24.07.08 17:25 Uhr
 768
 

Gaddafi dreht Schweiz den Ölhahn ab - Akte gegen Sohn soll geschlossen werden

Um Druck auf die Schweizer Justiz auszuüben, hat Libyens Staatschef Gaddafi die nationale Ölgesellschaft angewiesen, Öltransporte in die Schweiz einzustellen. Lieferungen anderer Mineralölfirmen sind nicht betroffen. Zudem wird Schweizer Schiffen untersagt, libysche Häfen anzulaufen. Rund die Hälfte seines Öls bezieht der Alpenstaat aus Libyen.

Hintergrund ist ein laufendes Ermittlungsverfahren gegen Gaddafi-Sohn Hannibal, der am vergangenen Dienstag wegen Misshandlung seiner Bediensteten in einem Genfer Hotel festgenommen wurde. Mittlerweile bewegt sich der Sohn des Machthabers gegen Zahlung einer hohen Kaution wieder auf freien Fuß.

Doch Gaddafi setzt der Schweiz ein Ultimatum. Sollte die Akte Hannibal nicht binnen weniger Stunden geschlossen werden, droht der Regent mit empfindlichen Maßnahmen. In Libyen wurden bereits einige Eidgenossen festgenommen, zwei sitzen schon seit Samstag in Polizeihaft.


WebReporter: Nesselsitzer
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Schweiz, Sohn, Muammar al-Gaddafi, Akte
Quelle: tages-anzeiger.ch

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
24.07.2008 17:41 Uhr von Bokaj
 
+8 | -0
 
ANZEIGEN
Zu viel Macht nimmt Achtung vor dem Gesetz: Wenn er Sohn wirklich Menschen misshandelt hat, sollte er sich vor Gericht dafür verantworten müssen. Das müsste auch sein Vater so sehen, wenn er ein rechtschaffender Mensch wäre.

Naja, aber die Macht zerreißt jedes Ehrgefühl.
Kommentar ansehen
24.07.2008 17:52 Uhr von SK_BerSerKer
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
bokaj: geld lässt einen dinge wie anstand etc. vergessen, das is aber schon seit jahrtausenden so, also dürfte dich das jawohl kaum überraschen^^

@topic: vor dem gesetz sind alle gleich, nur die reichen nicht, der vater gehört meiner meinung nach direkt mit seinem sohn zusammen in ne doppelzelle, dann können die sich ma zusammen gedanken machn...
Kommentar ansehen
24.07.2008 17:52 Uhr von Nesselsitzer
 
+9 | -1
 
ANZEIGEN
Wie war das noch mal mit der Mittelmeer-Union? Wurde Gaddafi nicht erst kürzlich von Frankreichs Staatspräsident Sarkozy mit viel Pomp begrüßt?
http://www.spiegel.de/...
...aber auch...
http://www.focus.de/...


Ist nicht vor zwei Jahren unser sehr verehrter Außenminister und Kanzler-Anwärter Walter Steinmeier mit der Wirtschaft im Gepäck nach Libyen gereist, um uns zu erzählen, welch Vorbild an politischer Führung in Tripolis die Fäden in der Hand hat?
http://www.tagesspiegel.de/...


Na ja, dann mal schnell hin, hier Kaufleute aus der Schweiz, um den Diktator gnädig zu stimmen...
http://www.espace.ch/...
Kommentar ansehen
24.07.2008 18:10 Uhr von CHR.BEST
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
"Hannibal", geil: Naja, der kam auch einst über die Alpen ;-)

War ja klar, daß es am Ende auf sowas bzw. sowas ähnliches hinauslaufen würde. Die Schweiz mag neutral sein und gehört keinem Bündnis an, aber autark ist sie eben auch nicht. Ohne Handel/Öl geht auch dort garnix.

Vielleicht hat ja das Opfer Glück und darf in der Schweiz bleiben.
Kommentar ansehen
24.07.2008 18:13 Uhr von Hier kommt die M...
 
+4 | -3
 
ANZEIGEN
wieso schnell hin; nesselsitzer? Du meinst sicher, schnell raus aus Lybien, damit sie nicht auch noch in irgendwelchen Löchern verschwinden oder bei Verstreichen gestellter Fristen gleich ganz ausradiert werden? ^^

Aber lustig der letzte Absatz aus deinem link grade:

"Getroffen werde vor allem die Schweizerische Tamoil, die sich «ironischerweise» in libyschem Besitz befinde, sagte er. Das libysche Rohöl werde in der Raffinerie in Collombey VS verarbeitet, die der Tamoil gehört."

Hihi...schön durchdacht, das Ganze :)


Aber wie schon in der andren news geschrieben, die Schweiz soll sich nur nicht erpressen lassen und Gadaffi soll in seinem Öl doch ersaufen.

