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Solarstrom aus der Sahara - 0,3% des Sonnenlichts würde für ganz Europa reichen

Das EU-Energieinstitut hat eine neue Idee entwickelt um die Stromversorgung in Europa zu sichern. Man könnte mit Solaranlagen in der Saharawüste ganz Europa mit Strom versorgen.

Für die Energieversorgung würde es ausreichen, wenn lediglich 0,3 Prozent des in der Sahara anfallenden Sonnenlichtes durch Photovoltaikanlagen oder Spiegel aufgefangen und in Strom umgewandelt werden würden.

Der Strom müsste dann durch ein Gleichstromnetz durch ganz Europa transportiert werden um an den Endverbraucher zu kommen. Nach den Berechnungen des Instituts würde der Strompreis bei 15 Cent pro kWh liegen, was etwas unter dem europäischen Durchschnittspreis liegt.


WebReporter: RecDC
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Europa, Sonne, Solar, Sahara
Quelle: www.golem.de

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39 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.07.2008 11:19 Uhr von RecDC
 
+0 | -0
 
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Die Idee hört sich an sich sehr gut an. Man könnte eine riesige unbenutzbare Fläche für den weltweiten Energiehunger nutzen. Problematisch sehe ich allerdings die politische Komponente. Wir wären dann immer noch abhängig.
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24.07.2008 11:55 Uhr von SNNS
 
+19 | -4
 
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Das Schlimme ist nur, dass man sich wieder von den "Sonnenstaaten" abhängig macht. Ob nun Sahara oder Arabische Halbhinsel, die die Öl haben, haben meistens auch viel Sonne und so wird das nie was mit einer Abkopplung der Energieabhängigkeit von anderen Ländern.
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24.07.2008 12:13 Uhr von SNNS
 
+30 | -2
 
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@C3rone: Du weisst aber schon, dass die Sahara zum größten Teil eine Steinwüste ist? Der Sandanteil (Erg) beträgt nur rund 1/5 der gesamten Fläche, also nix mit Wanderdünen so weit das Auge reicht.
Das ist eines dieser Vorurteile. Wenn Leute Wüste hören, denken sie sofort an Sand, Sand, und nochmals Sand. Dem ist aber mit Nichten so.
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24.07.2008 12:16 Uhr von Ing.Tro
 
+16 | -15
 
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und Da es sich um eine Gleichstromübertragung handeln würde, mussten die leitungen extrem weit auseinander liegen (magnetisches Feld). Wenn dann eine der beiden Leitungen wodurch auch immer einen Schaden erleidet, ist ganz Europa finster.
Die sollten sich mal eher Gedanken darüber machen, wie man die Sonnenenergie aus Wasser rausbekommt. Ich glaube nämlich das Wasser noch eine anomalie besitzt, die noch keiner bemerkt hat. Warscheinlich ist die Sache so einfach, das noch keiner drauf gekommen ist.
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24.07.2008 12:21 Uhr von Renay
 
+14 | -5
 
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Das weiß man schon fast seit 10 Jahren und das Problem ist die ganze Energie nach Europa zu bringen, das wäre fast unmöglich, sehr aktuelle News...
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24.07.2008 12:27 Uhr von Ing.Tro
 
+6 | -6
 
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Der Magnetismus: würde auch Geräte wie Kompass usw beeinflussen. Dann zeigt die Nadel nicht mehr nach Norden, sondern zu Leitung. löl
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24.07.2008 12:28 Uhr von cinedevil
 
+7 | -6
 
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was ist das wieder für eine Dummheit die sich da ausgedacht wird. Wenn das ganze Geld das für solchen unsinn der sowieso nicht realisierbar ist für realistische Projekte und Forschungen eingesetzt würde wären wir schon bedeutend weiter. Außerdem sind energiewuellen wie Sonnenkollectoren sowieso eine Utopie die sich auf dauer nicht durchstzen wird. Was wir brauchen sind Energiequellen die auf kleinen Raum einen maximalen Energieausstoss haben bei einem minimalen Schadstoffausstoss. und da führt im moment kein Weg an der Kernkraft vorbei.
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24.07.2008 12:31 Uhr von pentam
 
