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"Gefühlte Inflation": Die Teuerungswelle spielt sich im Kopf ab

Der deutsche Mathematiker Hans Wolfgang Brachinger hat ein Modell entwickelt, das die Wahrnehmung der Inflation aus Verbrauchersicht rekonstruieren soll. Subjektiv nehmen Verbraucher die aktuelle Teuerungswelle nämlich um ein Vielfaches stärker wahr, als dies die offiziellen Zahlen ausdrücken können.

Laut IWI, dem Index der wahrgenommenen Inflation, beträgt die gefühlte Inflation in Deutschland zur Stunde 11,5 Prozent, die offizielle Rate liegt hingegen bei 3,3 Prozent. Die zur Berechnung der Inflation herangezogenen Indizes und Warenkörbe entsprechen also nicht unbedingt den Konsumerfahrungen.

Alltäglich konsumierte Güter wie Nahrungsmittel und Benzin verteuern sich stärker als Produkte, die nur alle paar Jahre neu angeschafft werden. Außerdem schlagen sich Teuerungen in der Verbrauchersicht doppelt so stark nieder wie Preissenkungen.


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WebReporter: mediareporter
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Kopf, Inflation, Gefühl
Quelle: www.rooster24.com

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41 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.07.2008 14:49 Uhr von ZTUC
 
+10 | -4
 
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schlechte Erfahrungen bleiben eher hängen: In anderen Bereichen des Lebens ist es ja auch so, dass man schlechte Erfahrungen eher behält als die positiven. Hat man wieder ein Schnäppchen im Warenhaus gemacht, ist das die Woche darauf vergessen, der Ärger beim Tanken bleibt aber.

Viele Dinge, wofür man Geld ausgibt, passieren auch nebenher per Dauerauftrag, z.B. für die Miete oder Versicherung. Das fließt in die subjektive Inflation meist nicht mit ein.
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22.07.2008 14:49 Uhr von mr_bob_dobalina
 
+35 | -3
 
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sicher: bei bis zu 25% Strompreiserhöhung,
Gaspreiserhöhung, Benzinpreiserhöhung, Grundnahrungsmittelteuerung, Mieterhöhungen usw usw usw usw usw usw usw

ich glaub auch das ich mir das alles nur einbilde *köppi_kratz*
die 3,3% können doch garnicht stimmen, was hat der nur gerechnet!?!
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22.07.2008 14:50 Uhr von ZTUC
 
+3 | -34
 
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22.07.2008 14:59 Uhr von nopulse
 
+10 | -2
 
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die: crux mit der wahrnehmung - folgt halt dem realitätsprinzip negative erfahrungen erscheinen realer und hinterlassen stärkere eindrücke.

mich würde ja interessieren ob man das modell auf den "Teuro" umlegen kann: "gefühlt" hat mit der einführung nämlich in manchen produktgruppen (gastronomie....) eine immense verteuerung eingesetzt, die aber statistisch durch einige billigere segmente aufgewogen wurde - weshalb die geschichte vom "teuro" dann ja auch als mythos abgekanzelt wurde. aber ich befürchte, die teuerung betraff auch hier vor allem produkte, die mit stark mit dem alltäglichen konsum zu tun haben...
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22.07.2008 15:02 Uhr von AugenAuf
 
+37 | -2
 
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Das kann ich mir ebenfalls nicht vorstellen. Nehmen wir mal allein das Beispiel Autowaschen. Früher hat die beste Wäsche ca. 8,50 DM gekostet. Heute kostet sie an der gleichen Tanke 9,50€. Beispiel Friseur, mein Friseur, seit dem ich als Kind schon bin, hat mich früher, also kurz vor Einführung des Euros, 13,00DM gekostet. Heute 14,50€. Man kann diese Beispiele ohne Ende weiter führen. Oder auch Pommes Bude, ne Currywurst mit Pommes und Cola kostet ca. 5€, früher 5 DM.... Wenn ich mein Lohn betrachte, ist dieser aber nicht so gestiegen. Komisch das seit dem es den Euro gibt, es noch viel mehr Familien und Menschen gibt, die nicht mehr über die Runden kommen. Bilden wir uns das wirklich alles ein???
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22.07.2008 15:05 Uhr von Travis1
 
