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Greenspan spricht von Jahrhundertkrise - Weitere Banken vor Pleite

Nach Meinung des früheren US-Notenbankchef Alan Greenspan wird sich die derzeitige Krise auf den Finanzmärkten noch ausdehnen und weitere Geldinstitute in ihren Sog ziehen. Die Krise, so Greenspan, habe ihre Ursache im Wesentlichen in der allgemeinen Furcht vor dem Ruin großer Banken.

Weitere Geldinstitute, so der Finanzexperte gegenüber der "Financial Times", könnten künftig auf Regierungshilfe angewiesen sein. Gleichzeitig warnt der ehemalige Vorsitzende der Federal Reserve im Zusammenhang mit der Bewältigung der Krise vor einer Überregulierung durch staatliche Institutionen.

Nach Ansicht Greenspans ist ein Ende der weltweiten Finanzturbulenzen an eine Erholung der Immobilienpreise in den USA gebunden, die von einer Reduzierung des Überangebots an Eigenheimen am US-Markt abhängig ist. Nur so könne gewährleistet werden, dass forderungsbesicherte Wertpapiere wieder an Wert gewinnen.


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WebReporter: Nesselsitzer
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Bank, Pleite, Weite, Jahrhundert
Quelle: www.focus.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.08.2008 15:07 Uhr von marshaus
 
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nun ja: alles ist abhaengig vom amerikanischen markt.......sollen den mist alleine ausbaden den sie angerichtet haben.........
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05.08.2008 15:12 Uhr von punicaexotic
 
+8 | -2
 
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Greenspan spricht von Jahrhundertkrise!

Wenn ich daran denke, dass dieses Jahrhundert erst acht Jahre alt ist, wird mir irgendwie schlecht....
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05.08.2008 15:28 Uhr von Zhdophanti
 
+6 | -1
 
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Jaja die Banken: Sicher momentan werden die Banken alle am Leben gehalten, damit nicht die große Panik ausbricht. Sozusagen den Teufel mit dem Beelzebub austreiben.

Jetzt kann mans nicht mehr ändern, aber falls die Krise nochmal ein Ende nehmen sollte, kann man nur hoffen, das wenigstens irgendjemand was draus gelernt hat und kein fröhliches Geldverteilen aus der Staatskasse mehr stattfindet.

Ich wär sowieso dafür das die Banken das zurückzuzahlen zu haben mit Zinseszinsen, sobalds ihnen besser geht.
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05.08.2008 19:24 Uhr von MitHanDir
 
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Tja der Mann muss es wissen, da er ja selbst einen großen Teil der Schuld für diese Krise trägt. Ich erinnere nur, "0% Zinsen" mit dieser Politik hat das ganze Fiasko doch erst begonnen.
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05.08.2008 20:17 Uhr von datenfehler
 
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@marshaus: "alles ist abhaengig vom amerikanischen markt......."
Bullshit. Es wird uns nur eingetrichtert, dass das so ist und viele ewig gestrige Wirtschaftler richten sich danach.

Tja naja. Das Kartenhaus aus Schulden wird früher oder später zusammenbrechen. Schade nur, dass die vielen (eher wenigen) Verantwortlichen ihre Millionen und Milliarden auf die Seite geschafft haben und von der folgenden Krise nichts abbekommen werden. Aber das war ja schon immer so. Und das Volk weiß es, begreift es aber meistens nicht und machen tun die Leute sowieso nichts dagegen...
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05.08.2008 21:21 Uhr von holycheapshit
 
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Alan Greenspan war schon immer Verfechter des "billigen Geldes".
Warum sollte er jetzt auch etwas anderes vertreten? Er würde die Zinsen ad hoc senken und enorme Ausgaben in den Markt pumpen, wie es sich für einen Keynesianer eben gehört.

Böse Zungen behaupten sogar Alan G. legte den Grundstein für die spekulativen Anleihen und Aufblasen der Börse in den 90ern. Leichte Rezession--> Golfkrieg...
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06.08.2008 08:58 Uhr von :raven:
 
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@holycheapshit: "Böse Zungen behaupten sogar Alan G. legte den Grundstein für die spekulativen Anleihen und Aufblasen der Börse in den 90ern. Leichte Rezession--> Golfkrieg..."

Am liebsten würde ich die 1000 + für deinen Kommentar geben :-)

Und wenn man dann Greenspan mal genauer betrachtet, woher er kommt, mit wem er Kontakte hat und wie sein Weltbild ausschaut... bekommt man eine leichte Ahnung, warum das alles so ist wie es ist....
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06.08.2008 13:21 Uhr von Los_Angeles
 
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Naja ist doch einfache Gesetzmässigkeit des Kapitalismus. Der Rubel und der Dollar muss wandern, von einer Anlage zur andern ...

