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PKVs beklagen Milliarden-Abzocke durch Ärzte, Therapeuten und Kliniken

Die Privaten Krankenversicherungen (PKV) beschweren sich über massenhaft falsche Abrechnungen von Ärzten, Therapeuten und Kliniken. Nach Aussagen der Versicherer enthalten rund zehn Prozent aller Rechnungen nicht nachvollziehbare Positionen.

PKV-Verbandsgeschäftsführer Joachim Patt äußerte gegenüber dem Spiegel, er "habe schon lange keine Rechnung mehr gesehen, die komplett in Ordnung war." So werde heutzutage auf spezielle Computersoftware zurückgegriffen, um Abrechnungen so lukrativ wie möglich zu gestalten.

Eine beliebte Masche seien ausgegründete Privatkliniken innerhalb gewöhnlicher Krankenhäuser, wodurch die durchschnittlichen Behandlungskosten pro Patient um über 50 Prozent höher abgerechnet werden können. Hintergrund der kreativen Maßnahmen sind vermutlich Einsparmaßnahmen bei den Gesetzlichen Krankenkassen.


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WebReporter: Nesselsitzer
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Arzt, Milliarde, Klinik, Abzocke
Quelle: www.focus.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.07.2008 13:39 Uhr von Kandis2
 
+12 | -2
 
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Ist das ein Wunder? Mit den Privatpatienten holen die Ärzte sich die Gelder wieder rein, die sie dank Ulla nicht mehr durch die gesetzlichen bekommen.

Mein Arzt hat mal eine geniale Gegenüberstellung gemacht: was ein Handwerker für diverse Arbeitspositionen bekommt und ein Arzt für "ähnlich" geartete Leistungen, die die gesetzliche KK bezahlt. Ein Handwerker rechnet mehr ab ;-)

Ein Arzt in Deutschland möchte ich nicht sein ... kein Wunder, dass vermehrt Ärzte ins Ausland abwandern, wo sie deutlich mehr bekommen.
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28.07.2008 13:45 Uhr von vmaxxer
 
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hmtja: Zum einem: Bescheißen ist nie gut.
Zum anderem: Lieber die "reichen" bescheißen als die "armen".
Durch so einen Trick würden sich die privaten an der allgemeinen Krankenkasse beteiligen (eben die KKHs und die Ärzte finanzieren).

Mein Zahndoc hatte auch mal etwas versucht... er hat die dritten (in guter qualität und mit seiner garantie) in Polen fertigen lassen und den kassen den normalen Satz bezahlen lassen. Die Preisdifferenz hat er an dem Patienten weitergegeben (weniger bzw nichts zuzahlen).

Naja, ich geh immernoch gerne zu ihm... nicht nur deswegen sondern weil er was drauf hat (und nichts vergammeln lässt um einem dann teure Prothesen zu verkaufen wie viele andere)
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28.07.2008 14:06 Uhr von ZTUC
 
+6 | -5
 
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Jammern auf hohem Niveau? "Ein Arzt in Deutschland möchte ich nicht sein ..."

Mein Bruder ist Arzt und meine Schwägerin ist Ärztin, die bekommen im Monat 7.000 EUR. Netto! Dabei handelt es sich um keine spezielle Privatklinik oder so, normales Krankenhaus.

Meine Schwägerin und mein Bruder beschweren sich auch nicht, bei anderen ist der Fall aber klar: Jammern auf hohem Niveau!
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28.07.2008 14:55 Uhr von Kandis2
 
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Jammern? Ich denke, dass es nicht unbedingt ein Jammern ist und man kann sicherlich nicht alle Ärzte miteinander vergleichen. Die Arbeitsbedingungen sind jedenfalls nicht ohne. Dass jeder entsprechend seinen Arbeitsaufwand vergütet haben möchte, ist doch nur verständlich.

Deshalb möchte *ich* kein Arzt sein. Die Deckelungen durch die Gesundheitsreform, der immer weiter ansteigende Bürokratismus ... etc.pp.

Ich kenne jedenfalls einige Ärzte, die nur noch Privatpatienten bedienen, die von den gesetzlichen Regelungen die Nase voll haben.

Ich bin froh, das ich einen Hausarzt habe, der so viel Idealismus beweist, aber eben auf die Mißstände hinweist. Er selber sagt von sich, dass er gut verdient, keine Frage, aber die Arbeitsbedingungen werden immer schlechter und da kommen wir wieder auf das Thema zurück: die Vergütungen über die gesetzlichen Kassen sinken immer weiter, die Medikamente werden immer teurer (warum eigentlich!?)...

