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Oldenburg: Kameruner durfte nicht in Disco - Schmerzensgeld

Achu Y. studiert in Oldenburg. Und er kennt es, als "Neger" bezeichnet zu werden, in kleineren Läden oder Restaurants darauf hingewiesen zu werden, dass dort kein Platz für ihn sei. Er kennt es und meistens diskutiert er nicht bei diesen peinlichen Momenten, sondern verlässt still den Ort.

Ein Disco-Betreiber aber musste jetzt erleben, dass Achu Y. Grenzen hat. Der Türsteher wollte ihn nicht hereinlassen, wurde sogar handgreiflich. Daraufhin zog Yango vor Gericht und gewann. Der Richter sprach ihm ein Schmerzensgeld von 500 Euro zu. Doch um das Geld ging es ihm dabei nicht.

Der Discobetreiber hatte einen Vergleich angeboten, der für Yango 1.000 Euro bedeutet hätte. Yango lehnte ab, denn für ihn geht es um Gerechtigkeit. Dass Rassismus immer wieder vorkommt, zeigt der Satz eines Mitarbeiters des Gerichts, als er zum Fall befragt wurde. "Der mit dem Neger?", fragte er.


WebReporter: tomeck
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Disco, Schmerz, Schmerzensgeld, Kamerun
Quelle: www.spiegel.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.08.2008 18:09 Uhr von matsmats
 
+12 | -9
 
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Es gibt da Differenzen Ich finde es durchaus sehr gut, dass Türsteher die "auffälligen" Ausländer aussortieren. Aber dazu gehören aber in den seltensten Fällen irgendwelche Afrikaner, Kameruner etc. sondern eher die in Herden lebenden Russen & Türken.

Ich hoffe Ihr wisst was ich meine :-)
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05.08.2008 18:22 Uhr von vostei
 
+8 | -11
 
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was du meinst @matsmats? Nö - ich nicht, erläutere mal genauer... plz
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05.08.2008 18:31 Uhr von paradoxxx
 
+5 | -10
 
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heh: bei solchen aussagen würde ich mich nicht wundern dass du inner disko schon öftens einen aufs maul bekommen hats von den *in herden lebenden höhlenmenschen* und das ist auch gut so!!!
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05.08.2008 18:34 Uhr von Michigras
 
+4 | -8
 
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Boah: "Dass Rassismus immer wieder vorkommt, zeigt der Satz eines Mitarbeiters des Gerichts, als er zum Fall befragt wurde. "Der mit dem Neger?", fragte er."

Übelster Nazi! Steinigt ihn!
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05.08.2008 19:02 Uhr von Aktos
 
+7 | -6
 
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@Sid0001: "Falls zuvor ein Farbiger schon mal Randale gemacht hat, könnte ich [das] sehr gut nachvollziehen."
Achso, aber wenn ein Weißer Randale macht ist alles OK?
Naja, geh mal schön NPD wählen und bring uns alle vor die Hunde, du Intelligenzgrätsche.

Und seit wann sind Türken und Russen schwarz?

Im Übrigen finde ich es sehr peinlich, dass sich - zumindest in den Restaurants und Läden - kein Gast dagegen erhoben hat. So etwas sollte eigentlich zum normalen sozialen Verhalten eines jeden vernunftbegabten Menschen gehören.
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05.08.2008 19:43 Uhr von K-rad
 
+5 | -2
 
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Klage lief auf "Gleichbehandlung": Der Kläger berief sich dabei auf das "Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz" das seit 2006 gillt. Auch bekannt als das "Antidiskriminierungsgesetz" welches ungerechtfertigte Benachteiligungen aus Gründen der „Rasse“, der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion, der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität verhindern und beseitigen soll.

Der Türsteher soll dem Kameruner Studenten den Zutritt verweigert, die iranische Begleiterin eingelassen haben mit den Worten "Ausländerinnen dürfen rein". Ein weiterer Begleiter des Kameruners war ein Universitäts-Dozent. Der hatte das Paar begleitet – auch um zu testen, ob der Kameruner in die Disco komme.
Das die Strafe für die Disco so gering ausfiel begründete der Richter damit das der Kläger den Laden "getestet" hätte und die Ablehnung für ihn daher nicht so eine grosse Überraschung gewesen sei und entsprechend klein sei daher auch der Schaden der Ablehnung für die eigene Psyche. Deswegen gab es nur 500 Euro Schadensersatz. In anderen Fällen kann das natürlich sehr viel höher ausfallen.
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05.08.2008 19:44 Uhr von Aktos
 
+2 | -3
 
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@Sir.Locke: Nicht, wenn die Verweigerung aus einem plausiblen Grund erfolgt. Und Rassismus ist nunmal kein Grund, jemanden aus seinem Club fernzuhalten. Nehmen wir Club88 mal außen vor...
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05.08.2008 20:00 Uhr von TheRoadrunner
 
+3 | -2
 
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"aussortieren" und so Wenn Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe oder Nationalität anders behandelt und dadurch diskriminiert werden, dann gehört das bestraft. Dazu gehört dieses Aussortieren.
Wenn ein bestimmter Russe oder Türke schon mal Probleme gemacht hat, dann finde ich es vollkommen richtig, ihn nicht reinzulassen. Aber deswegen alle Russen oder Türken, wenn sie es auch noch wagen, in Gruppen von mehr als zwei aufzutauchen, nicht reinzulassen, ist für mich eindeutig diskriminierend.
Genauso die Aussage von sid: wörtlich genommen heisst das, wenn EIN Dunkelhäutiger mal Probleme gemacht hat, dann ist es okay, ALLE Dunkelhäutigen zurückzuweisen.
Das sollte man mal mit Deutschen machen - wenn einer Stress macht, müssen alle draussen bleiben. Ich würds gern sehen - leider von draußen, denn ich bin auch Deutscher.
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05.08.2008 22:40 Uhr von K-rad
 
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@ john5 Wer ist glaubwürdiger ? Ein Dozent der Universität der bei der Sache grösstenteils unbeteiligt ist oder ein Türsteher der für seinen Boss den Arsch hinhalten muss ?. Ich habe schon so manch einen Türsteher gesehen und die wenigsten waren unbeschriebene Blätter. Wer würde auch freiwillig den Job eines Türstehers machen wenn er die Wahl hätte ?. Und welchen Grund soll der Student haben aggressiv zu werden wenn er eine Disco betreten will ? . So wie ich es gelesen habe wurden die Türsteher aggressiv nachdem sie ihm den Eintritt aus diskriminierenden Gründen verwehrt hatten.
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16.12.2008 18:22 Uhr von Abdul_Tequilla
 
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Leider sind die Zeiten, in denen mutige Menschen Zivilcourage zeigten, vorbei. JETZT sind die Lehrer gefragt. Ändert das!!!

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