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Olympia: Mit eigenem Infoportal wird in China die Zensur umgangen

Die chinesische Regierung blockiert das Internet nicht nur für die eigenen Bürger, sondern entgegen aller Zusagen auch für die Olympiateilnehmer und die Medien-Vertreter (SN berichtete). Diese moderne Form der Chinesischen Mauer bekommt aber nun Risse.

Als weltweit erstes Land hat sich Deutschland nicht mit der Zensur abgefunden und nach Aussage von Gerd Graus, Pressesprecher des Deutschen Olympischen Sportbunds, ein eigenes Informationsnetzwerk errichtet. Die Basis ist hierbei ein verschlüsselter Zugang, also ein "Virtual Private Network".

Dieser Service sei eine sichere Form vom Kommunikation im derzeit wohl am stärksten überwachten "Sportplatz" und kommt bei allen Beteiligten sehr gut an, so Graus gegenüber dem Infoportal ORF.at und betonte: "Wir stellen hier auch Informationen von Human Rights Watch oder Amnesty International hinein."


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WebReporter: mediareporter
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: China, Olympia, Olymp, Zensur
Quelle: www.rooster24.com

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23 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.08.2008 00:30 Uhr von mediareporter
 
+0 | -0
 
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Es ist ein positives Signal, dass sich die deutsche Delegation nicht in ihr Schicksal ergibt, sondern im Rahmen der Möglichkeiten eine Lösung gesucht und offensichtlich gefunden hat. Erfindungsgeist sprengt eben Grenzen und Zensur... die Quelle ist hier noch ausführlicher, als meine ohnehin schon ausführliche News.
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01.08.2008 09:20 Uhr von mustermann07
 
+12 | -18
 
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vpn zugang (also die ip): die vpn Verbindung hat mit der ip nichts zu tun. Wenn sie die ip sperren wollen, müßten sie eher den dhcp server lahmlegen.
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01.08.2008 09:27 Uhr von Eri-Tex
 
+20 | -1
 
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Gut so. Gut so, dass dieser Weg gewählt wird.
Hoffen wir, dass viele andere folgen werden und diese Zensur-Idiotie gestoppt bzw. umgangen wird.
Hoffen wir mal, China fällt keine Möglichkeit ein, dass auch noch zu stoppen. Aber da mache ich mir keine Sorgen, die schlausten sind sie nicht ;-)
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01.08.2008 10:10 Uhr von SellersFocus
 
+9 | -0
 
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Es ist ein gutes Zeichen, dass die Deutschen auch nun öffentlich zeigen, dass sie nicht gewillt sind den Chinesen die Stiefel zu küssen, nur weil hinter dem kommunistischen System über eine Milliarde Konsumenten stehen, die man nicht verlieren möchte.

Der Preis für "freundschaftliche Beziehungen" darf nicht noch weiter inflationiert werden.
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01.08.2008 10:12 Uhr von KnowHower
 
+6 | -2
 
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China bekennt sich offen zur Internet-Blockade: und wird wohl auch Grnezen ausloten wollen,... hier wurde ihnen eine erste aufgezeigt,.. weiter so,...
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01.08.2008 10:18 Uhr von Samy9997
 
+4 | -3
 
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Find ich gut: das sich dagegen gewährt wird, ich habe gestern in den Nachrichten was darüber gesehen und mir fällt zur chinesischen Regierung momentan garnichts mehr ein.
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01.08.2008 10:25 Uhr von Schwertträger
 
+6 | -4
 
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Endlich mal Rückgrat! Gutes Zeichen, gute Aktion.
Merkel, schau Dir das an, wie man das macht!
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01.08.2008 10:26 Uhr von DesWahnsinnsFetteKuh
 
+7 | -19
 
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01.08.2008 11:00 Uhr von scuba1
 
+4 | -4
 
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DesWahnsinnsFetteKuh: Endlich stellt sich Deutschland mal !!!!!!!!!
Weißt du überhaupt wovon du redest ?
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01.08.2008 12:25 Uhr von JayLo
 
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Widersprüchliche Aktionen: Schön und gut dass die Deutschen sich öffentlich dagegen wehren.
Ich möchte mich aber nicht vollständig in den Chor der Lobgesänge einreihen, denn nicht jede Deutsche Institution handelt so, wie dieser Artikel preisgibt:
http://www.fr-online.de/...

