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Bei H&M werden Betriebsräte systematisch behindert

Die schwedische Modekette Hennes & Mauritz macht Betriebsräten die Arbeit unnötig schwer. Arbeitnehmervertreter müssen ihre Rechte oft vor Gericht erkämpfen und riskieren dabei Einiges, wenn nicht sogar ihren Job. Es gibt nur in 80 der 325 Filialen in Deutschland überhaupt Arbeitnehmervertreter.

Betriebsräte müssen einfachste Hilfsmittel, wie etwa Fax und Internetanschluss, vor Gericht einklagen. Es gab Fälle, bei denen H&M-Betriebsräten das Gehalt gekürzt wurde, weil diese die Teilnahme an Gewerkschaftsseminaren nicht angekündigt hatten und ihre Arbeit als nicht notwendig eingestuft wurde.

Die Gewerkschaft Verdi behauptet, H&M würde vieles unternehmen, um die Gründung von Betriebsräten zu verhindern - was man auch an der geringen Zahl von Betriebsräten in den Filialen erkennen kann.


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WebReporter: tazmaz
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Betrieb, Betriebsrat, H&M
Quelle: www.sueddeutsche.de

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28 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.07.2008 11:55 Uhr von tazmaz
 
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Nach Lidl, Aldi, Schlecker & Co wieder ein Konzern, der scheinbar die Rechte seiner Angestellten beschneiden mag.
Für solche Fälle sollten meiner Meinung nach Bußgelder verhängt werden, die so einem Konzern auch richtig weh tun.
Ich verstehe solche Firmen nicht. Scheffeln Millionen bekommen aber den Hals nicht voll.
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30.07.2008 12:34 Uhr von Lil Checker
 
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@ Autor: Falsche Idee, falscher Ansatz.

Zuerst wollt ich dir Recht geben, aber wenn man genau diesen Schritt macht, und ihnen Geldstrafen aufbrummt, dass denen Hören und Sehen vergeht, was passiert dann? Stellenabbau. Man müsste anders mit solchen Tricksereien umgehen, so das Arbeitnehmer geschützt werden aber der betrieb einen Denkzettel bekommt.
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30.07.2008 12:46 Uhr von ToSar
 
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@Armithage: Ja und rate mal wieviele Deutsche dahin rennen weils günstig und recht gut ist.

Diese Predigten kann doch keine Sau mehr hören. Kauft da halt nicht. Alles andere ist doch nur dumme Selbstbelügerei.
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30.07.2008 12:50 Uhr von tazmaz
 
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Leider sind wir als Kunden ja mit daran Schuld das sowas funktioniert. Aber mittlerweile produzieren ja selbst die Marken Hersteller lieber in Indien und Fernost wo Kinder teilweise 14 Stunden am Tag für Hungerlöhne malochen müssen.
Dagegen sollte mal was seitens der EU gemacht werden.
Aber da es ja um viel Geld geht lassen wir lieber die Kinder in scharfer Lauge arbeiten und sich die Gesundheit ruinieren, während adidas, Nike & Co Millionen einsparen.
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30.07.2008 13:17 Uhr von artefaktum
 
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@ToSar: Es gibt auch viele Geschäfte die Discountware anbieten und dennoch korrekt mit ihren Angestellten umgehen. Das ist kein Gegensatz.

Schau dir z.B. mal DM und Schlecker an. Beide im Billigsortiment, DM meist noch billiger (Schlecker ist eigentliche bei den Preisen eine Apotheke) und dennoch werden die Angestellten bei Schlecker abgezockt und bei DM herscht ein sehr gutes Betriebsklima, das merkst du auch den Angestellten an.

Also immer dieses "Das sind die Verbraucher doch selbst schuld weil sie billig wollen" stimmt nicht. Es ist nur so, dass einige Unternehmer immer noch aufs letzte Gewinn mitnehmen wollen während anderen ihre Personalpolitik nicht unwichtig ist und trotzdem noch gute Gewinne machen.
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30.07.2008 13:22 Uhr von SystemSlave
 
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bußgelder bringe nix: die bruhigen nur die offentlihckeit und werden aus der kaffekasse gezahlt, und das arbeitnhemer keine großen schutz vor der wirtschaft haben sollten allen klar sein, auch wenn die politiker mal was machen aber auhc nur wenn das öffentliche intress egroß genug ist und es sich nicht mehr vermeiden läßt.

daher wird sich hier nix ändern, das e snicht im intresse der lobbyisten politiker liegt was für das volk zu tun, sie kämpfen gegen euch.
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30.07.2008 13:27 Uhr von elenath
 
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Ist doch schon seit Jahren bekannt. Nur eben erst jetzt in den Medien aufgetaucht.

