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Arbeitgeber dürfen die privaten E-Mails ihrer Angestellten nicht lesen

Bei 95 Prozent aller deutschen Unternehmen ist für Mitarbeiter das Versenden von privaten E-Mails verboten, solange man dafür nicht arbeitsvertraglich autorisiert wurde. Diese Beschränkung bezieht sich jedoch nicht auf das Empfangen von privaten E-Mails (SN berichtete).

Bei einer Kontrolle kann sich der Arbeitgeber unwissentlich falsch verhalten. Laut einer Rechtsanwaltskammer aus Schleswig-Holstein dürfe ein Arbeitgeber zwar kontrollieren, jedoch das Öffnen und Lesen solcher E-Mails sei rechtswidrig, da es einen Verstoß gegen das Fernmeldegeheimnis darstellt.

Der Branchenverband Bitkom sagte aus, dass trotz der Kontrollen 30 Prozent der Deutschen im Jahr 2007 gegen die Regel verstoßen haben. Wegen der Olympischen Spiele 2008 erwarten die Experten ein Anstieg von drei Prozent.


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WebReporter: realnircser
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Arbeit, E-Mail, Angestellte, privat, Arbeitgeber
Quelle: de.news.yahoo.com

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.08.2008 23:53 Uhr von realnircser
 
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Ich halte es für etwas schwer zu beweisen, dass der Arbeitgeber auch wirklich eine E-Mail geöffnet oder gelesen haben soll.
Aber trotzdem gut zu Wissen! ...eine Rache eines jeden Arbeitnehmers, der bei einer bevorstehenden Kündigung seinen Arbeitgeber noch eins rein würgen möchte :)
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06.08.2008 09:41 Uhr von Severnaya
 
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bei: uns heisst es "senden und empfangen verboten" :)
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06.08.2008 10:10 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Die muss der Arbeitgeber trotzdem lesen ...! ich hab mal die EDV in einer Finanzberatung gemacht.

Vor allem wenn Mitarbeiter versuchen ihre Position auszunutzen und Finanzgeschäfte "nebenher" machen - dann liest die EDV, und dann die Firmenleitung alle "privaten" Mails durch. Ein Teil davon entpuppte sich immer als firmenschädigende Geschäftsabsprachen.
Man sieht das den Mails leider nicht gleich an.

Aber man hat jeden Mitarbeiter unterschreiben lassen, dass er weiss, dass "jede" Mail von der Geschäftsleitung auf Bedarf eingesehen werden kann - und die EDV unterlag der Geschäftsleitung.

Es soll also niemand glauben, dass die Mails nicht in den EDV-Räumen trotzdem gelesen werden und auch bei erhöhter pivater Mail-Flut dirett Meldung und Inhalt an die Geschäftsleitung geht. Die brauchen zunächst ja gar nicht sagen, dass sie die Inhalte kennen ...!
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06.08.2008 10:46 Uhr von fischah
 
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wie kann man denn: kontrollieren, wenn man nicht lesen und öffnen darf?
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06.08.2008 11:19 Uhr von JustMe27
 
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Unterschied: Liegt die Email-Adresse auf dem Server der Firma (Also [email protected], zum Beispiel), hat die Firma auch jedes Recht, die mails zu lesen, da die Addy als Arbeitsmaterial gilt und dieses nicht für private zwecke genutzt werden darf.

Anders sieht es aus, wenn ich in der Mittagspause mal auf meine [email protected] zugreifen will. Da hat kein Chef das Recht, reinzugucken.
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06.08.2008 11:49 Uhr von realNIrcser
 
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Ich habe nur das: wiedergegeben, was in der News stand und sogar ein Rechtsanwaltskammer zitiert. Was wollte ihr noch? Ein Bild und Adresse von der Rechtsanwaltskammer?

Wenn das noch keiner wusste, dass das sogar im Grundgesetz verankert ist, bin ich nicht bereit den Inhalt wiederzugeben, weil das würde mir wahrscheinlich keiner glauben und alle würden mir widersprechen wollen.

siehe zum Beispiel Beschreibung bei Heise:
http://www.heise.de/...

Wenn meiner News keiner glaubt, schaut unter Suchmaschinen nach, wenn ihr nach dem Begriff "Fernmeldegeheimnis" sucht, werdet ihr sehen, dass ich nicht der einzige bin, der sich den Begriff nennt.

Beispiel Telekom für das verletzen des FMG:
http://www.abendblatt.de/...
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06.08.2008 12:00 Uhr von realNIrcser
 
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@fischah: hatte ich mich auch gefragt. In der Quelle wird auf der Frage nicht wirklich eingegangen und ausgewichen. Ich schätze mal, solange es nur beim Durchschauen von E-Mail-Adressen verbleibt, ist es für den Arbeitgeber ok.
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06.08.2008 13:21 Uhr von ThomasHambrecht
 
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@Halma ich denke der Knackpunkt liegt darin, dass es sich bei den "bespitzelten" Mails um die eigenen Mail-Adressen der Firma handelt. Diese Server bezahlt die Firma.

Echter Fall aus der Praxis:
Der Mitarbeiter (ein Finanzberater) hat Kredite für Kunden abgeschlossen und geht mit den fetten Provisionen in Urlaub. Whärend er (mit dem Geld aus den Provisionen) im Urlaub ist rufen ca. 30 Kunden an und beschweren sich weil der Kredit nie zustande kam. Anhand der Mails zischen Banken und Mitarbeiter erfahren wir, dass alle Kredite abgelehnt wurden. Diese negative Rückmeldung hat er der Firma verschwiegen, Zusagen gegenüber seinem Chef gefälscht und so getan als ob alles OK wäre und die Provisionen kassiert.
Die Zusammenhänge kapierst Du eben erst wenn du die Mail-Anhänge der Vertragsdokumente sichtest.
Wie gesagt - dies sind aber die Mailadressen der Firma die hier eingesehen wurden.

Für alle anderen Vorgänge haben wir die Online-Zeit erfasst und abgemahnt, wenn die Buchhaltung täglich 3 Stunden online ist.
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06.08.2008 20:13 Uhr von rainerj
 
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@Halma: Es gibt eigentlich nur 2 einfache Möglichkeiten:
1. Private E-Mails am Arbeitsplatz sind verboten --> Die EDV und der Chef dürfen alles lesen, ist ja alles geschäftlich.
2. Private E-Mails sind erlaubt bzw. nicht verboten, dann darf der Chef eben nicht reinschauen.

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