20.07.08 10:21 Uhr
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Liechtenstein-Affäre: Erstes Urteil gegen Steuerhinterzieher gesprochen

Zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung und der Zahlung von 7,6 Millionen Euro u. a. an eine gemeinnützige Organisation ist ein ehemaliger Immobilienmakler aus Bad Homburg vor dem Landgericht Bochum verurteilt worden.

Er hatte zwischen 1985 und 2002 insgesamt elf Millionen Euro am Fiskus vorbei in eine Liechtensteiner Stiftung eingezahlt. Dem Fiskus wurden dadurch acht Millionen Euro Steuern in Form von Einkommenssteuer und Solidaritätszuschlag vorenthalten.

Das Gericht hielt dem Angeklagten seine Kooperationsbereitschaft zu Gute, sonst wäre der heute 66-Jährige nicht ohne eine Gefängnisstrafe davongekommen. Eine Zusammenarbeit mit der Bank in Liechtenstein wurde durch diese abgelehnt. Das Urteil ist das erste in der sogenannten "Liechtenstein-Affäre".


WebReporter: NachtElfIrokese
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, Steuer, Affäre, Steuerhinterziehung, Liechtenstein
Quelle: www.welt.de

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20.07.2008 07:44 Uhr von NachtElfIrokese
 
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Wie krass der Fiskus doch zuschlägt: 8 Millionen EUR entgangene Steuern auf 11 Millionen EUR Kapital - da muss eine alte Frau lange für stricken. Zwar hat er über die Jahre einiges an Zinsen bekommen, aber das hätte ich auch nicht zahlen wollen. Jetzt ist er mit 7,6 Millionen sogar noch "günstig" davongekommen. :-)
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20.07.2008 10:40 Uhr von Gloi
 
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Ich hoffe: er muss zu den 7,6 Millionen Strafe auch die unterschlagenden 8 Millionen Steuern zurückzahlen. Sonst wäre es für mich keine echte Strafe.
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20.07.2008 10:59 Uhr von vostei
 
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@gloi: die hat er zurückgezahlt, sonst nix mit kooperationsbereitschaft...

Und @all: wieviel euros hat der cd-dealer bekommen? Mit der ersten strafe dürfte der invest ja wieder drinne sein....
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20.07.2008 11:03 Uhr von NachtElfIrokese
 
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4,5 Mio: hat der Spitzel bekommen - aber "freiheitlicher Rechtsstaat" ist dahin - BRD ist schuldig des Vorwurfs der Hehlerei.
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20.07.2008 11:08 Uhr von snake2006
 
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schön blöd: der kerl ist ja schön blöd. die beweise aus der cd sind nicht verwertbar, da es sich um diebesgut und hehlerware handelt. das hätte ihm sein rechtsanwalt eigentlich mal sagen müssen.
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20.07.2008 11:26 Uhr von Gloi
 
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@ vostei: So sicher ist das ja nicht, wie wir im Fall Ackermann gelernt haben. Und vollständig hat er seine Steuerschuld scheinbar auch noch nicht beglichen.

"...sagte der Vorsitzende Richter Gerhard Riechert.
Er sei sich durchaus darüber im Klaren, dass das Urteil für Kontroversen sorgen könnte - nach dem Motto "Die Reichen können sich freikaufen, die Kleinen werden hart bestraft". Da der Angeklagte aber einen Großteil seiner Steuern bereits nachgezahlt und mit den Behörden zusammengearbeitet habe, sei die Bewährungsstrafe gerechtfertigt...."
http://www.spiegel.de/...
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20.07.2008 11:35 Uhr von vostei
 
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mag sein, bei inzwischen 110 Millionen: "Steuernachzahlungen" dürfte er hier eigtl. der Vorführreiche sein - Zumwinkrel und Co. karteln das Ganze dann eh hinter den Kulissen aus. (Bevor es dann das Verfahren für´s Volk in den News zu lesen gibt)
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20.07.2008 11:58 Uhr von Gloi
 
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@ deey: Wenn man dir alle Leistungen entziehen würde, die mit Steuergeldern finanziert werden, würdest du nach einer Woche um Steuern betteln.
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20.07.2008 12:57 Uhr von artefaktum
 
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@deey: "Wovon bei solchen Sachen nie gesprochen wird, ist die Tatsache, wieviel Kohle der Mann dem Staat bereits eingebracht hat......das waren nämlich hunderte Millionen."

Woher weisst du das? Zudem müssen Menschen mit normalen Einkommen auch Steuern zahlen. Sollen wir Regeln aufstellen nach dem Motto, je mehr Geld jemand verdient, desto mehr Geld darf er hinterziehen? Was hast du denn für ein Rechtsverständnis? Soll jeder so viel Steuern zahlen wie er meint was angemessen ist? An Gesetze haben wir uns alle (wenn auch nich immer gerne) zu halten und zwar unabhängig(!) vom Einkommen.
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20.07.2008 21:59 Uhr von NachtElfIrokese
 
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Der einzige Weg um das einzudämmen: ist die Steuern abrupt zu senken und damit solchen Steueroasen den Nährboden zu entziehen.
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21.07.2008 07:50 Uhr von snake2006
 
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Steuer, Steuer und nochmal Steuer: Der Immobilienmakler hat sein Einkommen bereits in Deutschand mehrfach durch Umsatzsteuer, Einkommensteuer... versteuert. Danach legt er sein bereits versteuertes Einkommen im Ausland an und soll auf den Gewinn nochmals Steuern zahlen. Nicht etwar in dem Land in dem der Gewinn anfällt, sondern in seinem Heimatland, welches eigentlich mit der Geldanlage nichts zu tun hat. Das deutsche Steuerrecht ist schon gut gemacht.
Rechnerisch bleiben einem beim Spitzensteuersatz in Deutschland von 100 Euro noch genau 7 Euro übrig.
Da wundert sich jemand, daß Schumacher in der Schweiz wohnt?

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