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Franken: Frostgemüse entpuppt sich als Marihuana

Rauschgiftfahnder der Erlanger Polizeiinspektion haben den gärtnerischen Aktivitäten eines 45-Jährigen in Adelsdorf, Mittelfranken, ein ziemlich abruptes Ende bereitet.

Nachdem ein Zeuge am Flüsschen Aisch auf einer Wiese eine Canabispflanzung beobachtet hatte und dies der Forchheimer Polizei meldete, setzten sich die Erlanger Spezialisten zu einer Hausdurchsuchung in Bewegung.

Bei der Inspektion der Wohnung des Hobbygärtners fand man dann neun Pakete "Frostgemüse" in der Gefriertruhe, welches sich schlussendlich als das zuvor gepflegte Marihuana entpuppte.


WebReporter: vostei
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Marihuana, Franke, Frost
Quelle: www.nordbayern.de

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31 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.07.2008 09:01 Uhr von vostei
 
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Kennt jemand den Film "Grasgeflüster"? Daran musste ich denken, als ich den Polizeibericht entdeckt habe - der Film, aber wirklich nur der Film ist sehr empfehlenswert.
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27.07.2008 10:52 Uhr von Anomaly92
 
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da wird er erstmal nichts zu rauchen haben :)
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27.07.2008 11:17 Uhr von Patrick2k3
 
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Da wird wohl demnächst nichts in der Suppe des gut teuren Frostgemüse landen :D
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27.07.2008 11:22 Uhr von El Indifferente
 
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@vostei: Hätte er es wie bei Grassgeflüster gemacht, dann wäre er nicht erwischt worden. Im abgehängten Gewächshaus ist das doch besser als mitten im Garten auf der Wiese.

Obwohl, wenn ich da an meine Lieblingsszene bei Grassgeflüster denke, wo sich alle am Marktplatz treffen um zuzusehen, wie Grace ihre 10.000 (mindestens) Watt Pflanzenlichtanlage anschmeisst, dann auch nur Tagsüber. Nachts ist es dann wiederum sehr auffällig :) .

Die ganzen Drogengesetze sind meiner Meinung nach sowieso eine Unverschämtheit. Ich sehe ja ein, dass mich der Staat durch Gesetze vor anderen Menschen schützt, aber ist der Staat wirklich berechtigt mich vor mir selbst zu schützen? Solange ich keinem was tue kann es dem Staat doch total egal sein, was ich in meiner Freizeit mache. Die Meisten üblen Begleiterscheinungen des Drogenkonsums entstehen nur durch die Illegalität und den damit verbundenen horrenden Preisen für Drogen. Drogenkriminalität gibt es doch nur, weil das Gramm Heroin 80€ kostet. Klar kann das ein Drogensüchtiger nur durch illegale Machenschaften finanzieren. Wäre es legal würde es vieleicht 5€ das Gramm kosten und dafür muss keiner klauen gehen oder seinen Körper auf dem Strich anbieten.

Damit das nicht falsch verstanden wird. Ich rufe hier nicht zum Missbrauch von Opiaten auf, denn es ist gefährlich und jeder sollte seine Finger von harten Drogen lassen. Letzendlich finde ich aber, dass es jedem selbst überlassen sein muss, was er mit seinem Körper macht. Die meisten negativen Auswirkungen auf unsere Gesellschaft entstehen nicht durch die Drogen sondern durch ihre Illegalität.
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27.07.2008 11:23 Uhr von Hekken
 
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lol: Und ich hab beim titel gedacht dass der das gegessen hat xD
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27.07.2008 11:31 Uhr von napster1989
 
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@ EL Indifferente: Stell mal vor Heroin wäre "Privat legal " ... was meinst du wie (Vll auch deine ) Kinder / Jugendliche das Zeug ausprobieren /Konsumieren. ...

Naja ... aber jeder Erwachsene solte es schon für sich selber entscheiden dürfen
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27.07.2008 11:56 Uhr von El Indifferente
 
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@napster1989: Mit legal meine ich natürlich nicht, dass Drogen ins Angebot von Schulkiosken aufgenommen werden sollten. Ich stelle mir da so ein System vor, wo es in Apotheken ausgegeben wird. Evtl. mit einer "Kundenkarte", die verhindert, dass man sich täglich Unmengen holt. Selbstverständlich erst ab 18 Jahren, wie Spirtiuosen, wobei das in der Apotheke sicher genauer untersucht wird als an der Supermarktkasse.

