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Soldat löste erst Handgranatenfalle aus und warf sich schließlich auf die Granate

In Afghanistan löste der britische Soldat Matthew Croucher eine Handgranatensprengfalle aus, als er im Dunkeln gegen einen Stolperdraht kam. "Ich dachte nur: Ich habe das verdammte Ding ausgelöst und ich muss jetzt alles tun, was nötig ist, um die anderen zu schützen", so der Soldat.

Er warf sich mit einem Sprung auf die Granate, die zu Boden gefallen war. Seine Schutzweste und der Rucksack milderten die Detonation der Granate. Zwar zerstörte die Explosion seine Ausrüstung, er selbst erlitt nur geringe Verletzungen.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in London soll der Soldat das Georgskreuz erhalten. Es ist der höchste britische Tapferkeitsorden.


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WebReporter: E-WOMAN
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Soldat, Granate, Handgranate
Quelle: www.20min.ch

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50 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.07.2008 11:07 Uhr von SNNS
 
+190 | -2
 
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Respekt und: Hut ab, in einer solchen Situation so besonnen zu reagieren ist wirklich hoch anzurechnen.

Die Ausziechnung hat er sich redlich verdient, denn es hätte auch anders ausgehen können. Schutzausrüstung sei Dank.
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24.07.2008 11:10 Uhr von dkb2k6
 
+135 | -0
 
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echt tapfer: ich wäre wahrscheinlich weggerannt
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24.07.2008 11:11 Uhr von dwight
 
+69 | -3
 
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sauber: würds toll finden wenns mehr solche kameraden geben würde. die meisten wären sicher davongelaufen(ich wüsste nicht was ich in einer solchen situation gemacht hätte)
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24.07.2008 11:22 Uhr von vostei
 
+57 | -9
 
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Er hat eine Auszeichnung verdient: aber Hallo! Es hätte statt der Handgranate auch eine Panzermine sein können... - Respekt.

(Es gab übrigens auch mal den Zeitvertreib unter Sodaten eine Handgranate auszulösen, den Helm drüber zu stülpen und sich drauf zu setzen - "lustig" wa?)
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24.07.2008 11:23 Uhr von sluebbers
 
+67 | -1
 
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wow: bin echt beeindruckt. sowohl von seinem persönlichen einsatz, als auch der qualität der schutzausrüstung. hut ab!
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24.07.2008 11:31 Uhr von T.Castor
 
+22 | -1
 
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Respekt: Das war wirklich mutig und selbstlos. Den Orden hat er verdient.
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24.07.2008 11:45 Uhr von |marek|
 
+8 | -3
 
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Respekt: Als ich das gelesen hatte habe ich Gänsehaut bekommen aber zugleich musste ich mir denken ob das ein deutscher Soldat in deutscher Ausruestung auch ueberlebt haette.

Echt sehr sehr nice von dem Soldaten da komme ich nicht drauf klar ist das nicht jeder wunsch von einem Soldaten mit dieser Ausgangssituation seinen Kamaraden das Leben zuretten durch so einen Einsatz.
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24.07.2008 11:47 Uhr von T.Castor
 
+33 | -4
 
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Die Ausrüstung der Bundeswehr: ist genau so gut wie die britische. Hack nicht auf unseren Jungs da unten rum, die tun auch ihr bestes.
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24.07.2008 11:52 Uhr von |marek|
 
+10 | -9
 
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keiner hackt ihr auf den rum: ich hack auf den jungs nicht rum ich denk jeden tag an die da unten, ich selber moechte next year vie auch darunter.Das war einfach nur eine frage die mir selber angst macht -_-
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24.07.2008 11:54 Uhr von tigga01
 
+9 | -0
 
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Kleine Anmerkung: Das Georgskreuz ist die höchste zivile Auszeichnung der Briten. Die höchste militärische Auszeichnung wäre das Viktoria Kreuz, aber dies hätte er nur bei unmittelbarem Feindkontakt erhalten können.

