20.07.08 20:32 Uhr
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Röntgenverordnung verbietet Ärzten Brustkrebsvorsorge

Die Zahl der Frauen, die an Brustkrebs erkranken, ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Aus diesem Grund gehen viele Frauen frühzeitig zur Vorsorgeuntersuchung.

Haben Frauen jedoch keine Symptome einer Brustkrebserkrankung, dürfen Ärzte die sogenannte Mammografie nicht durchführen - ausser die Frau ist zwischen 50 und 69 Jahre alt.

Der vom Gesetzgeber festgelegte Passus diene dazu, die Strahlenbelastung von Frauen so gering wie möglich zu halten. Eine Mammografie kostet die Patientin rund 140 Euro.


WebReporter: NachtElfIrokese
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Arzt, Brust, Brustkrebs, Röntgen
Quelle: www.focus.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.07.2008 20:19 Uhr von NachtElfIrokese
 
+0 | -0
 
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Sauerei, so wie die Krebszahlen in Deutschland zulegen sollte jede Frau dazu ermutigt werden, sich so früh wie möglich untersuchen zu lassen. Typisch Deutschland !
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20.07.2008 20:40 Uhr von FVA
 
+5 | -1
 
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@Autor: Es geht nicht um die Menschen, davon gibt es genug.
Die, die Geld haben, sind Privat versichert.

Es geht darum, das GELD für die Gehälter da ist.

off
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20.07.2008 20:53 Uhr von NachtElfIrokese
 
+8 | -0
 
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Haste Recht habe auch Krebs, komme mir jedes Mal vor wie ein Stück Schlachtfleisch...
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20.07.2008 20:56 Uhr von Aurinko
 
+4 | -3
 
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Naja so verkehrt ist das vielleicht gar nicht. Welche Frau lässt schon ne Mammographie machen, wenn gar keine Symptome vorhanden sind??? Vorher gibt´s ja immer noch das Abtasten und Ultraschall. Und wenn dort etwas gefunden wird, was sich aber nicht eindeutig klären lässt, kann man ja die Mammographie machen lassen.

Aber bitte korrigiert mich, wenn es Abnormitäten in der Brust gibt, die man ausschließlich durch eine Mammo. finden kann.
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20.07.2008 21:28 Uhr von ZTUC
 
+4 | -2
 
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Grund steht doch im Artikel! Es hat schon seinen Grund, warum man die Anzahl der Röntgenuntersuchungen minimieren will und wenn es keine Anzeichen für Krankheit vorliegen, warum sollte man röntgen?
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20.07.2008 21:32 Uhr von NachtElfIrokese
 
+6 | -1
 
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Um auf Nummer sicher zu gehen dann häte man meinen Tumor vorzeitig gefunden, auch wenn es bei mir kein Brustkrebs ist.
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20.07.2008 22:29 Uhr von Sorriso
 
+3 | -3
 
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@NachtElfrekokese: Und wenn Tumore erst durch unnötige und zu häufige Röntgenuntersuchungen entstehen?


Mann kann es mit den ganzen Vorbeugeuntersuchungen auch übertreiben.
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20.07.2008 23:31 Uhr von LordKelvin
 
+2 | -1
 
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finde ich ok: dauernd wird über Atomkraftwerke gelästert oder über Handy-Strahlung gejammert. Aber am Ende beschwert sich jeder, dass die Ärzte nicht dauernd zur Vorsorge röntgen. Röntgen ist und bleibt ein schwerer Eingriff der gesundheitsschädlich ist und sollte daher so oft wie notwendig und so selten wie möglich durchgeführt werden.
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21.07.2008 00:28 Uhr von uhlenkoeper
 
+3 | -0
 
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Meine Freundin sagt mir grade : Für die Brustkrebsvorsorge ist die Mammographie nur EINE Diagnosemöglichkeit !
Weitaus aussagekräftiger ist die Ultraschalluntersuchung, zumal deshalb, weil weitaus mehr Gynökologen an diesem Gerät geschult sind, als bei der Auswertung von Mammographien.
Grade im Bereich der Mammographiediagnostik hat es in den vergangenen Jahrzehnten viel zu viele Falschdiagnosen gegeben. In beiden Richtungen.