Das Argument, dass man dann unzählige Drogensüchtige hätte stimmt auch nicht. In den Niederlande ist die Zahl der Haschischkonsumenten nicht höher als in Ländern, wo Haschisch nicht toleriert wird. Wenn es so wäre, dass eine Freigabe von Drogen zu Massen von Drogensüchtigen führt, dann wären wir ja ein Land voller Alkoholiker und Kettenraucher, da Alkohol und Zigaretten ja legal sind.
Ausserdem ist da noch die Frage der gesellschaftlichen Tolerierung. Wenn einer jeden Tag zweimal Heroin spritzt ist er ein "abgewrackter Junkie". Wenn ein anderer jeden Tag zwei Bier trinkt, dann ist er in den Augen seiner Mitmenschen noch lange kein Alkoholiker.
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27.07.2008 12:05 Uhr von son99
 
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Ich weiss zwar nicht was Cannabis mit Heroin zu tun haben soll, und auch nicht wo manche Menschen hier leben -ZITAT- (weil das Gramm Heroin 80€ kostet????.)Naja vielleicht auf den Mond oder oder in München. Aber finde auch das wir das bei Cannabis entweder wie in den Niederlanden halten sollten, oder zumindest jedem das Recht geben sich ca. 3-5 Pflanzen für den eigenkonsum zu halten.
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27.07.2008 12:25 Uhr von El Indifferente
 
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@son99: ".....und auch nicht wo manche Menschen hier leben -ZITAT- (weil das Gramm Heroin 80€ kostet????.)Naja vielleicht auf den Mond oder oder in München."

Ähm ja, ich lebe in München. Ich kenne mich mit den Preisen für Heroin nicht aus. War nur eine Schätzung. Ist ja auch egal, ob es jetzt 50€, 80€ oder 100€ sind. Es geht darum, dass es extrem teuer ist.


"Ich weiss zwar nicht was Cannabis mit Heroin zu tun haben soll, "

Im Prinzip gar nichts, ausser das beides Drogen sind. Ich bin nur für eine generelle Aufhebung des Drogenverbots. Sei es Haschisch oder Heroin. Mit einer Freigabe könnte man soviel Gutes erreichen.
Wer verdient den momentan an der Drogensucht der Menschen? Warlords in Afghanistan, Drogenkartelle in Kolumbien, Waffenhändler, die ihre Waffen gegen Drogengelder verkaufen, etc.. Da ist es mir lieber, dieses Geld wandert in Form von Steuern in unsere Staatskasse als in diese Hände, die mit den gekauften Waffen auch noch unzähligen Unschuldigen den Tod bringen. Womit glaubt ihr finanzieren die Taliban in Afghanistan ihren Widerstandskampf? Nur durch Opiate. Über 90% der weltweiten Heroinproduktion kommt aus Afghanistan. Legaliert Opiate und wir können einerseits Schlafmohn in Deutschland selbst anbauen und entziehen andererseits den Taliban ihre finanzielle Grundlage.
Und die Drogensüchtigen selbst? Deren Situation würde sich durch eine Legalisierung mit einem Schlag radikal verbessern. Rückgang der HIV und Gelbsucht Fälle, da man jederzeit eine frische Spritze bekommen kann. Rückgang der Drogenkriminalität, weil man nur noch einen Bruchteil des vorherigen Betrages für seine Drogen braucht. Keine Angst mehr vor Verhaftungen, weil man ein paar Gramm Drogen dabei hat.
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27.07.2008 12:29 Uhr von Artemis500
 
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Hanf sollte legalisiert werden. Die Pflanze ist (in der Form, die man für die Fasergewinnung anbaut) einfach zu nützlich um darauf zu verzichten nur weil das Verbot der zur Drogengewinnung kultivierten Pflanzen aufwändige Kontrollen nötig macht.

Davon mal abgesehen ist das Zeug auch nicht großartig schädlicher als Alkohol, nach allem was ich weiß. Und Alk darf ja auch konsumiert werden.

