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Chaos Computer Club: § 202c StGB schadet Deutscher IT-Branche

Der Chaos Computer Club (CCC) hat die Rücknahme des so genannten Hackerparagraphen (§ 202c StGB) gefordert. Dieser führe zu sinkender Sicherheit im IT-Bereich und laufe dem Ziel des Gesetzgebers direkt entgegen.

Nach Paragraph 202c stellen Herstellung, Verkauf, Verbreitung und Beschaffung von Hackertools eine Straftat da. Diese Programme seien für die tägliche Arbeit von Netzwerkadministratoren und Sicherheitsexperten allerdings notwendig.

Seit Inkrafttreten des Paragraphen gebe es ein größeres Risiko eines Ermittlungsverfahrens für jemanden, der Sicherheitslücken findet oder erforscht. Selbst die Medien im Bereich IT-Sicherheit beschränken ihre Berichterstattung deutlich.


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WebReporter: Vato69
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Deutsch, Computer, Chaos, Club, IT, Branche
Quelle: www.golem.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.07.2008 08:52 Uhr von Vato69
 
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Es steckt doch ein Masterplan hinter der ganzen Geschichte 1. Wir sollen alle in Angst leben man lässt uns Glauben überall in Deutschland gibt es Terroristen 2. Weil die Leute das glauben geben sie gerne ihre Rechte her (Staatliche Totalüberwachung, man lebt ja dann "sicherer") 3. Andere, die sich schützen wollen gegen die Überwachung werden Kriminalisiert... So sind jedem die Hände gebunden... für mich hat das Methode!
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22.07.2008 10:06 Uhr von aedi
 
+19 | -2
 
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genau. 100% hinter dem CCC! Ich arbeite selbst mit den bösen Tools. Wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, möchte/kann man nicht mehr darauf verzichten.

hehe, ich arbeite allerdings nicht in deutschland, somit bin ich noch legal :P
trozdem, weg mit dem paragraphen.
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22.07.2008 10:48 Uhr von nickdesignz
 
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schon alt - Das ist schon Alt das Thema, hatten wir schon mal glaub ich irgendwo @ Author...

Zum thema, tjoa der Staat will halt jeden überwachen, ich glaube da macht der Deutsch / Deutsche Staat bessere Arbeit als die DDR mit Ihrer Staasi langsam. Alles wird verboten damit wir uns ja nicht verstecken können vor dem Deutschen Staat.

Man sieht ja sogar schon, das DE bereit ist unmengen an Summen auszugeben um Sünder die Straftaten begehen in anderen Ländern einzufangen (Lichtenstein). Da meint mal noch, das Deutschland ein Rechtsstaat ist... ein Glück wander ich aus aus diesem Scheiss Staat.. mach euch mal weiter kaputt hier!!

in diesem Sinne
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22.07.2008 10:56 Uhr von Kepas_Beleglorn
 
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Dieser Paragraph verbietet doch aber ebenfalls den "Bundestrojaner". Ein Programm zum Ausspähen von Daten ohne das Einverständnis des Users fällt in meinen Augen in die Kategorie "Hackertools".

Damit ist dieser Paragraph nicht nur Hinderlich für Sicherheits-IT sondern theoretisch auch das Aus für den Bundestrojaner.

Ich fand diesen Paragraphen schon immer Absurd. Also weg damit.
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22.07.2008 11:06 Uhr von fhd
 
+11 | -1
 
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@ Kepas_Beleglorn: Glaubst du ernsthaft, dass Behörden sich an Gesetze halten? Da gibt es selbstverständlich Ausnahmen für. So wie auch Polizisten Schusswaffen tragen und verwenden dürfen.

Als ITler kann ich dem CCC hier nur voll und ganz zustimmen, das ist wirklich einer der schwachsinnigsten Paragraphen die ich je gelesen hab. Na gut, so viele warens dann auch nicht.
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22.07.2008 11:57 Uhr von Cheshire
 
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Gesetzestexte: ich sehe nicht was die argumentation des CCC sein soll... §202a-c beziehen sich auf handlungen die das UNBEFUGTE abfangen von daten betreffen...

Leute die damit beauftragte oder private penetrationstests durchführen werden von diesen paragraphen gar nicht erst betroffen... das problem hierbei ist die vorgehensweise des CCC, die rein technisch gesehen angriffe auf irgendwen ausführen und das dann als erforschung von sicherheitslücken bezeichnen... das kann man auch anders lösen...
ich will hier nicht den CCC schlecht reden, ich weiß daß sie gute intentionen haben und manchmal sogar sehr hilfreich waren, aber wie ihre forderung nach abschaffung dieses gesetzes zeigt bewegen sie sich auf sehr sehr dünnem eis
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22.07.2008 12:22 Uhr von denksport
 
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kein Kläger - keine Anklage: habe noch nix gemerkt von dem Paragraphen... ehm, besser mal die Ohren aufstellen ob es deswegen jetzt was zu beachten gibt....
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22.07.2008 12:24 Uhr von Marco Werner
 
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@Chesire: Du vergisst einen wesentlichen Punkt: den Datenschutz. Der existiert auch in Firmen. Und da ein Admin mit solchen Tools auch z.B. (private) Mails von Netzwerknutzern lesen *könnte*, fällt er selbst auch unter den Paragraphen und für ihn sind diese Tools damit auch verboten. Denn entscheident ist hier nicht,was man damit macht,sondern was man machen *könnte*.