Das und die miese Qualität bei Jeanshosen haben dazu geführt, dass ich bei H&M nicht mehr einkaufe. *shrug*
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30.07.2008 13:29 Uhr von Webmamsel
 
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wohl alle billigheimer: sind mit vorsicht zu genissen.

aber, wenn man eh nicht viel geld hat, bleibt einem nicht anderes übrig, als dort einzukaufen und unsere volkszertreter ebnen diesen geschäften den weg.
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30.07.2008 14:23 Uhr von GTE
 
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solche Probleme: gibt es auch bei Douglas! "come in and find out"

Natürlich hat Heidi Klum als Nichtarbeitnehmerin diese Probleme nicht.
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30.07.2008 14:41 Uhr von paul77
 
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@artefaktum: Bei DM hast du recht, das liegt auch daran das der Gründer eine ziemlci ausgeprägte soziale Ader hat. Aber Schlecker als positiv Beispiel ist arg daneben. Die Schleckers sind die schon fast die Begründer der sozialen Verrohung im Handel bei sind verurteilt worden zu hohen Bußgeldern wegen Tarifbetrugs zu dem sind die Schleckerfillialen öfters von nur einer Frau besetzt und noch nicht mal mit einem Telefon ausfestattet. Es ist nicht umsonst so das die Schleckermärkte zu den Lieblingszielen von Überfällen gehören. Bei H&M hat die Betriebsratverhinderung auch das System da dadurch Arbeitsverträge gemacht werden wo jeder normale Betriebsrat Amok laufen würde.
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30.07.2008 14:54 Uhr von bigpapa
 
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jojo: Ich bin in meinen ziemlich langen Leben bisher ohne Betriebsräte ausgekommen. Wobei ich zugeben muss das ich nur 2 x kurz in ein Unternehmen gearbeitet habe wo es solche gab.

Aber mal im Ernst. Was machen diese Betriebsräte ? Bei Nokia so ziemlich nix. Das Werk ist dicht und die Leute hängen auf der Strasse. Bei andern Firmen fahren die auf Firmenkosten auf "Lust"reisen.

Ich kenne kein bekannten aktuellen Fall wo ein Betriebsrat es geschaft hat ein Unternehmen von seinen Plänen abzubringen.

Und selbst wenn Gewerkschaften für höhere Löhne streiken, so stärkt das nur die Konkurenz meines Brötchengebers im Ausland. Weil wie ich schon mal erwähnte Geld drucken darf er ja nicht, ergo werden die Preise erhöht.

Schaut euch doch mal um. Die Preise von Waren die z.Z. richtig anziehen sind doch Waren die durch Riesige Steuern der Regierung künstlich teuer gehalten werden.

Da liegt der Fehler. Wieso sind den Waren im Ausland billiger. ?? Weil die Leute da nicht soviel Geld haben ergo der Markt nicht soviel hergibt. Hier gibt es nur leider eine 2 Klassengesellschaft. Und das wird in DE noch viel schlimmer.

Meine letzte Gehaltserhöhung (2% + 7.50Euro) hat zu 60 % der Staat aufgefressen. Die brauch mein Chef mir auch nicht zahlen eigendlich. Untern Strich heist das, alles was die machen ist in meine Augen für den Staat, weil bei mir auf den Konto kommt da sehr wenig von an.

