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Der "Schlächter von Warschau" machte politische Karriere in der BRD

Heute vor 64 Jahren, am 1. August 1944, hatten polnische Stadtmilizen versucht, die deutsche Besatzungsmacht aus Warschau zu drängen. Dieser Tag ist als "Warschauer Aufstand" in die Geschichte eingegangen. Die Revolte wurde von deutschen SS-Truppen nach 63 Tagen blutig niedergeschlagen.

Der Angriff auf die deutschen Besatzer wurde unter Führung des damaligen hochrangigen SS-Führers Heinz Reinefarth - auch bekannt als der "Schlächter von Warschau" - rigoros niedergewalzt, wobei 150.000 Polen getötet wurden, darunter 15.000 Zivilisten.

Reinefarth konnte trotz seiner Bluttaten im Nachkriegsdeutschland Fuß fassen. Unter dem Deckmantel einer politisch aktiven Gruppe Heimatvertriebener konnte er in Schleswig-Holstein sogar Landtagskarriere machen, weshalb er bis 1961 politische Immunität genoss. Er wurde nie zur Rechenschaft gezogen.


WebReporter: FredII
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Karriere, BRD, Warschau
Quelle: www.stern.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.08.2008 15:29 Uhr von FredII
 
+1 | -0
 
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Der SS-Offizier Reinefarth war zunächst Bürgermeister in Westerland auf der Insel Sylt und bis 1961 Politiker im schleswig-holsteinischen Landtag. Wie er durch die Maschen des nach dem Krieg stringent von den Alliierten durchgeführten Entnazifizierungsprogamms schlüpfen konnte ist mir unbegreiflich. Dass er unbehelligt blieb ist ein Skandal.
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01.08.2008 15:47 Uhr von execute.exe
 
+8 | -8
 
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ist kein Skandal das war doch gang und Gäbe.....(in den WestZonen).....
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01.08.2008 15:57 Uhr von anderschd
 
+11 | -1
 
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Nicht nur: in den Westzonen.
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01.08.2008 15:57 Uhr von uhrknall
 
+5 | -1
 
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Da muss erst etwas Zeit vergehen Solche Dinge werden - wenn überhaupt - leider erst nach Jahrzehnten veröffentlicht. Obwohl man es eigentlich nicht erst seit heute weiss.

Ich freue mich darauf, Merkels Stasi-Foto(s) zu sehen, die unsere "freien", "unzensierten" Medien nicht zeigen dürfen! Aber da werde ich vielleicht schon Rentner sein.
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01.08.2008 16:53 Uhr von Jean-Dupres
 
+6 | -6
 
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Der Nachteil eines Staates ist es, wenn dieser nach einem Krieg wieder aufgebaut werden muss.

Man hat damals auch nicht die Wehrmacht komplett beseitigt und eine Bundeswehr aus 100% neuen Soldaten geschaffen.

Woher kamen denn die ganzen Soldaten, Politiker, Polizisten und andere ?

Entnazifizierung ist ein Witz ! Man kann keinen Menschen durch gutes zureden dazu bringen das zu vergessen und zu ignorieren was seine Erziehung war, was dieser durch Indoktrination oder Naivität gelernt hat.

Man hätte alle Nachkriegsdeutschen einer Gehirnwäsche unterziehen müssen, damit diese allesamt keine Nazis mehr wären.

Aber man blieb ja beim gut zu reden.

Und was es den Reinefarth betrifft könnte man sich durchaus fragen, ob man den damals wirklich erwischen wollte.
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01.08.2008 19:17 Uhr von LoneZealot
 
+2 | -0
 
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@ Jean-Dupres: Naja, 20jährige Generäle hätte es ja in der neugegründeten Bundeswehr nicht geben können, man musste auf "Wehrmachtsbestände" zurückgreifen.

"Entnazifizierung ist ein Witz ! Man kann keinen Menschen durch gutes zureden dazu bringen das zu vergessen und zu ignorieren was seine Erziehung war, was dieser durch Indoktrination oder Naivität gelernt hat."

Absolut richtig.

"Und was es den Reinefarth betrifft könnte man sich durchaus fragen, ob man den damals wirklich erwischen wollte."

Auch richtig. Ich frage mich wieso Du drei Minuspunkte erhalten ahst.
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01.08.2008 19:35 Uhr von lopad
 
+1 | -0
 
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War doch damals völlig normal. Man konnte halt nicht einfach komplett neue Personen dort aufstellen Politiker, Soldaten etc. wachsen ja auch nicht grad auf Bäumen und zwangsläufig sollte Deutschland ja wieder Unabhängig werden.
Somit hat man eben auf die Alt-Nazis zurückgegriffen die vorher dann eben noch schnell "Entnazifiziert" wurden.