Heroin war meines Wissens früher sogar in Hustensäften enthalten...sollen mal nicht so ein Theater drum machen.
Finde eigentlich auch, es reicht, wenn der Staat mich vor anderen Menschen, und eventuell noch meine Kinder vor sich selbst schützt - aber erwachsene Menschen können selbst entscheiden, ob sie an ihren grauen Zellen hängen.
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27.07.2008 12:43 Uhr von son99
 
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@El Indifferente: Stimmt schon das Heroin teuer ist, nach 10 Jähriger eigener Erfahrung (Seit 3Jahren clean) weiss ich dass sehr gut.
Aber trotzdem kann man Heroin und Cannabis nicht zusammen in eine Schublade stopfen. Heroin macht sehr stark Körperlich abhängig, zerstört Leben, Existensen, Familien, Gesundheit etc. Es gab in Deutschland schon Projekte in dennen versucht worden ist, sauberes H. unter ärtzlicher kontrolle für schwerstabhängige(Hoffnungslose Fälle) zu verteilen. Zudem haben Junkies seit Jahren die Möglichkeit der Substitution mit Methadon. Nur da bleibt doch die Frage, :"Wer entscheidet wer schwerstabhängig ist, und oder ein Hofnungsloser Fall?" Und meinst du nicht das, sollte Heroin legalisiert werden die Anzahl dieser Fälle drastisch ansteigen wird. Da man ja so genug heroin für wenig geld ersteigern kann. Und damit die Existensen vieler Deutscher Bürger draufgehen?
Während Cannabis ein geringeres Suchtpotenziall und Gesundheitsrisiko darstellt als Alkohol und Nikotin.Es ist zwar erwiesen das Cannabis in der Entwicklungsphase bei Kindern-Jugendlichen zu störungen führt, aber es sollte ja auch nicht den Kiddies erlaubt werden sondern den Erwachsen reifen Bürgern!
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27.07.2008 12:56 Uhr von dasWombat
 
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Also ich bin der Meinung das harte Drogen wie Koks und Heroin sollten weiter Illegal bleiben (Anbau, Besitz, Verakauf/Weitergabe), aber Hasch/Marihuana sollten ähnlich wie in Holland oder wie bereits vorgeschlagen in Apotheken verkauft werden dürfen. Es ist nachgewiesen das Cannabis nicht körperlich abhängig macht, im Gegensatz zum Alkohol, wieso also muss man sich nachts um Eins in irgendwelchen dunklen Parks ein Gram für 10 Euronen kaufen, das dann auch nich gestreckt ist wie sonstwas...

Dann lieber bezahlbares Gras aus der Apotheke wo man von davon ausgehen kann das es nich noch mit Blei versetzt ist und man dran stirbt. Und ich bezahl dabei dann auch noch Steuern, was will der Staat eigentlich mehr?
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27.07.2008 12:59 Uhr von dasWombat
 
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Verzeiht bitte den ein oder anderen Tippfehler ^^
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27.07.2008 13:23 Uhr von El Indifferente
 
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@son98: Erstmal Glückwunsch zum Absprung. Gelingt ja nicht so vielen.

Klar kann man Cannabis und Heroin nicht in eine Schublade stecken. Wenn mein Sohn 18 wäre und er würde einen Joint rauchen wäre das akzeptabel. Würde er Heroin spritzen wäre das nicht akzeptabel.

Das Heroin das soziale Gefüge in dem man lebt stark beschädigt steht auch ausser Zweifel. Ist halt nicht einfach mit jemandem zu leben, der entweder so dicht ist, dass eine normale Konversation nicht mehr möglich ist, weil er nach einer Minute vergessen hat, worum das Gespräch überhaupt ging oder auf der Suche nach mehr Stoff ist und dabei das ganze Geld verpulvert. Allerdings hätte es doch bestimmt deine Situation und die deiner Familie und deines Umfeldes verbessert, wenn du in der Apotheke Heroin für 5€ das Gramm hättest erwerben können? Ich denke, wer eine Affinität zur Drogensucht hat wird dort landen, ob legal oder nicht. Auf dem Land vieleicht noch nicht so aber in der Stadt auf jeden Fall. Zum Thema "Gesundheitsschädigung durch Heroin" muss ich dir widersprechen. Opiate haben als Stoff kaum eine destruktive Wirkung auf den Körper. Das einzige ist die ständige Unterdrückung des Hustenreizes, wodurch sich Erkältungen mal schnell zu einer Lungenentzündung auswachsen können. Der gesundheitliche Verfall wird durch zwei andere Faktoren bedingt, von denen zumindest einer wieder in der Illegalität begründet liegt - die Streckmittel. Heroin das man in Deutschland kaufen kann hat einen Bestandteil an Opiaten, der im extremsten Fall bei vieleicht 60% und im ungünstigsten Falle bei 0% liegt. Der Rest sind Streckmittel der teils übelsten Sorte. Die glücklichen spritzen sich nur Milchpulver und die unglücklichen einen extrem schädlichen "Tablettencocktail".
Der andere Punkt, der zu einem körperlichen Verfall führt ist, dass einem Junkie der eigene Köper ziemlich egal ist. Nahrungsaufnahme wird als eher nebensächlich angesehen, da man ja eh keinen Hunger hat. Körperpflege ist auch eher optional und keine Normalität mehr.

