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Afghanistan: Bundesregierung spielt bei der Nato auf Zeit

Bei dem von der Nato geplanten Awacs-Einsatz in Afghanistan spielt die Regierung Deutschlands vorerst auf Zeit. Die Entscheidung soll keinesfalls vor dem Ende der parlamentarischen Sommerpause fallen, da man politische Kontroversen wegen der Beteiligung deutscher Soldaten fürchtet.

Rund ein Drittel der Nato-Awacs-Besatzungen stellt die Bundeswehr. Da das Fernaufklärungssystem missionsübergreifend sowohl die ISAF- als auch die OEF-Truppen bei der Luftraumüberwachung unterstützt, wird der Einsatz, zumindest was Anti-Terror-Operation "Enduring Freedom" betrifft, kritisch gesehen.

Opposition und Militärexperten stehen dem kombinierten Einsatz skeptisch gegenüber, obwohl 3.500 Bundeswehrsoldaten bereits in der ISAF-Truppe teilweise gegen Aufständische aktiv sind. Bis das Kontingent im Herbst auf 4.500 Mann aufgestockt werden soll, wird die Nato nun mit Detailfragen hingehalten.


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WebReporter: vostei
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Afghanistan, Zeit, Bundesregierung
Quelle: www.spiegel.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.07.2008 03:26 Uhr von vostei
 
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Was die Tornados der Bundeswehr bereits in Afghanistan eingeläutet haben wäre zumindest mit Awacs eine Spur sicherer. Anfangs noch ein riesen Polittrara wird die deutsche Beteiligung dort immer konkreter und geht weit über die pure Aufbau- und Hilfsaktion hinaus. Awacs taugt zur Defensive, was ich gut finde - um den offensiven Part wird man aber nicht herumkommen - leider.
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27.07.2008 11:07 Uhr von Gloi
 
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Bundesregierung spielt beim Wähler auf Zeit: Immer schön eine Scheibe nach der nächsten Servieren und dann nur genug Zeit zum Verdauen lassen.

Anti-Terror-Operation, Isaf-Stabilisierungstruppe, ich kann es nicht mehr hören. Die Regierung soll endlich mal sagen was sie da unten will. Entweder das ist ein Kriegseinsatz, dann soll sie das sagen und auch die notwendigen Mittel bereitstellen oder es ist ein "humanitärer" Einsatz, dann brauchen wir da weder Tornados noch AWACS. Dann erwarte ich eine klare Vorgabe wie lange der Einsatz dauern soll und ich erwarte das die Aufwendungen für die Hilfe deutlich zu lasten der Militärkosten erhöht werden.

Wie lange will man sich Völkerrechtlich eigentlich noch hinter dem Feigenblatt der Beistandspflicht oder der "Notwehr" nach den Terroranschlägen in den USA verstecken?
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27.07.2008 11:07 Uhr von usambara
 
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Schleierhaft ist mir, wie man mit AWACS Trupps von Taliban aufspüren will.
Um so klarer ist aber, das dies nur der Luftraumüberwachung
des Irans dienen soll.

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