Gruß

BIGPAPA

p.s.: Vielen Dank für die Negativ Bewertungen.
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30.07.2008 15:29 Uhr von artefaktum
 
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@paul77: Les doch bitte mein erstes Posting richtig: Ich habe Schlecker ja gerade als Negativbeispiel benannt. Dass Schlecker seine Mitarbeiter aufs letzte abzockt ist ja ein offenes Geheimnis, wie du ja auch richtig schreibst.
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30.07.2008 15:45 Uhr von Deniz1008
 
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was sagt cdu-koch und andere politheinis dazu? ?
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30.07.2008 15:49 Uhr von Lebensgefahr
 
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Kik ist ein weiterer Billig-Discounter: der uns mit seinem chinesischem Ramsch besch(m)eisst. Bei Kik gibts mit Betriebsräten und Gewerkschaft die gleichen Probleme.
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30.07.2008 15:52 Uhr von paul77
 
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@artefaktum: jo sorry war wohl biserl heiss am rechner bei mir ;)
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30.07.2008 16:00 Uhr von Zipstah
 
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Verdi: Verdi findet aber auch überall unmenschliche Bedingungen.

Verdi und Anhänger machen sich jawohl mehr als lächerlich.

Ich kenne sogar jemanden, der bei H&M arbeitet. Ich habe noch keine Beschwerden gehört.

Aber Verdi weiß das wahrscheinlich besser.. haha
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30.07.2008 16:24 Uhr von Loxy
 
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Einer muss halt immer die Zeche zahlen: Wie heißt es doch so schön: Der billige Kauf ist der teure.

Drecksware...nur die (uniformen) Designs sind teils nett.
Drecksladen
Dreckssystem

Egal... kaufen, kaufen, kaufen und nicht zu viel drüber nachdenken... das dicke Ende lässt bestimmt nochwas auf sich warten...
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30.07.2008 16:28 Uhr von kidneybohne
 
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sone: schweinehunde, ich weiß net ob ich da noch einkaufen will
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30.07.2008 21:26 Uhr von Lebensgefahr
 
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@Verdi: da liegst ganz schön falsch. Im TV wurde vor wenigen Tagen im ZDF ein Beitrag über H & M ausgestrahlt. Die Mitarbeiter müssen sich gegenseitig bespitzeln.
Info hier:
http://www.zdf.de/...
Google mal mit H & M und Verdi, dann laufen Dir die Augen über!
Lebensgefahr
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30.07.2008 21:30 Uhr von Zipstah
 
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Lebensgefahr: Entschuldige, aber ich glaube nicht jeden Mist.
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31.07.2008 00:25 Uhr von megamanxxl
 
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Bei der Citipost in Bremen auch so! Moin

Ist noch krasser! Von den Betriebsratmitgliedern der Citipost-Bremen, werden die Verträge NICHT verlängert! Zumindest von den Mitgliedern, die in einer Gerwerkschaft sind z.B. der Verdi ;)
Es gibt 9 Mitglieder! Die Wahl war eine Listenwahl! Von der Verdi-Liste sind mittlerweile 3 Leute raus ...
Aus einer anderen Liste, kein anderer! Nunja...
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31.07.2008 09:03 Uhr von oneWhiteStripe
 
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bigpapa. sehr einseitige sicht der dinge! bist du betriebsrat? nein? okay ich bin einer. wo ist egal. aber bei uns wird keiner bestochen. sind auch nur 10 leute am standort...aber was du so ablässt ist einfach extrem unüberlegt und beweist dass du keine ahnung von der materie an sich hast.

informier dich bitte mal durch etwas anderes als die BILD oder die RTL ActionNews.

...du meinst:

"kenne kein bekannten aktuellen Fall wo ein Betriebsrat es geschaft hat ein Unternehmen von seinen Plänen abzubringen."

doch die gibt es. bei uns war es eine standortschliessung die abgebogen wurde. waren zwar nur (!)200 arbeitsplätze. aber trotzdem.

sieht so aus als würdest du denken BR sei automatisch gewerkschaft. bei uns ist genau einer in der gewerkschaft. also 90% sind NICHT In der gewerkschaft.

junge, junge...da seh ich einige wissenslücken bei dir. nix für ungut. aber dieses rumgeprolle..betriebsrat macht nix, ist bestechlich etc...nervt einfach nur.

also nochmal: Betriebsrat UNGLEICH Gewerkschaft.

danke fürs zuhören und hoffentlich fürs verstehen...naja aber in diesem land wirst als betriebsrat immer schräg angesehen. kommt aber wohl eher vom beschränkten horizont der kommentatoren...schade...
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31.07.2008 11:11 Uhr von Schwertträger
 
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@bigpapa: In einem mittleren Betrieb ist ein Betriebsrat vielleicht trotzdem nicht unnütz.

