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"Rabiater als manche Hedgefonds": Deutsche Unternehmerdynastien auf Einkaufstour

Die Globalisierung bescherte vielen deutschen Unternehmensdynastien prall gefüllte Kassen. Auf der Suche nach Übernahmekandidaten und durch bröckelnde Börsenkurse motiviert, machen einige von ihnen mittlerweile Private Equity Fonds Konkurrenz und scheuen dabei auch vor DAX-notierten Konzernen nicht zurück.

Nachdem dem Familienunternehmen Haniel 2007 die Übernahme des Metro-Konzerns gelang, die Piechs und Porsches sich zunehmend im VW-Konzern durchsetzen, greift nun die Schaeffler-Gruppe nach Conti. "Rabiater als manche Hedgefonds" tituliert Conti-Vorstandsvorsitzender Wennemer dabei das Vorgehen des Familienclans.

Längerfristige Entscheidungshorizonte abseits von Quartalsberichten und Aktionärs-Ausschüttungen, ein guter Leumund auf dem Kapitalmarkt sowie verborgene Bilanzen erweisen sich nach Expertenmeinung immer öfter als Trumpfkarte traditioneller Familienunternehmen gegenüber börsennotierten Trusts.


WebReporter: Nesselsitzer
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutsch, Einkauf, Unternehmer, Hedgefonds
Quelle: www.welt.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.07.2008 10:17 Uhr von vostei
 
+4 | -2
 
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Im konkreten Fall bleibt Schaeffler im Grunde: genommen nichts anderes übrig. Der Wettbewerb unter den Zulieferern ist gnadenlos und da lockt schon mal der Finanzmarkt, wenn AGs sich beim schlucken anderer (Conti / VDO) leicht verheben - es wird spannend werden, was bei der Aktion herauskommt und vor allem ob sich Schaeffler an seine Zusagen hält - bis dato war das jedenfalls (fast) immer so.
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23.07.2008 10:49 Uhr von rolf.w
 
+3 | -2
 
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Nunja: Gegen Übernahmen ist man wohl am besten geschützt, wenn man KEINE AG ist. Bei den Aktiengesellschaften reichen schon 1 oder 2 Gerüchte und die Notierungen gehen in den Keller. Die Anleger stoßen ihre Aktien ab und ein "Hai" kann sie günstig einkaufen. Es ist immer noch besser sein eigenes Geld zu haben, als auf das anderer Leute angewiesen zu sein.
Ich persönlich bin der Überzeugung, dass die Börse eine der schlimmsten Erfindungen überhaupt ist.
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23.07.2008 11:16 Uhr von seehoppel
 
+4 | -1
 
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ok, dazu muss man aber sagen: dass die Schaeffler gerade weil kein Haufen Aktionäre dahinter steht auch etwas ethischer handeln können. Es wurde ja versprochen, dass keine Stellen abgebaut werden und auch wenns ein bisschen naiv klingt, ich glaub das. Und das nicht nur weil ich selbst bei denen arbeite :-D
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23.07.2008 11:17 Uhr von NutztuN
 
+3 | -1
 
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nicht schlecht: Da sich diese "Familienunternehmen" meist mehr um den Zustand ihres Unternehmens kümmern als die Vorstandsmitglieder, welche nur auf gute Aktienkurse aus sind, ist dieser Trend wohl kaum negativ zu bewerten.
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23.07.2008 13:22 Uhr von bobobobo
 
+1 | -2
 
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Keine Pauschalisierungen bitte @rolf.w= Die Börse bringt den Unternehmen günstiges Geld und diese können sich so refinanzieren... Man kann nicht einfach pauschal sagen die Börse ist schlecht...

Die Übernahme wird übrigens auch von den großen Kunden (VW, Porsche) beider Unternehmen begrüßt... Letzendlich war es nur eine Frage der Zeit, wann Conti an einen Investor fällt. so bleibt es wenigstens in Deutschland (womöglich wird die Reifensparte von Conti nach einer Übernahme veräußert)
Ich glaube nicht daran, dass im Falle einer Übernahme Conti weiterhin börsennotiert bleibt. Schaefflers haben schon mal bei der Übernahme FAG gezeigt wie es Conti bald ergehen könnte...
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23.07.2008 13:40 Uhr von Falkone
 
+1 | -2
 
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Hochmut kommt vor den Fall: Kippt die ganze "Sache" in die andere Richtung, dann fallen auch diese Unternehmen......

Einfaches Wirtschaftswissen...
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23.07.2008 14:23 Uhr von medru
 
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haha... der einzige der bei einer übernahme fleigt: ist wennemer und ein paar andere gestalten die derzeit bei conti im vorstand sitzen.

im übrigen kann man einmal wieder sehen, wo in deutschland die wirklichen schwergewichte sitzen.... der dax bildet nicht einmal einen bruchteil deutscher großunternehmen ab...

ausserdem kann man davon ausgehen, dass schaefflers umsatz und gewinne höher sind als die zahlen suggerieren, denn im gegensatz zu conti und co. hat ein familienunternehmen nichts davon seine zahlen künstlich aufzublasen (außer den dadurch fällig werdenden höheren steuern...)
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24.07.2008 20:19 Uhr von Kassiopeia
 
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viellleicht der Kapitalsimus einen neuen Weg ein - zurück zu den Menschen.

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