Traumatisierende Kindheitsereignisse brandmarken das Gehirn

Schlimme Erfahrungen in der Kindheit können zu einer stetigen Veränderung des Erbgutes im Gehirn führen, welche sogar vererbt werden könnten. Zwei Kanadische Erforscher der Epigenetik untersuchten 13 Gehirne von Selbstmördern, die in der Kindheit missbraucht oder vernachlässigt worden waren.

Aus den Gehirnen wurde jeweils der Hippocampus entfernt und untersucht. Dieses Areal ist wichtig fürs Lernen und Gedächtnis. Heraus kam, dass ein Schlüsselgen aufgrund einer chemischen Markierung inaktiv war. Vergleichsweise wurden Gehirne von "normalen" Unfallopfern untersucht, ihr Gen war unberührt.

Kindheitsereignisse markieren das Gehirn und irgendwann tritt etwas Krankhaftes in Erscheinung, so Moshe Szyf. Eine chemische Markierung von Genen könnte der Grund sein, warum sich Umwelteinflüsse auf Erbgut auswirkten. Durch Methylierung wird die Aktivität mancher Gene verändert.


WebReporter: Knochenmann
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Gehirn, Traum, Trauma, Kindheit, Epigenetik
Quelle: www.spiegel.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.08.2008 16:23 Uhr von Knochenmann
 
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Für die Erklärung von Fachbegriffen hatte ich keinen Platz mehr. Sorry. Aber da die Quelle wieder reich an Informationen ist, wäre es so oder so sinnvoll sie mal zu lesen ;-)
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07.08.2008 17:57 Uhr von R3plic4tor
 
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Interessant: Das ist wirklich recht interessant, vorallem das das dann auch noch vererbt werden kann, dass hatte mich schon immer interessiert obs vererbar ist oder das Kind dann beeinflusst wird
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07.08.2008 18:21 Uhr von 08_15
 
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Das Erfahrungen vererbt werden ist längst bekannt: Einige gehen sogar soweit das ein großer Teil , was wir "Instinkt" nennen, aus Erfahrung so manifestiert wurde und weitergegeben wurde. (Schlangen, Warnfarben, böse Onkelz).

Auch angebliche "Wiedergeburten" lassen sich so zum Teil erklären.

Das sich jedoch diese negativen Erfahrungen bereits "als Schläfer" so festsetzen ist schon bemerkenswert, zumal ja nun geklärt ist wie diese Informationen gespeichert werden. Wenn die nun noch ein Mittelchen finden würden gezielt solche "negativen Blockaden" zu lösen ....
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07.08.2008 18:50 Uhr von 08_15
 
+3 | -0
 
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@ Knochenmann: war ne Mischung böser Sachen: das löbliche Gegenteil sind:

- nette Erbtanten
- colours of love
- Florian Silbereisen

*snigger*

das die "Böhse Onkelz" heissen habsch mal beim Sohn auffer CD gesehen. Das sind doch die, die 90 Minuten die Instrumente stimmen und dabei viel Krach machen, oder?
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07.08.2008 20:15 Uhr von ernibert
 
+4 | -2
 
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08_15: du bist raus....banause^^
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07.08.2008 22:24 Uhr von Doc_Finkelstein
 
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Na, den Siggi Freud würds freuen - er ist ja davon überzeugt gewesen, an allem ist die Kindheit schuld, nun ist´s quasi organisch bestätigt ;)

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