+10 | -3
 
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0,3 % hört sich zwar wenig an, aber die Sahara hat eine Fläche von ca. 9 Mio. km². Sprich es müßte selbst bei einer 100% Nutzung der einstrahlenden Energie eine Fläche von 27.000 km² geschlossen mit Sonnenkollektoren bebaut werden. Bei einer aktuellen Effizient der Solarzellen von ca. 20% steigt dieser Flächenbedarf auf 135.000 km². Das ist eine größere Fläche als die beiden größten deutschen Bundesländer (Bayern und Niedersachsen) zusammengenommen, die vollständig genutzt werden müßte. Aber selbst bei den Solarthermieanlagen, die in der Quelle beschrieben sind, kommt man nicht über 50% raus => 54.000 km²
Dazu kommt dann noch, dass in der Sahara die Beeinträchtigung der Effizienz durch Staub und Sand ziemlich hoch wäre, wodurch man wieder eine noch größere Fläche bräuchte.
Wenn ich da dann noch die Aufbau-, Betriebs- und Wartungskosten für ein derartiges Projekt bedenke, kann ich mir kaum vorstellen, dass der angegebene Strompreis realistisch ist...
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24.07.2008 12:45 Uhr von F. I. Mad Axle
 
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Warum Gleichstrom? Würden alle Energiequellen in Reihe geschaltet werden, gäbe es eine horrend hohe Spannung um bestimmt mehrere Millionen (wenn nicht gar Milliarden aufgrund der Anzahl) Volt. Warum nicht wie bislang eine Wechselspannung erzeugen, auf mehrere 100kV herauf transformieren und später beim Verbraucher wieder herunter?
Durchschaut habe ich die Vorteile davon noch nicht :-\ . Weiß einer von euch etwas darüber, evtl. ein Starkstromtechniker/ingenieur?

LG
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24.07.2008 12:50 Uhr von DotsC
 
+4 | -3
 
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Darum Gleichstrom. Gleichstrom lässt sich besser über große Distanzen transportieren. Wechselstrom hätte deutlich höhere Übertragungsverluste. In Deutschland kommt übrigens auch Gleichstrom aus den Kraftwerken, erst kurz vorm Empfänger wird es dann in einem Umschaltwerk umgewandelt.
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24.07.2008 13:03 Uhr von Ing.Tro
 
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@DotsC: Also du kennst dich da ja wohl aus. Mich würd interressieren seit wann Deutschland eine Gleichstromübertragung besitzt. Es handelt sich in unseren Breiten immer um Drehstormübertragung.(3 -Phasen Drehstrom mit oder ohne Nullleiter, wobei es sich beim Nullleiter um den ausgeführten Sternpunkt der Anlage handelt)
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24.07.2008 13:04 Uhr von bpd_oliver
 
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Ein: weiterer Nachteil bei Wechselstromübertragung ist, dass dadurch auch Blindleistung entsteht, die entsprechend kompensiert werden muss. Alles weitere kann man hier nachlesen:

http://de.wikipedia.org/...
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24.07.2008 13:06 Uhr von Ing.Tro
 
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@Pentam: Die Effizienz der Solarzellen ist dabei bereits berücksichtigt.
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24.07.2008 13:14 Uhr von pentam
 
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@Ing.Tro: Da sagt das hier:
"lediglich 0,3 Prozent des in der Sahara anfallenden Sonnenlichtes"
aber was anderes aus...
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24.07.2008 13:21 Uhr von Ing.Tro
 
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@pentam: und was?
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24.07.2008 13:24 Uhr von kingoftf
 
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Dann schon: lieber das alte Projekt vom Gibraltar-Staudamm wieder ausgraben und realisieren, sicherlich ganauso utopisch.

http://de.wikipedia.org/...
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24.07.2008 13:27 Uhr von pentam
 
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@Ing.Tro: "0,3 % des anfallenden Sonnenlichtes" verstehe ich als "0,3 Prozent der eingestrahlten Energie" und die wird nur zu einem gewissen Prozentsatz in Strom umgewandelt...
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24.07.2008 13:46 Uhr von Flying-Ghost
 