Zum eigentlichen Thema kann ich nur sagen das der Mann meine höchste Achtung hat. Ich glaube nicht das ich in so einer Situation ähnlich reagiert hätte.
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24.07.2008 12:08 Uhr von ostfreak
 
+4 | -2
 
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gut gemacht: da können sich mansch andere spinner ne scheibe abschneiden die hätten sich vor angst in die hose geschissen das ist nun mal krieg da ist alles möglich in 2 weltkrieg wäre so was nicht möglich gewesen mit der damaligen schwachen ausrüstung...
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24.07.2008 12:09 Uhr von vostei
 
+8 | -1
 
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Man sollte Handgranaten nicht mit: Sprenggranaten, Panzerminen oder ähnlichem verwechseln - Fakt ist, er hatte null Zeit die Granate zu identifizieren, bevor er sich darauf warf - das ist der Gag an der Sache, die ihn zu einem verdienten Lamettaträger macht.

Er hatte Glück, eine korrekt angelegte standardisierte Ausrüstung, die auch allen anderen Soldaten dort zur Verfügung steht und Mut der temporären Verzeiflung gekoppelt mit Kameradschaft.
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24.07.2008 12:14 Uhr von Schwarzinator
 
+5 | -1
 
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schön das es Heldentum offensichtlich nicht nur in Hollywood-Filmen gibt. Ich ziehe meinen Hut vor diesem Mut und dieser Selbstlosigkeit.
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24.07.2008 12:23 Uhr von KingPiKe
 
+4 | -0
 
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Respekt: Ich weiß nicht was ich dort gemacht hätte. Aber mich auf die Granate geworfen...das wäre mir nie eingefallen.
Glaube nichtmal, dass ich das so schnell gecheckt hätte...
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24.07.2008 12:25 Uhr von Schwertträger
 
+5 | -3
 
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@marek und Chief-thunder: Nicht völlig freiwillig: Dieses Verhalten ist eigentlich Vorschrift.

Die Medaille bekäme der Soldat deshalb, weil eben die meisten in so einer Situation den klaren Befehl, genau so und nciht anders, zu handeln, mißachten und versuchen würden wegzurennen.

Allerdings klappt das Wegrennen meist eh nicht und neben dem wegrennenden Soldaten gehen dann auch noch die anderen Kameraden des Trupps mit hopps, weswegen diese Vorgehensweise ja überhaupt erst als Befehl festgelegt wurde.

Ich habe es bei der Bundeswehr jedenfalls exakt so gelernt, dass das Auffangen der Explosionswucht mit dem eigenen Körper die anderen des Trupps vor schweren Verletzungen schützt, weswegen es eine Pflicht ist, so zu handeln.

Bei der Wehrmacht galt es übrigens meines Wissens sogar als vor dem Kriegsgericht endendes Verbrechen, sich NICHT auf die Granate zu werfen. Hätte man damals also ein Weglaufen vor der Granate überlebt, wäre man hinterher wahrscheinlich erschossen worden.
Das mal so als Hintergrundrahmen.


Trotzdem natürlich eine zu würdigende Leistung, wenn sich jemand im entscheidenden Moment an seine Pflicht erinnert und sich daran hält.
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24.07.2008 12:25 Uhr von bloxxberg
 
+4 | -3
 
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ich will seinen ruhm nicht schmälern: aber die bedenken von john5 finde ich berechtigt.

ich hab nicht viel ahnung von kriegswaffen aber eine handgranate dürfte trotz schutzweste (deren sinn sind doch haupsächlich splitter&projekt abfangen?) schwerwiegende verletzungen nach sich ziehen. allein die explosionswucht müsste knochenbrüche/innere verletzungen nachsichziehen. vielleicht war es eher eine kleinere sprengfalle.
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24.07.2008 12:27 Uhr von Noseman
 
+3 | -0
 
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Zum Heldentum: wurde hier schon alles gesagt.

Ich bin schon überrascht, dass Schutzwesten, zumindest die hier verwendete Marke, so leistungsstark sind.

