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GB: Missbrauch der Gendatenbank durch Privatfirmen?

Die nationale Gendatenbank Großbritanniens enthält insgesamt mehr als 4 Millionen Einträge, darunter 1,8 Millionen von Kindern und Jugendlichen. Auch nach Beweis der Unschuld werden diese DNA-Profile meistens nicht gelöscht.

Die Abgeordnete Jenny Willott der oppositionellen Liberalen erhielt Dokumente, die bewiesen, dass Firmen seit 2004 mehrmals auf die Datenbank zugriffen und sie für die Entwicklung von Computerprogrammen nutzten. Die herausgegebenen Profile seien jedoch anonymisiert gewesen.

Seit 2007 wurde kein Antrag mehr akzeptiert, da vom Innenministerium eine neue Ethikkommission eingesetzt wurde. Willott forderte im Juni in einem Gesetzesvorschlag, alle Profile Unschuldiger aus der Datenbank zu löschen, da jeder Bürger bis zum Nachweis des Gegenteils unschuldig sei.


WebReporter: BastarDt.
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Großbritannien, Missbrauch
Quelle: www.heise.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.07.2008 11:56 Uhr von BastarDt.
 
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Eigentlich ist es nicht tragbar, dass solch sensible Daten einfach so weiter gereicht werden. Dennoch ist es ja löblich, dass die neu eingesetzte Ethikkommission keinen neuen Antrag bewilligt hat.
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27.07.2008 12:57 Uhr von Gloi
 
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Das Geschäft der Zukunft: Datenhandel.
Schon heute gibt es genug Datenbroker wie Seisint oder Choicepoint in den USA, die richtig gute Geschäfte machen. Mit DNA-Daten wird das Geschäft nur noch weiter belebt. In diesem Fall waren es angeblich "nur" anonymisierte Daten, aber der Missbrauch wird mit jeder neuen Datenbank zunehmen. Auch in Deutschland wird es solche Fälle geben. Für mich ist es völlig unverständlich wie ich eine Bundesdruckerei, die in Zukunft auch mit unseren DNA-Daten arbeitet, privatisieren kann.
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27.07.2008 13:27 Uhr von Gloi
 
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@ bonsaitornado1: Die Daten wurden als "Dummydaten" gebraucht. Um Programme zu testen die für die Auswertung von Biometrischen-/DNA-Daten entwickelt wurden.
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27.07.2008 16:00 Uhr von hpo78
 
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man kann predigen wie man will: aber die lobby scheint zu stark zu sein, die schäuble und seine kollegen unterstützt.

das is ne sauerei und sollten jeden der eine Zentrale datenbank für wat auch immer befürworten (Gesundheitskarte, sozialversicherung whatever) eines besseren belehren. ich fürchte nur, dass diese leute in den Aufsichtsräten der betreffenden firmen sitzen
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27.07.2008 16:58 Uhr von CHR.BEST
 
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Wie sagte Zypris einst zu ähnlichem Anlaß? Der Rechtsgrundsatz, man sei solange unschuldig bis die Schuld nachgewiesen wurde, gilt nicht für Verdächtige. Verdächtig sind prinzipiell alle und Lobbyisten wie jene von den Pharmaunternehmen wollen natürlich stets nur unser Bestes (also unsere Daten, unseren Besitz ... unser Leben).

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