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ICE 3-Radsatzwellen unsicher? Experten überrascht Entgleisung des ICE-3 bei Köln nicht

Vatroslav Grubisic genießt hohe Reputation in Fachkreisen, gilt aufgrund jahrzehntelanger Tätigkeit beim Fraunhofer-Institut als "Räder-Papst". Dass in Köln eine gebrochene Radsatzwelle als Ursache für die Entgleisung eines ICE 3 ermittelt wurde, überrascht den mittlerweile pensionierten Professor nicht.

Frühere Messungen, so der Experte, hätten ergeben, dass die Radsatzwellen des ICE 3 für hohe Belastungen unterdimensioniert sind. Die Bahn habe um die Probleme gewusst, so Grubisic. Im Falle des entgleisten ICE 3 bei Köln sei es vermutlich schon lange vor dem Unglück zu Rissen im System gekommen.

Erst nach dem Vorfall in Köln reagierte die DB mit einer Verkürzung der Überprüfungszyklen von 300.000 km auf 60.000 km. Doch selbst dies, so der 75-Jährige, sei keine Garantie, dass feine Risse stets entdeckt werden. Zudem, so Grubisic, sei fraglich, ob sich die Deutsche Bahn so kurze Prüfintervalle auf Dauer leisten kann.


WebReporter: Nesselsitzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Köln, Sicherheit, Experte, ICE, Entgleisung
Quelle: www.spiegel.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.07.2008 11:08 Uhr von Nesselsitzer
 
+0 | -0
 
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In dem Artikel wird zudem erwähnt, dass es beim französischen TGV sicherer zugeht. Da die französischen Hochgeschwindigkeitszüge ausschließlich auf speziellen Hochgeschwindigkeitstrassen verkehren, werden die Radsatzwellenv weniger belastet. Zudem sind diese stärker dimensioniert.
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20.07.2008 15:30 Uhr von Deniz1008
 
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made in germany :D
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20.07.2008 15:45 Uhr von a.maier
 
+9 | -0
 
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Mehdorn: will an die Börse!
Auch an Deine!
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20.07.2008 15:51 Uhr von vostei
 
+8 | -0
 
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@Deniz :): Ok - die Neuteile werden tatsächlich in D produziert - deren turnusmäßige Überarbeitung ist jedoch kostengünstig outgesourced...
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20.07.2008 19:02 Uhr von Numanoid
 
+0 | -2
 
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Komische Experten: Seltsamerweise tauchen diese "Experten" immer erst hinterher aus ihren Löchern auf und behaupten, sie hätten schon lange von den Risiken gewusst.
Unsere Presse hätte sicherlich auch vorher von ihnen Notiz genommen, wenn sie sich nur gerührt hätten..

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