Ich hoffe, dass sich im Gesundheitswesen zukünftig etwas zum Positiven wendet (für alle Beteiligten)
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28.07.2008 15:56 Uhr von stegue
 
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@ztuk: Geil, 7000 netto ... kannst du mir sagen, wo die arbeiten, da geht ich sofort hin ... ich bekomme nach 10 Berufsjahren gerade mal 2500 raus, mit Nachtdiensten und kaum ein Wochenende daheim ...
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28.07.2008 16:01 Uhr von Kandis2
 
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@ stegue: [OT] Als ich gehört habe, was ein Schweisser verdienen kann, ist mir auch ganz anders geworden ;-)
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28.07.2008 16:43 Uhr von Deniz1008
 
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selber schuld... :): löl*
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28.07.2008 16:54 Uhr von tomeck
 
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bei den die privaten kann man bis zum 3,5-fachen satz der gebührenordnung für ärzte abrechnen, in einzelfällen sogar darüber hinaus.

dass ärzte und kliniken das (aus)nutzen, sollte die PKV´s nict wundern.

wer mehr kriegen kann, versucht auch, mehr zu bekommen!
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28.07.2008 17:04 Uhr von Lustikus
 
+3 | -0
 
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ich sehe das bei meiner Frau auch immer wieder (Beamte) - was da abgerechnet wird :-)

-Beratung, auch per Fernsprecher LOL

dabei wurde nur ein Termin vereinbart.

Ist nur ein klitzekleines Mini-Beispiel
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28.07.2008 17:22 Uhr von _BigFun_
 
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Wieso beschweren sich die Privaten Kassen denn? Schließlich muß ja auch etwas dabei rauskommen - wenn der Doc schon die Privatpatienten vorzieht.
Ich wette über 90% der Ärzte verdienen sich da ein "wenig" extra, zumal die reiche Kundschaft ja in der Regel eh Geldgeil ist ( natürlich gibt es auch anständige Ärzte und Reiche - aber die fallen halt nicht auf). Von daher - mir ist es egal ob ein Arzt die Kasse bescheißen tut - die machts umgekehrt ja auch
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28.07.2008 17:36 Uhr von cyrus2k1
 
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PKV-Kunden reich??? Anscheinend haben viele hier das Vorurteil das alle PKV Kunden stinkreiche Unternehmer sind. Dies ist aber nicht so, viele Unternehmer kratzen sich die Krankenkassengebühr irgendwie zusammen, manche können nicht mehr bezahlen und fliegen raus!
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28.07.2008 19:50 Uhr von datenfehler
 
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die Ärzte beklagen sich, die PKVs beklagen sich die Krankenhäuse beklagen sich. Nur die dämlichen Beitragszahler sind zu dämlich sich anständig zu beklagen. *g*
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29.07.2008 09:40 Uhr von Andy666
 
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beratung: per fernsprecher 9,95 terminvereinbarung zur kontrolle < 30 sekunden.
und ich bin gesetzlich versichert. ich versteh das alles nicht mehr :D

7000 € entsprechend dem aufwand? da hätte ich ja nur 1000 arbeitsstunden / monat
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29.07.2008 15:42 Uhr von eugler
 
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7000Eus? Dann sind sie sicher Oberärzte und Du hast netto mit brutto verwechselt. Bin immer wieder belustigt was Menschen doch für ein dolles Stammtischwissen verbreiten.

Nur so als Info: nach etwa 7 Jahren Studium verdient ein Arzt die nächsten weiteren 7 Jahre zwischen 1800,- und 2300,- netto, je nach dem wieviele Wochenenddienste er schieben "darf", die er mit sagenhaften einstelligen Stundenlöhnen bezahlt bekommt.