+17 | -2
 
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Die: Ermittelung der Inflationsrate ist doch nur Augenwischerei.
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22.07.2008 15:05 Uhr von Great.Humungus
 
+13 | -0
 
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1. hab ich das ganze von der gefühlten Inflation schon vor vielen Jahren im BWL-Unterricht gelernt
2. wollte der gute Brachinger wohl nur in die Medien und hat deshalb ein altes/größtenteils unbekanntes Thema ausgegraben
3. ist eine Inflation von 3.3% schon enorm, da es auf 10 Jahre gesehn eine Preiserhöhung von fast 40% sind
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22.07.2008 15:11 Uhr von AugenAuf
 
+16 | -0
 
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Politiker rechnen nämlich ganz anders! Sie rechnen mit dem Durchschnitt. Viele Dinge sind billiger geworden. Zum Teil auch deswegen, weil sich die Technik weiter entwickelt hat. Dieses Minus kompensiert dann die Produkte die teurer geworden sind. Das aber genau die Produkte teurer geworden sind die der Bürger am meisten benötigt, wie Energie, Lebensmittel, Miete etc., eben einfach die normalen Lebensunterhaltungskosten, wird in dieser Rechnung nicht beachtet!!!!
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22.07.2008 15:48 Uhr von meisterthomas
 
+12 | -1
 
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Abgemolken: Die Teuerungsrate spielt sich in den Lebenshaltungskosten der Mehrheit und kleinen Leute ab. Und diese sind von den Benzin- und Lebensmittelpreisen ungleich stärker betroffen als Reiche.
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22.07.2008 15:49 Uhr von freddy111
 
+7 | -1
 
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also: wenn ich sehe das Lebensmittel un bis zu 50% teurer weden bild ich mir das nur ein!!
ich glaub ich spinne!!!
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22.07.2008 16:00 Uhr von erlanger2907
 
+11 | -0
 
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statistiken & berechnungen sind dazu da um sie zu manipulieren, oder besser geschrieben, jeder kann sich diese werte / warenkörbe oder Indizes so hin drehen das für ihn das ergebnis heraus kommt was er gerade braucht...

ich halte
1.: von den zusammenstellungen der warenkörbe nichts = so aussagkräftig wie ne backerbse in der suppe
2.: von statistiken gar nüschts!

vgl. statistik arbeitsagentur...die ist genauso für den hintern...

und komischerweise kommen solche aussagen oder berechnungen immer von solchen menschen, die sowieso genug verdienen!!

echt, da geht mir die hutschnur hoch!!
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22.07.2008 16:54 Uhr von sundstral
 
+5 | -2
 
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Ich glaube: dem Kerl fehlt Ei oder vielleicht hat er ja auch eins zuviel.
Kann ja mal nachrechnen.
Gefühlt hat man übrigens 2.
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22.07.2008 19:00 Uhr von seehoppel
 
+3 | -3
 
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is doch vollkommen logisch: das mit den prozentzahlen :-D
die 3,3% inflation können schon stimmen. wenn man es in einem zeitraum von 3 monaten sieht. steht ja nix davon welcher zeitraum für die berechnung genommen wurde...
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22.07.2008 21:10 Uhr von kidneybohne
 
+2 | -0
 
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watt: ,das is quatsch...ich fass es net...wir ham immer weniger geld hier im haushalt und der erzählt mir son quatsch, tatsache is das alles drastisch teurer wird.
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22.07.2008 21:35 Uhr von Lmax1
 
+2 | -0
 
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Ich sag´s mal so wenn ich mir in den Finger schneide, findet der Schmerz im Kopf statt. Aber der Finger blutet trotzdem. Und wenn ich die Inflation "fühle", blutet mir auch ebenso real das Portemonnaie aus ;-)

