22.07.08 10:50 Uhr
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Erneuter Atomunfall in Frankreich

In Frankreich ist es nun innerhalb von 14 Tagen zu einem dritten Atomunfall gekommen. 15 Mitarbeiter wurden während einer Baustelleninspektion mit radioaktiven Elementen kontaminiert.

Der Vorfall ereignete sich in der Zentrale Saint-Alban in Südostfrankreich. Die Kontamination hätte aber keine gesundheitlichen Folgen, so der Stromkonzern EDF.

Dieser Vorfall setzt eine Serie von Atompannen in Frankreich fort. Vor zwei Wochen gelangte 74 kg Uran der Atomanlage Tricastin in zwei Flüsse. In Romans-sur-Isère traten zwischen 120 und 750 Gramm Uran wegen eines undichtes Kanalisationsrohr aus.


WebReporter: ZTUC
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Frankreich
Quelle: www.spiegel.de
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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.07.2008 10:31 Uhr von ZTUC
 
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Selbst in hochentwickelten Industrieländern kommt es immer wieder zu Pannen und Zwischenfällen. Es stellt sich daher die Frage, ob Atomkraft sicher genug ist.
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22.07.2008 10:56 Uhr von ionic
 
+8 | -2
 
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unter der hand gibts bestimmt mehr fälle: nur grade kommen mehr ans licht.. ich will garnet wissen wie oft was in deutschland austritt ohne dass wirs mitbekommen....

und außerhalb von der eu, vor allem in den ländern mit den akw´s östlicher bauweise... iiiiiiieeeek... da ists besser nix zu wissen :-D
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22.07.2008 10:57 Uhr von vostei
 
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Die Franzosen melden wenigstens ihre Zwischenfälle: die Spanier hingegen vertuschen es:

http://www.umweltruf.de/...

der hier wurde gemeldet, aber auch erst nach dem Aufmucken der KKW-Gegner:

http://derstandard.at/...

nur zur Info: vier meldepflichtige Vorfälle innerhalb von zwölf Tagen und was hört man hier davon?
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22.07.2008 11:02 Uhr von LeChiffre89
 
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@Reporter: Muss mich da deiner Meinung anschliessen.
@Topic
Wenn sogar in französischen und deutschen Atomanlagen (Krümmel z.B) immer wieder Unfälle passieren, finde ich es verantwortungslos das mittlerweile Politiker aller Parteien öffentlich über einen Ausstieg aus dem Atomausstieg nachdenken. Ganz zu schweigen von irgendwelchen Stromkonzernen, die die Atomkraft als umweltfreundlich in den Medien anpreisen.

Ich frage mich dann immer wieder was diese dubiosen Menschen die das Wort für die Atomkraft ergreifen, sagen würden wenn vor ihrer Haustür ein Zwischen- oder Endlager für Atommüll gebaut werden würde.

mfg

PS: Was die meisten Leute, die die Atomkraft als klimafreundlich hinstellen immer vergessen, ist das für den Abbau von Uran, welches für den Betrieb eines AKWs nötig ist, jede Menge CO2 in die Atmosphäre geblasen wird.
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22.07.2008 11:21 Uhr von Gloi
 
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Kernkraft ist ja so sicher und sauber: Deutsche Kernkraftwerken sind natürlich sicher:
http://de.wikipedia.org/...

Egal ob Frankreich, Großbritannien, Schweden, Spanien (http://www.heise.de/... )oder Deutschland, in allen Ländern gab es Störfälle und wird es auch zukünftig Störfälle geben. Bleibt zu hoffen das wir noch lange von einem zweiten Tschernobyl verschont bleiben. Das in Deutschland Menschen ernsthaft für den Ausbau oder die Laufzeitverlängerung alter Meiler stimmen, kann ich einfach nicht begreifen. Zumal es überhaupt keine Notwendigkeit gibt weiter auf Kernkraft zu setzen.

Kernkraftwerke sind komplexe und große Anlagen. Kernkraftwerke werden von Menschen betrieben. Absolute Sicherheit kann es da nicht geben. Abgesehen von den Müll, den wir vielen nachfolgenden Generationen hinterlassen, Frage ich mich, warum sollten wir diese Risiken eingehen?
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22.07.2008 11:24 Uhr von phil_85
 
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Frankreich ist dafür bekannt nicht sonderlich auf die Sicherheit zu achten und Kraftwerke alten Kalibers laufen zu lassen.

Heutzutage kann man AKWs konstruieren, welche nur dann radioaktiven Fallout erzeugen, wenn man eine verdammt große Bombe draufwirft...und wenn man das macht, ist das AKW auch scho wieder egal bzw die Menge, die da rauskommt.

Aber statt neue, 99,9999999999999...% sichere Kraftewerke zu bauen, verteufelt man das ganze lieber, macht Panik und setzt auf Kohle (zumindest in Deutschland) und verursacht damit im Endeffekt deutlich mehr Schaden...
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22.07.2008 11:27 Uhr von phil_85
 
+6 | -5
 
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Kleiner Nachtrag. Euch ist schon klar, dass bei AKWs quasi scho eine kaputte Klospülung als Vorfalle gemeldet werden muss (Achtung etwas übertrieben).