Ich habe die Zensur selbst erlebt, da bekommt der Wert Freiheit ein ganz neues Gewicht.
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01.08.2008 12:44 Uhr von mediareporter
 
+0 | -2
 
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Die Deutsche Welle verfolgt recht opportun: ureigene Interessen, die bringen da keine wirklichen Opfer, sondern spielen auf Zeit,..
Standpunkt: besser eine Sendelizenz mit Einschränkung als keine Lizenz,.. die Frage ist, was die schlimmere Form der Zensur ist,... wenn ich weiss, dass ich nichts weiss, ist es oft besser, als falsch bzw. fehlerhaft informiert zu sein.
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01.08.2008 13:06 Uhr von realNIrcser
 
+1 | -0
 
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das ist doch echt lächerlich: und dumm als Regierung zu glauben sie könnten alles zensieren. Ich bin mal auf heise-news gegangen, schaut man beim gleichen Thema sieht man ganz unten bei "Siehe zum Thema auch" noch weitere eigenartige Themen über China. Beispiel:

* China will Blogger und Webcasts strenger kontrollieren
* China untersagt Neueröffnungen von Internetcafés
* Der chinesische Präsident fordert ein "gesundes Internet"
* China will Musik im Internet stärker kontrollieren
* Online-Spiele werden in China stärker überwacht
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01.08.2008 13:21 Uhr von Problembaer01
 
+2 | -1
 
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Wenn du keine Ahnung vo Netzwerktechnik hast mustermann07, solltest du einfach ruhig sein! Natürlich ist es möglich, dass die Chinesen den VPN Server nicht mehr erreichbar machn können. da riecht shcon eine ganz kleine einstellung an den Routern im Backbone. Dann wird einfach die pakete weggeworfen die von china an den server gehen sollten (bzw. umgekehrt (eher seltener)).

Allerdings ist es ja schon mit Tor kein Problem das zu umgehen, da dort ständig die ServerIPs wechseln. Da haben die Kommunisten shcon allerhand zu tun alle Tor server zu blockieren^^.
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01.08.2008 13:29 Uhr von AnthonyK
 
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ich weis ja nicht wie die ganzen blockaden: gemacht sind aber kann man das nicht mittels Proxyserver umgehen?
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01.08.2008 13:31 Uhr von Problembaer01
 
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@mustermann07: Hast du überhaupt ne Ahnung von Netzwertechnik?
Dein Kommentar lässt nicht darauf schließen....

Was hat die IP mit dem DHCP zu tun? Zur allgemeinen Erläuterung:

DHCP-Server: Server der dynamisch IP-Adresen in einem Netzwerk vergibt.

Nameserver: Server der die URL in eine IP auflöst. (Rechner in einem Netzwerk können nur auf IP basis miteinander kommunizieren; die URL oder auch "INternetadresse" ist nur eine vereinfachung für dne Menschen, da man sich http://www.bla.de besser merken kan als zb "87.56.245.67"

Ich glaube du meintest Nameserver! Aber selbst der hat damit auch sehr wenig zu tun, da man jeden Server auch IMMER gleichzeitig über seine IP ansprechen kann. Und da der Server in Deutschland steht, kann die Chinesische Regierung auch logischerweise nicht dem seine IP verändern, auch wenn er was ungewöhnlich für ein Server im Rechenzentrum wäre, die IP von einem DHCP bekommt, da die IP eines Internetservers statisch sein sollte um ihn immer unter der gleichen IP erreichen zu können.
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01.08.2008 14:22 Uhr von Quicks
 
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Sperren possible: Wie Problembaer01 richtig sagt, ist das sehrwohl möglich den VPN Zugang zu "sperren"

Kurz zum Prinzip: (wens interessiert)
Wenn ich mit meinem Browser zB auf http://www.amnestyinternational.de gehe, wird intern eine Anfrage an die IP des AI-Servers gestellt, welcher dann mit den Daten (webseite) antwortet.
Wenn China die IP des AI-Servers nun aber block, klappt das natürlich nicht.