Wobei ich eigentlich der Meinung war, dass ehemalige SS Mitglieder keine solcher Posten bekleiden druften (diese Personen konnte man ja recht gut am "Tattoo" bzw. ggf. an der Wunde am Handgelenk erkennen)
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01.08.2008 20:02 Uhr von lopad
 
+3 | -1
 
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@Bleissy: Du solltest nicht vergessen, dass die deutschen in Polen eingefallen sind und die Polen sich einfach nur gegen die Besatzungsmacht aufgelehnt haben (nicht grundlos, da die Polen von den deutschen ja als niedere Rasse angesehen wurde und diese deshalb Zwangsarbeit verrichten mussten, sofern die nicht sowieso getötet wurden)
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01.08.2008 20:38 Uhr von Great.Humungus
 
+4 | -1
 
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Welcome to Germany

Ein Land in dem es Räuber, Verbrecher, Betrüger und Mörder bis an die Spitze schaffen können...
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01.08.2008 21:15 Uhr von Il_Ducatista
 
+2 | -1
 
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war denn nicht: 1961 noch dieVerängung der Todesstrafe am galgen noch möglich? so einer hätte doch sehr gut gebaumelt.
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01.08.2008 22:06 Uhr von majkl
 
+2 | -2
 
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im krieg werden fast alle menschen zu schweinen..
klar hat deutschland den krieg angefangen so stehts zumindest in den büchern, wobei es wiederum das sprichwort gibt " der sieger schreibt die geschichte" !
dann ist da noch ein vorfall wo man den deutschen die ermordung von ein paar tausend polnischen offizieren vorgeworfen hat in so nem wald was aber sich als lüge herausgestellt hat weil es die russen waren!
dann kommt in dem fall noch dazu das die russen wärend dem warschauer aufstand gewähr bei fuß gestanden haben und zugeschaut haben anstatt einzugreiffen!
der typ da hat mist gebaut aber im krieg und wenn er nach dem krieg keinen mehr gebaut hat was solls?
er hat scheinbar sein job gut gemacht sonst wäre er ned weiter gekommen!
es gab ja nicht nur kriegsverbrechen auf deutscher seite oder denkt jeder das die amis , engländer , russen und x anderen alliierten brave lämmer waren ?
steine auf fallschirme bei deutschen piloten , amerikanische flieger die auf den spreewiesen im sturzflug mit ihren 6 - 8 mgs in die menschenmengen geballert haben als sie vor dem flammenmeeren nach den bombardierungen geflohen sind , bombenangriff auf dreseden das von flüchtlingen vollgestopft war als der krieg so gut wie beendet war und und und
da hat sicher auch der eine oder andere n hohen posten bekleidet nach dem krieg!
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02.08.2008 09:05 Uhr von Il_Ducatista
 
+1 | -0
 
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auch Satan Hussein wurde mit der Mutter aller Stricke konfrontiert.
In Baden Württemberg war ja Misterpräsident Filbinger, der nachweislich nach Kriegsende noch Leute wegen seiner Ideologie mit juristischen Begründungen ermorden liess.
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02.08.2008 16:30 Uhr von scuba1
 
+1 | -2
 
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Schlächter von Warschau: War dieser Typ nicht auch Mitglied der CDU ????
Und genau in dieser ach sooooooo christlichen Partei haben sich nach dem Krieg hochrangige Nazis versteckt und ein Alibi erhalten.Es ist ja bekannt: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.
Und ein Teil der ehemaligen DDR steht nun an der Spitze unseres Landes.
Einfach unfassbar was hier in Deutschland abgeht.
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05.08.2008 15:16 Uhr von Wolski
 
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scheiss Journalisten: Der Autor koennte zuerst mindestens Wikipedia lesen.
Polnische Verlusten: 15 tsd Kämpfer; 150 - 225 tsd Zivilisten.

"...aber krieg spielt man nach anderen regeln"

(...)Infolgedessen endete der Angriff der „Kampfgruppe Reinefarth“ gegen den westlichen Stadtteil Wola mit einem Massaker an der Zivilbevölkerung. Schätzungen zufolge töteten die deutschen Einheiten zwischen 20.000 und 50.000 polnische Zivilisten. Die Einheiten vermieden es sogar, den Kampf gegen die Heimatarmee aufzunehmen.
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06.08.2008 20:28 Uhr von Deniz1008
 
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tja, brd und seine vergangenheit lol*

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