Euch ist auch klar, dass ihr bei einem Flug mehr Strahlung abbekommt, als wenn ihr in der Nähe eines AKW wohnt?!

Zudem verpesten die anderen Energiequellen die Umwelt und vernichten das Ozon, erwärmen die Erde und sorgen somit dafür, dass mehr kosmische Strahlung (welche für den Menschen übrigens schädlicher ist als alpha-Strahlung, solange man die alpha-Strahler nicht isst oder einatmet) auf die Erde kommt.

Aber AKWs sind ja böse, denn alles, was man nicht richtig versteht und in den richtigen Zusammenhang rücken kann, wird manipuliert, vorallem von schön reißerischen Artikeln...
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22.07.2008 11:29 Uhr von phil_85
 
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Leider noch was überlesen: sorry, aber wer behauptet, dass der Abbau von Uran soviel CO2 erzeugt, sollte sich mal überlegen, wieviel beim Bau von riesigen Ölplatformen und Kohleabbau freigesetzt wird...
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22.07.2008 11:39 Uhr von phil_85
 
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Ist schon interessant, wie fachlich und inhaltlich: korrekte Beiträge hier mies bewertet werden, wohingegen Halbwahrheiten positiv bewertet werden.

Wie gut doch die Manipulation der Grünen und Greenpeace hier fruchtet.
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22.07.2008 11:40 Uhr von mcdead
 
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die rasse mensch wil einfach nicht aus ihren fehlern lernen.
erst wenn wir unser eigenes tschernobyl haben...

jeder der für atomkraft ist, soll doch bitte ins nächste akw
gehen und einen ausgebrannten brennstab mit nach hause
nehmen und ihn dort endlagern!
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22.07.2008 11:50 Uhr von Gloi
 
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@ phil_85: Manipulieren können die Lobbyisten der Energiekonzerne besser als alle Atomkraftgegner. Die haben auch die Mittel dafür.

Es gibt keine sicheren Kernkraftwerke, ein Restrisiko, das deutlich höher ist als deine Zahl, bleibt immer. Und die Reaktoren, über die in Deutschland bei der Verlängerung der Laufzeiten diskutiert wird, halten keine Bombe aus. Es sind immer noch Reaktoren in Betrieb, die nicht mal gegen den Absturz eines größeren Sportflugzeugs gesichert sind.

Und selbst wenn es so sichere Kraftwerke gäbe, zur Zeit ist das Europaweit nicht der Fall, bleiben immer noch genug Risiken die gegen die Nutzung der Kernkraft sprechen. Das Industrienationen (Sarkosy) aus rein wirtschaftlichen Gründen diese Technik in Länder tragen wollen, ist unverantwortlich (http://www.spiegel.de/... ). Wenn die Welt in Zukunft wieder verstärkt auf Kernkraft setzen will, wird sie auf Dauer akzeptieren müssen, dass Atombomben zum Standardarsenal von Dritte-Welt-Staaten gehören werden.

Ich warte auf den ersten Anschlag der mit "Abfall" aus den Atomkraftwerken verübt wird. Mal sehen wie groß dann die Panik wird und ob Politiker dann noch nach Ausbau der Kernkraft schreien. Von einer sicheren Lagerung des produzierten Abfalls kann ja wahrlich nicht geredet werden.

Eines Tages wird der Menschheit so oder so nur die Sonne als Energiequelle haben. Warum jetzt noch auf so eine Risiko behaftete Technik setzen?
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22.07.2008 11:50 Uhr von mcdead
 
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@phil: hast du auch mal davon gehört das solche kraftwerke müll
produziert der selbst in zigtausend jahren noch tötlich für dich
sein kann? es ist vollkommen scheiß egal wie sicher oder
umweltfreundlich ein akw ist. was dabei rauskommt ist der
schlimmste abfall den ein mensch produzieren kann.

natürlich ist das egal. hauptsache jetzt billigen strom!
nach mir die sinnflut oder was?
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22.07.2008 11:51 Uhr von phil_85
 
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Es gibt sogenannte: Kugelreaktoren, in denen das Brennmaterial so eingeschlossen ist, dass eine überkritische Reaktion unmöglich ist (das, was in Tschernobyl passiert ist, weil die verantwortlichen trotz mieser Werte nicht abgeschaltet haben...Tschernobyl hätte vermieden werden können, wenn die Leute einfach mal bei "Alarm" nicht gesagt hätten "Da passiert scho nix"). Ferner strahlen diese Kugeln nicht und können im laufenden Betrieb getauscht werden.

