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Serbien: Polizei und Geheimdienst erhalten Zugriff auf E-Mail-Verkehr

In Serbien sollen die Service Provider laut Anweisung der Regulierungsbehörde RATEL den E-Mail-Verkehr ihrer Kunden komplett zugängig für die Polizei und den Geheimdienst machen. So soll nachgewiesen werden können, wer wann an wen eine Mail geschrieben hat.

Die Anbieter sollen des Weiteren P2P-Netzwerke, IP-Telefonie und Instant Messenger überwachen. Kritiker dieser neuen Anweisung von RATEL befürchten, dass dem Datenmissbrauch damit die Türen geöffnet werden. In Serbien existiert kein Datenschutzgesetz.

Die ANEM, die Vereinigung der elektronischen Medien, hat die Regulierungsbehörde dazu aufgefordert, diese Regelung wieder zurückzunehmen. Diese verstoße gegen die serbische Verfassung. Die Provider kritisieren diese Anordnung ebenso. Unter anderem sei eine Finanzierung nicht möglich.


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WebReporter: borgir
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Polizei, Verkehr, E-Mail, Mail, Geheimdienst, Serbien, Zugriff
Quelle: www.heise.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.08.2008 23:20 Uhr von borgir
 
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Hammerhart. Ein Astreiner Überwachungsstaat. Da wird die Privatsphäre der Bürger wirklich mit Füßen getreten. Unfassbar, dass sowas überhaupt irgendwie durchsetzbar ist. Das geht mir echt nicht in den Kopf sowas.
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04.08.2008 08:27 Uhr von s8R
 
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Da seht ihr mal wie gut wir´s NOCH haben..

(Und womöglich wo wir ankommen ;))
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04.08.2008 09:39 Uhr von ohne_alles
 
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das sind ja fast schon deutsche verhältnisse.

inspired by w. schäuble.

;)
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04.08.2008 13:05 Uhr von MetalTribal
 
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@ Frantic_K. Na ein wenig Verfolgungswahn? ; )

Also so weit ich weiß, hat man diese Updates nur dann bekommen, wenn man im Windows automatische Updates aktiviert hatte, alles andere dürfte nicht gehen, da doch so gut wie jeder eine Firwall hat, die unerwünschte Verbindungen und ähnliches abwehren kann und du glaubst doch nicht, das Microsoft jeder rechner der eine Firewall hat, hacken würde?
Von da an, glaube ich nicht, das wir den Bundestrojaner bereits auf dem rechner haben.

Bei allem anderen kann ich dir nur zustimmen, bei uns wird es noch genauso schlimm werden.

Jeder der sich dagegen wehren möchte, dem kann ich diese Seite nahelegen.

http://www.schaeuble-wegtreten.de/
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04.08.2008 20:08 Uhr von Illus
 
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Nicht jammern: PGP oder ähnliches nutzen. Email-Konten bei Hostern nutzen, die außerhalb der Reichweite unseres Innenministers liegen.
Ich könnte mir den Mund fusslig reden, aber in meinem Bekanntenkreis ist es für die meisten schon zu viel Aufwand wenn sie einmal ein Passwort eingeben müssen um eine Email an mich zu verschlüsseln. Über eine sichere Korronspondenz mit Firmen ganz zu schweigen.
Emailadressen werden natürlich auch bevorzugt bei T-Online, Web.de oder GMX genommen :-(
Eine Vorratsdatenspeicherung würde daran nichts ändern. Und wenn ich mal einen anderen Provider wie hush.com, safe-mail.net, oder die eig. Domain in der Schweiz gehostet vorschlage, kommt das große erstaunen. Wie, für Email bezahlen? Wer will, kann sich noch einen Rest am Recht auf Informationelle Selbstbestimmung und Privatsphäre leisten, aber das kostet entweder etwas Geld oder etwas Mühe. Problem bleibt dabei aber der Kommunikationspartner.

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