Ich denke aber trotzdem, dass dies fast allen 18jährigen bewusst ist und die meisten das Zeug nicht anrühren. Evtl. könnte man ja vor Ausstellung der Apothekenkarte einen 4stündigen Kurs zum Thema "Heroinsucht und Auswirkungen derselben" zur Pflicht machen. Da überlegen es sich dann vieleicht manche nochmal und lassen sich doch lieber die Cannabiskarte ausstellen.

Aber mir geht es ja um etwas viel Grundsätzlicheres. Mir geht es darum, dass ich nicht finde, dass der Staat derjenige sein sollte, der mir vorschreibt, was ich zu tun und zu lassen habe, wenn ich volljährig bin, solange ich dabei keinen anderen schädige. Ich finde nicht, dass der Staat das Recht hat mich vor mir selbst zu schützen.
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27.07.2008 13:30 Uhr von dasWombat
 
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Ich spreche jetzt nur von mir persönlich, aber ich würde niemals harte Drogen anpacken. Ab und zu mal Gras (und auch wirklich nur in verantwortbaren Maßen, so das ich die Suchtgefahr niedrig halte) ist kein Problem, aber ich habe keine Lust mir mein Leben für so ein scheiß Zeug wie Heroin zu verbauen. Ich glaube jeder der ein bisschen auf sich acht gibt und zumindest im Ansatz weiß wie scheiße das Zeug ist, wird es auch nicht "nur mal Ausprobieren", selbst wenn es legalisiert wird...
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27.07.2008 13:47 Uhr von mustermann07
 
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"großartig schädlicher als Alkohol,": Von Alkohol wird man schwerst körperlich abhängig, vom Marihuana nicht. Bei einem Alkoholentzug kann es von epileptischen Anfällen über Organversagen... bis hin zum Tod kommen.

der Marihuana entzug ist vergleichbar mit dem Entzug denn man hat wenn man ein halbes Jahr täglich Kaffee trinkt und dann damit aufhört. Es gibt jährlich hundertausende Alkoholtote, aber es gab bin zum heutigen Tage noch nie einen Marihuana Toten, obwohl es das Kraut schon seit Jahrtausenden gibt.

Vom Alkohol wird man laut, aggressiv, egozentrisch, überheblich.... Bei höherer Dosis fängt man zu lallen an und bekommt schwere motorische Störungen, in späteren Stadien kommt es zu Bewusslosigkeit und oftmal endet es auch tödlich...

Bei Marihuana wird man lustig, ruhig, nachdenklich, aber auch antriebslos und faul.... Es gibt keine motorischen Störungen und es gibt auch keine Überdosis. Wenn man zuviel kifft, wirkt es irgendwann einfach nicht mehr. Man kann dann auch 50 rauchen, außder daß man sich irgendwann wegen dem übermäßigen tabakkonsum ankotzt wird nicht mehr viel passieren......

Man hört täglich von besoffenen die andere über den Haufen fahren, nierderschlagen, ermorden, vergewaltigen.... sie randalieren, beschädigen fremdes eigentum, kotzen, pissen alles an........ Jeden Tag gibt es negative News in denen Besoffene vorkommen, von Marihuanan hört man nur, wenn irgendwo Pflanzen oder Kraut oder wie auch immer gefunden wird.

