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Jordanien: Bei illegalen Nierenspenden sind 35 Spender nach Entnahme gestorben

Wie die jordanische Zeitung "Al-Rai" berichtete, sind in den letzten 36 Monaten wenigstens 35 Personen nach der Entnahme einer Niere verstorben. Dr. Mohammed Ghneimat, Chef der Vereinigung der Nierenpatienten in Jordanien, sagte unter anderem, dass diese armen Menschen vorwiegend aus Palästinenserlagern stammen.

Menschenhändler aus dem Nahen Osten hätten bis zu 120 Personen auf dem Schwarzmarkt für diese illegalen Spenden angeworben. Die Spender erhielten dafür umgerechnet rund 2.500 Euro. Abnehmer für die entnommenen Nieren waren reiche Patienten, überwiegend aus Pakistan oder Ägypten.

Die OP wurde nicht in Jordanien vorgenommen, sondern "unter irregulären Umständen" in anderen Ländern, so Dr. Ghneimat. Dabei sind bei mindestens 35 Personen Schwierigkeiten aufgetreten, an denen sie dann verstarben. Nach dem Einschreiten der Behörden wurden bereits Kartellmitglieder verhaftet.


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WebReporter: jsbach
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Tod, legal, Spende, illegal, Niere, Jordanien
Quelle: www.baz.ch

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.08.2008 10:59 Uhr von jsbach
 
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Gerade in armen Ländern wird diese Möglichkeit zu Geld zu kommen, ausgenutzt. Wie ich bereits angeführt habe, haben sich da schon richtige Kartelle/Schwarzhandel gebildet. Ich führe zwar einen Spenderausweis mit mir, aber die Entnahme erst nach meinem Tod.
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04.08.2008 14:06 Uhr von maxedl
 
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Freiwillig zur Schlachtbank: Die Verstorbenen haben das aus freiem Willen getan.
Einige wurden wohl auch Physisch überredet.
Sie wussten um das Risiko während der Narkose
möglicherweise komplett ausgeschlachtet zu werden.
Vertrauten aber darauf auch ohne das Organ lange zu Leben.
Kurzfristig hat es viel Geld für die Familie gebracht.
Langfristig verdienen die Organspender nie wieder Geld.

@Author
Deine Organe sollten bei der Entnahme noch leben,
oder nach der Transplantation weiterhin funktionieren.
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04.08.2008 14:36 Uhr von uhrknall
 
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Die Armen: als Ersatzteillager für die Reichen. Das klingt für mich wie moderne Sklaverei.
Jetzt ist es sogar möglich, sich in solchen Ländern selbst stückchenweise zu verkaufen, um vielleicht sich / seine Familie zu ernähren. Sehr makaber. Irgendwas läuft da schief.

Und ich wette, bei den Reichen Nierenempfängern gibt es nicht so viele Tote. Sicher kommen diese illegalen Organe irgendwie in legale Krankenhäuser?
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04.08.2008 22:41 Uhr von q.fuchs
 
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Darum ja auch: Wiederspruchspflicht. Jeder, der es ausdrüclich NICHT wünscht, soll dies schriftlich oder Mündlich (zu lebzeiten natürlich) äußern. Damit werden solchen Menschenschlachterne ndgültig die Hände gebunden !

Wie oft wurde schon von befreiten Kindern berichtet, die für alte reiche skrupellose Säcke mit ihrem Leben herhalten sollten..

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