Ich hoffe, die anderen Ölkunden erklären sich da solidarisch mit der Schweiz und greifen auf Öl aus anderen Ländern zurück.
Kommentar ansehen
24.07.2008 18:13 Uhr von KingPR
 
+1 | -4
 
ANZEIGEN
Dipl. Immunität? Warum hat er seinen Sohn nicht mit diplomatischer Immunität geschützt? Wenn er es getan hat und sein Sohn trotzdem festgenommen wurde, würde ich an seiner Stelle nun auch diplomatische Immunitäten von Schweizern nicht mehr anerkennen. Anstatt den Ölhahn abzudrehen gibt es bessere Möglichkeiten, z.B. die Botschafter in Gewahrsam zu nehmen. Aber naja, soll er vorgehen wie es ihm gefällt.
Kommentar ansehen
24.07.2008 18:23 Uhr von Scimitar-
 
+6 | -0
 
ANZEIGEN
ich würde vorschlagen: mal kurz die ca. 6 Mia. Fr Libyisches Vermögen das in der Schweiz so rumliegt einzufrieren, dann wird sich Gadaffi wieder beruhigen. (und die bezahlte halbe million kaution wegen versuchter rechtsbeugung würd ich auch einbehalten)
Kommentar ansehen
24.07.2008 18:23 Uhr von Hier kommt die M...
 
+5 | -2
 
ANZEIGEN
KingPR: Weil der kleine Hannibal zwar einen Diplomatenpass, aber keine Immunität hatte, weil er dazu gewisse Voraussetzungen erfüllen müsste.

"Ein weiterer Punkt der Gespräche ist der Status von Hannibal Qadhafi, dessen Festnahme in Genf zur Krise geführt hat. Libyen stellt sich offenbar auf den Standpunkt, dieser habe diplomatische Immunität genossen. Die Schweiz hingegen argumentiert, dass ein Diplomatenpass, über den Qadhafi wohl verfügt, keine Immunität begründe. Dafür müsse jemand als Diplomat in der Schweiz akkreditiert sein oder in offizieller Mission das Land besuchen. Dies war bei Qadhafi aber anscheinend nicht der Fall."

http://www.tagesanzeiger.ch/...

Auch der Rest der Quelle zeigt sehr schön die Willkür, die Gadaffi an den Tag legt.

Und zum Thema Sarkozy und Gadaffi..nur das:

http://diepresse.com/...
Kommentar ansehen
24.07.2008 20:37 Uhr von webfliege
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
Plötzlich ist die Schweiz: noch kleiner als sie schon ist!
Kommentar ansehen
25.07.2008 08:43 Uhr von Reefer187
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
Der Schweiz ist es egal die Schweiz hat genug Geld um Rohöl auf der ganzen Welt einzukaufen. Wegen einem Rotzlöffel wie Gaddafi lässt sich die Schweiz nicht nervös machen.

Soll er den Hahnen abdrehen, seine paar Fränkli oder USDollerli abziehen, wir haben immer noch mehr als genug, wir brauchen Lybien nicht.
Kommentar ansehen
25.07.2008 08:45 Uhr von Reefer187
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
In der Suche "Gaddafi" eingeben dann nur die Titel der News lesen. Er ist ein A-loch. Der noch von Sarkozy tolleriert wird. Wahrscheinlich lässt er Gaddafi noch über seine alte rüber rutschen.
Kommentar ansehen
25.07.2008 08:51 Uhr von Bokaj
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
@Reefer187: Ein Minus für deinen letzten Satz.
Kommentar ansehen
25.07.2008 08:53 Uhr von Moppsi
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Schweizer Schiffe? Ist das nicht ein Widerspruch in sich?
Kommentar ansehen
25.07.2008 14:26 Uhr von Nuernberger85
 
+0 | -2
 
ANZEIGEN
reefer187: das ist aber sehr einfach gedacht!

su kannst noch so viel geld haben, bekomm mal schnell die hälfte deines benötigten öles wo anders her!glaubst du jemand hat da ein paar barrel über, die er der schweiz mal schnell vorbeibringen kann?
Kommentar ansehen
26.07.2008 03:09 Uhr von Nesselsitzer
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
@reefer187: Zitat Focus 25.07.2008

"Vor dem angeblich angedrohten Lieferstopp für Erdöl fürchtet sich in der Schweiz niemand. Es wäre „ein Schuss ins eigene Knie, ein Eigengoal“, sagt Rolf Hartl, Chef der Erdölvereinigung. Denn die Dachgesellschaft Oilinvest, die Libyen gehört, betreibt in der Schweiz die Firma Tamoil, die eine der beiden Schweizer Raffinerien und rund 250 Tamoil-Tankstellen im Land besitzt. Die Schweiz, so beruhigt auch die Schweizer Wirtschaftsministerin Doris Leuthard, könnte sich schnell andere Quellen erschließen. Im Vordergrund steht eindeutig die Sorge um die verhafteten Schweizer Geschäftsleute."

(Quelle:http://www.focus.de/...)
Kommentar ansehen
26.07.2008 20:56 Uhr von jsbach
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Und ich dachte, dass schon: einige Länder Libyen von der Liste der "Schurkenstaaten" gestrichen haben.
Ob da seine vermutliche Immunität ihn dann vor Strafe schützt?

Refresh |<-- <-   1-16/16   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?