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Aufatmen: Siemens schließt Werk in Prag statt in Deutschland

Aufatmen für die Mitarbeiter der deutschen Bahntechniksparte. Die Konzernführung wird - statt wie geplant in Deutschland - 1.000 Stellen in Prag streichen und das Werk dort schließen oder verkaufen.

Dies sei zumindest ein kleiner Hoffnungsschimmer für die deutschen Mitarbeiter. Trotzdem sind in Krefeld-Uerdingen weiter 200 Jobs der dortigen insgesamt 2.000 Stellen in Gefahr.

Damit zeigen die Gespräche zwischen Konzernchef Peter Löscher und IG-Metall-Chef Berthold Huber erste Wirkung.


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WebReporter: NachtElfIrokese
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Deutsch, Siemens, Werk, Prag
Quelle: www.n-tv.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.07.2008 22:47 Uhr von NachtElfIrokese
 
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Schade das überhaupt Stellen gestrichen werden müssen, wo es in Deutschland doch kräftig boomt und Siemens Gewinne macht, aber so ist das bei Konzernen - jede Sparte muss eigenständig und profitabel sein.
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20.07.2008 23:59 Uhr von Leftfield
 
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In Deutschland kräftig boomt Muhahaha...Guter Witz, wirklich!
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21.07.2008 00:32 Uhr von Flocke20
 
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das ganze hat ein Wort: Gewinnmaximierung....

und es gibt aus meiner Sicht nichts asozialeres. Egal wo.

Meistens sind es gar nicht die einzelnen Aktionäre die dafür sorgen, sondern die Fondsbetreuer die mit "wenig rentablen" Firmenbereichen kurzen Prozess machen und so Werke schließen lassen oder dafür sorgen das der Vorstand Mitarbeiter entläßt.
Beispiel:
Unternehmen A hat einen Bereich der im Moment den potenziellen Gewinn drückt. Das kann an gerade getätigten Investitionen oder Nachfrageschwankungen liegen.
Jetzt kommen die Vertreter der Aktionfonds (also Vertreter die Aktien vom Unternehmen A in Ihren Fonds haben) und wollen eins... das ihre Fonds dieses Jahr maximalen Gewinn machen.
Also wird kurzerhand der schwächelnde Bereich verkauft oder Mitarbeiter entlassen. Kurs steigt, Aktionäre sind glücklich, die Fondgewinne steigen und die Vorstände kriegen ihre vertraglich geregelte Provision auf die Kursgewinne. Alle glücklich, bis auf die entlassenen Mitarbeiter.

Jetzt schaut sich der Vertreter der Aktienfonds das Unternehmen wieder an und sagt: "Hey... gar keine Möglichkeit zur Gewinnmaximierung mehr da... also verkaufe ich die Anteile und wechsel zu einem anderen Unternehmen."

Und jetzt merkt das Unternehmen: "Sch... wir brauchen eigentlich auf einmal den Bereich den wir verkauft haben. Wir haben da viel Geld investiert und auf einmal ist der Weg." Der Kurs fällt weiter und auf einmal müssen aus Kostengründen weitere Mitarbeiter entlassen werden.

Das passiert täglich an der Börse und in den Aktienunternehmen. Kurzfristige Spekulanten gefährden Arbeitsplätze auf der ganzen Welt, nur damit ein paar wenige 3€ mehr aus Ihrem Fond am Jahresende bekommen.

Da muss der Staat ansetzen.
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21.07.2008 03:13 Uhr von Ben Sisko
 
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@Flocke20: "Da muss der Staat ansetzen."

Das glaubst Du doch nicht wirklich. Es wird sich solange nix ändern, solange Politiker in den Aufsichtsräten sitzen bzw. die Lobbyisten die Politik "zwingen", sozialverträgliche Gesetze weiter auszuhöhlen.

Da kommt mir wieder ein Wort in den Kopf, das es zwar wirtschaftlich nicht gibt, aber ich nenns trotzdem mal: MiniMax-Prinzip.

Achja, ich kenn da noch nen guten: Ein Unternehmensziel ist u.a. die Schaffung des Faktors Arbeit. ^^
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21.07.2008 03:24 Uhr von Ben Sisko
 
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@Autor: Wo hast denn gelesen, dass es in DE kräftig boomt?

Die Mittelschicht bricht weiter weg, die DAX-Unternehmen verlieren an Wert und deren Gewinne werden gemacht, indem sie andauernd Arbeitsplätze streichen. Nenn sich auch Rationalisierung.

Diejenigen, die jetzt noch übrig sind, arbeiten für das gleiche Geld (oder weniger) mehr und müssen zudem noch die Sozialkassen und Rentner versorgen. Dann meckern die Firmen wieder über die hohen Sozialabgaben, die Politik senkt die Sozialabgaben, dafür steigen die Steuern. Die arbeitende Schicht hat noch weniger Kaufkraft in der Tasche; der Gewinn der Unternehmen sinkt und jetzt fängt das ganze von vorne an.

Ist irgendwann die Grenze des Machbaren erreicht, wird das Unternehmen ganz geschlossen oder ins Ausland verlagert.

Der Meinung von Flocke20 bzgl. Gewinnmaximierung kann ich nur 100 %ig zustimmen.

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