Ich will Marihuana nicht verharmlosen, für Jugendliche ist es einen Katastrophe, wie auch der Mischkonsum von Marihuana und Tabak, der schwere körperliche Schäden nach sich ziehen kann. Es ist immer noch am besten drogenfrei durch das Leben zu laufen. Nur Marihuana mit Alkohol zu vergelichen ist ein schlechter Scherz und mir ist die Arroganz vieler Alkoholkonsumenten unbegreiflich, nur weil ihnen der Staat sagt daß sie die braven Rauschgiftkonumenten sind, saufen sie sich mit gutem Gewissen die Birne hohl, schließlich machen sie nichts falsches, die bösen Rauschgiftsüchtigen sind ja andere. Was für ein doofes Volk.
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27.07.2008 13:48 Uhr von son99
 
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@El Indifferente: "Aber mir geht es ja um etwas viel Grundsätzlicheres. Mir geht es darum, dass ich nicht finde, dass der Staat derjenige sein sollte, der mir vorschreibt, was ich zu tun und zu lassen habe, wenn ich volljährig bin, solange ich dabei keinen anderen schädige. Ich finde nicht, dass der Staat das Recht hat mich vor mir selbst zu schützen."
Natürlich, du kannst aber nicht davon ausgehen das nicht jeder vor sich selbst geschützt werden muss, vor allem nicht bei Junkies. In den 10 Jahren in der Szene habe ich sehr viele Leute kennengelernt, wobei ich sagen muss das mind. 80 % aus der Junkieszene vor sich selbst geschütz werden müssen. Wie du auch schon sagtest vielen ist ihre und ihren Mitmenschen Körperliche Gesundheit völlig egal, dennen ist scheiss egal ob sie bald verrecken und andere Leute mitziehen.Es sind einfach nur "Zombies" deren leben sie nicht mehr selber leiten können/wollen und einfach nur noch von dem Heroin gesteuert werden. Ein Verantwortungsvoller Umgang mit HEROIN ist meiner Meinung nicht möglich!

Aber eigentlich sollte es hier ja auch nicht um H. sondern um Cannabis gehen, wobei ein Verantworungsvoller Umgang durchaus möglich ist!
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27.07.2008 14:09 Uhr von El Indifferente
 
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@son99: "Ein Verantwortungsvoller Umgang mit HEROIN ist meiner Meinung nicht möglich!"

Frage mal einen trockenen Alkoholiker, ob er an verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol glaubt. Die Antwort lautet nein. Genauso kannst du dir als ehemaliger Süchtiger nicht vorstellen, dass jemand anders verantwortungsvoll mit Heroin umgehen kann. Genauso wie es Menschen gibt, die ab und und zu mal ein oder zwei Glas Rotwein Rotwein trinken, gibt es bestimmt Menschen die Samstag abend ab und zu mal eine Nase Heroin schnupfen würden. Die hast du halt nie kennengelernt. Genausowenig, wie ein Vollalkoholiker einen gesitteten Gelegenheitsweintrinker in der Spelunke seiner Wahl kennenlernt.

Vieles an der exzesiven Heroinsucht wird auch durch die Illegalität bedingt. Man rutscht ja automatisch in eine Szene ab, wo das dominierende Thema Drogen, insbesondere deren Beschaffung und Konsum, ist. Irgendwann merkt man, dass man nur noch von solchen Menschen umgeben ist und die Illegalität schweisst dann noch mehr zusammen. Wäre es legal, dann wäre das vieleicht anders.

Bei mir bleibt immer die Frage:
Sind wir selbstbestimmt agierende aufgeklärte Menschen, oder nicht?
Sollten wir es sein, was ich hoffe, dann kann es nicht sein, dass der Staat uns vorschreibt, was für Substanzen wir unserem Körper zuführen.


"wobei ich sagen muss das mind. 80 % aus der Junkieszene vor sich selbst geschütz werden müssen"

Wobei ich sagen muss, dass du die erst kennengelernt hast als sie schon drauf waren. Hinzu kommt, dass die meisten, die Drogensüchtig werden schon einen problematischen sozialen Background mitbringen. Jemand dem es gut geht hat nicht das Bedürfnis sich permanent aus dieser Realität zu schiessen.