Es gibt viel zu viel marodierendes akkumuliertes Kapital, dass seit den 80ern umherrschwirrt. Erst in den Aufbau Ost, dann in die .dotcoms, vorgestern in die Immobilien, gestern ins Öl und nun in Lebensmittel.

Wir erleben derzeit gerade erst die Krise von vorgestern, die Krisen von gestern und heute bestehen uns noch bevor.

Während das Geld für den Aufbau Ost noch real etwas bewirkt hat, ist es bei den dotcoms wenigstens nur auf Partys verbrannt worden. Mit dem Wechsel in die Immobilien hat es allerdings erstmals das Leben vieler Menschen erreicht - und damit die Probleme erfahrbar gemacht.

Im alten Testament gab es dafür eine Lösung, die sich ´Jubeljahr´ nannte und neue Generationen vor akkumuliertem Kapital schützte. Da unser Grundgesetz in Artikel 14 sowie die Weltanschauung der westlichen Welt das Vererben von riesigen akkumulierten Kapitalmassen ermöglicht, folgen daraus zwansläufig die gesetzmäßigen Folgen von Ungleichverteilung, Armut und Reichtum und im Extremfall Krieg und Verwüstung (auch des akkumulierten Kapitals).
Verjährung und Vererbung begünstigen so insbesondere die unrechtmässig erworbenen Vermögen zugunsten der Erben.

Akkumuliertes Kapital breitet sich krebsgeschwürartig aus - letzteres bekämpft man spätestens, wenn es bösartig ist. Wer schlau ist, geht zur Vorsorge und lässt es gar nicht soweit kommen.
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06.08.2008 16:13 Uhr von dragonling
 
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Kapital = Geld? Eines darf man nicht vergessen: Der größte Teil des "Kapitals" existiert gar nicht als "einwechselbarer Sachwert". Das meiste "Kapital" besteht nur aus "Zahlen in Büchern" ohne einen echten Gegenwert. Die Krise beginnt dann, wenn versucht wird, dieses fiktive Kapital in echtes Kapital umzuwandeln.
Entstehen tut dieses fiktive Kapital z.B. dadurch, das Schulden in Anlagen umgewandelt werden. Beispiel: Ich nehme bei der Bank für ein Jahr 100,- an Kredit für 5% Zinsen auf. Damit wächst mein echtes Kapital um 100,- Eur, während die Bank ein Anrecht auf Rückzahlung inkl. 5,- Zinsen hat. Nun verzichtet diese Bank z.B. auf das Risiko der Rückzahlung und verkauft meinen Kredit an einen Investor. Dieser Investor sieht diesen Kredit nun aber nicht als "Ausgabe mit Rückholungsanrecht", sondern als "Kapitalanlage" und bewertet dieses somit ganz anders und verbucht es für sich sich als Kapital. Und diese Anlage kann er dann wieder weiter veräußern. Und je nachdem, was einem weiteren Investor diese "Anlage" wert ist, macht der erste Investor mit der weiterveräußerung einen Gewinn, während der 2. keinen Verlust macht, da es ja mehr wert ist. Und auf diese Art schaukelt sich der angeblich Wert meines 100,- Kredites immer weiter auf, bis die Blase irgendwann platzt, weil jemand merkt, das der erkaufte Wert gar nicht dem reellen entspricht, weil z.B. ich mit der Rückzahlung meines kleinen Kredites in Verzug gerate. Dieser letzte Investor beginnt dann panisch, diese (aus seiner Sicht) "faule" Anlage los zu werden, auch unter großen Abschreibungen, da er merkt, das sie gar nicht soviel wert ist, wie er denkt. Und genau das passierte bei der US-Suprime-Krise. Das Problem an der Sache ist nur, das diese Praxis in der Bankenwelt nicht nur mit Immobilien sondern durchweg durch alle Bereiche betrieben wird. Sei es nun ein Industrie-Kredit, eine Infrastrukturprojekt oder was einem sonst noch so einfällt. Wenn nun eine Bank versucht, die faulen Immobilien-Anlagen los zu werden, dann gleicht sie es z.B. durch andere Anlagen aus, bei denen dann genau der gleiche Wertverlust auftritt, weil auch diese Anlagen im Endeffekt durch nicht ausreichende real existierende Gegenwerte "gedeckt" sind. Somit zieht sich der Kollaps immer weiter durch das marode Bankensystem, weil eine Blase nach der anderen platzt. Jeder Investor versucht, soviel Kapital, sei es reelles, als auch fiktives, irgendwie zu retten und zieht das System immer weiter in den totalen Zusammenbruch.
Das Hineinpumpen von weiterem (fiktiven) Kapital in das System, um Banken "zu retten", beschleunigt nur die Abwärtsspirale, da dieses "Rettungskapital" durch keinen reellen Gegenwert gedeckt ist. Und da es ungedeckt ist, steigert es den Wertverfall der Währung und damit die Inflation, da die real existierenden Gegenwerte, nämlich die produzierten Güter, nicht in gleichem Maße gewachsen sind, wie das Kapital (reelles + fiktives).