Zur eigentlichen News: Ich kann den CCC gut verstehen. Der Paragraph ist zwar sicherlich mit einem redlichen Hintergedanken geschaffen worden,allerdings sind die diversen Admin´s als "Beifang" mit ins Netz gegangen. Unsere werte Regierung glaubt doch nicht wirklich,daß sich irgendein Terrorist/Hacker einen Dreck darum schert,ob das benötigte Tool illegal ist,oder ? Denn das,was die damit machen wollen,ist in der Regel weit mehr illegal als die Benutzung eines solchen Tools. Solche Typen werden sich von so einem lächerlichen Verbit nicht abhalten lassen. Das zu erwarten,wäre in etwa so,als würde man einen Mord nur deshalb nicht begehen, weil man Angst hat, von den Hinterbliebenen wegen dem Einschußloch in der Kleidung verklagt zu werden.Will sagen:Wer was großes auf dem Kerbholz hat,wird sich an so einer Lapalie nicht stören...
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22.07.2008 12:38 Uhr von BlueSmokee
 
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Gibt doch: mehr als nur einen von solchen Paragraphen die man zurück nehmen sollte.

Aber ich glaub da können wir lange hoffen, die Bundesregierung macht ja lieber alles "sicherer" als das sie sich um Arbeitsplätze oder die wirkliche Sicherheit des Users kümmert.
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22.07.2008 14:09 Uhr von BrianBoitano
 
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@ Marco Werner: "Unsere werte Regierung glaubt doch nicht wirklich,daß sich irgendein Terrorist/Hacker einen Dreck darum schert,ob das benötigte Tool illegal ist,oder ?"

Es geht nur darum, dass man deswegen dann auch anzeigen / anklagen kann.

Außerdem: Wenn ich hier so ein Tool verwenden würde, würde das doch nie jemand merken. Solange du nicht versuchst, das Verteidigungsministerium zu hacken, merkt das doch kein mensch.

Und die ganzen Admins können mir nicht erzählen, sie hätten keine "nicht rechtmäßig erworbene" Software zur verfügung (ich unterstelle niemandem, dass er seinen Server oder seine Clients mit einem geklauten Windows betreibt).
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22.07.2008 14:25 Uhr von Commander_J
 
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@ Marco Werner: Demnach müßten auch Hämmer, Äxte, Schraubendreher, Zangen usw. verboten werden. Denn damit werden u.A. auch Einbrüche verübt und Leute um die Ecke gebracht...! Und wieviele Baby´s wurden schon mit nem Kopfkissen erstickt...!!!
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22.07.2008 15:17 Uhr von Loxy
 
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Wenn Juristen mit Ihrem verqueren Verständnis der Realität Probleme lösen wollen von denen Sie und die Politik keine Ahnung hat, weil sie sich von Lobbyisten beraten lassen, kommt halt so ein Mist dabei raus und harmlose Menschen werden kriminalisiert.

Die virtuelle Welt gehorcht anderen Gesetzen welche ich mal einfach als "Demokratische Anarchie" bezeichnen möchte. Wer das ändern will, wird es nur schaffen wenn er die Seele des Netz zerstört.

Power to the people!!! ;-)
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22.07.2008 15:42 Uhr von Cheshire
 
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@Marco Werner: Du hast geschrieben:

"Du vergisst einen wesentlichen Punkt: den Datenschutz. Der existiert auch in Firmen. Und da ein Admin mit solchen Tools auch z.B. (private) Mails von Netzwerknutzern lesen *könnte*, fällt er selbst auch unter den Paragraphen und für ihn sind diese Tools damit auch verboten. Denn entscheident ist hier nicht,was man damit macht,sondern was man machen *könnte*."

Damit bist du leider inhaltlich auf dem Holzweg, wie man so schön sagt... ich arbeite im bereich IT-datenschutz und kenne mich dem entsprechend auch mit den Gesetzen die Penetrationstests betreffen ganz gut aus...
§202c StgB sagt aus daß diese tools verboten sind wenn man damit eine straftat nach §202a oder §202b vorbereitet... das ist üblicherweise bei admins nicht der fall, es müsste dazu die absicht nachgewiesen werden daß er daten damit widerrechtlich ausspähen wollte (sie §202a+b), nicht daß er es könnte...
Das heißt also daß §202a-c sich nur auf UNBEFUGTE datenzugriffe und deren vorbereitung beziehen und das hat admins nicht zu betreffen... die Penetrationstests zu denen sich ein admin solche programme besorgen muss sind immer per schriftlichem auftrag abgesegnet und damit fallen die §202a-c raus...
der konjuktiv was man mit den tools anfangen KÖNNTE ist in keinem der gesetzestexte zu finden...

Diese informationen hat auch der CCC, wieso fordern sie also eine aufhebung eines gesetzes was legale aktivitäten von administratoren weder einschränkt noch blockiert?

auch wenn ich jetzt wieder negativ-bewertungen bekommen werde, aber lest euch einfach mal die gesetzestexte durch und dann werdet ihr sehen daß beauftragte penetrationstests von diesen gesetzen gar nicht tangiert werden...
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22.07.2008 16:27 Uhr von Kassiopeia
 
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genau: der erste Kommentar ist 100 pro richtig
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22.07.2008 16:51 Uhr von Kassiopeia
 
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stehe auch zu CCC: wie soll man ein System sicher machen wenn man es nicht prüfen darf? und genau das verbietet der Paragraph !
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22.07.2008 18:33 Uhr von HarryL2
 
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Ab in den Knast: Ich glaube nicht das IT Leute auf die Tools verzichten seitdem es das Gesetz gibt.

Also alle ab in den Knast. ;-)
(scherz)

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