Aber im Ernst. Ein Fehler in der Rechnung des Wissenschaftlers liegt nicht zuletzt darin, dass er die "gefühlte" mit der "statistischen" Teurung vergleicht, so als wäre das eine nur eingebildet, und das andere real. Das ist aber nicht korrekt. Die statistische Teuerung ist ebenso imaginär wie die gefühlte, weil es vermutlich in ganz Deutschland keinen "Durchschnittsbürger" gibt, der seinen Warenkorb genau so füllt, dass er real die Inflation erleidet, die dem statistischen Mittelwert entspricht. Auch "im Durchschnitt" kommt die Rechnung nicht wirklich hin, weil das Kaufverhalten der Bevölkerung nicht gleichmäßig verteilt ist.
Es gibt ganze Bevölkerungsgruppen, die regelmäßig und massenhaft einer anderen Teuerung ausgesetzt sind als dem statistischen Mittelwert. Geringverdiener beispielsweise geben einen größeren Anteil ihres Geldes für Lebensmittel aus und bekommen dementsprechend auch einen größeren Anteil der Teuerung für Lebensmittel mit und haben dadurch real in ihrem Portemonnaie eine stärkere "Inflation" als den statistischen Mittelwert. Und eben diese real erlebte Inflation liegt der gefühlten zugrunde, nicht irgendwelche "Mittelwerte".
Aussagekräftig wäre eine solche Studie also nur dann, wenn sie die "gefühlte Inflation" auch individuell dem Kaufverhalten des Befragten angepasst überprüft und /dann/ Abweichungen feststellen kann.
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22.07.2008 22:08 Uhr von Leeson
 
+2 | -0
 
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Das liegt daran dass die 3,3% Inflation nur der Durchschnitt ist.
Er setzt sich auch den Preisen der verschidensten Produktgruppen.

Bei Kraftstoffen liegt er bei ca. 15% und bei Nahung ca. 8%.

Da die Menschen nun mal viel Auto fahren, brauchen sie auch Kraftstoff und dann öfters.Genau so wie Nahrung.
Deswegen füht mal die Inflation stärker,
weil ne Küche kaufe ich mir nicht jeden Tag,
den die ist nicht so stark von der Infaltion betroffen.
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22.07.2008 23:04 Uhr von jsbach
 
+4 | -0
 
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Preissenkungen vielleicht bei: technischen Produkten aber sonst: Alle nach oben.
Wann ist da Ende der Fahnenstange??
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22.07.2008 23:40 Uhr von Davtorik
 
+0 | -2
 
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naja das ist ja auch kein Gefühl von einem Jahr zum adneren, sonder innerhalb der letzten 3-4 Jahre
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23.07.2008 00:08 Uhr von NachtElfIrokese
 
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Quatsch alles Mumpitz - die Teuerungswelle ist real.
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23.07.2008 01:04 Uhr von nopulse
 
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die statistischen: zahlen von 3,3 prozent stimmen schon - das war halt die inflation allein im juni...
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23.07.2008 10:50 Uhr von paradoxxx
 
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ne tolle studie wenn der jetzt den preis eines alten röhrenfernsehers heutzutage mit den lebensmittelpreisen zusammenrechnet und dann den durchschnitt bildet könnte es sogar aufgehen... und wir bezahlen diese studien noch... *kotz*
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23.07.2008 11:21 Uhr von ollolo
 
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....ich weiss gar nicht was ihr habt: Es ist doch nichts teurer geworden! Alles kostet genau so viel wie früher, nur das Währungszeichen hat sich geändert........
Also mal ehrlich: Wer behauptet, die Teuerungsrate wäre nicht real, sondern nur "gefühlt", der hat sie nicht alle auf ´m Brett...!!! Entweder ist so etwas eine manipulierte Studie (wahrscheinlich von der Bundesregierung, um den Bürger dumm zu halten), oder derjenige, der diese Studie erstellt hat, verdient 15.000 Euro im Monat und sieht wirklich nicht die Realität......Und das wird dann bei denen wahrscheinlich wirklich so ablaufen, wie ich´s oben geschrieben habe: Da werden diverse Testgegenstände gekauft und miteinander verglichen. Die gucken dann auf´s Preisschild und sehen dann, daß die Butter früher 1,90.- kostete und heute auch noch 1,90.- , der Liter Milch kostete früher knapp 1,00.- heute knapp 0,70.- ist in deren Augen wahrscheinlich sogar noch billiger geworden...... Vertrau nie einer Studie, die Du nicht selbst gefälscht hast!!!!
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23.07.2008 11:36 Uhr von 102033
 