Das ist jetzt grob vereinfacht dargestellt und noch nicht 100% ausgearbeitet, aber wie man sieht, ist es möglich AKWs zu bauen, die
a) nicht explodieren
b) kaum Müll verursachen

Aber so eine Forschung wird ja nicht gern gesehen. Ich frag mich nur, was die ganzen Forschungsgebiete, die auf Neutronenexperimente angewiesen sind bald in Deutschland machen...
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22.07.2008 11:54 Uhr von phil_85
 
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Nur mal so nebenbei. Ich studiere Physik, befasse mich also recht umfangreich mit solchen Problemen und eins meiner Spezialisierungen ist auch Atom/Kern-Physik...

Nebenbei ist mein Vater Physiker, der sich auf AKWs damals spezialisiert hatte und auf dem Gebiet einige Zeit gearbeitet hat.

Fachliche Inkompetenz liegt bei mir also nicht vor. Ich rede auch nicht von AKTUELLEN Reaktortypen, sondern von den entworfenen aber niemals gebauten.


Zu der Manipulation durch Lobbyisten: Klar haben die mehr Geld, aber wie oft hört man was pro-AKW und wie oft kriegt man reißerische Artikel von irgendwelchen Umweltgruppierungen vorgesetzt?
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22.07.2008 12:03 Uhr von phil_85
 
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Ich bin dafür z.B. die Fusionskraft vorranzutreiben und bin selbst in der Halbleiterbranche tätig und bin für effizientere Solarzellen. Allerdings wird hier vom Staat viel zu wenig getan. Im Gegenteil, die Förderungen für Fusionsenergie z.B. werden weltweit zunehmend zurückgeschraubt.
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22.07.2008 12:05 Uhr von Gloi
 
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@ phil_85: Und wie oft hört man von Politikern den Blödsinn das wir wegen steigender Ölpreise die Laufzeit alter, bereits abgeschriebener, Meiler verlängern müssen?
Warum behaupten Politiker, die selbst nicht die geringste Ahnung von der Technik haben, das Kernkraft sauber und sicher ist? Das ist die Arbeit der Lobbyisten, die ihre Büros direkt im Bundestag haben und die den Politikern nette neue Jobs anbieten, falls sie nicht wiedergewählt werden.

Kein Energiekonzern käme auf die Idee in Deutschland ein neues Atomkraftwerk zu bauen, wenn die Konzerne alle Risiken selbst versichern müssten. Im Moment geht es denen nur darum noch mehr Gewinn aus den alten Anlagen zu pressen. Wenn die Politik jetzt eine Laufzeitverlängerung von 5 Jahren beschließt, würden die Verbraucher weniger Geld sparen als durch die Nutzung einiger Energiesparlampen, aber auf den Konten der Energiewirtschaft würden Milliardenbeträge fließen.
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22.07.2008 12:20 Uhr von phil_85
 
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Politiker sagen das, was ihnen gerade gut tut: Darauf kann man nicht viel geben. Übrigens sind die Energiekosten in den letzten Jahren relativ schwach gestiegen. Zumindest für die Konzerne, denn die haben ihre Fixkosten. Der Börsenkurs bezieht sich auf das frei erhältliche Öl und damit begründen die Konzerne die Preissteigerung bei nahezu konstanten Kosten.

Versichern kann man immer nur nach dem größten anzunehmenden Unheil. Und dass dies theoretisch nicht möglich ist, bedeutet leider nicht, dass nicht irgendein Mensch scheiße bauen kann (daher das geringe Restrisiko) was ausreicht, damit es nicht versicherbar ist laut der Versicherungsgesellschaften.

Aber wie gesagt: Es gibt Möglichkeiten AKWs fast 100% sicher zu machen. Und lieber die Eventualität von 1:1mrd oder so, dass ein bisschen Radioaktivität austritt als Tag für Tag zig tausend Tonnen CO2 und Feinstaub in der Luft, was uns früher oder später sicherer umbringt.

Ich persönlich sehe AKWs als Übergang zur Fusionsenergie. Aber dazu muss das Tabu gebrochen werden und AKWs nach dem aktuellen Stand der Technik gebaut werden.
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22.07.2008 18:02 Uhr von HarryL2
 
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@falke22: Zitat aus dem spiegel:

"Nach Angaben der Betreiber war bei dem Vorfall vor zehn Tagen eine Flüssigkeit mit insgesamt 74 Kilo Uran ausgelaufen. Einem Bericht der Website mediapart.fr zufolge hatte ein Baustellenfahrzeug mehrere Tage vor dem Unfall eines der Auffangbecken beschädigt. Der Schaden war nicht sofort behoben worden. Die Bevölkerung wurde nach Ansicht von Umweltschützern zu spät über den Unfall informiert. Die Atomaufsicht erklärte das Gesundheitsrisiko für "gering" und stufte den Vorfall auf der Gefahrenskala von null bis sieben mit eins ein.

Die radioaktive Strahlung von Uran reicht nur über kurze Entfernungen; gelangt der Stoff aber in den Körper, können schon kleine Mengen Krebs oder Änderungen des Erbgutes auslösen. Zudem wirkt Uran wie Schwermetalle als Gift und schädigt Nieren und Leber. "

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