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Traurig ist dass ich diese Idee schon mindestens 2 Jahre kenne. Ich habe damals in einer wissenschaftlichen Zeitung alá Geo davon gelesen. Noch trauriger ist, dass noch kein Spatenstich gemacht wurde.
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24.07.2008 13:49 Uhr von Wodkabruder
 
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@ F. I. Mad Axle: Ich bin weder Ingenieur oder Techniker sondern nur Azubi.
Das Problem ist, dass die Hin- und Rückleiter schon aus kostentechnischen Gründen parallel geführt werden müssen.
Bei dieser Leitungslänge würden sich hierdurch enorme parasitäre Kapazitäten zwischen den Leitungen ergeben die eine Phasenverschiebung verursachen. Bei Gleichstrom hat man jedoch keine Phasenverschiebung.
Bei solchen Anlagen gäbe es dann noch weitere Effekte, welche hier mitspielen (Skin-Effekt, Korona, ... )

@ Ing.Tro
Falsch!
Wenn die Leitungen nahe beieinander liegen, heben sich die Magnetfelder der Zu- und Rückleitung gegenseitig auf, da überall der selbe Strom fließt.
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24.07.2008 15:39 Uhr von sanfrancis
 
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jaja: ich glaube es gibt schon alternativen zur Energieversorgung, die nur nicht an die Öffentlichkeit kommen!
Die Ölmultis kaufen die Ideen nur auf, weil sonst weniger Öl gebraucht würde und die Scheichs dann verarmen ;-),
Man sollte Solaranlagen in Spanien bauen, da scheint die Sonne auch und "es ist Europa".
Ein Bekannter plant schon einige Objekte in Spanien.
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24.07.2008 15:40 Uhr von 117
 
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Pilot klappt super: Ich habe mal einen Bericht gesehen wo schon mehrere Hektar in der Wüste als Pilotprojekt laufen.
Es werden aber keine Solarzellen benutzt weil zu ineffektiv sondern Parabolspiegel die eine Flüssigkeit verdampfen im Brennpunkt der Spiegel.
Diese Flüssigkeit/Dampf läuft dann wieder normal durch Turbinen.
Wartungsfrei und es gibt kaum Störfälle.
Dort hat man gesagt, eine Fläche so Groß wie NRW verbaut würde den Weltstrom erzeugen, problem wäre nur die Übertragung in die ganze Welt.
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24.07.2008 15:46 Uhr von stealther
 
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nicht mit Solarzellen/Photovoltaik soweit ich gelesen habe würde man mit großen Parabolspiegeln auf eine (Glas)-Leitung zielen, darin ist ein Ölgemisch, das dadurch erhitzt wird und auch in Pufferspeicher (also auch Strom nachts) geleitet wird.

Das hört sich für mich auf jeden Fall nicht so unpraktikabel an...
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24.07.2008 17:06 Uhr von Mi-Ka
 
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Die Internetseite des Projekts: http://www.desertec.org/...

Ein Bericht dazu:
http://www.dw-world.de/...

Und keine Angst, da scheine wirklich echte Experten sich die Köpfe zerbrochen zu haben und nicht solche Möchtegerns wie Ing.Tro
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24.07.2008 17:06 Uhr von kebije
 
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Die Idee ist doch schon uralt!
Schon vor einigen Jahren kamen Wissenschaftler auf die Idee, aber wie immer wird es dauern, bis das Projekt steht:
http://www.dw-world.de/...

2020... das kann noch dauern!
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24.07.2008 17:14 Uhr von fuDDel@
 
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@Armithage Atomstrom Und wie lange haben wir noch genug Vorräte der Stoffe, welche für den Atomstrom benötigt werden?
Die Förderung für diese Stoffe wird immer schwieriger und Energieaufwendiger, das es sehr fraglich ist, das der ganze Müll überhaupt auf Dauer nur irgendeinen Vorteil hat, ausser das die Energiekonzerne noch mehr Geld scheffeln.

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