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Es ist mit dem € alles billiger geworden: in 2000 kosteten 19 Zigaretten 5 Dm.
heute nur noch 4 €

Miete damals 400 Dm
heute nur noch 300 €

Ausnahme:
Tafelschokolade Milka damals 0,69 Dm
heute 0,79 €
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23.07.2008 12:46 Uhr von skipjack
 
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Eben das ist unser Problem deutsche Mathematiker Hans Wolfgang Brachinger.
Sein Einkommen liegt bei ******,**€???

Eben das ist "unser" Problem...

Leute, die Probleme analysieren, die sie, bis auf Zahlen, einfach nicht verstehen können...

Solche Probleme können nur Leute kapieren, die wissen, was es bedeutet:Wenn am Ende des Geldes noch viel Monat über ist!!!

Ohne beleidigend zu werden, doch anders kann man sowas nicht mehr erklären...

Ob Zigaretten damals, vor dem €, das Benzin, ect. Das Einzige, was wirklich zu 1,955834 umgerechnet wurde, waren doch die Löhne und Gehälter, Herr Hans Wolfgang Brachinger.

Sicherlich spielt sich das auch im Kopf ab, doch primär in der Patte.
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23.07.2008 13:09 Uhr von 4fame Red.
 
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Von unglaubwürdigen Wissenschaftlern und Politik: Seit dem man weiss, dass das Kurt Beck im Vorstand der Rundfunkanstalten sitzt,
-wer glaubt da bitte noch an nicht-tendenziöse Statistiken von der Regierung beauftragter Wissenschaftler?!
Ich darf ergänzen: Nicht die Wissenschaft ist tendenziös, sondern diejenigen, welche von der Politik beauftragt wurden.
Fakt ist doch, dass ein Unternehmen nur dann mit einer Preissenkung kalkuliert, wenn ein Produkt nicht mehr der Marge entspricht, also aus dem Programm genommen werden soll, oder wenn es der Wettbewerber zulässt oder fordert. Ansonsten ist doch jeder Konzern gewinnorientiert.
Hätte die deutsche Wirtschaft die Preise nicht real angehoben, würde Deutschland doch seit Euro-Umstellung nicht mehr zu den führenden Industrie- und Exportländern Europas zählen.
Also kann doch die mathematische Darstellung gar nicht der Realität entsprechen!
Die Crux unserer derzeitigen wirtschaftlichen Lage ist doch, dass selbst ein gewünschtes Ansteigen von Löhnen und Gehältern langfristig keine Verbesserung bringen würde, denn der ausländische (vor allem der asiaitische) Markt wird in Zukunft unser Handeln, bzw den Handel, bestimmen...
und wie wollen wir da mit dortigen Verhältnissen von Stundenlöhnen um 2 Euro noch mithalten, wenn die Politik nicht auf Stärkung unserer eigenen Produkte im Land setzt und Preistreibern aus dem Ausland ein eindeutiges Limit setzt?
Die Nahrungsmittel werden doch nur immer teurer, weil deutsche Unternehmen, so wie auch der Einzelhandel, Wegezölle und Transportkosten aus unsinnig weit-entfernten Einfuhrländern in unserer Marktpreis-Politik mit einkalkulieren müssen.
Europa muss zu dieser Weltbörsen-Mafia endlich mal Stellung beziehen, auf innländische Produkte setzen und Produkten aus Nicht-EU-Ländern stärksten Preis -und Qualitätskontrollen unterziehen, dann ist auch Schluß mit der Täuschung des Verbrauchers in Deutschland durch angebliche Bio-Ware, unsere Haushaltsgeräte halten wieder länger, die Autobahnen werden zudem vom LKW-Irrsinn entlastet und wir werden endlich erkennen, dass wir keine Tomaten aus Kapstadt einführen müssen, wenn wir hier in Europa beste Bedingungen für den Anbau unsere wirklich notwendigen Nahrungsmittel bereits besitzen...

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