Die Hersteller verdienen ebenfalls einen Orden, finde ich.
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24.07.2008 12:28 Uhr von Mi-Ka
 
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Da es gut ausgegangen ist, darf man grinsen: als ich die Nachricht zuerst gelesen habe, dachte ich zuerst, dass er, da sein Rucksack die Wucht aufgenommen hat, durch die Luft geschossen wurde.
Und jetzt zum Grinsen.
So war es wirklich:
"So I got down with my back to the grenade and used my body as a shield.
...
L/Cpl Croucher was flung high into the air and his backpack was blown into small pieces."

http://www.birminghammail.net/...


Ah so,
er hat die Auszeichnung natürlich verdient.
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24.07.2008 12:37 Uhr von Schwertträger
 
+1 | -0
 
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@bloxxberg: Nochmal klarer: Es wird bei so einer Aktion in Kauf genommen, dass man bei der Aktion stirbt!

Auch ohne jegliche Schutzausrüstung (gerade dann!) ist es sinnvoll so zu handeln.
Trägt der ganze trupp keine Ausrüstung, so kann eine frei explodierende Granate ihre Splitter in fünf bis sechs Leute schleudern, die danach alle blutend und schwer verletzt oder tot am Boden liegen.
Wirft sich aber ein Soldat drauf, dann wird nur der zerfetzt (weil er die Wucht udn die Splitter abfängt), die anderen aber überleben unverletzt und können weiterkämpfen.


Lediglich Dank moderner Schutztechnik ist es heute möglich sowas zu überleben. Verletzungen (Prellungen) gibt es natürlich trotzdem noch.




Was den Einwand des Sehens im Dunkeln angeht:
Das mußte er vielleicht gar nicht, So wie man einen in völliger Dunkelheit runterfallenden Schlüssel wieder aufheben kann, weil man hört, wo er hingefallen ist, so hört man bei der Sprengfalle sowohl das Berühren des Schuhs am Draht, als auch das Aufschnappen des Sicherungsbügels an der Granate als auch die auf den Boden fallende Granate selber, so dass man sich da schon ungefähr draufschmeissen kann. So groß ist das Ding ja nicht.

Zur Rucksackfrage:
Ein voll ausgerüsteter Trupp hat bisweilen Rucksäcke sowohl auf dem Rücken als auch auf dem Bauch, um alles mitzukriegen, was mit muß. Kennt man doch aus Filmen.
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24.07.2008 13:14 Uhr von fruchteis
 
+6 | -0
 
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@vostei: Wenn der Helm bei diesem Spielchen gehalten hat, hat dir aber mindestens eine Woche lang der Arsch so weh getan, dass du nur im Stehen essen konntest.
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24.07.2008 13:14 Uhr von Azrael6666
 
+6 | -2
 
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Kauft Kevlar Aktien! Kauft Kevlar Aktien...oder lernt Fußball spielen ;-)

einfach wegkicken die Granate ;-)
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24.07.2008 13:26 Uhr von 13BuLLeTs
 
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Im Original-Artikel, den Mi-Ka verlinkt hat steht übrigens das er das Viktoria-Kreuz und nicht das Georgs-Kreuz bekommen soll.

Vor dem Marine kann man ich mich nur verbeugen. Respekt. Dieser Mann hat die dicksten Eier.

(Bevor irgendwer losjammert, es ist ein Marine, die gibts auch bei den Briten und nennen sich da Royal Marines)
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24.07.2008 13:37 Uhr von Shizzl
 
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frage: wie lange nach einleiten der zündung braucht die handgranate um zu detonieren?
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24.07.2008 13:39 Uhr von Ryback
 
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Nach der Überschrift hatte ich eigentlich vermutet, dass er tot ist.

Hat auf jeden Fall riesiges Glück gehabt. Und auch wenn es seine Pflicht war, hat er den vollen Respekt für sein Handeln verdient. Ich bin mir sicher, dass nicht jeder so reagiert hätte.
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24.07.2008 13:40 Uhr von Noseman
 
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3 Sekunden: Zumindest war das so zu meiner BW-Zeit.

Gibt bestimmt verschiedenste Modelle, @shizzl.

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