Der Betrieb, von dem ich rede, hat nicht für mehr Geld gekämpft, weil die Lohnerhöhungen, die es gab, ausreichend waren.

Aber er hat vier, fünf Kündigungen annulliert, die absolut nicht rechtens waren, weil sie in zwei Fällen auf bloßer Antipathie des Call-Center-Leiters beruhten, in einem weiteren auf einem Mißverständnis bezüglich einiger Sachverhalte, die sich aber ohne Betriebsrat niemand genau anschauen wollte, und in noch einem weiteren wurde versucht, einen Behindertenzu diskriminieren bzw. loszuwerden, obwohl der seine Arbeit besser erledigte, als zwei andere, gesunde Kollegen.

Entgegen Deiner Erwartung war der Betriebsrat auch an einer Kündigung beteiligt, die die Belegschaft gefordert hatte, weil derjenige den Betriebsfrieden störte und dadurch die Effektivität und das finanzielle Ergebnis beeinträchtigte.
Die Geschäftsleitung hatte davon gar keine Ahnung.

Ein guter Betriebsrat ist ein für beide Seiten hilfreicher Vermittler zwischen Belegschaft und Arbeitgeber.


In anderen Betrieben setzt ein Betriebsrat z.B. durch, das normale(!) Toilettenzeiten nicht vom Lohn abgezogen werden, das überhaupt erst Toiletten vorhanden sind (gab´s alles schon, das Leute ins Nachbargeschäft betteln gehen mußten), das Aufräumarbeiten zur Arbeitszeit zählen, dass ein Verkäufer nicht den ganzen Laden grundreinigen muss, dass nicht 25% unbezahlte Überstunden geschoben werden müssen, das ein Arbeitnehmer zu menschenunwürdigen Anweisungen nein sagen darf, das ein Angestellter oder Arbeiter Adressen von Verwandten und Freunden nciht als Muster-Werbeadressen herausrücken muß, und so weiter und so fort.

Die Liste ließe sich ziemlich endlos fortsetzen.
Die meisten denken bei Betriebsrat immer zuerst an Lohnverhandlungen, aber das ist so ziemlich der unwichtigste Teil.
Der andere, der ist viel wichtiger, denn die menschliche Perfidität, seine Mitmenschen auszunutzen und von ihnen Dinge zu verlangen, die man seit der Sklavenzeit in den USA ausgerottet glaubte, ist unglaublich, ... und unglaublich lebendig.

DAFÜR gibt es Betriebsräte.
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31.07.2008 14:24 Uhr von bigpapa
 
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@Schwertträger: Das manchmal ein Betriebsrat vielleicht mal ein Erfolg hat für Leute die sich nicht selbst durchsetzen können, will ich absolut nicht abstreiten.

Aber andersherum betrachtet empfinde ich persönlich es immer einen sehr hohen Druck wenn man seinen Job nur noch hat weil irgend ein Betriebsrat sich da einmischen muss.

Aber du schreibst selbst, das ihr als Betriebsrat auch schon dafür gesorgt habt das ein Mitarbeiter gefeuert wurde, weil er den Betriebsfrieden störte. (Ich liebe diese formulierung).

Für mich persönlich heist das leider, ich muss es nicht nur meinen Chef recht mache, sondern auch den lieben "Kollegen" und den "Betriebsrat" weil ich sonst noch eher mein Job los bin.

Und das der Betriebsfrieden noch ok ist, wenn der Betriebsrat sich einmischen muss, sorry das kann mir keiner erzählen.

Da bevorzuge ich doch meine Metode. Ich mach mein Job und versuche alles vernüftig und ohne die Gesetze zu lösen. Rede mit den Menschen von Angesicht zu Angesicht und wenn alles nichts hilft schluck ich es halt runter und mach ich mich gemütlich auf die Suche nach einen neuen Job.

Ich will damit sagen, deine ganzen Beispiele mögen alle zutreffen. Und das es auf diesen Plani ne Menge Spinner gibt ist mir durchaus bewusst. Aber ich bin mir auch bewusst was meine Pflicht als Arbeitnehmer ist. Was ich mit meinen Gewissen und meiner Würde vereinbaren kann. Ich bin auch bereit eine gewisse Toleranz in meinen Beruf auszuüben und auch bereit SCHONMAL Arbeiten zu machen die mit mein regulären Job nichts zu tun haben. Auch mal ne unbezahlte Überstunde. Aber ich bin auch durchaus in der Lage mein Chef schnell klar zu machen das sowas auch Toleranz von seiner Seite erfordert.

