23.07.08 22:07 Uhr
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Berlin: Nach Messerattacke auf Busfahrer geringe Strafen

Überraschend gering fielen die Urteile für zwei junge Männer aus, die am 1. März dieses Jahres einen türkischen Busfahrer mit einem Messer von hinten angegriffen hatten. Drei sowie dreieinhalb Jahre Haft erhielten die beiden Täter, Mehmet S. sowie Selcuk B., weit unter dem Antrag des Staatsanwalts.

Der hatte sechs Jahre Haft für die beiden Täter gefordert, Kritik am Urteil hagelte es aus mehreren Reihen. "Da wünsche ich mir Münchner Verhältnisse", in dieser Deutlichkeit kritisierte der Sprecher der Polizeigewerkschaft, Bodo Pfalzgraf. Ein Sprecher der CDU nannte es "völlig unangemessen".

Kritik wurde auch laut, weil das Urteil auf gefährliche Körperverletzung und nicht auf versuchten Totschlag lautete. Die Äußerung "Wir stechen dich ab" sei als "Imponiergehabe" zu verstehen, deshalb die Verurteilung als gefährliche Körperverletzung. Das Opfer kann bis heute nicht arbeiten.


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WebReporter: poseidon17
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Berlin, Strafe, Messe, Messer, Busfahrer, Messerattacke
Quelle: www.tagesspiegel.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.07.2008 22:20 Uhr von Hier kommt die M...
 
+20 | -3
 
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aha? " Im Fall des Busfahrers wäre es den Tätern möglich gewesen, ihren Angriff fortzusetzen, hieß es im Plädoyer. Weil sie dies unterlassen hätten, sei ihnen kein versuchter Totschlag vorzuwerfen."

Im Falle der Münchner U-Bahnschläger wäre es den Tätern aber auch möglich gewesen, ihr Opfer noch ganz tot zu treten.

Ein wirklich tolles Argument..dann ist also in Zukunft jede Tat, bei der das Opfer nicht stirbt, nur noch mehr oder weniger schwere Körperverletzung und Totschlag wird als Straftatbestand sicher bald ganz abgeschafft, oder wie?

Nicht zu fassen...aber Hauptsache, die laufen bis zum Haftantritt frei rum..der eine hatte sich ja schon mal in die Türkei abgesetzt..tses.
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23.07.2008 22:29 Uhr von Sonny61
 
+16 | -3
 
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Deutsche Rechtssprechung: Man kann hier fast alles ungestraft tun, wenn man anschließend fplgendes sagt: "Ich war bekifft - betrunken - unzurechnungsfähig - hatte eine schwere Kindheit ..." Armes Deutschland
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23.07.2008 22:59 Uhr von idomsa
 
+7 | -1
 
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Heimtücke, genau so wurde es mal genannt. Anscheinend wurde dieses Wort aus dem STGB entfernt. Hoppla, Fehler von mir. Heimtücke wird ja nur bei Mord anerkannt. Einen Menschen von hinten zu erstechen ist also nicht heimtückisch, so lange das Opfer überlebt. Für mich war das ein versuchter Totschlag aus niedrigen Motiven. Das Münchner Urteil wird auch keinen Bestand haben. Warten wir mal auf die Berufungsverhandlund. Tippe auf ca. 4-5 Jahre pro Nase. Hier noch ein paar Links.

http://www.lexexakt.de/...
http://dejure.org/...
http://de.wikipedia.org/...
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23.07.2008 23:13 Uhr von FVA
 
+6 | -2
 
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@Hier kommt die M "Im Fall des Busfahrers wäre es den Tätern möglich gewesen, ihren Angriff fortzusetzen, hieß es im Plädoyer. Weil sie dies unterlassen hätten, sei ihnen kein versuchter Totschlag vorzuwerfen.""

Hatten wir doch schon mal!

nach dem Messerstich von der Tötungsabsicht zurückgetreten.

Ganz nach "Farm der Tiere"
Alle Tiere sind gleich.
nur einige sind gleicher

Mann was ist das EKELHAFT
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23.07.2008 23:26 Uhr von Gloi
 
+8 | -2
 
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Skandal: Und noch ein Stich in die Seele des Opfers. Drei Jahre für versuchten Totschlag, andere potenzielle Gewalttäter lachen sich schlapp.
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24.07.2008 00:03 Uhr von idomsa
 
+7 | -4
 
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@HerrWinter: wird Zeit, dass dein Gehirn auftaut, ist ja schliesslich Sommer.

>Das Opfer war nicht Deutsch, deshalb...<
Totaler Unsinn, das Gegenteil ist der Fall.

>Wäre der Busfahrer ein 65 jähriger...<
Nächster Unsinn, unterste Schublade, nenn mir einfach ein paar Fälle, wo Ausländer unter 30 verübten Gewaltdelikten abgeschoben werden, nur weil sie einen Deutschen (fast) abgestochen haben.

Zu Punkt 1 mag ich gar nichts sagen, sollen sie vielleicht "scheiss Türke" plärren?
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24.07.2008 00:21 Uhr von meisterthomas
 
+2 | -1
 
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Berufung: Wenn der Staatsanwalt oder ein Opfer die Strafen für unangemessen halten ist es ihre Sache in Berufung zu gehen.
Dieses rechts steht normalerweise auch dem Opfer als Nebenkläger, bzw. Adhäsionskläger zu, schließlich fand das Verfahren vor dem Landgericht und nicht dem Jugendgericht statt.
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24.07.2008 10:52 Uhr von karsten77
 
+2 | -1
 
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Unglaublich, diese milde Urteil! Gab es denn wirklich niemanden, der den beiden eine raubkopierte Musik-CD hätte unterschieben können?
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24.07.2008 11:52 Uhr von idomsa
 
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@meisterthomas: Da hast du ja Recht. Sagt ja keiner was dagegen. Vor dem Gesetz sind alle gleich, einge jedoch sind gleicher. ;-)

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