26.07.08 19:07 Uhr
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Wer zahlt für die Rettungsaktion am Nanga Parbat?

Am vergangenen Donnerstag wurden Walter Nones und Simon Kehrer aus der Schneehölle des Nanga Parbat gerettet (SN berichtete). Nun haben nicht nur Experten mit Kritik reagiert. Auch scheint zwischen italienischen Stellen ein Streit entfacht zu sein.

Konkret geht es um die Bezahlung von Rettungskosten in Höhe von insgesamt 53.000 Euro. Der pakistanische Rettungsdienst Askari Aviation schickte gleich zwei Hubschrauber, die für jeweils 24 bis 25 Stunden eingesetzt wurden. Wer das bezahlt scheint indes nicht klar zu sein.

Während ein Sprecher der italienischen Botschaft mit dem Hinweis abwiegelte, die Regierung werde den Großteil dieser Kosten übernehmen, will man im römischen Krisenstab des Außenministeriums davon aber nichts wissen. Italienische Medien bezweifeln indes, dass eine Versicherung einspringt.


WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Rettung, Rettungsaktion
Quelle: www.stern.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.07.2008 19:04 Uhr von Ralph_Kruppa
 
+0 | -0
 
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Der Fall zeigt, was die Weltöffentlichkeit gerne vergisst. Wer zahlt bei solchen waghalsigen Rettungsaktionen. Die Bergsteiger selbst dürften eine solche Versicherung sicher nicht abgeschlossen haben. Irgendwie dürften die Kosten aber letztlich dem Steuerzahler aufgedrückt werden, aus welchem Staat auch immer. Interessant ist aber trotzdem, dass dieser Streit überhaupt publik wurde.
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26.07.2008 19:23 Uhr von kathrinchen
 
+10 | -3
 
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Genau die gleiche Frage: bzw meine Meinung dazu hab ich hier schon gesagt.

http://www.shortnews.de/...

Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. Und wenn er nicht umkommt, dann soll er gefälligst die Rettungskosten zahlen.
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26.07.2008 19:30 Uhr von SNNS
 
+3 | -1
 
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Wer weiß Also ich habe irgendwo gelesen, dass der Veranstalter dagegen wohl versichert sein soll. Zumindest hörte man dies immer wieder in den Medien.

Sollte dem nicht so sein, so sollten die beiden Bergsteiger dafür aufkommen. Es kann schließlich nicht angehen, dass die Allgemeinheit für die Risikobereitschaft Einzelner aufkommt. 53´000 Euro für die eigene Rettung und somit das Überleben ist sicherlich für die beiden tragbar.
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26.07.2008 19:46 Uhr von Ralph_Kruppa
 
+4 | -0
 
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@SNNS: vielen Dank für Deinen Kommentar.

Dazu Folgendes aus dem Originalartikel:

"Italienische Zeitungen ... rechneten vor, dass die Versicherungsprämien für die Besteigung eines Achttausenders über den eigentlichen Kosten der Expedition liegen müssten."

Genau darüber darf also spekuliert werden.
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26.07.2008 20:55 Uhr von Rounder
 
+1 | -1
 
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@all wir zahlen das. Wer denn auch sonst?
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26.07.2008 21:13 Uhr von DirkKa
 
+2 | -0
 
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@SNNS: Den selben Gedanken an die Kostenträger haben meine Frau und ich auch schon zu Beginn des "Dramas" geführt.

Im Endeffekt wird es dann aber wohl doch das gemeine Volk tragen.

Andererseits : Ich möchte nicht wissen, wie viel Geld wir über die Krankenkassenbeiträge für die Menschen abdrücken, welche zB diese Extrem-Skiabfahrten machen und sich dabei so komplizierte Brüche zuziehen, dass sie teilweise Jahrelang behandelt werden müssen. Aber das ist wieder ein anderes Thema ;)
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26.07.2008 22:34 Uhr von Deniz1008
 
+0 | -0
 
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daher privathaftpflichtversicherung abschließen und seine versicherung vorher über das reiseziel informieren usw.
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26.07.2008 22:42 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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@deniz: vielen Dank für Deinen Kommentar.

Dazu Folgendes aus dem Originalartikel:

"Italienische Zeitungen ... rechneten vor, dass die Versicherungsprämien für die Besteigung eines Achttausenders über den eigentlichen Kosten der Expedition liegen müssten."

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Drei eine Versicherung abgeschlossen und vorab 55.000, 60.000 oder noch mehr eingezahlt hatten.
Private Haftpflichtversicherungen decken solche Risiken gemeinhin nicht ab oder weißt Du mehr?
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27.07.2008 00:12 Uhr von vostei
 
+3 | -0
 
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Der Bergtourismus im Himalaya: ist durchaus zu einem Geschäft für mehrere der Länder dort geworden - die ganze Aktion birgt also auch ein gewisses Werbepotential was die Leistungsfähigkeit der Rettungskräfte betrifft und, Leute, 40.000 bis meinetwegen 50.000 Euro für gesamt 40 Flugstunden pro Hubi mit Leuten, die das auch können und es waren zwei Helis, - das ist verglichen mit hier ein Sonderangebot, eine fast schon lächerliche Summe, um sich darum zu streiten.
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28.07.2008 00:22 Uhr von Deniz1008
 
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nun ja, schon möglich, mein kommentar bezog sich vielmehr auf die deutschen versicherer.

die gesellschaften bieten in ihrem tarif auch "forderungsausfall" inklusive usw.! je gesellschaft dürfte die jahresprämie für normalbürger zwischen ca. 50,- bis 200,- euro liegen.

mfg

Deniz1008

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