Immerhin sind wir uns in der Frage der Freigabe von Cannabis und dem möglichen verantwortungsvollen Umgang damit einig. ;-)
...und darum geht es ja eigentlich in der News.
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28.07.2008 00:17 Uhr von KingPR
 
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Naja: bei manchen Sachen ist ein Verbot durchaus sinnvoll. Heroin und Meth sind grausame Drogen die niemand konsumieren sollte, auch nicht wenn er es will, denn nach 2 mal freiwilligem Konsum ist der jenige bereits süchtig.

Und wenn Gras verboten ist müsste auch Alk verboten werden (wenn man die Gefährlichkeitsschwelle bei Gras ansetzt)

Mal abgesehen davon das z.B. Ectasy, Kath, Ploppers und u.U. LSD und M. Mushrooms ebenfalls weniger Gefahren bergen als Alkohol. Für den Konsumenten UND die Anderen Personen.

Wer kennt nicht den Text "Liebe Mami, du sagtest mir ich soll keinen Alkohol trinken und das tat ich nicht,..."? Denn dieser Text ist realistisch.

Tatsächlich soll es jeweils nur einen echten LSD und Hanftoten geben. Ebenso nur eine handvoll Pilzkonsumenten und kein einziger von Kath. Bei Ectasy sieht es wegen der Dehydrierungsgefahr anders aus, aber hier könnten verantwortungsbewusste Menschen JEDEN Tod verhindern indem sie demjenigem beim Zusammenbruch etwas zu trinken geben und sofort den Krankenwagen rufen statt ihn in eine Ecke zu legen und ihn vegetieren (oder im schlimmsten Fall eben nicht) zu lassen.

Außerdem könnte man durch die Legalisierung von Hanf einen und unkomplizierten billigen Rausch möglich machen und würde daher den Lösungsmittelmissbrauch einschränken. Und unerwünschte Nebenprodukte wie Blei im Gras wären nicht länger ein Problem da staatlich kontrolliert.

Alkohol dagegen fordert jedes Jahr tausende Tote, auch Unbeteiligte, hat (im Gegensatz zu den genannten) auch schon bei einem unregelmäßigem Konsum Langzeitfolgen (wenn auch geringe). Alkohol erhöht zudem die (Neben)wirkung fast sämtlicher anderer Drogen.
Und selbst bei Alkohol bin ich gegen ein Verbot.

Liberalität ist etwas gutes und sollte erhalten bleiben.

Achja und wenn man an die K.O. Tropfen denkt: Man sollte ein Gesetz gegen die ungewollte Verabreichung von Drogen an andere Personen (in Drink kippen) erlassen.
Die "echten" K.O. Tropfen sind zwar verboten, aber ein Stoff woraus der Körper diese erzeugt ist es nicht und den gibt es verdammt billig (was ja auch gut ist, aber eben nicht der Zweck wie Liquid Ectasy oder die K.O. Tropfen häufig genutzt werden, wer es freiwillig konsumiert ist nachher selbst Schuld wenn er sich nicht erinnern kann)

Aber wirklich harte Drogen (auch Methadon obwohl es beim Entzug gebraucht wird: Was für ein Bullshit!) müssen verboten werden, damit aus einem (oder eher zwei rausch aufeinander folgenden) Versuch(en) keine Sucht wird.



Und eigentlich müsste eine solche Gesetzgebung der Politik eigentlich Recht sein, denn so bekommt das Volk nicht soviel von dem Scheiß mit den die Verzapfen und gleichzeitig ist der Schaden für die Volkswirtschaft nicht übertrieben hoch und die zusätzlichen Steuereinnahmen könnten für Bildung und Gesundheit (welche aus meiner Sicht die wichtigsten Obligenheiten eines Staates - weit vor Sozialpolitik - sein müssten)
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28.07.2008 00:22 Uhr von KingPR
 
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Heroin: "Genauso wie es Menschen gibt, die ab und und zu mal ein oder zwei Glas Rotwein Rotwein trinken, gibt es bestimmt Menschen die Samstag abend ab und zu mal eine Nase Heroin schnupfen würden."