Die deutschen wollen das nun so umgehen:
Im Prinzip verbindet sich der Reporter vor Ort mit einem Server im Rechenzentrum des TV Senders in Deutschland.
Dies geschieht über die öffentliche IP-Adresse des Servers
Dann meldet er sich über den Server im VPN an.
Hierbei bekommt der Rechner des Reporters eine zweite, virtuelle IP zugewiesen.
Die Rechner sind dann so verbunden, als ständen sie Offline in einem privaten LAN... nur dass dieses Netzwerk "virtuell" über eine verschlüsselte Verbindung via Internet aufgebaut ist.

Jetzt benutzt unser reporter einfach einen rechner im erwähnten VPN als Gateway, d.h alle Anfragen ins Internnet werden über den Gateway geleitet.

Fazit:
- Der Reporter ruft http://www.amnestyinternational.de auf
- Die Anfrage geht an den Gateway im VPN... dies geschieht über die nicht gesperrte, öffentliche IP-Adresse des Servers.
- Der Server stellt dann vom deutschen Rechenzentrum aus eine Anfrage an zB AI.
- AI schickt die angeforderten Daten an den deutschen Server.
- Dieser wiederum leitet die Daten an unseren Reporter weiter (wieder über die nicht geblockte verbindung!

Wenn jetzt aber China die IP des Servers sperrt, klappt auch das nicht mehr.
ARD wird dann aber schnell die öffentliche IP wechseln...
...da müssten die Chinesen schon das Internet wieder komplett dichtmachen.

Ich mach mir eher sorgen wegen der Verschlüsselung!
In China ist doch meines Wissens jede Verschlüsselung verboten!
Also eigentlich nix mit VPN... höchsten unverschlüsselt und das kannst gleich bleiben lassen
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01.08.2008 17:55 Uhr von Illus
 
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Was soll daran gut sein? Lassen wir mal die techn. Diskussionen außen vor, hier wurde schon genug Halbwissen präsentiert.

Ich würde mir Wünschen das die Medien die Berichterstattung über die Olympischen ´Spiele einstellen, solange die "Versprechen" gegenüber dem IOC nicht eingehalten werden. Auch wenn jetzt einige Seiten wieder freigeschaltet wurden, löst das nicht das Problem. China zensiert das Internet und ermöglicht den Journalisten nicht den uneingeschränkten Zugriff auf alle Seiten.

Aber konsequenz ist ja schon lange nicht mehr ein Attribut für die Handlungsweise deutscher Medien.
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01.08.2008 18:18 Uhr von mustermann07
 
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ja sorry: Ich habe Dns Server gemeint.
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01.08.2008 18:36 Uhr von cyrus2k1
 
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China hat die Blockade aufgehoben! Eine Behörde hatte ihre Kompetenzen überschritten, auf Erlass des Presidenten wurde die Blockade aufgehoben. Dieses VPN ist also nicht mehr nötig.
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01.08.2008 20:31 Uhr von schmiddy2k
 
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Weiter Kampf gegen die Zensur! Richtig so!!
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01.08.2008 20:36 Uhr von Illus
 
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cyrus2k1: Das ist nach mehreren aktuellen Nachrichten falsch. China hat zwar einige Seiten, die anfangs nicht erreichbar waren, freigeschaltet, aber einen uneingeschränkten Zugriff gibt es immer noch nicht. Letztendlich wird man auf Anfrage nach und nach das freischalten was gewünscht wird, aber nur solange dadurch keine kritische Berichterstattung stattfindet. Ich wünschte mir mehr Mut der Medien.
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01.08.2008 20:39 Uhr von Liebi
 
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Ami-Satellit suchen und via Spiegel die I-net kommunikation darüber laufen lassen. Da können die Chinesen nix machen, ausser den Strom abstellen.
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01.08.2008 23:22 Uhr von FranknFurther
 
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ach: man umgeht die zensur
warum hält man die olympischen spiele in einem land ab in dem es keine meinungs und presse und redefreiheit gibt???!!!

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