Aber mal davon abgesehen sollte doch jedem klar sein, das nicht die Ärzte sondern unser Gesundheitssystem das Problem ist.
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30.07.2008 10:27 Uhr von docduffy
 
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Wenn PKV, dann aus Überzeugung: Ich bin in der PKV, weil ich die Verschwenungssucht vieler Bürger nicht akzeptieren möchte.
Die PKV ist sicherlich eine gute Idee, die nur Funktioniert, wenn wir kostenbewust mit unsere Gesundheit umgehen. Leider sehe ich hier die Gefahr, dass hier immer wieder nur der gewinn des einzelnen im Vordergrung steht. Das Aus der PKV wird von den Versicherten somit billigend in Kauf genommen.
Viele meiner kollegen holen sich das Geld über die Beitragsrückerstattung, was sicherlich ein weg ist der nur funktioniert, solange wir gesund sind. In ein paar Jahren, werden wir vielleicht nicht mehr so gesund sein, dann brauchen wir eine kostengünstige Medizin, da wir sonst drauf zahlen. Also, wenn wir so kurzfristig denken, wird sich das später rächen.

Wer diese Gesetzmäßigkeit berücksichtigt und Geld in frühen jahren zurücklegt, der muss nicht im hohen alter das System beschei....

Ach ja... wer sind denn die die das System ausnutzen? Wieder einmal die alten, die die nach den Statistikern das meiste Geld haben. Denn die jungen Bürger können sich ohne großen Aufwand und einer gesunden Lebensweise das geld holen.
Die Ärzte würden es schwer haben das System zu betrügen, wenn mehr Bürger so denken würden und den Arzt meinde würden.
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30.07.2008 13:48 Uhr von dragonling
 
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PKVnehmer aus Überzeugung: Ich bin in der PKV aus Überzeugung. An den gesetzlichen KVs muß etwas faul sein, wenn ich in der PKV für weniger als 2/3 des Beitrages, die ich in der GKV hatte, bessere Leistungen erhalte!
Und auch wenn ich jetzt Kommentare wie "unsoziales Verhalten" etc. erhalte: Warum soll ich mich sozial verhalten, wenn andere Menschen bewußt und schamlos soziale Strukturen ausnutzen? Da habe ich keinen Bock drauf.
In diesem Fall bin ich selbstsüchtig genug und denke an mich selbst. Wenn ich könnte, würde ich auch aus anderen "sozialen" Zwangsstrukturen austreten und mich komplett selbst um meine Absicherung kümmern. Dann weiß ich wenigstens, wofür ich arbeit! Mit der PKV tue ich dies jedenfalls schon.
Und die Ärtze und Krankenhäuser leiden ebenfalls unter den Zwängen der gesetzlichen KV. Die GKVnehmer zahlen immer mehr ein, die KH und Ärtze bekommen immer weniger. Wo bleibt denn das Geld?
Wenn meine PVK die Beiträge anhebt, dann sind es nur wenige Euros (meist unter 5) und Senkungen gibt es auch. Wenn in der GKV Anhebungen durchgeführt werden, sind es gleich Prozente des Brutto-Gehaltes!
Ich bin dafür, den Brutto-Lohn komplett auszuzahlen und die Menschen sich selber kümmern zu müssen. Und ja, dann bin ich auch liebend gerne bereit, Straßenmaut zu bezahlen. Und für anderen Abgaben, die ich dann selber steuern kann, bin ich ebenfalls bereit.
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30.07.2008 23:03 Uhr von docduffy
 
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Wenn PKV, dann aus Überzeugung (2): Nach dem was ich so lese, sind die großen PKVs auf dem besten Wege das PKV System zu kippen. Die Beitragsbemessungsgrenze wurde angehoben und die jungen Bürger können nicht mehr so einfach in die PKV. Das erhöht auf lange Sicht die Kosten. Wenn wir nun alle eine Basisversicherung vorgesetzt bekommen, so kann jeder entscheiden, ob und wieviel Versicherung er möchte. Die Zweiklassengesellschaft, die bislang überwiegend von den Geringverdienern und unseren Politikern gern genannt werden, wird es im Gesundheitswesen nicht geben. Es wird sich sicherlich eine Mittelschicht bilden. Es sollte jedem klar sein, dass eine soziale Hängematte auf Dauer nicht zu finanzieren ist.

Also, diejenigen die sich an dem System bereichern sei gesagt, dass der Lebensstandard der nicht durch Leistung erbracht wird irgendwann zusammenbricht. Denn wenn sich das System ändert und stärkere Kontrollen notwendig werden, ist der Lebensstandard gefährdet und die nun höheren Kosten werden zu einem Bummerang.
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08.08.2008 23:21 Uhr von md2003
 
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eigentlich bei allen KKs gleich - einige machen sich die Taschen voll, und der Rest muss diesen Betrug mit bezahlen!!!!

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