Mich scheisst ein Chef nur einmal zusammen wenn ich MAL verschlafe und bei sein nächsten Problem was er hat, und das kommt bestimmt kann er dann auch sehn wo er bleibt.

Was ich sagen will ist, man muss mit den Menschen reden. Und ihn klar machen was Sache ist. Und das muss man selbst machen. Die Zeiten wo ich dazu einen Aufpasser mitnehmen musste sind seit mein 18 Lebensjahr vorbei.

Gruß

BIGPAPA
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31.07.2008 15:50 Uhr von Schwertträger
 
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@bigpapa: Du hast Recht, und ich hab Recht: Das Reden mit den Menschen von Angesicht zu Angesicht ist (fast) immer das Beste, das stimmt.

Aber es gibt natürlich auch Menschen, denen das überhaupt nicht liegt. Es gibt rhetorisch unbegabte Menschen, die auf einen rhetorisch geschulten Vorgesetzten treffen und im Laufe des Gesprächs mit ihm zugeben, die Mutter geschwängert, den Vater erschossen und die Schwester zur Prostitution freigegeben haben, einfach weil sie zu blöd sind, seinen Worten irgendetwas entgegenzusetzen.
Und es gibt Leute, die angesichts der bloßen Authorität eines Vorgesetzten in Tränen ausbrechen.

Außerdem kommt hinzu, dass ein betriebsrat eben auch rechtlich mehr im Rücken hat, als ein einzelner Mitarbeiter.


Sicher hast Du Recht, dass ein nur mit Hilfe des Betriebsrates aufrecht erhaltener Arbeitsvertrag meist ein bedrohter ist, aber es verschafft den Leuten Luft, sich was Neues zu suchen, oder es verhilft ihnen zumindest zu einer ordentlichen Kündigung seitens des Betriebs, so dass sie Arbeitslosengeld bekommen, was sie sonst auf Grund einer erzwungenen Eigenkündigung nicht bzw. erst nach einer Sperrung bekämen.


Mit Betriebsfrieden war in dem Fall gemeint, dass der Typ trotz mehrerer Gespräche Mitarbeiter gelinkt und angeschwärzt hat, seine Arbeit nicht erledigt und die sich daraus ergebenden Fehler und Mängel anderen in die Schuhe geschoben hat. Das alles sehr geschickt, so dass ein Gespräch mit dem Chef nichts ergab.

Das man auch den lieben Kollegen gegenüber seinen Job rechtmachen muß, liegt in der Natur der Sache. Wird bspw., weil es dem Betrieb schlecht geht, die Belegschaft verkleinert und von den Beschäftigten ein Vorschlag erwartet, wer geht, dann werden als erstes die vorgeschlagen, die ihren Job den Kollegen am wenigsten rechtmachen konnten.
Das ist auch ohne Betriebsrat so.


Das der Betriebsfrieden insgesamt in allen Details okay ist, sagt ja auch keiner. In einem Betrieb oberhalb der 25 Mann wird man das auch nur selten erreichen. Unter dieser Grenze kann man sich mit den Kollegen meist effektiver im Gespräch auseinandersetzen, notfalls im Großgespräch.


Du sagst, Du suchst Dir einfach einen neuen Job.
Um den so einfach zu finden, mußt Du aber gut sein. Das Problem ist aber, das viele Menschen nun mal nur Mittelmaß sind und keinen Job finden, jedenfalls nicht, wenn es darauf ankommt. Demzufolge hängen die viel mehr an ihrem Job.


Seinen Job vernünftig zu erledigen, auch mal etwas zu machen, was nicht zur Arbeitsplatzbeschreibung passt, und pro Woche drei bis vier (bei höher dotierten Jobs auch 10 - 20) unbezahlte Überstunden zu machen, das gehört zu den Selbstverständlichkeiten auf der Arbeitnehmerseite.
Dennoch wirst Du bei genauer Beobachtung feststellen, dass das vielerorts nicht reicht.

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