2 Klassen-Drogen, Heroin ist tödlicher, schädlicher für die Wirtschaft, und hat ein wesentlich höheres Suchtpotential.

Abgesehen davon wird Heroin so gut wie immer gespritzt und sekundäre Schäden, z.B. eine Aids-Erkrankung aufgrund einer infizierten Nadel sind extrem häufig.
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28.07.2008 05:39 Uhr von froggerdirk
 
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Heroin gespritzt Heroin wird nicht "fast immer" gespritzt - man kann es auch sniefen,also wie Koks durch die Nase ziehen und rauchen,wird oft "Blech rauchen" genannt.
Dann wird es auf Alufolie getan und das Ganze dann per Feuerzeug zum verdampfen gebracht.

Das ist aber für die Presse nicht so dramatisch,deshalb besteht immer noch das Bild,das ein Heroinkonsument "an der Nadel" hängen muß.

Auch gibt es Menschen,wenn auch nur wenige,die es nur selten nehmen,bei Kokain ist der Prozentsatz der Gelegenheitsuser sogar deutlich höher.
Das diese Drogen aber absolut nicht mit Hasch zu vergleichen sind,sollte klar sein.

El Indifferente bringt es auf den Punkt - die Illegalität sorgt für die meisten Probleme,wäre es frei zu kaufen,wöhlgemerkt NUR FÜR SCHON SÜCHTIGE,könnten diese ein fast normales Leben inklusive Arbeit usw. führen!

Für die Freigabe ab 18 bin ich nicht,aber wohl für die kontrollierte Abgabe an Süchtige,begleitet von Angeboten wie Methadon.

Um doch noch etwas zum Thema zu sagen:Wenn der "Gärtner" nur für den Eigenbedarf anbaut,soll man ihn doch lassen,wenn er damit Kohle macht,hat er schon eine Strafe verdient,vor allem,wenn er selber nicht konsumiert,sondern nur verkauft.
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28.07.2008 09:02 Uhr von Flying-Ghost
 
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So viele Expertenmeinungen. Selbst von trockene Alkoholiker weiss man schon die Antwort. Unfassbar! Ihr wisst echt nicht, was für Müll Ihr da schreibt. 6! Setzen!
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28.07.2008 11:36 Uhr von El Indifferente
 
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@Flying-Ghost: Also ich kenne zwei trockene Alkoholiker und ich habe mit denen schon öfter darüber geredet. Also weiss ich, was die sagen und was alle in ihren Anonymen Alkoholiker Treffen sagen. Das ist keine Expertenmeinung, sondern meine persönlichen Beobachtungen.

Da du es besser zu wissen scheinst kannst du uns ja mal aufklären, was Experten zu diesem Thema zu sagen haben.

Das ist einfach schlechte Diskusionskultur. Man kann die Aussagen eines anderen ja bezweifeln aber dann muss man auch mit alternativen Meinungen rüberkommen und diese Begründen. "Was ihr schreibt ist Mist" dient nicht dazu die Diskussion voranzubringen.
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28.07.2008 11:52 Uhr von son99
 
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@El Indifferente: BINGO! Na da sind wir uns doch mal einig :)
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28.07.2008 11:55 Uhr von El Indifferente
 
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@KingPR: Heroin ist nicht tödlicher als Alkohol. Die Gefahr an Heroin zu sterben ist ziemlich gering. Die meisten die sterben bringen sich entweder absichtlich mit einer Überdosis um oder sterben an den Streckmitteln, die beigefügt werden. Reines Heroin ist, wie ich oben schon ausgeführt habe, für den Körper so gut wie unschädlich. Alkohol führt zu diversen körperlichen Schäden, die von Lebererkrankungen bis Nierenversagen reichen.

Ob es schädlicher für die Wirtschaft ist kann ich nicht beurteilen. Ich nehme aber an, dass es egal ist. Es gibt genug Heroinsüchtige, die arbeiten gehen, Genauso wie es Alkoholiker gibt, die jeden Tag zur Arbeit gehen.

Was stimmt ist, dass das Suchtpotential bei Heroin höher ist. Die Aussage einmal genommen und zack süchtig stimmt so allerdings auch nicht. Bei Alkohol dauert die Entwicklung einer körperlichen Sucht aber wirklich entschieden länger.

Die Sekundären Schäden würden doch gar nicht auftreten, wenn es legal wäre. Mit dem Kauf von Heroin in der Apotheke könnten neue ungebrauchte Spritzen dann schon beigepackt werden und keiner müsste seine Nadeln mit jemand anderem teilen.

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