07.08.08 12:35 Uhr
 1.446
 

Studie: Ängstlichkeit lässt sich verlernen - "Neuropeptid S" macht es möglich

Eine Forschergruppe der neurophysiologischen Abteilung der Universitätsklinik Münster hat Zusammenhänge beim Erinnerungsvermögen von Angst und Furcht entdeckt. Eine Aminosäure-Verbindung namens "Neuropeptid S" (NPS) kann Gehirnregionen wesentlich beeinflussen, die für Angstzustände relevant sind.

Nachweislich wurde festgestellt, dass NPS für das Verlernen von Angsterlebnissen, die in einem Bereich des Gehirns (Amygdala) gespeichert wurden, einen enormen Einfluss hat. Bei Versuchen an Mäusen, die mit dem Peptid behandelt wurden, ist eine starke Reduzierung im Furchtverhalten beobachtet worden.

Selbst angstkonditionierte Mäuse mit Negativerfahrungen hatten ihre Furcht für längere Zeit abgelegt, nachdem ihnen das Neuropeptid gegeben wurde. Als Gegenbeweis wurden verantwortliche Hirnrezeptoren blockiert, wobei die Mäuse ein gegenteiliges Verhalten aufwiesen: verlängerte Angst-Verlernphasen.


WebReporter: FredII
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Studie
Quelle: www.n-tv.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

US-Regierung verbietet Seuchenbehörde Wörter wie "wissenschaftliche Grundlage"
2.545 Lichtjahre von der Erde entfernt - Sternensystem mit acht Planeten gefunden
Forscher haben lebende Lampen entwickelt - Lesen mit Brunnenkresse

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
07.08.2008 12:31 Uhr von FredII
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Sollte sich daraus ein Medikament derivieren lassen, könnten Millionen Menschen von Angstpsychosen und Panikattacken befreit werden.
Kommentar ansehen
07.08.2008 12:39 Uhr von Raptor667
 
+7 | -1
 
ANZEIGEN
allerdings sollte man auch bedenken das Angst eine Natürliche Schutzfunktion ist, die uns davor Schützen soll was Dummes zu machen.
Aber für Leute mit Angstzuständen die kein normales Leben mehr führen können, wird das Medikament, wenn es denn mal auf den Markt kommt, sicherlich ein Segen sein :-)
Kommentar ansehen
07.08.2008 12:44 Uhr von artefaktum
 
+5 | -0
 
ANZEIGEN
Wobei mich interessieren würde wie weit genau da Angst eingeschränkt wird. Komplett, oder nur bis zu einem bestimmten Punkt? Was passiert, wenn ich dieses Medikament nehme, und gar keinen krankhaften Angstzustände habe? Werde ich dann angstfrei? Die Gefahr des Mißbrauchs wäre fatal, da Angst (wie mein Vorredner ja bereits sagte) auch eine sehr wichtige Funktion im Leben ist. Man stelle sich vor, was für einen Mißbrauch man damit treiben könnte.
Kommentar ansehen
08.08.2008 10:25 Uhr von Kornblumenblau
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Dieses Medikament wäre ideal um es im militärischen Bereich zu missbrauchen. Soldaten ohne Furcht sind der Traum eines jeden Kriegherren. So weit ich weiß, wurden (werden) ja schon Medikamente zur Schlafunterdrückung in einigen Armeen eingesetzt um z.B. Jetpiloten effizienter einzusetzen.
Kommentar ansehen
10.08.2008 21:23 Uhr von jsbach
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Im WK II wurde ja nachweislich: auch schon zum Wachhalten, Angstbekämpfung etc. Kokain oder Amphetamine eingesetzt.
Aber als Allheilmittel taugt es sicher nicht, denn Angst in vielen Bereichen gehört einfach zum Überleben dazu.

Refresh |<-- <-   1-5/5   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Eine der weltgrößten Bitcoin-Börsen vermutlich von Nordkorea gehackt
US-Regierung verbietet Seuchenbehörde Wörter wie "wissenschaftliche Grundlage"
Bericht: Abrissbirne macht in Superzeitlupe Autos platt


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?