Mammographie sollte daher nur das Mittel der Wahl sein, wenn anhand eines Tastbefundes und/oder einer auffälligen Ultraschalluntersuchung der Verdacht auf eine Geschwulst gegeben ist. Jede andere "vorsorgliche" Mammographie belastet das ohnehin schon sehr tumoranfällige Brustgewebe unnötig.
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21.07.2008 11:32 Uhr von uhlenkoeper
 
+3 | -0
 
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@Carancha: Also, wenn ich das bei meiner Freundin mitbekomme, dann geht sie zweimal im Jahr zur Krebsvorsorge (eines davon muß sie allerdings selbst bezahlen, da die Kasse nur einen Termin pro Jahr übernimmt), da in ihrer Familie einige Krebsfälle vorgekommen sind, darunter auch Brustkrebs.
Bei diesen Untersuchungen gibt es neben der routinemäßigen Tastuntersuchung auch noch jedesmal eine Ultraschalluntersuchung (auch diese muß sie privat bezahlen, kostet um die 40 Euro). Daneben hat sie sich schon frühzeitig genau unter Anleitung beibringen lassen, wie sie sich selbst untersuchen kann. Für einen aggressiven Brustkrebs sind nämlich auch Zeiträume von 6 Monaten zu lang !

Wie gesagt: es gibt auch Studien, die eindeutig belegen, dass das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, mit jeder Mammographie signifikant (in Abhängigkeit zum Alter) steigt. Hinzu kommt, dass es heute sehr moderne, farblich differenzierte Ultraschalluntersuchungsmethoden gibt, die weitaus schonender und sicherer sind, als eine Mammographie.

Nicht zu vergessen :
vor nicht einmal einem Jahr hat der deutsche Ärztebund massiv kritisiert, dass zuwenig Fachärzte im Gegensatz zur Ausbildung am Ultraschall auch wirklich intensiv darin ausgebildet sind, Mammographien zu interpretieren. Nicht ohne Grund ist inzwischen eine Dreifachdiagnostik vorgeschrieben, bevor biopsiert werden darf. Allein aufgrund einer Mammographie findet keine Therapie statt.


Bei 50% aller Frauen ist zudem die Mammographie nicht aussagekräftig, da diese Frauen über ein sog. "dichtes Brustdrüsengewebe" verfügen. Besonders bei jungen Frauen werden auch mit der Mammographie Tumore dann nicht erkannt, weil sie sich vom übrigen Gewebe nicht deutlich abgrenzen lassen.
Die höchste "Trefferwahrscheinlichkeit" bei dieser Bildgebung betrifft nun einmal Frauen zwischen 50 und 70.


Dass Mammographien über 69 Jahren nicht mehr automatisch von der Kasse bezahlt werden hat nichts damit zu tun, dass diese Frauen dann "weggeschmissen" werden, sondern damit, dass Brustkrebs eine Erkrankung ist, die mit zunehmendem Alter langsamer wächst.
Hinzu kommt, dass Brustkarzinome auch schwer abhängig sind vom Hormonhaushalt (v.a. Östrogene und Gestagene) und seinen Schwankungen. Mit Ende der 60er Lebensjahre hat aber selbst der "späteste" weibliche Körper die Wechseljahre nun wirklich überstanden, so dass das Risiko, neu an Brustkrebs zu erkranken in diesem Alter rapide sinkt. Die Statistiken sind da eindeutig.
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21.07.2008 11:38 Uhr von uhlenkoeper
 
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@Ekpyrosis: >>Seltsam,seltsam, dass es für männer keine bezahlte vorsorgeuntersuchung gibt!<<


Das ist schlicht falsch:
die Kassen zahlen für Männer ab 45 Jahren (dann steigt die Zahl der Krebserkrankungen z.B. bei Prostatakrebs signifikant an) durchaus eine ganze Reihe von Krebsvorsorgeuntersuchungen ! Nur leider nehmen das zu wenige Männer (aus Scham ?) auch wahr.
http://www.bmg.bund.de/...

http://www.bmg.bund.de/...

http://www.forumpraevention.de/...
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21.07.2008 12:11 Uhr von Artemis500
 
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@Ekpyrosis: Sei doch froh drum. Am weiblichen Körper wird doch die ganze Zeit rumdiagnostiziert, es gab Zeiten da hat man bei jedem Scheiß die Gebärmutter entfernt, und dass Ärzte bei Privatpatientinnen unnötige Mammografien durchführen würde mich auch nicht wundern, bringt schließlich Geld.
Aber Medikamente testet man erstmal nur an Männern und ist dann ganz erstaunt wenn sie bei Frauen anders wirken...jaja.

Wie schon gesagt wurde können auch Männer Vorsorgeuntersuchungen machen lassen, nur nehmen das eher wenige wahr.
Vielleicht, weil man sie nicht schon in jungen Jahren daran gewöhnt hat, sich von Ärzten im Intimbereich rumfingern zu lassen?
Ich frag mich ja schon länger, warum es keinen Männerarzt gibt...dürfte aus dem gleichen Grund sein, aus dem es keine "Männerkrimis" gibt.
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24.07.2008 22:43 Uhr von jsbach
 
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Hier sind doch: einige medizinisch vorgebildete User "an Bord" die um die Strahlendosis selbst bei CT-Geräten Bescheid wissen.
Da ist ein normales Röntgenbild ein Klacks dagegen.

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