Die Schritte, die allerdings wirklich zur Rettung notwendig wären, traut sich niemand zu gehen. Im Prinzip müßte der gesamte Kapitalismus neu "gebootet" werden. Soll heißen: das gesamte fiktive Kapital wird komplett abgeschrieben, und nur das real existierende Kapital, zu dem es einen Gegenwert gibt, wird genutzt, um wieder ein stabiles Finanzsystem aufzubauen. Da aber das scheinbar existierende Kapital zu mindestens 80% in Wahrheit nicht existent ist, bedeutet das, das theoretisch im Prinzip jeder Mensch mindestens 80% seines gesparten Geldes verliert. Und das will eben keiner "verantworten" und als "größter Buhmann" in die Geschichte des Kapitalismus eingehen. Und deswegen wird weiterhin versucht, das System durch kriminelle Methoden am Leben zu erhalten, um möglichst die eigenen Schäfchen ins Trockene zu bringen.
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06.08.2008 16:32 Uhr von Los_Angeles
 
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Du irrst aber gewaltig! Kein Investor wäre so doof, für einen Kredit, bei dem die Rückzahlungspflicht 105,-- EUR beträgt, diesen für 120,- oder 150,-- EUR zu kaufen.
Es ist ja genau anders herum: faule Kredite, die mal 105,-- EUR wert waren, werden (gebündelt mit anderen) für 80,-- EUR oder 50,-- EUR verkauft - obwohl sie eigentlich 0,-- EUR wert sind.

Das "fiktive" reingepumpte Kapital, das Du meinst, sind die Billionen von $, denen kein Wert durch US-Steuereinnahmen gegenübersteht.

Das gleiche gab es mit der Mark letztes Jahrhundert und hat 1939 in Deutschland zum Krieg geführt. Die Amis sind etwas schlauer und führen keinen Weltkrieg - oder es findet sich einfach kein gleichwertiger Gegner dafür. Aber die Konsequenz wird die gleich sein. So kaputt und bankrott wie Deutschland 1945 war, werden die Vereinigten Staaten am Ende ebenfalls sein. Bloss dass da evtl. keine Kriegsschäden von aussen geschehen. Aber wenn Europa, Japan und China die Lieferungen einstellen und zusätzlich noch die Bush-Wechsel einfordern, geht in Ami-Land das Licht ganz gehörig aus.
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06.08.2008 16:41 Uhr von dragonling
 
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Gegenwert: Das, was dem Investor mehr wert als die 105,- wäre, ist das, was ich für den Kredit als Gegenwert bei der Kreditaufnahme "hinterlegt" habe. Dieser Gegenwert wird immer weiter überbewertet, z.B. die Werte von Immobilen, oder der Börsenwert einer Firma o.ä. Klar, bei meinen 105,- gibt es als Gegenwert nur mein pfändbares Gehalt, somit würde in meinem Beispiel der Kredit niemals für mehr als 105,- "über den Tisch" gehen, aber es diente mir ja auch nur als Verdeutlichung des Prinzips. Ich hätte auch sagen können: 1mio Eur Kredit für ein Bürohaus in München, was dem Invester aber mehr als nur die 1mio Wert wäre.

Die "große Krise" im letzten Jahrhundert traf Deutschland so hart, da die USA nach dem 1.Weltkrieg viel in den Aufbau von Deutschland investiert hat. Nach dem Börsenkrach versuchten diese Investoren, das Kapital aus Deutschland zurück zu ziehen, um sich selbst zu retten.
Das selbe wird nun auch passieren, nur das die Krise nicht nur die USA betrifft, sondern durch die Globalisierung in allen Regionen gleichzeitig (oder leicht versetzt) auftritt, und bei dem Versuch, das Kapital zurück zu ziehen, um sich zu retten, werden viele real existierden Gegenwerte vernichtet, oder es werden weitere Blasen platzen, da versucht wird, aus fiktivem Kapital reeles Kapital zu erzeugen.
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06.08.2008 17:11 Uhr von Los_Angeles
 
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Mehr wert? Wenn der Kredit bedient wird, gibt es aber nur 105,-- EUR!!

Zeig mir den Investor, der dafür 120,-- EUR zahlt.

Die Kredite wurden mit Abschlägen verscherbelt, nicht mit Aufschlägen!

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